Süße Nächte in Rio

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. April 2021
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0657-1 (ISBN)
 
Sie hat ihn belogen, doch vergessen konnte Luciano sie nie! Jetzt braucht Kimberley seine Hilfe, da sie erpresst wird und ihr Sohn in Gefahr schwebt. Der Milliardär will die Gunst der Stunde nutzen: Er wird ihr die Summe geben - dafür soll sie ihm süße Nächte schenken!
Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 18 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.

2. KAPITEL

Eine Weile herrschte spannungsgeladenes Schweigen. Würde Luc überhaupt noch mit ihr sprechen?

Kimberley war zwar erleichtert, weil sie es ihm endlich gestanden hatte, hatte jedoch auch Angst vor seiner Reaktion.

"Das ist einfallsreich", sagte er schließlich ausdruckslos, bevor er sich auf den nächstbesten Stuhl setzte. Der Ausdruck in seinen Augen war unergründlich. "Du weißt wirklich, wie man einen Mann auf Zack hält. Du bist immer für eine Überraschung gut."

Kimberley blinzelte verstört. Er glaubt mir nicht?

Sie hatte sich auf einen Wutausbruch und heftige Vorwürfe gefasst gemacht. Sie hatte damit gerechnet, ihm erklären zu müssen, warum sie ihm die Existenz seines Sohnes so lange verschwiegen hatte. Aber ihr war nicht ein einziges Mal in den Sinn gekommen, dass er ihr nicht glauben könnte.

"Denkst du wirklich, ich würde über etwas so Ernstes Witze machen?"

Lässig zuckte er die Schultern. "Ich gebe zu, dass es ziemlich geschmacklos ist. Manche Frauen sind jedoch zu allem fähig, wenn sie einen Mann dazu bringen wollen, Geld herauszurücken. Und das willst du doch, oder?"

Das stimmte. Allerdings hatte sie ganz andere Gründe dafür, als er ihr unterstellte. Und nun wusste sie nicht, was sie sagen sollte, weil alles anders lief, als sie erwartet hatte.

"Warum glaubst du mir nicht?", fragte sie schließlich.

"Normalerweise tauchen Frauen nicht einfach nach sieben Jahren des Schweigens auf und verkünden, sie seien schwanger."

"Das . das habe ich auch nicht behauptet", erwiderte sie stockend. "Ich sagte doch, er sei sechs. Er kam genau vierzig Wochen, nachdem wir . nachdem du ." Kimberley verstummte und errötete tief, und Luc ließ den Blick zu ihren Lippen schweifen, bevor er ihr wieder in die Augen sah.

"Nachdem ich über dich hergefallen war? Du bist so verklemmt, dass du nicht einmal das Wort 'Sex' über die Lippen bringst." Seine Augen funkelten spöttisch, und sie biss sich auf die Lippe und wünschte, sie wäre etwas gewandter und schlagfertiger.

Er hatte ihr unrecht getan, und trotzdem hatte sie plötzlich das Gefühl, dass sie sich bei ihm entschuldigen musste. "Wahrscheinlich wunderst du dich, warum ich es dir nicht früher erzählt habe."

"Der Gedanke ist mir gekommen."

"Du hast mich rausgeworfen, Luc", erinnerte sie ihn mit bebender Stimme. "Und du wolltest mich nicht sehen und hast auch meine Anrufe nicht entgegengenommen. Du hast mich abscheulich behandelt."

"Beziehungen enden nun mal", meinte er gleichgültig. "Also sei nicht so theatralisch."

"Ich war schwanger!", rief sie. "Ich wollte es dir sagen, aber du hast mich aus deinem Leben ausgeschlossen. Und du hast mir so wehgetan, dass mein Kind dich nicht als Vater haben sollte. Deswegen habe ich es dir verschwiegen." Angespannt wartete sie auf den Wutausbruch, der nun unweigerlich folgen würde, doch Luc zog lediglich eine Augenbraue hoch.

"Sieben Jahre, und etwas Besseres fällt dir nicht ein?"

Seine Gleichgültigkeit machte sie fassungslos. "Glaubst du etwa, es wäre mir leichtgefallen? Ich hatte schreckliche Schuldgefühle, Luc! Ich habe meinem Sohn den Vater vorenthalten und wusste, dass ich ihm dafür eines Tages Rede und Antwort würde stehen müssen." Kimberley atmete tief durch. "Ich habe mich jeden Tag schuldig gefühlt."

"Ja, das ist typisch Frau, und ich schätze, dass deine Gewissensbisse dich plötzlich überwältigt haben und du deswegen beschlossen hast, mir die freudige Nachricht zu überbringen."

Sie schüttelte den Kopf. "Hast du eigentlich eine Ahnung, wie schwer es mir gefallen ist hierherzukommen?" Luc war noch herzloser, als sie es für möglich gehalten hätte. "Was muss ich denn tun, um dir zu beweisen, dass ich die Wahrheit sage?"

Er blickte zur Tür. "Ihn mir zeigen." Gleichgültig zuckte er die Schultern.

Ungläubig sah sie ihn an. "Glaubst du allen Ernstes, ich würde einen sechsjährigen Jungen mit nach Brasilien schleppen, um ihn mit einem Mann bekannt zu machen, der nicht einmal weiß, dass er sein Vater ist? Wir müssen gemeinsam entscheiden, wie wir es ihm beibringen, Luc."

Erneut funkelten seine dunklen Augen spöttisch. "Das ist problematisch, stimmt's? Ich treffe meine Entscheidungen immer allein. Allerdings spielt es in diesem Fall keine Rolle, weil unser vermeintlicher gemeinsamer Sohn nur ein Produkt deiner Fantasie und für dich Mittel zum Zweck ist. Du kannst ihn mir also gar nicht zeigen. Oder hast du ein Kind gefunden, das die Rolle spielt?"

Kimberley war sprachlos. Was war er doch für ein Mistkerl! Wie hatte sie nur vergessen können, wie gefühllos er war und wie wenig er von Frauen hielt? Wie hatte sie auch nur einen Moment lang annehmen können, sie sei nicht hartnäckig genug gewesen und hätte ihm doch sagen sollen, dass sie ein Kind von ihm erwartete?

Luc interessierte sich für nichts und niemanden, nur für sich selbst. Er war genauso wie ihr Vater, und sie wusste aus eigener Erfahrung, wie es war, bei einem solchen Elternteil aufzuwachsen. Es war richtig gewesen, ihren Sohn vor ihm zu schützen, und unter anderen Umständen hätte sie Luc auch nicht aufgesucht. Aber jetzt musste er ihr helfen und einen Teil der Verantwortung übernehmen.

Kimberley sank auf den Stuhl ihm gegenüber. "Warum denkst du so schlecht von mir?"

"Hm, mal sehen ." Luc lächelte nachsichtig, als wäre sie geistig minderbemittelt. "Es könnte mit dem Geld zusammenhängen, das du nach unserer Trennung ausgegeben hast. Oder mit der Tatsache, dass du mir solche Lügengeschichten auftischst, um mich auf Unterhaltszahlungen zu verklagen. Du bist nicht gerade eine Heilige, oder?"

Es fiel ihr schwer, ihm zu folgen. "Ich habe nicht vor, dich zu verklagen."

Daraufhin runzelte er die Stirn. "Du willst, dass ich für das Kind zahle."

"Ja, aber es geht nicht um Unterhaltszahlungen. Damals habe ich dein Geld genommen, weil ich schwanger und ganz auf mich allein gestellt war und nicht wusste, wie ich ein Kind in die Welt setzen soll, wenn ich nicht einmal ein Dach über dem Kopf habe. Also habe ich mir eine kleine Wohnung gekauft. Hätte ich es nicht getan, hätte ich mir einen Job suchen und das Baby in eine Krippe geben müssen. Und ich habe die Sachen gekauft, die der Kleine dann brauchte: eine Wiege, einen Kinderwagen, Kleidung und Windeln. Ich habe nichts von dem Geld für mich ausgegeben. Mir ist klar, dass es deins war, aber wenn ich vor Gericht gegangen wäre, hättest du sehr viel mehr für Rio zahlen müssen."

Verblüfft zog Luc eine Augenbraue hoch. "Rio?"

Wieder errötete Kimberley. "Ich habe ihn nach der Stadt genannt, in der er gezeugt wurde."

"Wie eigenartig!", bemerkte er mit einem drohenden Unterton. "Den Kinderwagen und die Windeln habe ich also schon bezahlt. Was gibt es noch? Braucht er vielleicht eine neue Schuluniform? Oder passen ihm seine Schuhe nicht mehr?"

Er glaubte ihr immer noch nicht.

"Letzte Woche hat man mir damit gedroht, ihn zu entführen." Nun bebte ihre Stimme. Vielleicht konnte sie ihn wachrütteln, wenn sie ihm die Wahrheit sagte. "Irgendjemand weiß, dass er dein Sohn ist. Und er bedroht sein Leben."

Einen Moment lang herrschte Schweigen, und er betrachtete sie forschend. Sie saßen dicht beieinander und waren sich viel zu nahe. Sein Knie streifte ihres, und sie spürte, wie sich eine verräterische Wärme in ihr ausbreitete. Unwillkürlich ließ sie den Blick zu seinem Handgelenk und dann zu seinen Fingern schweifen .

Hitzewellen durchfluteten sie, als sie sich daran erinnerte, wie er sie damit intim liebkost und Gefühle in ihr geweckt hatte, die sie nie für möglich gehalten hätte. Unruhig rutschte sie hin und her. Daraufhin sah er sie an, und es schien zwischen ihnen noch mehr zu knistern.

"Zeig mir den Brief."

Erleichtert zog sie den Brief aus ihrer Handtasche und warf ihn auf den Tisch neben Luc.

Lässig nahm er ihn in die Hand und öffnete ihn, um ihn zu lesen. Seine Miene war unergründlich.

"Interessant", meinte er, bevor er ihn auf den Tisch fallen ließ. "Ich soll fünf Millionen Dollar lockermachen, und dann ist die Welt wieder in Ordnung? Habe ich das richtig verstanden?"

Kimberley konnte nicht fassen, dass ihm das Wohlergehen seines Sohnes so wenig am Herzen lag. "Meinst du, es sei der falsche Weg? Sollen wir die Polizei einschalten?" Besorgt blickte sie ihn an und rieb sich die schmerzenden Schläfen. Sie hatte sich den Kopf darüber zerbrochen, was sie tun sollte. "Du hast ja selbst gelesen, womit er droht, falls ich es tue. Es heißt ja, man soll den Forderungen von Erpressern nicht nachgeben, aber das ist leicht gesagt, wenn es nicht dein eigenes Kind ist ." Ihr versagte die Stimme. "Ich will sein Leben nicht aufs Spiel setzen, Luc. Er ist alles, was ich habe."

Kimberley betrachtete seine markanten Züge und wünschte plötzlich, er würde sich in die Angelegenheit einschalten und sie genauso retten wie damals bei ihrer ersten Begegnung. Er war hart und rücksichtslos und hatte genau die richtigen Verbindungen. Sie wusste instinktiv, dass er mit der Situation fertig werden konnte, wenn er sich dazu bereit erklärte, ihr zu helfen.

"Ich glaube, es wäre keine gute Idee, die Polizei einzuschalten." Geschmeidig stand er auf und ging zum Fenster. "Die Beamten wären sicher nicht begeistert, wenn du ihnen die...

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