Der Dämonenjäger von Aranaque 11: ¿Grauen in der Geisterstadt

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Februar 2021
  • |
  • 130 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-5001-4 (ISBN)
 
In den Tiefen der Hölle glühte das Feuer. Der flackernde, seelenverbrennende Schein warf schwarzrote Schatten über die Geschöpfe des Bösen, die hier wohnten. Der Fürst der Finsternis, Leonardo deAranaque, hatte seinen Thron aus Menschenknochen verlassen und suchte seinen Berater auf. Magnus Friedensreich Eysenbeiß, einst ein Großer der Sekte der Jenseitsmörder, jetzt ein Ausgestoßener, aber dafür des Höllenfürsten linke Hand, zeigte sich nicht überrascht. »Von deinen und Wangs letzten Erfolgen oder Mißerfolgen wollen wir nicht reden«, begann der Höllenfürst übergangslos. »Aber ich erinnere mich, daß da noch ein anderes Geheimprojekt läuft, das du vor einiger Zeit begonnen hast. Hast du Erfolg? Was ist mit diesem Freund Moronthors, diesem Bill Relokin?« »Herr, seid Ihr sicher, daß er noch immer Moronthors Freund ist?« fragte Eysenbeiß. Hinter der silbernen Gesichtsmaske verzog er spöttisch das Gesicht. Hoffentlich, dachte der Dämon Leonardo, kommt er nie auf die Idee, mir abtrünnig zu werden und die Silbermaske weihen zu lassen...
  • Deutsch
  • 0,76 MB
978-3-7389-5001-4 (9783738950014)

Der Dämonenjäger von Aranaque 11: ?Grauen in der Geisterstadt


Art Norman


In den Tiefen der Hölle glühte das Feuer. Der flackernde, seelenverbrennende Schein warf schwarzrote Schatten über die Geschöpfe des Bösen, die hier wohnten. Der Fürst der Finsternis, Leonardo deAranaque, hatte seinen Thron aus Menschenknochen verlassen und suchte seinen Berater auf. Magnus Friedensreich Eysenbeiß, einst ein Großer der Sekte der Jenseitsmörder, jetzt ein Ausgestoßener, aber dafür des Höllenfürsten linke Hand, zeigte sich nicht überrascht. »Von deinen und Wangs letzten Erfolgen oder Mißerfolgen wollen wir nicht reden«, begann der Höllenfürst übergangslos. »Aber ich erinnere mich, daß da noch ein anderes Geheimprojekt läuft, das du vor einiger Zeit begonnen hast. Hast du Erfolg? Was ist mit diesem Freund Moronthors, diesem Bill Relokin?« »Herr, seid Ihr sicher, daß er noch immer Moronthors Freund ist?« fragte Eysenbeiß. Hinter der silbernen Gesichtsmaske verzog er spöttisch das Gesicht. Hoffentlich, dachte der Dämon Leonardo, kommt er nie auf die Idee, mir abtrünnig zu werden und die Silbermaske weihen zu lassen. *** »Ich bin mir nur dessen sicher, was ich sehe«, grollte Eysenbeiß. »Also, was ist nun?« »Ich zeige Euch Relokin und was er gerade tut«, erbot sich Eysenbeiß unterwürfig. Er führte seinen Herrn und Meister in einen anderen Teil der Felsenkavernen, in der er sich eingerichtet hatte. Dort stand ein flacher, kreisrunder Wasserbehälter von gut fünf Metern Durchmesser. Eysenbeiß zitierte eine Beschwörungsformel. Hier, in den Tiefen der Hölle, fiel es ihm sehr leicht, den Vassago zu beschwören und ihn zu zwingen, aus der Wasserfläche seinen Spiegel zu formen, der ihm Bilder eines weit entfernten Geschehens zeigte. Eysenbeiß und Leonardo sahen Bill Relokin, Professor Moronthors ersten und ältesten Kampfgefährten. *** Man nannte sie die Zeitlose. Vielleicht war sie eine der Unsterblichen. Die Zeit verging, ohne sie zu berühren. Ihre Haut war blau, und aus ihrem Rücken wuchs ein paar wunderschöner Schmetterlingsflügel. Von der gleichen Hautfarbe wie sie war auch das geflügelte Einhorn, mit dem sie durch Zeit und Raum zu reisen pflegte. Sie verweilte. Einige miteinander verknüpfte Schicksale interessierten sie. Vor Jahrmillionen hatte sie auf der Erde einen Mann namens Moronthor kennengelernt, der aus der Zukunft gekommen war. Sie hatte gewußt, daß sie sich Wiedersehen würden. Er war ihr dann in die Quere gekommen, als sie den Fluch brechen wollte, der über einem alten Piratenschiff lag. Es wäre alles einfacher verlaufen, wenn Moronthor sich nicht eingemischt hätte. Schlußendlich war es zwar so ausgegangen, wie die Zeitlose es geplant hatte, aber ohne Moronthors Einmischung hätte es keine Komplikationen gegeben. Dabei hatte er nichts von ihrem Tun geahnt, sonst hätte er sich mit Sicherheit wieder zurückgezogen und sie gewähren lassen, dessen war sie sicher. Aber sie hatte sich ihm nicht offenbaren können.[1] Moronthor war dann nach Italien gereist. Die Zeitlose hatte ihn weiter beobachtet, weil sein dortiges Handeln mit dem Fall des Gespensterschiffes zu tun hatte. Und sie stellte fest, daß er gegen zwei äußerst gefährliche Gegner zu kämpfen hatte: Den Mongolen Wang Lee Chan und einen Mann namens Magnus Friedensreich Eysenbeiß. Beide waren sie Diener des Fürsten der Finsternis. Aber Wang erschien der Zeitlosen dank seiner Kämpferqualitäten und seiner relativen Unverletzbarkeit als der Gefährlichere. Um Moronthors Position in der Gegenwart entscheidend zu verbessern, beschloß die Zeitlose, ihm zu helfen. Wang Lee Chan mußte aus der Weltgeschichte verschwinden. Teilweise durch ihn hatte Moronthor Niederlagen hinnehmen müssen, oder er war zumindest erheblich behindert worden. Aber die Zeitlose wußte, daß sie Wang nicht besiegen konnte. Niehl jetzt, nicht hier. Seine bewußt herbeiführbare Unverletzbarkeit wirkte auch gegenüber der Zeitlosen. Also mußte sie ihn in der Vergangenheit, bekämpfen. Sie wußte sehr wohl, daß sie dadurch ein Zeitparadoxon hervorrufen würde. Aber das war kontrollierbar. Nur Unwesentliches würde sich verändern. Dazu aber durfte sie nicht selbst zu intensiv ins Geschehen eingreifen. Sie durfte nur den Anstoß geben. Alles weitere mußte sich von allein ergeben. Sie mußte die Situation dahingehend verändern, daß Wang Lee niemals von Leonardo deAranaque unverwundbar gemacht werden konnte. Wenn er somit verletzbar blieb, stiegen Moronthors Chancen. Das war alles, was die Zeitlose tun wollte. Dazu mußte sie in eine bestimmte Zeitepoche zurückgehen. Sie traf alle Vorbereitungen dazu. *** »Was machen deine Forschungen?« fragte Tandy Cant. Das Mädchen mit dem schwarzbraunen, langen Haar blieb vor Bill Relokins Arbeitstisch stehen. Der blonde Historiker blickte auf. »Ich komme nicht weiter«, sagte er. »Der Stab entzieht sich einfach jedem meiner Zugriffe. Okay, ich kann ein wenig mit ihm zaubern, aber das ist auch alles. Moronthors Amulett kann bei weitem mehr, ein Arrayhd-Kristall niedrigster Ordnung ist dagegen ein Magie-Titan. Was der Prydo kann, kann selbst ein Zauberlehrling. Ich möchte das Ding am liebsten in die Ecke schmeißen und verbrennen. Wenn ich mir überlege, daß Eysenbeiß damit Wunderdinge vollbracht haben soll, wird mir anders.« »Eine lange Rede für einen großen Mann«, sagte die Schwarzhaarige. Sie hielt ein großes Glas in der Hand, halb gefüllt mit Whisky und Eis. »Trink ein paar Schlucke, vielleicht kommt dir dann die Erleuchtung«, riet sie. Bill Relokin grinste. »Alkohol löst keine Probleme«, sagte er. »Er schafft höchstens neue.« Dennoch nahm er das Glas entgegen und trank. Er sah Tandy Cant an. Sie erinnerte ihn stark an Manuela Ford, das Mädchen, das er geliebt hatte wie niemanden und nichts sonst auf der Welt. Manuela Ford war tot, bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, und nichts und niemand vermochte sie wieder zum Leben zu erwecken. Der rote Dämon Goro'heel hatte Bill vorgaukeln wollen, er könne es. Aber Goro'heel hatte diesen Versuch mit dem Leben bezahlt. Bill Relokin wollte keinen Manuela-Zombie. Tote blieben tot, was auch immer geschah. Aber Tandy Cant lebte. Und sie löste in Bill Relokin einen Gefühlssturm aus, wie er ihn sonst nur bei Manuela erlebt hatte. Er konnte sich nicht dagegen wehren. Tandy hatte es geschafft, ihn aus seiner Lethargie zu reißen. Nach Manuelas Tod war Bill förmlich verfallen. Er war ein psychisches Wrack geworden. Er erschien nicht mehr an seinem Arbeitsplatz, er verdiente kein Geld mehr, und irgendwann waren die Ersparnisse aufgebraucht. Sein Telefon wurde gesperrt, und er begann zu trinken. Für seine Luxusappartementwohnung in einem der sündhaft teuren Hochhäuser auf Manhattan blieb er gut ein Vierteljahr lang die Miete schuldig. Er vernachlässigte sein Aussehen. Und dann traf er Tandy. Es war Zufall. Er hatte sich endlich dazu durchgerungen, wieder einmal auf Dämonenjagd zu gehen. Auf dem Highway, den Daumen hochgereckt, ließ er sich von dem Mädchen aufgabeln. Tandy gab sich als angehende Geisterjägerin zu erkennen, und gemeinsam jagten sie die Bestie im Tal des Todes. Tandy bewegte sich dabei ein wenig sehr hart am Rand der Legalität, und Bill war fast sicher, daß sie teilweise darüber hinaus ging. Aber sie hatte Erfolg, und sie gefiel ihm. Sie blieben zusammen. Bill lebte wieder auf. Er wurde wieder annähernd so psychisch stabil, wie er es zu Manuelas Lebzeiten gewesen war. Aber er war dennoch anders geworden. Härter, kompromißloser in seinen Ansichten und seinem Handeln. Notfalls setzte er seine Ziele mit Gewalt durch. Aber so hart er tagsüber war, so sanft war er in den Nächten mit Tandy. Sie forderte ihn, und er war ihr verfallen. Sie lebten zusammen. Bill hatte seinen Lehrstuhl an der Harvard University dennoch nicht wieder angenommen. Er spekulierte jetzt mit Aktien, von Tandy beraten. Innerhalb weniger Wochen hatte er einige hunderttausend Dollar zusammengebracht. Dennoch beschaffte Tandy ihm noch mehr Geld. Inzwischen war Bill reicher, als er es jemals früher gewesen war. Wie viele Schicksale an seinen Börsengeschäften zerbrochen waren, interessierte ihn nicht. Nur sein eigener Erfolg zählte. Seine Wohnung in New York hatte er behalten. Aber er hatte sie um diverse luxuriöse Dinge ergänzt, die er sich jetzt als Millionär eher leisten konnte als früher. Nebenher beschäftigte er sich intensiver denn je mit Magie. Sie fesselte ihn weitaus mehr als sein eigentlicher Beruf, die historische Forschung. Bill begann mit Weißer und auch mit Schwarzer Magie zu experimentieren - er wollte die Unterschiede erkennen. Und langsam begann er alles zu begreifen. Nur den Prydo begriff er nicht. Moronthor hatte ihm diesen einfachen Stab einst gegeben, der aus Holz zu bestehen schien und in dem doch eine starke magische Kraft wohnte. Moronthor hatte den Stab von Magnus Friedensreich Eysenbeiß erbeutet. Weil er selbst wenig Zeit dafür...

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