Happy End im Traumpalast?

 
Raye Morgan (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 16. Juli 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-173-4 (ISBN)
 
'Was hältst du von einer guten, altmodischen Entführung?' Auch wenn Monte DeAngelis entwaffnend lächelt, Pellea weiß: Er meint jedes seiner Worte ernst! Und einen Herzschlag lang wünscht sie sich nichts mehr, als tatsächlich an seiner Seite aus dem Palast zu fliehen. Die zärtliche Leidenschaft, mit der der heimliche Kronprinz Ambrias sie für eine Nacht geliebt hat, will sie ihr Leben lang genießen. Aber darf nicht mit ihm gehen: Die Zukunft des Inselreiches hängt davon ab, dass sie Montes verlockender Einladung widersteht ...
Romana Romane | 1905
Deutsch
0,45 MB
978-3-86349-173-4 (9783863491734)
3863491734 (3863491734)

1. KAPITEL

Er konnte sie zwar nicht sehen, aber Pellea Marallis kam so dicht an seinem Versteck vorbei, dass er den Duft ihres berauschenden Parfüms wahrnahm. Kronprinz Monte zuckte zusammen, denn es weckte die unterschiedlichsten Erinnerungen in ihm, als würde er ein Buch durchblättern - an eine Gestalt mit weiblichen Rundungen in einem duftigen weißen Kleid, die sich gegen das Sonnenlicht abzeichnete, Wassertropfen, die auf zarter, weicher Haut perlten, das Gefühl von nackter Haut und kühlen Satinlaken, das heißes Verlangen in ihm weckte.

Monte biss sich auf die Lippe, um die erotischen Empfindungen zu unterdrücken, die ihn zu überwältigen drohten. Er war nicht hier, um ihre Romanze wieder aufflammen zu lassen, sondern um Pellea zu entführen. Und diesmal würde er sich nicht von der starken Anziehungskraft zwischen ihnen ablenken lassen.

Wieder kam Pellea an ihm vorbei, und er hörte, wie ihr Morgenmantel raschelte, als dieser die Wand streifte, an der er lehnte. Sie ging in dem Schlosshof auf und ab, in dem sie im Schutz der Bäume die meiste Zeit verbrachte. Die umgebenden Räume, ein Ankleideraum, ein kleines Wohnzimmer und ein daran angrenzendes Büro mit Bücherregalen, die bis zur Decke reichten, sowie ein opulent ausgestattetes Schlafzimmer, hatten alle Flügeltüren, die in diese Oase der Ruhe führten und ihr Leben sowohl drinnen als auch draußen zu einer faszinierenden Komposition aus aufregenden Farben und betörenden Düften machten.

Es war das Leben einer Prinzessin.

Lehnte er das alles ab? Ja, natürlich.

Dies war allerdings nicht der Teil des Schlosses, in dem seine Familie vor dem Staatsstreich gelebt hatte. Diesen hatte man in jener Nacht niedergebrannt, als seine Eltern von den Granvillis ermordet wurden. Dieser ruchlose Clan herrschte immer noch über den kleinen Inselstaat Ambria, sein altes Heimatland. Soweit er wusste, wurde der Teil des Schlosses erst jetzt, fünfundzwanzig Jahre später, wieder aufgebaut.

Und dagegen wehrte er sich innerlich.

Pellea hingegen hatte nichts damit zu tun, dass man seine Familie ihres Geburtsrechts beraubt hatte. Deshalb wollte er sie auch nicht dafür zur Rechenschaft ziehen. Mit ihrem Vater verhielt es sich anders. Da er schon lange als Berater für die Granvillis arbeitete, konnte Pellea ein Leben in Luxus führen - und sein Verrat damals galt als längst vergessen.

Allerdings nicht für mich, dachte Monte. Damit würde er sich jedoch später auseinandersetzen.

Er hatte sie noch nicht gesehen. Gleich nachdem er aus dem Geheimgang gekommen war, hatte er sich im Ankleidezimmer versteckt. Und nun vertrieb er sich nur die Zeit, bevor er sich zu erkennen gab.

Er wollte nichts überstürzen, weil er wider besseres Wissen auf Pellea reagierte wie auf keine andere Frau zuvor. Wenn er nicht wollte, dass die Dinge wieder außer Kontrolle gerieten, musste er es langsam angehen lassen.

Als er plötzlich ihre Stimme hörte, hob er den Kopf und lauschte angestrengt, um herauszufinden, ob jemand bei ihr war. Nein. Sie telefonierte, und als sie sich in seine Richtung wandte, konnte er sie verstehen.

"Kleine Perlen natürlich. Und rosafarbene Rosenblüten. Das müsste gehen."

Eigentlich achtete er nicht auf ihre Worte, sondern auf den Klang ihrer Stimme. Noch nie war ihm vorher aufgefallen, wie melodisch diese war, fast wie ein Instrument. Eine ganze Weile hatte er sie nicht gehört, und nun ging sie ihm ins Ohr wie das Solo einer Akustikgitarre, süß und kristallklar auf eine Weise, die ihn bis ins Innerste berührte.

Monte lächelte. Sein Bedürfnis, sie zu sehen, wurde immer stärker.

Dafür musste er sich allerdings so hinstellen, dass er durch die Flügeltüren blicken konnte, was nicht ungefährlich war. Unbemerkt ins Ankleidezimmer zu gelangen war kein Problem gewesen. Nun musste er Position in einer Nische neben einem hohen Schrank beziehen, wo er alles überblicken konnte, ohne entdeckt zu werden. Vorsichtig bewegte er sich dorthin.

Und da war sie. Sein Herz klopfte so schnell, dass er kaum atmen konnte.

Das Besondere an Pellea war, dass sie so aristokratisch wirkte, obwohl sie keine Adlige war - und dies machte auch einen Teil ihrer Anziehungskraft aus. Sie war eine klassische Schönheit, wie eine griechische Statue, nur schlanker, wie ein Engel auf einem Renaissancegemälde, eine Tänzerin von Toulouse-Lautrec, nur anmutiger, wie ein Filmstar aus den Dreißigerjahren, nur ätherischer. Sie verkörperte alle Eigenschaften, die ein weibliches Wesen haben konnte.

Auf den ersten Blick wirkte sie wie eine ganz normale Frau. Ihr Gesicht war außergewöhnlich hübsch, aber es gab auch andere, die dunkle, leicht schräg stehende Augen mit langen dichten Wimpern hatten. Ihr blondes Haar erinnerte an gesponnenes Gold, und sie hatte eine sehr weibliche Figur. Ihre vollen roten Lippen luden geradezu zum Küssen ein - der Inbegriff der Perfektion.

Es gab allerdings auch andere Frauen, die diese Vorzüge in sich vereinten. Im Laufe der Jahre waren ihm einige aufgefallen, aber keine hatte ihn gedanklich so beschäftigt und ein derart starkes Verlangen in ihm geweckt wie Pellea.

Und sie hatte noch etwas an sich. Sie strahlte eine gewisse Erhabenheit aus, und gleichzeitig schien sich hinter dem Anflug von Traurigkeit in ihren Augen ein inneres Feuer zu verbergen, eine Entschlusskraft, die sie von anderen Frauen unterschied. Sie konnte sich im einen Moment spielerisch geben, im nächsten aufreizend verführerisch und dann ganz plötzlich vor Wut rasen.

Schon bei ihrer ersten Begegnung hatte er gewusst, dass sie etwas Besonderes war. Und vor zwei Monaten hatte sie für wenige Tage ihm gehört.

"Habe ich Ihnen meine Entwürfe nicht gegeben?", sagte sie gerade. "Ich neige eher zum Traditionellen. Es soll nicht zu modern sein. Nicht schulterfrei oder so. Das passt nicht zu diesem Anlass."

Monte runzelte die Stirn und fragte sich, wovon sie reden mochte. Entwarf sie vielleicht ein Ballkleid? Er stellte sie sich auf der Tanzfläche vor, wie sie alle Blicke auf sich zog. Würde er je die Chance bekommen, mit ihr zu tanzen? Nicht in einem Ballsaal, aber vielleicht hier im Hof.

Es war ein wunderschöner Ort. Das letzte Mal war er im Winter hier gewesen, und alles hatte leblos gewirkt. Doch nun war Frühling, und dem Auge bot sich ein Farbenmeer.

In der Mitte plätscherte ein Springbrunnen, und geflieste Wege schlängelten sich zwischen Rosenbüschen und mediterranen Pflanzen und Palmen hindurch.

Ja, sie würden Musik einschalten und tanzen. Fast spürte er Pellea in seinen Armen. Wieder ließ Monte den Blick zu ihr schweifen und beobachtete, wie sie mit der freien Hand gestikulierte, betrachtete ihren langen schlanken Hals und den Ausschnitt ihres Morgenmantels.

"Diamanten?", fragte sie jetzt. "O nein. Keine Diamanten. Nur den einen natürlich. Das ist so üblich. Ich bin keine Frau, die sich gern mit Juwelen überschütten lässt. Sie wissen, was ich meine, oder?"

Als sie an ihm vorbeiging und er die Hand ausstreckte, konnte er beinah ihren flatternden Ärmel berühren. Unerwartet drehte sie sich um, als hätte sie etwas gemerkt, doch er konnte sich gerade noch rechtzeitig verstecken. Selbstzufrieden lächelte er. Er würde sich zu erkennen geben, wenn er bereit war.

"Wenn ich mich richtig erinnere, ist der Schleier eher elfenbeinfarben und oben auf dem Kopf und an den Säumen mit kleinen Perlen bestickt. Ich glaube, das reicht."

Schleier? Wieder runzelte er die Stirn. Dann entstand nach und nach ein Bild vor seinen Augen, und ihm wurde klar, wovon sie sprach. Es klang nach einer Hochzeit. Pellea plante ihr Brautkleid.

Sie würde heiraten.

Entsetzt betrachtete er sie. Was fiel ihr eigentlich ein? Hatte sie ihn so schnell vergessen? Zorn wallte in ihm auf, und Monte musste an sich halten, um sein Versteck nicht zu verlassen und sie zur Rede zu stellen.

Sie durfte nicht heiraten. Das würde er nicht zulassen.

Im nächsten Moment meldete sich sein Gewissen. Schließlich hatte er nicht vor, sie selbst zu ehelichen. Natürlich nicht. Er hatte Größeres vor, denn er plante eine Invasion. Außerdem hätte er niemals die Tochter des Mannes geheiratet, der seine Familie verraten hatte - die DeAngelis.

Dennoch quälte ihn die Vorstellung, dass sie so kurz nach ihrer gemeinsamen Zeit mit einem anderen Mann den Bund fürs Leben eingehen wollte.

Verdammt!

Plötzlich ertönte ein leiser Gong, und Monte zuckte zusammen. Das war neu. Vor zwei Monaten hatte es einen Messingklopfer gegeben. Was mochte sich seit seinem letzten Aufenthalt hier noch alles verändert haben?

Von wegen heiraten - offenbar war er gerade noch rechtzeitig gekommen!

Pellea, die gerade das Telefonat mit ihrer Stylistin beendet hatte, blickte auf, als ihr neuer Gong ertönte. Sie seufzte. Nach Gesellschaft stand ihr momentan überhaupt nicht der Sinn, zumal sie sich denken konnte, um wen es sich handelte. Ihren zukünftigen Ehemann. O nein!

"Herein", rief sie.

Als Nächstes hörte sie, wie das eiserne Tor geöffnet wurde, und dann erklangen Schritte. Ein großer Mann betrat den Hof. Er hatte kurzes blondes Haar, breite Schultern und einen durchtrainierten Körper. Sein Gesicht wäre richtig attraktiv gewesen, wenn er es geschafft hätte, sich das...

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