Eine Gemeinde, mehrere PfarrerInnen

Reflexionen auf das mehrstellige Pfarramt aus historischer, empirischer und akteurtheoretischer Perspektive
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. November 2016
  • |
  • 255 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-032196-0 (ISBN)
 
Die Tatsache der Präsenz mehrerer Pfarrer und/oder Pfarrerinnen in einer Parochie wurde bislang kaum erforscht und gründlich reflektiert, was nicht nur ein pastoraltheologisches Desiderat darstellt, sondern auch das Bedürfnis der Gemeinden nach mehr Informationen über diese kirchliche Organisationsform vernachlässigt.
Nach einem geschichtlichen und empirischen Teil folgt der innovative und zukunftsweisende dritte Hauptteil, der das mehrstellige Pfarramt mit Hilfe der soziologischen Akteurtheorie interpretiert. Durch dieses Analyseinstrument, das bisher in der Pastoraltheologie nicht angewandt wurde, gelingt es, Beziehungen, soziale Konflikte und Dynamiken zwischen Gemeinde, Pfarrteam und einzelnen PfarrerInnen in den Blick zu nehmen, vor Fehlentwicklungen zu warnen und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 1,38 MB
978-3-17-032196-0 (9783170321960)
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PD Dr. Jantine Nierop ist wiss. Angestellte am Praktisch-Theologischen Seminar der Universität Heidelberg.
1 - Deckblatt [Seite 1]
2 - Titelseite [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Inhalt [Seite 6]
5 - Vorwort [Seite 10]
6 - Einleitung [Seite 12]
6.1 - 1. Stand der Forschung und Verortung der Untersuchung [Seite 13]
6.2 - 2. Begriffliche Abgrenzungen und Präzisierungen [Seite 14]
6.3 - 3. Einzelpfarramt und mehrstelliges Pfarramt im Konflikt 3. Einzelpfarramt und mehrstelliges Pfarramt im Konflikt [Seite 16]
6.4 - 4. Aufriss und Methodologie der Studie 4. Aufriss und Methodologie der Studie 4. Aufriss und Methodologie der Studie [Seite 19]
7 - I. Historische Beispiele von mehrstelligen Pfarrämtern [Seite 23]
7.1 - 1. 'Mehrstellige Pfarrämter' im Urchristentum, in der Antike und im Mittelalter [Seite 23]
7.1.1 - 1.1 Die paarweise Sendung der Jünger durch Jesus [Seite 24]
7.1.2 - 1.2 Von kollegial geleiteten Gemeinden bis zum Monepiskopat [Seite 27]
7.1.3 - 1.3 Priesterkollegien auf dem Land und in der Stadt [Seite 32]
7.1.4 - 1.4 Kathedralkapitel, Kollegiatstifte und Bettelorden [Seite 39]
7.2 - 2. Mehrstellige Pfarrämter in der evangelischen Kirche seit der Reformation [Seite 43]
7.2.1 - 2.1 Stadtkirchen [Seite 44]
7.2.2 - 2.2 Von Predigerkollegien bis zu Einzelpfarrern [Seite 49]
7.2.3 - 2.3 Seelsorgegemeinden nach Emil Sulze [Seite 53]
7.3 - 3. Teampfarrämter als Innovation der Kirchenreformbewegung [Seite 59]
7.3.1 - 3.1 Allgemeine Strukturüberlegungen der Kirchenreformbewegung [Seite 60]
7.3.2 - 3.2 Visionen des Teampfarramtes [Seite 67]
7.3.3 - 3.3 Erfahrungen mit dem Teampfarramt [Seite 75]
7.3.4 - 3.4 Fazit: Die Besonderheit des modernen mehrstelligen Pfarramtes im historischen Vergleich [Seite 85]
8 - II. EinzelpfarrerInnen und PfarrerInnen in mehrstelligen Pfarrämtern im empirischen Vergleich [Seite 90]
8.1 - 1. Empirisches Datenmaterial zum mehrstelligen Pfarramt [Seite 90]
8.1.1 - 1.1 Die Befragung 'Berufsverständnis und Berufswirklichkeit Berliner Gemeindepfarrer' (1963/1964) [Seite 91]
8.1.2 - 1.2 Die Befragung 'Pastor/in im Norden' (2010) [Seite 94]
8.2 - 2. Unterschiede zwischen EinzelpfarrerInnen und PfarrerInnen in mehrstelligen Pfarrämtern nach der Umfrage 'Pastor/in im Norden' (2010) [Seite 97]
8.2.1 - 2.1 Strukturelle Unterschiede [Seite 98]
8.2.2 - 2.2 Allgemeine Unterschiede im beruflichen Alltag [Seite 100]
8.2.2.1 - 2.2.1 Stress durch Verwaltungstätigkeiten, Stress durch Konflikte [Seite 101]
8.2.2.2 - 2.2.2 Freizeitmangel [Seite 108]
8.3 - 2.3 Mentalitätsunterschiede [Seite 110]
8.3.1 - 2.3.1 Ambitionen und Karrierebewusstsein [Seite 110]
8.3.2 - 2.3.2 Frömmigkeitsprägung [Seite 114]
8.4 - 2.4 Unterschiede auf dem Beziehungsfeld PfarrerInnen und KollegInnen [Seite 118]
8.4.1 - 2.4.1 Zufriedenheit mit KollegInnen [Seite 119]
8.4.2 - 2.4.2 KollegInnen als Gesprächspartner, deren Meinung wichtig ist [Seite 122]
8.5 - 2.5 Unterschiede auf dem Beziehungsfeld PfarrerInnen und Gemeindeglieder [Seite 125]
8.5.1 - 2.5.1 Allgemeine Unterschiede [Seite 125]
8.5.2 - 2.5.2 Vorstellung vom Pfarrberuf: GemeindeaufbauerIn [Seite 128]
8.5.3 - 2.5.3 Vorstellung vom Pfarrberuf: InterpretIn der christlichen Tradition [Seite 130]
8.5.4 - 2.5.4 Kompetenzen für den Pfarrberuf: (sozial-)diakonische Kompetenz [Seite 132]
8.5.5 - 2.5.5 Kompetenzen für den Pfarrberuf: seelsorgerliche Kompetenz [Seite 134]
8.5.6 - 2.5.6 Kleiner werdende Gemeinden, weniger TeilnehmerInnen [Seite 137]
8.5.7 - 2.5.7 Mitgliederwerbung, Mission, Öffentlichkeitsarbeit [Seite 140]
8.5.8 - 2.5.8 Fehlendes religiöses Interesse und Glaubenszweifel bei anderen Menschen [Seite 144]
8.5.9 - 2.5.9 Das Verhältnis zu ehrenamtlichen MitarbeiterInnen [Seite 146]
8.5.10 - 2.5.10 Orientierung an Erwartungen von Gemeindegliedern im Berufsalltag [Seite 149]
8.5.11 - 2.5.11 Die Bedeutung des Pfarrhauses [Seite 151]
8.5.12 - 2.5.12 Präsenz und Erreichbarkeit der Pfarrperson [Seite 153]
8.6 - 2.6 Unterschiede auf dem Beziehungsfeld PfarrerInnen und Kirchengemeinderat [Seite 157]
8.6.1 - 2.6.1 Zufriedenheit mit dem Kirchengemeinderat [Seite 157]
8.6.2 - 2.6.2 Der Kirchengemeinderat als Bezugspunkt im Berufsalltag [Seite 160]
8.7 - 2.7 Unterschiede auf dem Beziehungsfeld PfarrerInnen und Landeskirche [Seite 161]
8.7.1 - 2.7.1 Zufriedenheit mit der Landeskirche [Seite 162]
8.7.2 - 2.7.2 Hilfe und Orientierung durch die Landeskirche [Seite 164]
8.8 - 2.8 Fazit [Seite 165]
9 - III. Die soziale Dynamik im mehrstelligen Pfarramt akteurtheoretisch erklärt und (pastoral)theologisch reflektiert [Seite 170]
9.1 - 1. Akteurtheoretische Soziologie [Seite 170]
9.1.1 - 1.1 Das Handlungsproblem und die Reichweite der Akteurtheorie [Seite 172]
9.1.2 - 1.2 Was ist soziales Handeln? Was sind Akteure? [Seite 174]
9.2 - 2. Die soziale Dynamik im mehrstelligen Pfarramt erklärt anhand von Akteurmodellen [Seite 177]
9.2.1 - 2.1 Homo Sociologicus [Seite 178]
9.2.2 - 2.2 Homo Sociologicus als Erklärungsansatz für die soziale Dynamik im mehrstelligen Pfarramt [Seite 183]
9.2.2.1 - 2.2.1 Kollegialität als Norm - 'role taking' [Seite 184]
9.2.2.2 - 2.2.2 Intra-Rollenkonflikt - 'role making' [Seite 185]
9.2.2.3 - 2.2.3 Fehlende (klare) Rollenerwartungen - 'role making' [Seite 187]
9.3 - 2.3 Homo Oeconomicus [Seite 189]
9.4 - 2.4 Homo Oeconomicus als Erklärungsansatz für die soziale Dynamik im mehrstelligen Pfarramt [Seite 193]
9.4.1 - 2.4.1 Konkurrenzvermeidung als Interdependenzbewältigung oder als Flucht - Homo Oeconomicus und Emotional Man [Seite 194]
9.4.2 - 2.4.2 Rollenausstieg wegen fehlender persönlicher Anerkennung oder aus Identitätsbedrohung - Homo Oeconomicus und Identitätsbehaupter [Seite 196]
9.5 - 2.5 Fazit [Seite 200]
9.6 - 3. Die soziale Dynamik im mehrstelligen Pfarramt pastoraltheologisch reflektiert [Seite 202]
9.6.1 - 3.1 Chancen des mehrstelligen Pfarramtes: PfarrerInnen auf der Schwelle der Gemeinde [Seite 203]
9.6.2 - 3.2 Risiken des mehrstelligen Pfarramtes: Gemeinde als Basis der Kirche [Seite 207]
9.7 - 4. Biblischer Impuls: Die Beziehung zwischen PfarrerInnen und Gemeinde theologisch reflektiert anhand von 1 Joh 4,7 [Seite 211]
9.7.1 - 4.1 "Geliebte, lasst uns einander lieben" (1 Joh 4,7a) [Seite 212]
9.7.2 - 4.2 "denn die Liebe ist von Gott" (1 Joh 4,7b) [Seite 216]
10 - IV. PfarrerInnen sind komplex motivierte Akteure [Seite 220]
10.1 - 1. Plädoyer für weitere empirische Beobachtung des mehrstelligen Pfarramtes in seiner Funktion als Krisenmaßnahme [Seite 222]
10.2 - 2. Das Pfarramt ist eine soziale Situation [Seite 224]
10.3 - 3. PfarrerInnen als komplex motivierte Akteure [Seite 230]
10.4 - 4. Ambiguitätstoleranz als pastorale Kernkompetenz [Seite 232]
11 - Schlussbetrachtung [Seite 236]
12 - Literaturverzeichnis [Seite 240]
13 - Namenregister [Seite 254]

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