Die Vererblichkeit von Vermögenswerten in der digitalen Welt

 
 
Tectum Wissenschaftsverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. Juni 2021
  • |
  • 404 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8288-7715-3 (ISBN)
 
Der Gegenstand dieses Werkes wird in der rechtswissenschaftlichen Literatur unter der Bezeichnung "Digitaler Nachlass" kontrovers diskutiert. Auf eine besondere Weise widmet sich der Autor der Problematik der Vermögenswerte in der digitalen Welt: Der in § 1922 BGB verwendete Begriff des Vermögens wird zunächst einer grundlegenden Betrachtung unterzogen und in seinen historischen Zusammenhängen kritisch untersucht. Dabei werden auch Detailfragen zu solchen Aspekten geklärt, die der Realisierung des erbrechtlichen Befundes durch Unmöglichkeit entgegenstehen können. Diese Betrachtung ist im Einzelnen vor allem im digitalen Kontext von besonderem Interesse und ermöglicht eine ganzheitliche, grundlegende Analyse der Problematik.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 2,57 MB
978-3-8288-7715-3 (9783828877153)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Intro
  • Danksagung
  • Inhalt
  • Einleitung
  • A. Problemstellung und Ziele
  • B. Gang der Darstellung
  • 1. Teil: Grundlagen
  • A. Der Begriff digitaler Nachlass - Terminologische Klarstellungen
  • I. Der Begriff digitaler Nachlass
  • II. Definitionen des digitalen Nachlasses
  • 1. Die Definition des deutschen Anwaltvereins (DAV)
  • 2. Digitaler Nachlass als Gesamtheit der Rechtsverhältnisse betreffend informationstechnische Systeme (IT-Systeme)
  • 3. Inhalt des digitalen Nachlasses
  • III. Stellungnahme
  • B. Gegenstand der Untersuchung
  • I. Die Einordnung verschiedener Rechtspositionen mit digitalem Bezug: Gegenstand der Untersuchung aus tatsächlicher Sicht
  • 1. Einschränkung: Keine Behandlung von lokal gespeicherten Daten und Informationen
  • 2. E-Mails und E-Mail-Accounts
  • a. Differenzierung zwischen Web-Mail und Client- Software
  • b. Technische Funktionsweise
  • c. Bedeutung für die rechtliche Einordnung von E-Mails
  • 3. Soziale Netzwerke
  • 4. Instant Messenger (IM-Dienste)
  • 5. Cloud- und Synchronisierungsdienste
  • 6. Zusammenfassung: Gemeinsamkeiten und (Unterscheidungs-)Merkmale
  • II. Der Gegenstand der Untersuchung aus rechtlicher Sicht
  • 1. Vertragliche Ansprüche
  • a. Schuldrechtliche Einordnung: Grundlagen
  • b. Das Nutzungsverhältnis als Schuldverhältnis im weiteren Sinne und Schuldverhältnisse im engeren Sinne
  • c. Die Ansprüche des Diensteanbieters gegen den Nutzer
  • aa. Unentgeltlichkeit der Leistung?
  • bb. Das datenschutzrechtliche Einverständnis als (Haupt- bzw. Gegen-)Leistungspflicht des Nutzers
  • cc. EU-Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistunge sowie Umsetzung in das deutsche Recht
  • d. Die Ansprüche des Nutzers
  • aa. Hauptleistungspflichten des Diensteanbieters
  • bb. Nebenleistungspflichten des Diensteanbieters
  • e. Ansprüche infolge der Beendigung des Nutzungsverhältnisses
  • aa. Wandlung in ein Abwicklungsverhältnis
  • bb. Herausgabeansprüche aus selbstständiger nachvertraglicher Pflicht
  • cc. Weitere Nutzung nach Vertragsbeendigung aufgrund von § 327p BGB-RefE
  • dd. Zusammenfassung
  • 2. Gesetzliche Ansprüche
  • a. Bereicherungsrechtliche Ansprüche
  • b. Datenschutzrechtliche Ansprüche
  • 3. Absolute Rechte an digitalen Hinterlassenschaften
  • a. Sachenrechtliche Rechte an Accounts und Kommunikationsinhalten
  • b. Persönlichkeitsrecht und Urheberrechte
  • 4. Zusammenfassung
  • 2. Teil: Erbrechtliche Analyse
  • A. Grundlegung: Erbrecht und Universalsukzession
  • I. Verfassungsrechtliche Grundlagen und Funktionen des Erbrechts
  • II. Die Grundnorm des Erbrechts: § 1922 Abs. 1 BGB
  • 1. Die Universalsukzession und deren Funktionen
  • 2. Grundsatz des Vonselbsterwerbs
  • 3. »Vermögen« als Fundamentalbegriff des Erbrechts?
  • a. Der »klassische« Vermögensbegriff des Erbrechts
  • b. Der elastische Vermögensbegriff im Erbrecht
  • 4. Zwischenbefund
  • B. Historische Analyse des erbrechtlichen Vermögensbegriffs
  • I. Die Entwicklung der Vermögensordnung
  • 1. Die Vermögensordnung im germanisch-deutschen Recht bis zum 19. Jahrhundert
  • 2. Grundlegung: Die Pandektistik und die Bedeutung der Begriffe
  • 3. Der Vermögensbegriff im 19. Jahrhundert
  • a. Vermögensrechtliches, geldwertes Interesse als Erfordernis der Obligation
  • b. Zeitgenössische Kritik
  • 4. Kodifikationsentwürfe des BGB
  • 5. Stellungnahme zur historischen Untersuchung
  • II. Der erbrechtliche Vermögensbegriff und seine funktionelle Bedeutung
  • 1. Rückgriff des Erbrechts auf den allgemeinen Vermögensbegriff?
  • a. Erbrecht in der Pandektistik
  • b. Windscheid
  • c. Teilentwurf Erbrecht (TE-ErbR) von Gottfried Schmitt
  • d. Der erste Entwurf (E I) und Motivesowie der zweite Entwurf (E II) und Protokolle (Prot. II)
  • 2. Zwischenergebnis: Erbrechtliche Besonderheiten
  • C. Kriterien zur Grenzziehung zwischen Vererblichkeit und Unvererblichkeit
  • I. Der Geldwert als ein für die Vererblichkeitsprechendes Indiz
  • II. Abweichungen vom Vererblichkeitsgrundsatz in Rechtsprechung und Gesetz
  • 1. Bestimmungen über Unvererblichkeit in den Entwürfen zum BGB
  • a. TE-OR (Nr. 31) § 1 und § 292 E I
  • b. § 318 TE-ErbR und § 2051 S. 1 E I
  • c. Exkurs: Der Verweis auf das Sächsische Bürgerliches Gesetzbuch
  • d. Stellungnahme
  • 2. Das Erbrecht betreffende Regelungen, die eine Aussage über die Vererblichkeit treffen
  • a. Zwingende Unvererblichkeit
  • b. Grundsätzliche, aber nicht zwingende Unvererblichkeit
  • c. Sonder- und Sonderrechtsnachfolgen
  • d. §§ 130 Abs. 2, 153 BGB
  • e. Zwischenergebnis
  • f. Denkbare Rechtsfolgen der Unvererblichkeit
  • 3. Unvererblichkeit höchstpersönlicher sowie personenbezogener Rechtsbeziehungen
  • a. Der Begriff der Höchstpersönlichkeit
  • aa. Herkunft
  • bb. Heutiger Wert des Begriffs
  • b. Unvererblichkeit wegen besonderer Personenbezogenheit
  • 4. Gesetzliches oder rechtsgeschäftliches Abtretungs- oder Übertragungsverbot analog § 399 BGB.
  • a. Unvererblichkeit aufgrund gesetzlich angeordneter Unübertragbarkeit
  • b. Unvererblichkeit wegen Veränderung der Leistung analog § 399 Alt. 1 BGB analog
  • c. Vereinbarung über Unvererblichkeit, § 399 Alt. 2 BGB analog
  • d. Vergleichbare Interessenlage
  • e. Zwischenergebnis
  • III. Rechtsfolge: Unvererblichkeit oder Abwicklung?
  • IV. Bewertung der bisherigen Untersuchungsergebnisse
  • V. Quintessenz: Fallgruppen
  • 1. Grundsätzliche Vererblichkeit
  • 2. Geltungsvorrang: Gesetzliche Regelungen
  • 3. Erste Fallgruppe: Personenrechte und personengebundene bzw. höchstpersönliche Güter
  • a. Grenzfall: Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht
  • b. Rechtsfolge: Begründung von Wahrnehmungsrechten
  • 4. Dritte Fallgruppe: Personenbezogene Rechtsbeziehungen
  • 5. Vierte Fallgruppe
  • 6. Rechtsfolge
  • D. Vertragsverhältnisse über soziale Netzwerke sowie E-Mail Accounts
  • I. Unvererblichkeit wegen des Wesens des Schuldverhältnisses (Personengebundenheit)
  • II. Personenbezogenheit des Nutzungsverhältnisses
  • 1. Fortführung durch die Erben: Einwilligung in die Nutzung ihrer Daten
  • 2. Mutmaßlicher Wille des Erblassers
  • 3. Auslegung: Zwischenergebnis
  • 3. Teil: Abweichungen vom Grundsatz der Vererblichkeit
  • A. AGB - Modelle ausgewählter Diensteanbieter
  • I. Yahoo!
  • II. Facebook
  • III. Regelungen von Google
  • IV. Übereinstimmungen und Unterschiede
  • 1. Yahoo!
  • 2. Facebook und Google
  • 3. Zusammenfassung
  • B. Einschränkungen der Vererblichkeit durch AGB
  • I. Anwendungsbereich der Inhaltskontrolle
  • 1. Kontrollfähigkeit
  • 2. Persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich der Inhaltskontrolle
  • a. Nutzer bzw. Erblasser
  • b. Erben
  • 3. Vorliegen von AGB
  • 4. Einbeziehung in den Nutzungsvertrag
  • 5. Zusammenfassung
  • II. Inhaltskontrolle
  • 1. Rechtsnatur
  • 2. § 308 Nr. 3 BGB
  • 3. § 307 Abs. 1, Abs. 2 BGB
  • a. Interessenanalyse: Feststellung berücksichtigungsfähiger Interessen
  • aa. Erblasser bzw. Nutzer
  • bb. Erben
  • (1) Wirtschaftliche Interessen
  • (2) Ideelle Interessen
  • cc. Interessen des Verwenders bzw. Diensteanbieters
  • dd. Kommunikationspartner
  • b. Verstöße gegen § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB
  • aa. Leitbild des § 1922 Abs. 1 BGB
  • bb. Leitbild des § 399 Var. 1 BGB
  • cc. Leitbild des § 1937 BGB
  • dd. Leitbilder einzelner erbrechtlicher Rechtsinstitute
  • (1) Grundsatz der Vererblichkeit als erbrechtliches Leitbild
  • (2) Postmortale Privatautonomie als Leitbild
  • (3) Räumungsrecht des Mieters als Leitbild
  • ee. Wesentlicher Grundgedanken und Unvereinbarkeit iSv § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB
  • (1) Erlöschensklauseln und Gedenkzustandsregelung
  • (2) Beendigungsklauseln bzw. Abwicklungsklauseln
  • (3) Zwischenergebnis
  • c. § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 BGB
  • d. Generalklausel des § 307 Abs. 1 S. 1 BGB
  • 4. Zwischenergebnis und Zusammenfassung
  • 4. Teil: Medienrechtliche Gesichtspunkte
  • A. Rechtsnatur eines Zugangsverbots
  • I. Erbrechtliche Lösung und Abwägungsentscheidung
  • II. Rechtliche Unmöglichkeit oder Verstoß gegen § 134 BGB
  • 1. Abgrenzung der rechtlichen Unmöglichkeit zu § 134 BGB
  • 2. Zwischenergebnis
  • III. Anwendbarkeit des § 275 Abs. 3 BGB
  • IV. Stellungnahme
  • B. Verfassungsrechtliche Grundlagen
  • I. Verhältnis des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu anderen Grundrechten
  • II. Schutzbereich des Fernmeldegeheimnisses nach Art. 10 GG und Schranken
  • 1. Schutzbereich des Fernmeldegeheimnisses
  • 2. Kritik
  • 3. Schranken des Fernmeldegeheimnisses
  • III. Schutzbereich und Schranken des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m Art. 1 Abs. 1 GG
  • IV. Reichweite des postmortalen Grundrechtsschutzes im persönlichkeitsrechtlichen Kontext
  • V. Grundrechtsbindung privater Unternehmen
  • VI. Zusammenfassung
  • C. Postmortaler Geheimnisschutz
  • D. Telemedienrecht versus Telekommunikationsrecht
  • I. Streitstand
  • 1. Erforderlichkeit der Weitergabe zur geschäftsmäßigen Erbringung des Dienstes
  • 2. Erben als andere im Sinne von § 88 Abs. 3 TKG
  • 3. Schutz der Kommunikationspartner des Erblassers nach § 88 TKG
  • 4. Einwilligungsproblematik
  • a. Einwilligung des Erblassers
  • b. Einwilligung der Kommunikationspartner
  • 5. Zwischenergebnis und Bedeutung des Streits
  • II. § 88 TKG: Allgemeines
  • III. Elektronischer Informations- und Kommunikationsdienst
  • IV. Negative Begriffsmerkmale des § 1 Abs. 1 S. 1 TMG: § 3 Nr. 24 TKG
  • 1. E-Mail-Verarbeitung als Telekommunikation im Sinne von § 3 Nr. 22 TKG
  • 2. Kommunikationsdienste nach § 3 Nr. 24 TKG?
  • 3. Stellungnahme: Zurechnung oder technische Betrachtungsweise
  • 4. Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlichem- und einfachgesetzlichem Telekommunikationsbegriff
  • 5. Bindung der Anbieter aufgrund von § 7 Abs. 3 TMG
  • V. Zusammenfassung
  • E. Datenschutz
  • I. Anwendbarkeit des TMG auf Inhaltsdaten
  • II. Datenschutz nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
  • 1. Derzeitiger Regelungsbereich des BDSG
  • 2. Einfachgesetzlicher postmortaler Datenschutz
  • 3. Früherer Regelungsbereich des BDSG
  • a. Verstorbene als natürliche Personen - Verfassungsrechtliche Gesichtspunkte
  • b. Zwischenergebnis
  • III. Datenschutz nach der Datenschutzgrundverordnung
  • 1. Hintergrund
  • 2. Anwendbarkeit und Gegenstand der DSGVO: Schutz natürlicher Personen
  • 3. Datenschutz der Kommunikationspartner des Erblassers
  • a. Anwendungsbereich der DSGVO
  • b. Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung der Kommunikationspartner
  • aa. Rechtfertigung nach Art. 6 Abs. 1 lit. b Var. 1 DSGVO
  • bb. Rechtfertigung nach Art. 6 Abs. 1 lit. c Var. 1 DSGVO
  • cc. Rechtfertigung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f Var. 1 DSGVO
  • (1) Ermittlung des Abwägungsmaterials und Schutzkonzept
  • (2) Berechtige Interessen der Erben
  • (3) Erforderlichkeit der Datenverarbeitung
  • (4) Berechtigte Interessen der Kommunikationspartner
  • (5) Interessenabwägung der typisierten Interessen
  • 5. Teil: Resümee
  • Literaturverzeichnis

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Lese-Software Adobe Digital Editions: wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

84,00 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen