Staat - Souveränität - Verfassung

Festschrift für Helmut Quaritsch zum 70. Geburtstag
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Februar 2015
  • |
  • VIII, 721 Seiten
 
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978-3-428-49623-5 (ISBN)
 
Mit der Erarbeitung der historischen und begrifflichen Grundlagen der Staatlichkeit hat Helmut Quaritsch seit den sechziger Jahren die deutsche Staatsrechtslehre maßgeblich beeinflußt.

Quaritsch wurde am 20. April 1930 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Theologie und Promotion zum Dr. iur. habilitierte er sich bei Hans Peter Ipsen und Herbert Krüger mit einem Werk, das ihm nach seiner Veröffentlichung schnell internationalen Ruhm einbrachte: Staat und Souveränität (1970). Als Ordinarius für Öffentliches Recht lehrte er an der Ruhr-Universität Bochum (seit 1966), an der Freien Universität Berlin (seit 1968) sowie an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (1972-1998). Von 1970 bis 1973 leitete er die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages.

In seinen wissenschaftlichen Arbeiten hat er immer wieder die Frage nach den Funktionsbedingungen des modernen Staates unter den verschiedensten, sowohl historischen als auch aktuellen Aspekten aufgegriffen. Dazu gehören Studien über die Entstehung und Entwicklung des Begriffs der Souveränität, Arbeiten über das Werk Carl Schmitts, über das Verhältnis von Staat und Kirchen oder über das Berufsbeamtentum. Seine zahlreichen Veröffentlichungen behandeln neben Themen der Verfassungsgeschichte, des Staatsrechts und der Staatslehre auch solche des Verwaltungs- und Verwaltungsprozeßrechts sowie des Staatskirchenrechts. Quaritsch ist Mitherausgeber der Zeitschrift Der Staat, die er jahrzehntelang auch als Redakteur mitgestaltet hat.
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 84,88 MB
978-3-428-49623-5 (9783428496235)
10.3790/978-3-428-49623-5
weitere Ausgaben werden ermittelt
Inhalt: U. Storost, Über Helmut Quaritsch - G.-C. von Unruh, Eine andere Metapher für den Staat: der Deich an Küste und Strömen - G. Roellecke, Souveränität, Staatssouveränität, Volkssouveränität - U. Storost, ". dem Frieden der Welt zu dienen". Gedanken zur Zukunft der Staatlichkeit - W. Brugger, Gemeinwohl als Ziel von Staat und Recht - H. A. Wolff, Das Verhältnis von Rechtsstaatsprinzip und Demokratieprinzip - R. Grawert, Demokratische Regierungssysteme. Qualitätsanforderungen an die Regierungssysteme der Mitgliedstaaten der Europäischen Union - K. König, "Rule of Law" und Gouvernanz in der entwicklungs- und transformationspolitischen Zusammenarbeit - K. A. Schachtschneider, Der republikwidrige Parteienstaat - R. Wahl, Verfassungsvergleichung als Kulturvergleichung - M. Shiyake, Ein Beitrag zur Diskussion über den Begriff der Volkssouveränität in der japanischen Verfassung - G. Maschke, "La légalité tue". Einige Bemerkungen - J.-J. Langendorf, Monarchie, politique et théologie chez Marcel Regamey - F. Ossenbühl, Staat und Markt in der Verfassungsordnung - K. Doehring, Mehrfache Staatsangehörigkeit im Völkerrecht, Europarecht und Verfassungsrecht - G. Biehler, Ausländerrecht und jüdische Emigration aus der früheren Sowjetunion - G. Püttner, Gesetzgebungshoheit versus Vertragstreue - P. Badura, Das politische Amt des Ministers - D. Murswiek, Verfassungsfragen der staatlichen Selbstdarstellung. Anmerkungen zur Staatspflege und zur staatlichen Selbstdarstellung im demokratischen Verfassungsstaat - J. Schwabe, Grundrechtsschutz hoheitlicher Funktionsträger - R. Mußgnug, Die öffentliche Ordnung. Plädoyer für einen unzeitgemäßen Rechtsbegriff - C. Rasenack, Neuorientierung des Steuersystems durch Einführung einer direkten Verbrauchsbesteuerung an Stelle der traditionellen Einkommensbesteuerung? - I. von Münch, Engagement, Leidenschaft, Fanatismus. Bemerkungen auch zu Wissenschaft, Publizistik und Politik - O. Beaud, La notion de constitution chez Montesquieu. Contribution à l'étude des rapports entre constitution et constitutionnalisme - A. Buschmann, Kaiser, Reich und Landesherren. Reichsrecht und Landesherrschaft im Heiligen Römischen Reich - H. Neuhaus, "Supplizieren und Wassertrinken sind jedem gestattet". Über den Zugang des Einzelnen zum frühneuzeitlichen Ständestaat - D. Merten, Goethe in Straßburg - W. Brauneder, England als Vorbild in der österreichischen Verfassungsentwicklung des 19. Jahrhunderts - A. Wolf, Die "Hauptgrundlagen der künftigen Verfassung des wiedererstehenden Römischen Reiches" vom 19. Mai 1814 - R. Morsey, Adenauer und Berlin 1901-1949. Ein spannungsreiches Verhältnis - C. H. Ule ┼, Verwehte Spuren II: Zur Mitwirkung eines Hochschullehrers an der Gesetzgebung - P. Tommissen, Erster Einstieg in zwei Desiderate der Carl-Schmitt-Forschung - G. Schwab, Carl Schmitt, A Note on a Qualitative Authoritarian Bourgeois Liberal - K. Koga, Bürger und Bourgeois in der Staatsrechtslehre der Weimarer Republik. Bemerkungen zur Liberalismuskritik bei Rudolf Smend, Carl Schmitt und Hermann Heller - J. W. Bendersky, Schmitt and Freud. Anthropology, Enemies, and the State - H.-C. Kraus, Verfassungslehre und Verfassungsgeschichte. Otto Hintze und Fritz Hartung als Kritiker Carl Schmitts - A. Caracciolo, Il rapporto con Carlo Costamagna nella recezione italiana dell' opera di Carl Schmitt - W. Schuller, Nulla poena sine lege in der römischen Republik - G. L. Ulmen, Dialectic of Darkness. Reflections on the Congo Conference and the Collapse of the "Jus Publicum Europaeum"
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