Bettgeflüster

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Mai 2017
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-7794-4 (ISBN)
 
Harriet findet es unmöglich, was der aparte Banker Quinn McBride über ihren Freund behauptet! Und als er sie dann auch noch küsst, müsste sie eigentlich mit einer schallenden Ohrfeige darauf reagieren. Doch was macht sie? Sie genießt den Kuss, wie nichts je zu zuvor ...

1. KAPITEL

Quinn saß im Sessel und trommelte mit den Fingern ungeduldig auf die Lehne. Er war es leid, auf den Gastgeber zu warten. Gleich nach seiner Landung mit dem Hubschrauber auf dem gepflegten Rasen hinter dem beeindruckenden Herrenhaus hatte man ihn informiert, dass Jerome Summer aufgehalten worden sei und wahrscheinlich erst im Lauf des Nachmittags zurückkommen würde.

Quinn ärgerte sich über die unbestimmte Zeitangabe. Jerome oder Rome Summer, wie er genannt wurde, war natürlich ein viel beschäftigter Mann. Deshalb fand das Meeting auch an einem Samstag statt. Aber Quinns Zeit war genauso kostbar, und er hatte nicht vorgehabt, sie auf einem Dorffest zu verschwenden.

Er konnte sich nicht erinnern, jemals so einen langweiligen Nachmittag verbracht zu haben. Nur die Wahrsagerin hatte ihm gefallen. Es hätte interessant werden können. Doch ehe sie sich überhaupt richtig hatten unterhalten können, waren sie von dieser rothaarigen jungen Frau, die er insgeheim mit einer Hexe verglich, gestört worden.

Und jetzt saß er schon fünfzehn Minuten im Wohnzimmer des Herrenhauses, und Jerome Summer war immer noch nicht aufgetaucht. Dafür hatte man ihm wenigstens Tee und Sandwiches serviert.

Ich warte noch fünf Minuten, nahm er sich vor. Dann würde er sich nach London zurückfliegen lassen. Natürlich wäre damit das Problem, das er mit Jerome Summer hatte besprechen wollen, nicht gelöst. Doch Quinn hatte keine Lust mehr, sich noch länger so behandeln zu lassen, als könnte man mit ihm machen, was man wollte.

In dem Moment wurde die Tür hinter ihm geöffnet. "Ah, mein lieber Mr McBride, es tut mir leid, dass Sie warten mussten!", ertönte eine männliche Stimme.

Jerome Summer kam herein. Quinn kannte ihn von den Fotos in den verschiedenen Zeitschriften, die Jeromes Verlag herausbrachte. Außerdem wurde er ab und zu auf den Wirtschaftsseiten der Tageszeitungen abgebildet und zitiert, wenn er wieder einmal ein Geschäft erfolgreich abgeschlossen hatte. Er war groß und hatte blondes Haar. Obwohl er ungefähr Mitte fünfzig war, wirkte er sehr jugendlich. Der Mann strahlte Kraft und Stärke aus und besaß Charisma.

Er lächelte freundlich, während Quinn langsam aufstand. "Tut mir leid, es gab Probleme hier auf dem Gut", entschuldigte Rome sich noch einmal und reichte Quinn die Hand.

Quinn verhandelte nie mit einem Gegner, ohne sich zuvor über ihn zu erkundigen. Deshalb wusste er, dass Jerome Summer das riesige Landgut vor etwa zwanzig Jahren gekauft hatte, zu dem das Haus, ein Wildpark und beinah die Hälfte der Cottages im Dorf gehörten. Er war seit mehreren Jahren Witwer und lebte mit seinen drei Töchtern in dem Herrenhaus.

Jerome Summer war ein Selfmademan. Als jüngster Sohn eines Landarztes hatte er in dreißig Jahren ein Firmenimperium aufgebaut und war jetzt, mit vierundfünfzig, einer der reichsten und mächtigsten Männer Englands. Entsprechend selbstbewusst und sicher trat er auch auf.

Er konnte es sich erlauben, Quinn stundenlang warten zu lassen. Wahrscheinlich hatte auch er Erkundigungen über Quinn McBride eingezogen, der die Aktienmehrheit einer der größten und renommiertesten Londoner Banken besaß und Aufsichtsratsvorsitzender war.

"Wenigstens hat man Ihnen Tee serviert." Jerome Summer wies auf das Tablett auf dem Tisch. Dann nahm er sich die andere Tasse, die man ihm offenbar hingestellt hatte, und schenkte sich auch einen Tee ein.

"Er ist wahrscheinlich kalt", erklärte Quinn.

"Glauben Sie mir, im Lauf der Jahre habe ich mich daran gewöhnt, Tee und Kaffee auch kalt zu trinken", antwortete Jerome Summer lächelnd. Und wie um zu beweisen, dass es ihm völlig egal sei, trank er einen großen Schluck des lauwarmen Getränks.

Quinn wurde wieder ungeduldig. Er war hier, weil er mit dem Mann etwas Wichtiges besprechen wollte. Doch wenn Jerome Summer so tat, als wäre er, Quinn, nur zum Tee und zum Plaudern gekommen, könnte es schwierig werden, das Thema anzuschneiden, um das es ihm ging.

"Mr Summer ."

"Nennen Sie mich Rome", unterbrach ihn der andere Mann und ließ sich in einen Sessel sinken. "Setzen Sie sich doch, mein Lieber. Es macht mich ganz nervös, wenn ich zu Ihnen aufblicken muss." Er lachte leise.

Quinn kniff die Augen zusammen. "Das bezweifle ich sehr, Rome. So etwas macht Sie nicht nervös", erwiderte er. Er ließ sich nicht täuschen. Seit zehn Jahren leitete er die Bank und verfügte mit seinen neununddreißig Jahren über eine gute Menschenkenntnis.

Jerome Summer lächelte immer noch. "Vielleicht haben Sie recht", sagte er leicht belustigt. "Aber tun Sie mir bitte trotzdem den Gefallen." Er wies auf den Sessel ihm gegenüber.

Dieser Mann ist es nicht gewöhnt, dass es jemand wagt, ihm eine Bitte abzuschlagen, dachte Quinn, während er sich hinsetzte. "Ich muss unbedingt mit Ihnen reden, Rome. Die Sache ist ."

"Können wir noch einige Minuten warten, Quinn?", fragte Jerome. "Mein . Rechtsanwalt wird jeden Moment eintreffen."

Quinn runzelte die Stirn und versteifte sich. "Hat Ihnen Ihre Sekretärin nicht mitgeteilt, dass ich Sie in einer rein persönlichen Angelegenheit sprechen will?" Verdammt, dazu brauchen wir doch keinen Rechtsanwalt, fügte Quinn insgeheim hinzu.

"Natürlich hat sie mir das gesagt, mein Lieber. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, nur in Anwesenheit eines Rechtsanwalts zu verhandeln", antwortete Jerome Summer hart. "Ich kann Ihnen versichern, dass Harrie absolut diskret ist", fügte er hinzu. Dann beugte er sich vor und nahm sich eins der Sandwiches, die Quinn nicht angerührt hatte.

Quinns Miene wirkte grimmig. Es reichte ihm allmählich. Dieser Mann spielte offenbar Katz und Maus mit ihm. Das hatte er schon befürchtet, als man ihm vorgeschlagen hatte, er könne Jerome Summer am Wochenende privat treffen, wenn es so dringend sei. Jetzt wünschte Quinn, er wäre nicht so ungeduldig gewesen und hätte gewartet, bis der andere Mann Zeit für eine Unterredung in seinem Bürohaus in London gehabt hätte. Er gestand sich jedoch ein, dass weder er noch Corinne so viel Zeit hatten.

Bei so einem intelligenten und scharfsinnigen Gegner durfte er sich keinen Fehler erlauben, das war Quinn klar. Er atmete tief ein und entspannte sich. "In diesem Fall verschwenden Sie nur die Zeit Ihres Rechtsanwalts, das kann ich Ihnen versichern", erwiderte er.

Rome Summer zuckte die Schultern. "Das macht nichts", antwortete er freundlich.

In dem Moment wurde die Tür hinter Quinn geöffnet. Rome stand mit strahlender Miene auf und durchquerte den Raum.

"Es tut mir leid, dass ich mich verspätet habe. Ich bin aufgehalten worden", ertönte eine weibliche Stimme.

Eine Frau, dachte Quinn und stand auch auf. Und dann erblickte er die schönste Frau, der er jemals begegnet war.

Sie hatte langes, gelocktes schwarzes Haar. Ihre großen grünen Augen wurden von dichten schwarzen Wimpern umrahmt, und ihre Haut war so fein wie Magnolienblüten. Er musste selbst lächeln über den Vergleich, der ihm spontan eingefallen war. Sie hatte wunderschön geschwungene Lippen, auf die sie rotes Lipgloss aufgetragen hatte. Ihre Hände waren schlank und feingliedrig und die Fingernägel perfekt lackiert. Sie war groß und schlank, trug ein elegantes graues Kostüm und eine weiße Seidenbluse, und der knielange Rock betonte ihre langen Beine.

Verwundert sah Quinn zu, wie Rome Summer die Hände dieser Frau nahm und die Frau auf die Wange küsste. Plötzlich begriff er alles und zog die Augenbrauen hoch. Offenbar hatte Rome Summer auch ein Privatleben. Warum auch nicht? Er war seit mindestens zehn Jahren verwitwet und immer noch ein attraktiver Mann. Quinn wünschte nur, Romes Freundin - sie musste seine Freundin sein, auch wenn sie mindestens dreißig Jahre jünger war als er - wäre erst nach dem Meeting gekommen. Es gefiel ihm nicht, dass er das Problem nicht mit Rome unter vier Augen besprechen konnte.

Rome legte der Frau den Arm um die Schulter und dirigierte sie lächelnd durch das Zimmer. "Ich möchte dir Quinn McBride vorstellen, Liebling."

Die Frau ist nicht nur ungemein schön, sie bewegt sich auch noch traumhaft geschmeidig, dachte Quinn leicht verächtlich. Ihm war klar, dass für Rome Summer nur das Beste gut genug war, deshalb war es kein Wunder, dass auch seine Partnerin absolut perfekt wirkte.

"Mr McBride", begrüßte ihn die Frau mit ihrer heiseren Stimme und blieb vor ihm stehen.

Er betrachtete ihre schlanken Hände und nahm den dezenten Duft ihres Parfüms wahr. Irgendwie kam es ihm bekannt vor, doch momentan hatte er keine Zeit zu überlegen, woher.

Eines wusste er jedoch genau: Er hatte die Frau noch nie zuvor gesehen, denn es war völlig unmöglich, so eine Frau zu vergessen.

Er nahm ihre Hand und verspürte plötzlich ein seltsames Kribbeln. Geht es ihr genauso? fragte er sich. Sie erwiderte seinen Blick jedoch kühl und gelassen.

Sie ist schön, aber kalt wie Eis, stellte Quinn insgeheim fest und versuchte, seine viel zu heftige Reaktion auf diese Frau zu ignorieren. Er wandte sich an Rome Summer. "Ich muss heute Abend unbedingt noch nach London zurückfliegen", erklärte er bestimmt.

"Kein Problem", antwortete Rome und bedeutete Quinn mit einer Handbewegung, sich wieder zu setzen. "Schießen Sie los", forderte er ihn freundlich auf, nachdem er sich neben die junge Frau aufs Sofa gesetzt hatte.

Quinn warf ihr einen fragenden Blick zu. Okay, am Wochenende erlaubte Rome sich offenbar, ein...

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