Verzichte nicht auf Liebe: Vier Romane

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. August 2020
  • |
  • 500 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4322-1 (ISBN)
 
Dieses Buch enthält folgende Romane von A.F.Morland: Zurück blieb nur ihr Kind Dr. Härtling und die gelähmte Braut Muss ich auf mein Kind verzichten? Die Ärztin, von der alle sprachen Sie gelten als Traumpaar - die bezaubernde Turmspringerin Stefanie Behrensen und der Fabrikantensohn Matthias Wylander. Keine präsentiert die Sportmode des Hauses Wylander so gekonnt wie Stefanie, keine ist ehrgeiziger, wenn es gilt, neue Rekorde aufzustellen. Doch dann kommt der Tag, an dem Stefanie bei einem Wettbewerb verunglückt. Dr. Härtling, der Erste Hilfe leistet, muss ihr schon wenig später sagen, dass sie vielleicht für immer gelähmt bleiben wird. Ist Matthias' Liebe groß genug, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden?
  • Deutsch
  • 0,98 MB
978-3-7389-4322-1 (9783738943221)

Zurück blieb nur ihr Kind




Arztroman von A. F. Morland


Der Umfang dieses Buchs entspricht 129 Taschenbuchseiten.


Mit strahlendem Lächeln trat Corinna Wilkens in das Sprechzimmer des Klinikchefs. Sie wirkte schön und gesund wie nie zuvor, und für einen kurzen Moment dachte Dr. Härtling, dass Liebe immer noch die beste Medizin sei. Denn seit Corinna und der junge Dr. Thorsten Steinfeld ein Paar waren, hatte sich der Gesundheitszustand Corinnas sehr gebessert. "Was kann ich für Sie tun?", fragte Dr. Härtling die junge Frau, die seit vielen Jahren Patientin der Paracelsus-Klinik war.

" Sie sollen mir bitte bestätigen, dass ich schwanger bin!"

Sören Härtling sah sein Gegenüber entsetzt an. Corinna und schwanger? Das konnte, das durfte einfach nicht sein, denn es bedeutete Corinnas Todesurteil...


Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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1


Corinna Wilkens warf einen Blick auf die Küchenuhr und erschrak. Himmel, war sie heute spät dran! In zwanzig Minuten begann ihr Dienst in der Paracelsus-Klinik, wo sie in der Verwaltung tätig war, und sie hatte noch nicht einmal gefrühstückt!

Zum Glück war es nur ein kurzer Weg von ihrer Wohnung zur Klinik. Meistens nahm Corinna die Abkürzung durch den Park, wenn sie nicht gerade etwas zu besorgen hatte. An diesem Morgen hatte sie eigentlich in der Konditorei Bienert ein paar Stückchen Kuchen für die Kolleginnen in der Verwaltung mitnehmen wollen, doch dafür war es jetzt zu spät. Sie würde eben morgen etwas spendieren.

Die junge Frau nahm einen großen Bissen von ihrem Toast und spülte ihn mit einer halben Tasse Tee hinunter. Mit der anderen Hand räumte sie bereits den Tisch ab, gleichzeitig schlüpfte sie in ihre Schuhe.

Mein Gott, die Blumen muss ich ja auch noch gießen, ging es ihr durch den Sinn, als ihr Blick auf eine Topfpflanze auf der Fensterbank fiel, die traurig die Blätter hängen ließ.

Corinna nahm das Gießkännchen und eilte zur Spüle, um es mit Wasser zu füllen. Plötzlich verspürte sie ein merkwürdiges Schwächegefühl, das sich bis in ihre Beine ausbreitete. Einen Moment lang musste sie sich festhalten, weil sich alles um sie drehte.

Nicht so hastig, Corinna!, mahnte eine innere Stimme sie. Du weißt, dass dir jeglicher Stress und jede Art von Anstrengung strengstens untersagt sind. Immer mit der Ruhe! Sonst kann es passieren, dass du die Hektik mit deinem Leben büßen musst.

Seit ihrer Geburt litt Corinna Wilkens an einer unheilbaren Herzkrankheit. Im Alter von acht Jahren wäre zum ersten Mal eine Operation in Frage gekommen, doch ein solcher Eingriff hätte das zierliche Mädchen mit großer Wahrscheinlichkeit umgebracht. Auch heute, mit dreiundzwanzig, war eine Operation zu gefährlich für Corinna. Sie hatte nur eine Überlebenschance, wenn sie sich absolut schonte und sich keinerlei Anstrengungen zumutete. Auch Aufregungen jeder Art waren Gift für sie.

Nach Beendigung ihrer Schulzeit hatte Corinna in der Verwaltung der Paracelsus-Klinik einen Ausbildungsplatz bekommen, wo sie auch nach Abschluss ihrer Lehre noch tätig war. Corinna machte die Arbeit in der renommierten Münchner Privatklinik großen Spaß. Dort hatte sie nette Kolleginnen, und Dr. Härtling, der Chefarzt, war wie eine Vaterfigur für sie. Er achtete darauf, dass Corinna sich nicht zuviel zumutete und ließ von den Kollegen auf der Inneren Station regelmäßig Kontrolluntersuchungen für sie durchführen. Eine solche Untersuchung würde bald wieder fällig sein. Corinna hatte sich in der letzten Zeit ganz gut gefühlt. Doch dieses Schwächegefühl eben war eine Warnung für sie, die sie durchaus ernst nahm.

Corinna setzte sich auf einen Küchenstuhl und wartete, bis der kleine Schwächeanfall wieder vorbei war. Dann nahm sie das gefüllte Gießkännchen und goss die Blumen auf der Fensterbank.

Wenige Minuten später war Corinna unterwegs zur Paracelsus-Klinik. Was für ein herrlicher Tag heute!, dachte sie, als sie durch den Park ging und den intensiven Duft der Blütensträucher einatmete.

Sie nahm sich vor, sich in der Mittagspause ein belegtes Brötchen zu holen und es auf einer Bank im Park zu essen, statt sich ins Ärzte-Casino zu setzen. Das Essen dort war zwar hervorragend, und es war auch immer nett, mit den Ärzten und Schwestern zu plaudern, die man beim Mittagessen traf, doch nach dem scheußlichen Regenwetter der letzten Tage zog es Corinna hinaus ins Freie.

Durch die Bäume im Park schimmerte das elegante Gebäude der Paracelsus-Klinik. Für Corinna war es ein vertrauter Anblick. Sie schaute auf die Uhr und lief ein wenig schneller. Sie würde es gerade noch schaffen.

Als sie auf den Personaleingang zueilte, kam gerade Schwester Annegret um die Ecke, die drüben im Ärztehaus ein Apartment bewohnte. Die alte Schwester war Dr. Härtlings Sprechstundenhilfe und schon seit fast vierzig Jahren an der Paracelsus-Klinik tätig.

"Guten Morgen, Schwester Annegret!", rief Corinna ein wenig außer Atem.

"Guten Morgen, Corinna", grüßte Schwester Annegret zurück. Forschend betrachtete sie die junge Frau. "Sie sind ja ganz außer Atem", stellte sie dann missbilligend fest. "Sind Sie etwa den ganzen Weg von zu Hause gejoggt? Sie wissen doch, dass Sie sich nicht so abhetzen dürfen!"

Corinna machte ein schuldbewusstes Gesicht. "Ich war heute ein bisschen spät dran, da musste ich einen Schritt schneller laufen", erklärte sie.

"Aber solche Anstrengungen sind nicht gut für Sie, Corinna", redete Schwester Annegret ihr ins Gewissen. "Wenn Sie zu spät aufgestanden sind, dann kommen Sie eben ein wenig zu spät zum Dienst. Das kann jedem mal passieren. Aber es ist es nicht wert, deswegen die Gesundheit zu riskieren. Und in Ihrem Fall riskieren Sie noch viel mehr als nur Ihre Gesundheit."

"Sie haben ja recht, Schwester Annegret", meinte Corinna mit einem Seufzer. "Ich weiß ja, dass ich mich schonen muss. Aber manchmal fühle ich mich so gehemmt und eingeschränkt in allem, dass ich mir selbst auf die Nerven gehe. Dann will ich nichts weiter als all die Dinge tun, die für einen gesunden Menschen selbstverständlich sind."

Schwester Annegret legte der jungen Verwaltungsangestellten mitfühlend die Hand auf den Arm.

"Ich kann verstehen, wie Ihnen zumute ist, Corinna ", sagte sie mit einem herzlichen Lächeln. "Aber Sie müssen sich auch immer vor Augen halten, dass Sie vielleicht gar nicht mehr am Leben wären, wenn Sie sich nicht an den Rat der Ärzte gehalten und sich geschont hätten. Sie hätten schon als kleines Kind sterben können. Ist es da nicht besser, solch ein Handikap in Kauf zu nehmen und sich des Lebens zu erfreuen, so gut man es vermag?"

Corinna nickte. "So betrachtet bin ich nicht mal schlecht dran", gab sie zu. "Und wenn ich an die vielen hoffnungslosen Fälle in unserer Klinik denke... Aber manchmal überkommt mich eben doch der Frust, weil ich so gar nichts machen kann, was für andere junge Leute selbstverständlich ist. Kein Sport, keine nächtelangen Parties - nichts."

"Aber Sie sind am Leben, und dafür sollten Sie dankbar sein, Corinna", erwiderte Schwester Annegret und lächelte der Jüngeren aufmunternd zu.

Die beiden Frauen betraten das Klinikgebäude. Dann trennten sie sich. Während Schwester Annegret zum Fahrstuhl ging, um zur Gynäkologischen Station hinaufzufahren, ging Corinna ins Verwaltungsbüro, wo ihre beiden Kolleginnen schon auf sie warteten.

Man begrüßte sich und tauschte Neuigkeiten aus, sofern es welche gab, seit man gestern auseinandergegangen war. Corinna warf einen sehnsüchtigen Blick hinüber zur Kaffeemaschine. Ach, wenn sie doch hin und wieder ein Tässchen trinken dürfte! Doch gegen Koffein protestierte ihr Herz mit einem heftigen, schmerzhaften Pochen. So bereitete Corinna sich eine Tasse Kräutertee zu und setzte sich damit an ihren Schreibtisch.

"Gestern Abend, als du schon weg warst, hat übrigens jemand für dich angerufen, Corinna", bemerkte ihre Kollegin Elke nach einer Weile. "Beinahe hätte ich vergessen, es dir zu sagen. Es war ein Mann. An den Namen kann ich mich nicht erinnern. Aber ich glaube auch gar nicht, dass er einen genannt hat."

Corinna runzelte...

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