Trevellian im Visier der Killer-Katze: Kriminalroman

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. August 2020
  • |
  • 130 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4327-6 (ISBN)
 
Trevellian im Visier der Killer-Katze von A.F.Morland Jesse Trevellian ist ein Ermittler in New York. Er kämpft unbeirrt gegen das Verbrechen und die organisierte Kriminalität. Auch wenn er von einem Sumpf aus Korruption und Lüge umgeben ist, versucht er einen geraden Weg zu gehen. Denn die Schicksale der Opfer lassen ihn nicht los... Trevellian lässt nicht locker. So lange es auch dauern mag, am Ende findet er die Mörder...
  • Deutsch
  • 0,22 MB
978-3-7389-4327-6 (9783738943276)

»O - oh!«, sagte Jed LeRoy leise. »Huston, wir haben ein Problem!«

»Ein Problem?«, fragte Jorge Creedy unangenehm berührt. »Was für ein Problem?«

»Es kommt jemand«, flüsterte LeRoy, der Spezialist für knifflige Alarmanlagen. Er hatte riesige Ohren, mit denen er sogar Flöhe husten hörte. Creedy wandte sich an Bud Shannon, den Tresorspezialisten. »Komm mit, Bud. Wir kümmern uns darum.« Er schaute LeRoy an. »Du machst hier inzwischen weiter. Ich will die verdammte Alarmanlage in spätestens fünf Minuten ausgeschaltet haben.«

LeRoy salutierte schlampig. »Aye-aye, Boss!«

Creedy und Shannon entfernten sich. Sie befanden sich im 11. Stock eines modernen Glas-Beton-Hochhauses und wollten die Firma Portland & Ditch um Klunker im Wert von fast einer Million Dollar erleichtern.

Es war kurz nach Mitternacht, und der Nachtwächter absolvierte seinen vorgeschriebenen Kontrollgang.

Creedy und Shannon legten sich auf die Lauer. Creedy fischte seine Kanone aus dem Jackett und schraubte einen Schalldämpfer auf den Lauf.

»Du hast doch nicht etwa vor, den Mann umzulegen«, zischte Shannon beunruhigt.

»Nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt«, gab Creedy gedämpft zurück.

Shannon holte ein silbernes Klebeband aus der Hosentasche. »Ich bin dafür, dass wir ihn fesseln und knebeln.«

Creedy nickte. »Geht in Ordnung.«

Der Nachtwächter erschien. Creedys Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Er sah nichtssagend aus. Wenn er nicht laufend dafür gesorgt hätte, dass ihm immer genügend Geld zur Verfügung stand, mit dem er großzügig um sich werfen konnte, hätte er bei schönen Frauen wohl niemals Chancen gehabt. So aber machte ihn seine Spendierfreudigkeit für die heißesten Girls attraktiv.

Gemächlich kam der Nachtwächter näher. Creedy hätte nicht lange gefackelt und den Mann ohne Skrupel umgelegt, aber er wollte Shannon nicht vergrämen.

Er brauchte den hervorragenden Tresorspezialisten, sobald Jed LeRoy die Alarmanlage überlistet hatte. Ohne die beiden Experten hätte er den Coup hier vergessen können.

Schwer fiel der übergewichtige Nachtwächter in seine Schritte. Seine Schuhspitzen waren nach außen gerichtet, als wären sie aufeinander böse.

Seine Haut war schwarz wie Ebenholz. Sein Haar war stark gelichtet, und die Kopfhaut glänzte schon überall durch. Der größte Teil seines Lebens lag bereits hinter ihm. Er mochte noch.ein bis zwei Jahre bis zum wohlverdienteil Ruhestand haben. Die straff sitzende Uniform machte aus ihm eine Respektsperson, doch Jorge Creedy hatte keine Achtung vor ihm.

Er ließ den Nachtwächter an sich Vorbeigehen, war mit zwei raschen Schritten hinter ihm - und hackte mit der Waffe zu!

Der Schwarze hielt mitten in der Bewegung inne und kippte ächzend zur Seite.

Shannon fing ihn auf. Der Stürzende hätte ihn beinahe zu Boden gerissen. Er ließ ihn los, band ihm blitzschnell Arme und Beine zusammen und klebte ihm den Mund zu.

»Sehr gut«, sagte Jorge Creedy zufrieden und steckte seine Kugelspritze ein. »Bis der zu sich kommt, sind wir über alle Berge.«

Sie kehrten zu Jed LeRoy zurück. »Alles okay?«, fragte dieser.

»Alles bestens«, antwortete Creedy.

»Der Nachtwächter schlummert friedlich«, sagte Bud Shannon.

»Wie weit bist du mit der Alarmanlage?«, wollte Creedy wissen.

LeRoy grinste breit. »Mit welcher Alarmanlage?«

Creedy schlug ihm zufrieden auf die Schulter. »Du bist 'n Ass, Junge.«

»Ich weiß«, gab LeRoy unbescheiden zurück.

»Können wir hineinspazieren?«, fragte Creedy.

»Aber immer«, tönte LeRoy stolz.

Creedy nickte. »Nun denn.«

Sie betraten die Räumlichkeiten von Portland & Ditch, ohne dass der Alarm ausgelöst wurde.

Vor dem großen Firmensafe sagte Creedy: »Jetzt sind deine Fähigkeiten gefragt, Bud.«

Shannon machte sich sogleich an die Arbeit. Mit Stethoskop, Spezialbesteck und Akku-Bohrer rückte er dem Tresor zu Leibe. Er träufelte sodann mit einer Pipette zwei verschiedene Flüssigkeiten in die gebohrten Löcher.

Es kam zu einer chemischen Reaktion, die dem Innenleben der dickwandigen Safetür nicht bekam. Beißender Dampf kringelte sich aus den Löchern, und einige Minuten und einige Handgriffe später ließ die massive Tür sich öffnen, als hätten Portland & Ditch vergessen, sie abzuschließen.

Creedy, Shannon und LeRoy schütteten all das Geglitzer und Gefunkel, das im Safe aufbewahrt wurde, in feste schwarze Jutesäcke.

Sobald der Tresor total leer geräumt war, beendeten sie ihren einträglichen Besuch bei Portland & Ditch und zogen ab.

Der Nachtwächter war inzwischen zu sich gekommen. Er starrte die Verbrecher mit großen Augen an.

Das passte Creedy nicht. Er zog seine Kanone, richtete sie auf den Mann - und...

»Nein!«, schrie Shannon entsetzt auf.

Aber da ploppte Creedys Waffe bereits zweimal, der Nachtwächter zuckte heftig zusammen und erschlaffte.

»Scheiße!«, stieß Shannon wütend hervor. »Scheiße, Jorge! Das war doch nicht nötig!«

Creedy zuckte mit den Achseln. »Er ist zu früh zu sich gekommen. Ich hätte fester zuschlagen sollen.«

»Es war überhaupt nicht nötig, ihn umzubringen.«

»Er hat unsere Gesichter gesehen«,-sagte Creedy.

»Verflucht noch mal, warum bist du immer so schnell mit der Kanone zur Hand?«, sagte Shannon verständnislos.

Creedy schaute auf seine Waffe. »Mit ihrer Hilfe lassen sich Probleme am effizientesten lösen.«

»Der Nachtwächter war ein alter Mann.«

»Er wäre sowieso nicht mehr gewachsen«, gab Creedy gefühlsroh zurück.

Shannon starrte ihn entgeistert an. »Wie kann man nur so herzlos sein?«

»Abmarsch!«, kommandierte Creedy ungerührt.

Sie liefen zur Feuertreppe. Den Lift zu benutzen 'wäre zu riskant gewesen. Ein unverhoffter Stromausfall hätte genügt, und sie hätten in der Falle gesessen.

Direkt neben dem Seitenausgang stand Creedys Wagen.

Sie warfen ihre Beute in den Kofferraum und klappten den Deckel zu - und dann richtete Jorge Creedy unvermittelt seine Waffe auf die beiden Komplizen!

Sie starrten ihn entgeistert an, waren wie gelähmt. Ein frostiges Grinsen kerbte sich um seine schmalen Lippen.

»Thank you, folks!«, knurrte er.

Und dann streckte er die Männer, die er nicht mehr brauchte und mit denen er die Beute nicht teilen wollte, ohne mit der Wimper zu zucken mit mehreren Schüssen nieder!

Er stieg ein und brauste davon...

***

»Wie läuft die Detektei, Hank?«, erkundigte sich Milo Tucker, mein Freund und Kollege.

Hank Hogan nickte. Er war Privatdetektiv und unser bester V-Mann. Wir hätten eine erkleckliche Anzahl von Fällen nicht lösen können, wenn von ihm nicht die entscheidenden Tipps gekommen wären.

Zuletzt hatte er uns geholfen, den Schlitzer von Manhattan zu schnappen, einen wahnsinnigen Frauenmörder.[1]

»Ich kann nicht klagen«, sagte er zufrieden.

»Und wie geht es Belinda?«, wollte mein Partner wissen. Belinda Fox war Hanks attraktive Assistentin.

Der blonde Hüne grinste. »Hervorragend.« Er blies seinen muskulösen Brustkorb auf. »Sie hat schließlich den besten Chef, den sie sich wünschen kann.«

»Und in den ist sie auch noch ein ganz klein wenig verknallt«, bemerkte Milo.

Hank feixte. »Das hast du gesagt.«

Hank hatte in der Nähe zu tun gehabt und die Gelegenheit wahrgenommen, uns zu besuchen. Und er kam nicht mit leeren Händen. Er erwähnte einen Coup drüben in New Jersey. Portland & Ditch waren um Schmuck im Wert von fast einer Million Dollar erleichtert worden.

Wir wussten davon. Aber wir wussten nicht, wer das Ding mit so beispielloser Brutalität durchgezogen hatte. Unser bester V-Mann wusste es.

Jedenfalls war ihm wieder einmal ein Gerücht zu Ohren gekommen, wonach ein gewisser Jorge Creedy diesen Ausflug nach New Jersey gemacht hatte.

Creedy... Wir kannten den Burschen. Er war ein höchst unangenehmer Zeitgenosse, den wir mit Vergnügen aus dem Verkehr gezogen hätten.

Doch um Typen wie ihn vor Gericht bringen zu können, brauchte man hiebund stichfeste Beweise, und die konnten wir bislang noch nicht beschaffen.

Wir wussten zwar, dass Jorge Creedys Weg mit Leichen gepflastert war, dass Blut an seinen Händen klebte, dass er seine Finger in vielen illegalen Geschäften hatte, doch bis zum heutigen Tag hatte man ihn noch nicht einmal wegen Falschparkens drangekriegt.

Jorge Creedy war clever, brutal und gerissen. Mit allen Wassern gewaschen und mit allen Salben geschmiert. Ein Menschenleben bedeutete ihm...

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