Nahostkonflikt kontrovers

Perspektiven für die politische Bildung
 
 
Wochenschau Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. April 2016
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7344-0216-6 (ISBN)
 
Der Nahostkonflikt ist ein hochkomplexes und seit Jahrzehnten ungelöstes politisches Problem von globaler Bedeutung. Weltweit wird kontrovers darüber diskutiert, wie die Rolle und das Verhalten der zentrale Konfliktakteure zu bewerten sind und wie der Konflikt gelöst werden könnte. Hinzu kommt, dass dieser Konflikt als ein Austragungsort und Katalysator diverser individueller und kollektiver Identitäten, politischer und moralischer Selbstverständnisse, emotionaler und erinnerungspolitischer Befindlichkeiten, gesellschaftlicher Erfahrungen sowie ideologisierter Denk- und Deutungsmuster gilt - auch in Deutschland.
Die politische Bildung muss die Positionierungen zum Nahostkonflikt in Deutschland kennen, um diese reflektieren zu können. Dazu muss sie sich sowohl mit der Mehrperspektivität als auch mit zentralen Kontroversen in politischen und fachlichen Diskursen zumindest exemplarisch auseinandersetzen. Akteure und Akteurinnen der politischen Bildung erhalten mit diesem Band das Rüstzeug für diese Herausforderung.

Der Band bietet:

- einen Überblick über wesentliche Aspekte des Konflikts
- Darstellungen kontroverser Diskurspositionen
- Beschreibungen und Deutungen zentraler Konfliktakteure
- ein Kompendium der Bedeutung und Thematisierung des Nahostkonflikts in Deutschland
  • Deutsch
  • Schwalbach
  • |
  • Deutschland
  • Für höhere Schule und Studium
  • |
  • Für Beruf und Forschung
  • 6,32 MB
978-3-7344-0216-6 (9783734402166)
3734402166 (3734402166)
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Prof. Dr. Sabine Achour
ist Gastprofessorin im Arbeitsbereich Politikdidaktik und politische Bildung am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der FU Berlin. Sie promovierte zum Thema "Bürger muslimischen Glaubens. Politische Bildung im Kontext von Migration, Integration und Islam". Dafür erhielt sie 2015 den Walter-Jacobsen-Preis für politische Bildung. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift "Wochenschau" sowie Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVpB) in Berlin.

Dr. phil. Tamar Amar-Dahl
israelisch-deutsche Historikerin. Studium der Geschichte und Philosophie in Tel Aviv, Hamburg und München. Promotion
an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Lehre und Forschung an der Humboldt-Universität und der FU Berlin. Junior-Fellowship am Alfried-Krupp Wissenschaftskolleg, Greifswald. Zurzeit assoziierte Wissenschaftlerin am Otto-Suhr-Institut, Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients, FU Berlin.

Christoph Dinkelaker
ist Islam-, Politik- und Geschichtswissenschaftler. Mitgründer der Nahostplattform Alsharq. Zwischen 2011 und 2012 Leiter einer Forschungsgruppe, die ein Kompendium zu palästinensischen Parteien verfasste. Zwischen 2012 und 2014 Projektleiter am Willy Brandt Center Jerusalem, das Kooperationen zwischen jugendlichen Israelis und Palästinensern/-innen unterstützt. Seit 2014 Organisator und Leiter politischer Studienreisen in Länder des Nahen Ostens und Nordafrika.

Dr. Stephan Grigat
2016/17 Gastprofessor für Israel Studies am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam; 2015/16 Gastprofessor für kritische Gesellschaftstheorie an der Justus-Liebig-Universität Gießen; 2005/06 Forschungsstipendiat in Tel Aviv; seit 2003 Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Mitbegründer und Wissenschaftlicher Direktor der NGO "STOP THE BOMB - Bündnis für einen demokratischen und atomwaffenfreien Iran". Beiträge in zahlreichen Zeitungen, u. a. Jungle World, Konkret, Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Der Tagesspiegel, Die Presse, Der Standard, Neue Zürcher Zeitung.

Dr. Steffen Hagemann
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Kaiserslautern im Fachgebiet Politikwissenschaft. Studium der Politikwissenschaft und der Friedens- und Konfliktforschung an den Universitäten Marburg, Tel Aviv und FU Berlin. Promotion zur religiösen Siedlerbewegung in Israel.

Dr. Wolfgang Heuer
ist Privatdozent am Otto-Suhr-Institut für politische Wissenschaft der FU Berlin und Mitherausgeber der Online-Zeitschrift www.hannaharendt.net und des Arendt-Handbuch, Stuttgart 2011.

Dr. Margret Johannsen
studierte in Berlin und Hamburg. An der Universität Hamburg promovierte sie über das Thema "Amerikanische Atomwaffen in Europa". Von 1987 bis 1997 gestaltete sie den friedenspädagogischen Service am IFSH. Seit 1997 gehört sie dem Institut als Senior Research Fellow an, seit 2009 ist sie Mitherausgeberin des jährlichen Friedensgutachtens. Sie ist Dozentin im Postgraduiertenstudiengang "Master of Peace and Security Studies - M.P.S." der Universität Hamburg.

PD Dr. habil. Markus Kaim
ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

Andreas Koch
ist Politikwissenschaftler, promoviert zu Edward Saids Antizionismus und arbeitet als politischer Bildner gegen Antisemitismus.

Johanna Korneli
ist Doktorandin am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin und Mitarbeiterin des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. In ihrer Promotion arbeitet sie zu Themen der politischen Bildung und Demokratietheorie.

Inva Kuhn
ist Politikwissenschaftlerin und in der Politischen Bildungsarbeit tätig. Sie veröffentlichte ein Buch sowie wissenschaftliche Beiträge und pädagogische Materialien zum Themenkomplex Migration und Flucht sowie zum Antismuslimischen Rassismus.

Dr. Götz Nordbruch
ist Islamwissenschaftler und Co-Geschäftsführer des Vereins ufuq.de - Jugendkultur, Islam und politische Bildung. Er arbeitet in der politischen Bildung zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus und engagiert sich in der Präventionsarbeit von Radikalisierungsprozessen mit jungen Muslimen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der Islam in Europa, Islamismus und die Geschichte der deutsch-arabischen Beziehungen.

Mirko Niehoff
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Politikdidaktik und politische Bildung am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin sowie politischer Bildner in der "KIgA e. V. Politische Bildung für die Migrationsgesellschaft". Er promoviert zu sozialen Deutungsmustern unter Jugendlichen zum Nahostkonflikt.

Amina Nolte
hat einen Master in Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens (Universität Marburg/Hebräische Universität Jerusalem) und promoviert zurzeit im Rahmen des Graduiertenzentrums für Kulturwissenschaften in Gießen im Fachbereich Soziologie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen der israelischen Gesellschaft sowie auf den Beziehungen Israels zu seinen Nachbarländern. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins Alsharq e. V. der sich in Berlin für eine fundierte und hintergründige politische Bildung zum Nahen und Mittleren Osten einsetzt. Hierfür konzipiert, veranstaltet und leitet sie Seminare zum Thema Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus sowie Fortbildungen zum Thema Flucht und Asyl.

Patricia Piberger
ist Sozial- und Kulturanthropologin und Politikwissenschaftlerin (Magistra Artium/FU Berlin). Sie kommt aus den Gender bzw. Queer Studies und der Rassismusforschung und arbeitet vor allem zur Verschränkung von (antimuslimischem) Rassismus und Antisemitismus. Zurzeit absolviert sie ein weiteres Masterstudium in Berlin und ist studentische Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Prof. Dr. Carola Richter
ist Juniorprofessorin für Internationale Kommunikation an der FU Berlin. Sie forscht und lehrt zu Mediensystemen und Kommunikationskulturen im Nahen Osten und Nordafrika. Sie beschäftigt sich außerdem mit Medien und Migration, sozialen Bewegungen, public diplomacy und Auslandsberichterstattung.

Lars Tittmar
studierte Philosophie und Soziologie in Hamburg. Zurzeit absolviert er ein Masterstudium in Berlin.

Dr. phil. Juliane Wetzel,
*1957 in München, ist Historikerin und seit 1991 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin tätig. Sie ist geschäftsführende Redakteurin des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung und Mitglied der deutschen Delegation der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), Vorstandsmitglied des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus sowie Mitglied des unabhängigen "Expertenkreises Antisemitismus" im Auftrag des Deutschen Bundestages. Sie hat zahlreiche Vorträge und Publikationen zu den Themen Juden unter nationalsozialistischer Verfolgung, jüdische Nachkriegsgeschichte, Rechtsextremismus und aktuelle Formen des Antisemitismus vorgelegt.

Prof. Dr. Moshe Zuckermann,
*1949 in Tel Aviv, lebte zwischen 1960 und 1970 in Deutschland (Frankfurt/M.). Studium der Soziologie, Politologie und Geschichte an der Universität Tel Aviv. Seit 1990 lehrt er am dortigen Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU). 2000-2005 Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte (TAU). 2009-2013 akademischer Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien. Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Philosophie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Frankfurter Schule; Ästhetische Theorie und Kunstsoziologie; der Einfluss der Shoah auf die politischen Kulturen Israels und Deutschlands. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.
Mirko Niehoff: Einleitung: Nahostkonflikt kontrovers - Perspektiven für die politische Bildung

Zur Thematisierung des Nahostkonflikts in Deutschland

Markus Kaim: Deutschland, Israel und der Nahostkonflikt: Anmerkungen zu einem besonderen Verhältnis
Steffen Hagemann: Der Nahostkonflikt im Spiegel der Einstellungsforschung
Carola Richter: Der Nahostkonflikt im Spiegel deutscher Medien
Juliane Wetzel: Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus im Kontext Nahostkonflikt

Mehrperspektivität I: 18 Perspektiven auf den Nahostkonflikt, Israel und/oder die Palästinenser

Amina Nolte: Martin Buber: Die Idee einer binationalen Lösung
Wolfgang Heuer: Hannah Arendt: Regionale Föderation als Lösungsansatz
Lars Tittmar: Jean Améry: Die Notwendigkeit Israels als Schutzraum vor Antisemitismus
Patricia Piberger: Judith Butler: Visionen eines binationalen Israels
Andreas Koch: Edward Said: Zionismus als rassistische Ideologie
Andreas Koch: Alan Dershowitz: Ressentiments gegen Israel als Bedrohung für den jüdischen Staat
Johanna Korneli: Caroline B. Glick: Die Einstaatenlösung als einzige Alternative für einen dauerhaften Frieden
Johanna Korneli: Eva Illouz: Säkularismus, Demokratie und Universalismus als Bedingungen für die Lösung des Nahostkonflikts
Mirko Niehoff: Yaacov Lozowick: Antizionismus als zentrales Lösungshindernis
Inva Kuhn: Gershom Gorenberg: Demokratisierung Israels als Voraussetzung für Frieden
Amina Nolte: Tzipi Livni: Mit moderaten Kräften zu einer Lösung des Konflikts
Amina Nolte: Naftali Bennet: Konfliktmanagement anstelle von Konfliktlösung
Amina Nolte: Ahmad Tibi: Anerkennung und Selbstbestimmung der Palästinenser/-innen als Voraussetzung für Versöhnung
Christoph Dinkelaker: Mustafa Barghouthi: Gewaltfreier Widerstand zur Überwindung israelischer Besatzung
Mirko Niehoff: Sari Nusseibeh: Einstaatenlösung im Interesse der Palästinenser und Israels als jüdischer Staat
Sabine Achour: Sumaya Farhat-Naser: Besatzung und Radikalisierung als Grundproblematiken
Christoph Dinkelaker: Mahmud Abbas: Mit diplomatischen Mitteln zur Zweistaatenlösung
Christoph Dinkelaker: Ismail Haniyeh: National-religiöser Anspruch auf das Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan

Mehrperspektivität II: Zehn Fragen und zehn Antworten von Nahostexperten/-innen

Margret Johannsen: Frieden schließt man mit seinem Feind
Moshe Zuckermann: Israels mangelnde Kompromissfähigkeit als Friedenshindernis
Stephan Grigat: Antisemitismus als ein Kernproblem des Nahostkonfliktes
Steffen Hagemann: Territorium, Legitimität, Identität - Dimensionen und Dynamiken des israelisch-palästinensischen Konflikt
Tamar Amar-Dahl: Die altansässigen Araber Palästinas als Leidtragende des zionistischen Israels
Götz Nordbruch: Nahostpolitik ist Geschichts- und Erinnerungspolitik

Dateiformat: PDF
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