Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

 
 
DuMont Buchverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. August 2011
  • |
  • 164 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8321-8600-5 (ISBN)
 
Für Läufer und Leser: Murakamis persönlichstes Buch

Zwei Leidenschaften bestimmen Haruki Murakamis Leben: Schreiben und Laufen. Eines verbindet beide Tätigkeiten - ihre Intensität. Für Haruki Murakami bedeutet das Laufen ein zweites Leben, in dem er sich Kraft, Inspiration, vor allem aber die Zähigkeit zum Schreiben holt.

Der Einfall und Entschluss, Romanautor zu werden, kam ihm beim Sport. Das Sitzen am Schreibtisch gleicht er mit dem Laufen aus. Nach langsamen ersten Schritten hat er sich in den vergangenen dreißig Jahren professionalisiert: Längst sind zu den jährlichen Marathons auch Triathlonwettbewerbe und Ultralangläufe von 100 Kilometern hinzugekommen.

Haruki Murakami erzählt eindringlich und komisch von seinen Frustrationen und vom Kampf gegen das stets lauernde Versagen und wie er es überwindet. Denn für ihn bleibt das Laufen ein großes, wortloses Glück.

Für seinen Grabstein wünscht er sich die Inschrift: "Haruki Murakami 1949-20**, Schriftsteller (und Läufer) - Wenigstens ist er nie gegangen".
  • Deutsch
  • 12
  • |
  • 12 farbige Abbildungen
  • |
  • 12 farb. Abb.
  • 6,43 MB
978-3-8321-8600-5 (9783832186005)
383218600X (383218600X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung im DuMont Buchverlag.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, außerdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
6 23. JUNI 1995 (S. 75-76)

SAROMA-SEE, HOKKAIDO


KEINER SCHLUG MEHR AUF DEN TISCH, UND KEINER WARF MIT GLÄSERN


Sind Sie schon einmal 100 Kilometer an einem Tag gelaufen? Die überwiegende Mehrzahl der Menschen auf der Welt (die noch bei Sinnen sind, sollte ich vielleicht hinzufügen) macht diese Erfahrung wohl nicht. Ein gesunder Normalbürger tut so etwas Mutwilliges nicht. Ich habe es einmal getan. Der 100-Kilometer-Lauf dauerte vom Morgen bis zum Abend. Die physische Anstrengung war natürlich enorm, und noch eine ganze Weile danach war mir die Lust am Laufen vergangen. Ich glaube, es war das erste und das letzte Mal für mich, aber wer kennt schon die Zukunft?

Vielleicht habe ich aus der Erfahrung nichts gelernt, und der Tag wird kommen, an dem ich mich erneut der Herausforderung eines Ultramarathons stelle. Was der nächste Tag bringt, weiß man erst, wenn er angebrochen ist. Im Nachhinein ist mir klar, dass dieser Lauf große Bedeutung für mich hatte. Welchen allgemeinen Sinn es haben könnte, alleine 100 Kilometer durch die Gegend zu laufen, weiß ich nicht.

Aber als »Aktion, die stark vom Alltäglichen abweicht, aber prinzipiell dem rechten Wege nicht zuwiderläuft«, könnte es dem individuellen Bewusstsein durchaus zu einer besonderen Erkenntnis verhelfen. Es könnte das eigene Selbstverständnis um einige neue Elemente erweitern. Vielleicht folgt daraus eine Veränderung der eigenen Lebensanschauung, ihrer Färbung und ihrer Form.

Mehr oder weniger, zum Besseren oder zum Schlechteren. Mich hat dieser Lauf jedenfalls verändert. Das Folgende stützt sich auf einen kurzen Aufsatz, den ich einige Tage nach dem Lauf schrieb, »um nicht alles wieder zu vergessen«. Als ich ihn nach zehn Jahren wiederlas, kamen die Gedanken und Gefühle von damals mir sehr lebhaft und frisch in Erinnerung. Vielleicht können Sie bei der Lektüre nachvollziehen, was mir von diesem grausamen Lauf geblieben ist – das Erfreuliche und das weniger Erfreuliche. Aber womöglich sagen Sie ja auch nur: »So was versteh ich nicht.«

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