Sieben Minuten nach Mitternacht

 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. August 2011
  • |
  • 216 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-57097-2 (ISBN)
 
Zwei große Erzähler - eine Geschichte, die den Tod in seine Schranken weist
Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt ...
Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise - es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen ...


Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und bereits zweimal die Carnegie Medal. Für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis.
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Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und bereits zweimal die Carnegie Medal. Für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis.
1 - VORBEMERKUNG DES AUTORS [Seite 6]
2 - SIEBEN MINUTEN NACH ­MITTERNACHT [Seite 12]
3 - FRÜHSTÜCK [Seite 21]
4 - SCHULE [Seite 29]
5 - LEBENS-GESCHICHTEN [Seite 34]
6 - DREI GESCHICHTEN [Seite 39]
7 - GRANDMA [Seite 49]
8 - GESCHICHTEN SIND WILDE WESEN [Seite 55]
9 - DIE ERSTE GESCHICHTE [Seite 63]
10 - DER REST DER ERSTEN GESCHICHTE [Seite 69]
11 - VERSTÄNDNIS [Seite 77]
12 - WIR MÜSSEN UNS MAL UNTERHALTEN [Seite 85]
13 - GRANDMAS HAUS [Seite 91]
14 - CHAMP [Seite 97]
15 - AMERIKANER BEKOMMEN NICHT VIEL URLAUB [Seite 102]
16 - DIE ZWEITE GESCHICHTE [Seite 110]
17 - DER REST DER ZWEITEN GESCHICHTE [Seite 119]
18 - ZERSTÖRUNG [Seite 126]
19 - UNSICHTBAR [Seite 133]
20 - EIBEN [Seite 138]
21 - WÄRE ES MÖGLICH? [Seite 142]
22 - KEINE GESCHICHTE [Seite 147]
23 - ICH SEHE DICH NICHT MEHR [Seite 153]
24 - DIE DRITTE GESCHICHTE [Seite 157]
25 - STRAFE [Seite 164]
26 - EIN ZETTEL [Seite 170]
27 - 100 JAHRE [Seite 174]
28 - WOZU BIST DU DENN GUT? [Seite 180]
29 - DIE VIERTE GESCHICHTE [Seite 184]
30 - DER REST DER VIERTEN GESCHICHTE [Seite 195]
31 - LEBEN NACH DEM TOD [Seite 200]
32 - EIN STARKES BAND [Seite 208]
33 - DIE WAHRHEIT [Seite 212]
"STRAFE (S. 163-164)

»Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.« Die Schulleiterin seufzte verzweifelt und schüttelte den Kopf. »Was soll ich denn bitte dazu sagen, Conor?« Conor heftete den Blick auf den Teppich, der die Farbe verschütteten Weins hatte. Miss Kwan war auch da, sie saß hinter ihm, so als ob sie fürchteten, er könnte womöglich versuchen zu fliehen. Er spürte mehr, als dass er sah, wie die Schulleiterin sich vorbeugte. Sie war älter als Miss Kwan. Und in gewisser Weise doppelt so einschüchternd.

»Du hast ihn krankenhausreif geprügelt, Conor«, sagte sie. »Du hast ihm den Arm und die Nase gebrochen, und ich bezweifle, dass seine Zähne je wieder hübsch aussehen werden. Seine Eltern drohen damit, die Schule zu verklagen und auch gegen dich Anzeige zu erstatten.« Als er das hörte, blickte Conor auf. »Sie waren ein bisschen hysterisch, Conor«, sagte Miss Kwan hinter ihm, »und ich kann es ihnen nicht verdenken. Aber ich habe ihnen erklärt, was sich hier in letzter Zeit abgespielt hat. Dass er dich gemobbt hat und dass du gegenwärtig in einer … besonderen Situation bist.« Bei den letzten Worten zuckte Conor zusammen. »Die Sache mit dem Mobbing hat ihnen zu denken gegeben «, fuhr Miss Kwan in leicht spöttischem Ton fort.

»So eine Anschuldigung macht sich heutzutage bei Bewerbungen an Universitäten offenbar nicht gut.« »Aber darum geht es gar nicht!«, sagte die Schulleiterin so laut, dass sowohl Conor als auch Miss Kwan erschraken. »Ich kann mir ja noch nicht einmal erklären, was da überhaupt passiert ist.« Sie warf einen Blick in die Papiere auf ihrem Schreibtisch, Berichte von Lehrern und anderen Schülern, wie Conor vermutete. »Ich weiß einfach nicht, wie es möglich sein soll, dass ein Junge allein so viel Schaden anrichtet.« Conor hatte regelrecht gespürt, was das Monster mit Harry machte. Als das Monster Harry am Hemd packte, hatte Conor den Stoff an seinen eigenen Handflächen gespürt.

Als das Monster zuschlug, hatte Conor den Schmerz in seiner eigenen Faust gespürt. Als das Monster Harry den Arm auf den Rücken drehte, hatte Conor gespürt, wie Harrys Muskeln Wider stand leisteten. Wie sie Widerstand leisteten, aber nichts auszurichten vermochten. Denn wie könnte ein Junge ein Monster besiegen? Er erinnerte sich an all das Geschreie und Gerenne. Daran, wie die anderen Schüler losgelaufen waren, um Lehrer zu holen. Daran, wie der Kreis um ihn herum weiter und weiter geworden war, als das Monster erzählte, was es alles für den unsichtbaren Mann getan hatte."

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