Schwarze Komik

Narrative Sinnirritationen zwischen Märe und Schwank
 
 
Universitätsverlag Winter
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. April 2017
  • |
  • 381 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8253-7707-6 (ISBN)
 
Komik vermag als ästhetisches Phänomen die Sinnstrukturen literarischer Texte herauszufordern und sichtbar zu machen. Besonders deutlich wird dies in der spätmittelalterlichen Literatur, die sich über Gattungsgrenzen hinweg durch differenzierte Sinnspiele auszeichnet und dabei eine spezifische Form des Komischen hervorbringt: Schwarze Komik. Diese Komikform setzt an den axiologisch schwierigen Bereichen des Obszönen, der Gewalt und des Irrationalen an und zielt auf die kalkulierte Verdunkelung von Textsinn. Ein wesentliches Bestreben der Studie ist daher, dem Verhältnis von Narration, Komik und Sinnbildung auf den Grund zu gehen. Dabei zeigt sich, dass die ausgewählten Texte keineswegs von Chaos oder vollständiger Sinnlosigkeit zeugen. Ihre spezifische Pointenstruktur sowie das spannungsvolle Gegeneinander sinnstiftender und sinnirritierender Komponenten reflektieren vielmehr die basalen Voraussetzungen literarischer Sinnerzeugung selbst.
  • Deutsch
  • Heidelberg
  • |
  • Deutschland
2 Abbildungen
  • 3,66 MB
978-3-8253-7707-6 (9783825377076)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Danksagung [Seite 6]
5 - Inhalt [Seite 8]
6 - 0 Vorbemerkung [Seite 12]
7 - 1 Einleitung [Seite 14]
7.1 - 1.1 Das Ungetu?m [Seite 14]
7.2 - 1.2 Problemstellung [Seite 23]
7.3 - 1.3 Fragestellung [Seite 32]
7.4 - 1.4 Methodik und Corpus [Seite 39]
8 - 2 Begriffe und Techniken des Komischen [Seite 48]
8.1 - 2.1 Grundsätzliches und Schwieriges [Seite 48]
8.2 - 2.2 (Schwarzer) Humor und Komik [Seite 51]
8.3 - 2.3 Das Lächerliche und das Komische [Seite 57]
8.4 - 2.4 Kippende Tendenz und Sublimierung [Seite 63]
8.5 - 2.5 Anästhetisierung durch repetitive Ästhetisierung [Seite 68]
9 - 3 Schwarze Komik als Irritation von Sinn [Seite 80]
9.1 - 3.1 Dunkelheit, Schwärze und 'obscuritas' [Seite 80]
9.2 - 3.2 Ambiguität und Unverständlichkeit [Seite 88]
9.3 - 3.3 Literarischer Nonsens und die Motoren der Sinnirritation [Seite 95]
9.4 - 3.4 Strukturelle Irritation: Das Ende der Geschichte und die Antipointe [Seite 104]
10 - 4 Zusammenfassung [Seite 112]
11 - 5 Schwarze Komik im Märe [Seite 114]
11.1 - 5.1 Strategien poetischer Sinnirritation [Seite 114]
11.2 - 5.2 Gewalt und Tod in Serie [Seite 118]
11.2.1 - 5.2.1 Kontingenz und Tod [Seite 118]
11.2.2 - 5.2.2 Revidierte Ereignishaftigkeit [Seite 134]
11.2.3 - 5.2.3 Das Ende als Antipointe [Seite 141]
11.2.4 - 5.2.4 Eine Grenzgängerin: 'Die unschuldige Mörderin' [Seite 146]
11.3 - 5.3 Diskursive Ratio und Dummheit [Seite 158]
11.3.1 - 5.3.1 Kontingenz und Täuschung [Seite 158]
11.3.2 - 5.3.2 Sprachspiel und schwarze Rhetorik [Seite 171]
11.3.3 - 5.3.3 Revidierte Ereignishaftigkeit [Seite 179]
11.3.4 - 5.3.4 Das Ende als Antipointe [Seite 183]
11.4 - 5.4 Verselbstständigte Sexualität und Chaos [Seite 191]
11.4.1 - 5.4.1 Kontingenz und Trieb [Seite 191]
11.4.2 - 5.4.2 Anthropomorphisierung von 'fut' und 'zagel' [Seite 207]
11.4.3 - 5.4.3 Das Ende als Antipointe [Seite 220]
12 - 6 Schwarze Komik in Rätsel und Spruch [Seite 230]
12.1 - 6.1 Dunkelheit und Witz im Kleinstformat [Seite 230]
12.2 - 6.2 Kontingenz und Wissen [Seite 237]
12.3 - 6.3 Das Unwahrscheinliche und das Unmögliche [Seite 243]
12.4 - 6.4 Spielerische Assoziationen [Seite 248]
12.5 - 6.5 Anthropomorphisierung und Verselbstständigung von 'fut' und 'zagel' [Seite 252]
12.6 - 6.6 Priamel und Antipointe [Seite 256]
13 - 7 Zwischenfazit [Seite 260]
14 - 8 Schwarze Komik im Schwankbuch [Seite 262]
15 - 8.1 Irritationen des satirischen Ernstes [Seite 262]
16 - 8.2 Die Erzählinstanz und die Vermittlung des Erzählten [Seite 268]
16.1 - 8.2.1 Kontingenz und Erzählen [Seite 268]
16.2 - 8.2.2 Der Erzählrahmen im 'Lalebuch' [Seite 272]
16.3 - 8.2.3 Der Erzählrahmen im 'Ulenspiegel' [Seite 280]
17 - 8.3 Die Verunsicherungsstrategien der Erzählinstanz [Seite 282]
17.1 - 8.3.1 Sinnirritation durch Unzuverlässigkeit [Seite 282]
17.2 - 8.3.2 Die Verselbstständigung der Erzählerrede [Seite 289]
18 - 8.4 Diskursive Ratio und Dummheit [Seite 293]
18.1 - 8.4.1 Totale Logik und serielles Scheitern [Seite 293]
18.2 - 8.4.2 Totaler Witz und serieller Erfolg [Seite 300]
19 - 8.5 Das Spiel mit Sprache [Seite 306]
19.1 - 8.5.1 Form und Inhalt, Digression und Wiederholung [Seite 306]
19.2 - 8.5.2 Skatologische Komik und Sexualkomik [Seite 309]
19.3 - 8.5.3 Konkretisierung von Metaphern und Sprichwörtern [Seite 317]
20 - 8.6 Revidierte Ereignishaftigkeit [Seite 324]
20.1 - 8.6.1 Der Tod im 'Lalebuch' [Seite 324]
20.2 - 8.6.2 Der Tod im 'Ulenspiegel' [Seite 330]
21 - 8.7 Das Ende [Seite 336]
21.1 - 8.7.1 Von der Pointe zur Antipointe [Seite 336]
21.2 - 8.7.2 Der pointenlose Untergang Laleburgs [Seite 341]
22 - Literaturverzeichnis [Seite 356]
22.1 - I Abku?rzungsverzeichnis: Reihentitel, Zeitschriften und Lexika [Seite 356]
22.2 - II Textausgaben und Primärliteratur [Seite 357]
22.3 - III Forschungsliteratur [Seite 359]
22.4 - IV Wörterbu?cher und Internetquellen [Seite 382]
22.5 - V Abbildungen [Seite 382]
23 - Backcover [Seite 383]

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