Happy End am Strand der Liebe?

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. Juni 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-169-7 (ISBN)
 
Joe Tanner ist begeistert, als die hübsche Kelly ihn in seinem romantischen Strandhaus am Meer besucht. Wie liebevoll sie mit seiner kleinen Tochter umgeht! Aber schon bald muss er sich eingestehen, dass es noch einen ganz anderen Grund für seine Faszination gibt. Je mehr Zeit er mit Kelly verbringt, desto stärker fühlt er sich von ihr angezogen. Doch Vorsicht! Sie scheint sein gesamtes Leben auf den Kopf stellen zu wollen. Denn beharrlich behauptet sie: 'Joe, du bist nicht der, der du zu sein glaubst - du bist ein verschollener Prinz von der Insel Ambria!'
  • Deutsch
  • 0,42 MB
978-3-86349-169-7 (9783863491697)
3863491696 (3863491696)

1. KAPITEL

Er wurde beobachtet. Leise fluchend hielt Joe Tanner das Gesicht in die Sonne und schloss die Lider. Ein Stalker. Er spürte dessen Blick förmlich im Rücken.

Er hatte lange genug als Ranger der Army in Südostasien gelebt, um zu wissen, wann jemand ihn im Visier hatte. Dieser sechste Sinn hatte ihm damals geholfen zu überleben.

"Es ist genauso wie Fahrradfahren - man verlernt es nicht mehr", murmelte Joe leise, bevor er die Augen wieder öffnete und sich umwandte.

Schon am Vortag hatte er gespürt, dass sich jemand, der ihm durchaus feindlich gesonnen sein konnte, für ihn interessierte. Allerdings hatte er nicht weiter darüber nachgedacht. Ihm war bewusst, dass er als großer tief gebräunter Mann mit dichtem braunen Haar, zwar passabel aussah, aber auch Blicke auf sich zog. Zumal er den halben Tag nur in Shorts herumlief und viele Narben auf dem Oberkörper hatte.

Außerdem war er momentan mit ganz anderen Dingen beschäftigt. An diesem Abend würde er Besuch von einem weiblichen Wesen aus seinem früheren Leben bekommen, dem er allerdings nie begegnet war. Und da er sich mit den bevorstehenden Veränderungen auseinandergesetzt hatte und ziemlich nervös war, hatte Joe keinen weiteren Gedanken an den Stalker verschwendet.

Nun hatte er jedoch ein ungutes Gefühl, ein untrügliches Zeichen dafür, dass er es nicht mehr verdrängen konnte. Schließlich war Vorsicht besser als Nachsicht.

Joe ließ den Blick über den Strand von San Diego schweifen. Obwohl sich eine Nebelbank vom Meer her näherte, war es ein warmer Tag und dieser Abschnitt gut besucht - von Wellenreitern, Müttern mit kleinen Kindern und Strandschönheiten auf der Suche nach einem Flirt. Drei gut gebaute junge Frauen standen in seiner Nähe, kicherten miteinander und lächelten ihn hoffnungsvoll an. Früher hätte er ihr Lächeln erwidert, aber diese Zeiten waren längst vorbei.

Deshalb nickte er ihnen nur kurz zu, bevor er den Blick weiterschweifen ließ - zu den kleinen Geschäften an der Promenade, dem Imbissstand und dem Parkplatz, auf dem ein Pärchen eng umschlungen dastand. Beide trugen Badesachen, sie küssten einander selbstvergessen vor einem Sportwagen.

Junge Liebe. Plötzlich verspürte er den Drang, die beiden zu warnen und ihnen zu sagen, dass sie sich auf nichts im Leben verlassen konnten. Jeder musste seinen Weg allein gehen. Es gab keine Versprechen und keine Richtlinien, an denen man sich festhalten konnte, nur Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen konnte, würde auch schiefgehen. Wenigstens darauf konnte man sich verlassen.

Er verzichtete darauf, den beiden von seinen schlechten Erfahrungen zu erzählen. Dabei hörte ihm ohnehin niemand zu. Anscheinend musste jeder erst Fehler machen, um daraus zu lernen.

Aber wer beobachtete ihn, sodass ihm ein Schauer über den Rücken jagte? Der Bettler in dem ausgeblichenen Hawaiihemd, der auf einem kleinen Holzstuhl neben seinem alten Collie in der Sonne saß? Unwahrscheinlich. Der Cop, der mit dem Fahrrad auf der Promenade langsam auf und ab fuhr? Nein, der hatte alle Gäste im Blick. Die Stadtstreicherin, die die Möwen mit altem Brot fütterte? Der Teenager, der auf seinem Skateboard akrobatische Kunststücke vollbrachte?

Nein. Er war niemand von diesen Leuten.

Nach einer Weile lenkte Joe seine Aufmerksamkeit auf eine einsame Gestalt, die an der Mauer lehnte, die die Promenade vom Strand trennte. Sofort stieg sein Puls. Joe nahm seine Sonnenbrille aus dem Hosenbund und setzte sie auf, um seinen Beobachter unauffällig zu betrachten. Er sah ein weites Sweatshirt, dessen Kapuze tief ins Gesicht gezogen war, und eine Baggyjeans. Dennoch brauchte Joe nur wenige Sekunden, um zu erkennen, dass es sich um eine Frau handelte, die sich als Mann verkleidet hatte.

Dadurch spürte er die Gefahr allerdings nur deutlicher. Denn aus Erfahrung wusste er, dass gerade harmlos wirkende Menschen oft besonders gefährlich waren. Hübschen Frauen oder niedlichen Kindern durfte man grundsätzlich nicht trauen.

Joe wandte sich um und tat so, als würde er das Treiben im nahe gelegenen Yachthafen verfolgen, während er aus dem Augenwinkel beobachtete, wie die Frau sich auf die Mauer setzte, ein kleines Notizbuch aus der Bauchtasche ihres Sweatshirts nahm und etwas aufschrieb, bevor sie das Buch wieder hineinsteckte.

Ja. Es war diese Frau. Und sie machte sich Notizen. Also, was sollte er jetzt unternehmen?

Er wog die Möglichkeiten ab. Direkte Konfrontation brachte normalerweise nichts. Die Frau würde jegliches Interesse an ihm leugnen und sich davonschleichen.

Und was dann? Vermutlich würde derjenige, der sie beauftragt hatte, dann jemand anders schicken.

Joes Neugier war geweckt. Er wollte wissen, was dahintersteckte.

Und das würde er nur erreichen, indem er die Frau zum Reden brachte und sich ihr Vertrauen erschlich.

Ja, warum nicht? In den nächsten Stunden hatte er ohnehin nichts zu tun.

Schulterzuckend bückte er sich, um sein Surfbrett hochzuheben, und ging zur nächsten Brücke. Da sie gerade repariert wurde und abgesperrt war, wäre sie perfekt.

Joe ging durch den Sand. Obwohl sein Bein nach über einem Jahr erst jetzt richtig zu heilen begann, humpelte er für gewöhnlich nur leicht, doch diesmal übertrieb er ein wenig.

Er drehte sich nicht einmal um, um sich zu vergewissern, dass die Fremde ihm folgte. Normalerweise hielten sich Menschen, die sich in sein Leben schleichen wollten, genau ans Drehbuch. Und diese Frau würde es zweifellos auch tun.

Kelly Vrosis biss sich auf die Lippe, als sie beobachtete, wie der Mann, der sich Joe Tanner nannte, losging. Er steuerte auf einen verlassenen Strandabschnitt zu.

Sofort schlug ihr Herz schneller. Sollte sie ihm folgen? Ihr blieb wohl nichts anderes übrig, wenn sie ihre Sache gut machen wollte.

Ihr blieb nur eine Woche Zeit. Und Kelly hatte schon anderthalb Tage vergeudet, weil sie sich nicht in seine Nähe getraut hatte. Entweder lernte sie seinen Alltag kennen und fand heraus, ob Joe Tanner derjenige war, für den sie ihn hielt - oder eben nicht. Dann hätte sie für nichts und wieder nichts viel Zeit geopfert und verlor ihre Glaubwürdigkeit.

Nachdem sie einmal tief durchgeatmet hatte, nahm sie die kleine Digitalkamera aus ihrer Bauchtasche und stand langsam auf.

"Also los", sagte sie leise, bevor sie dem großen muskulösen Mann folgte. Dabei hielt sie sich dicht an der Mauer, ließ ihn jedoch nicht aus den Augen.

Sie war ziemlich sicher, dass er sie nicht bemerkt hatte. Normalerweise fiel sie in der Menge nicht auf, und sie hatte sich bewusst unauffällig gekleidet.

Nachdem sie am Vortag am Flughafen angekommen war und in einem Motel in der Nähe seines kleinen Strandhauses eingecheckt hatte, war Kelly zweimal dorthin gegangen. Als sie am Gartentor vorbeigekommen war, hatte sie vor Nervosität kaum atmen können. Jetzt hatte Kelly auch noch keine Ahnung, was sie tun sollte, wenn sie dem Mann, dem sie jetzt schon seit Monaten nachspürte, endlich gegenüberstand. Ihre Gefühle gingen mit ihr durch. Was wenn sie in Ohnmacht fiel?

Das würde wohl nicht passieren, aber sie konnte nicht leugnen, dass er eine starke Wirkung auf sie ausübte. Ihren Kollegen gegenüber, die versucht hatten, ihr das Ganze auszureden, hätte Kelly das allerdings nie zugegeben.

Sie arbeitete als Analystin in der Ambrischen Nachrichtenagentur in Cleveland, Ohio und hatte sich inzwischen zu einer Expertin für alles entwickelt, was Ambria betraf. Das Land ihrer Vorfahren, ein kleiner Inselstaat, war wenig bekannt, zumal das derzeitige Regime sich völlig nach außen abschottete. Kellys Fachgebiet waren die Kinder der vor fünfundzwanzig Jahren gestürzten Monarchen.

Angeblich waren in der Nacht des Staatsstreichs sowohl das Königspaar als auch dessen Kinder getötet worden. Nun stellte sich jedoch die Frage, ob womöglich einige von ihnen überlebt hatten. Als Kelly vor über einem Jahr die Zeitschrift aufgeschlagen und das Foto von Joe Turner gesehen hatte, war sie erschrocken zusammengezuckt.

"Oh mein Gott! Er sieht genauso aus wie . Nein, das kann nicht sein! Aber er ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ."

Sie hatte von Anfang an gewusst, dass die Annahme verrückt war. Darin waren alle Kollegen ihrer Meinung gewesen.

Deswegen hatte Kelly alle Informationsquellen der Agentur genutzt und Nachforschungen über Joe Tanner angestellt. Inzwischen gehörte sie zu den Topexperten für die Kinder der Königsfamilie. Sie wusste alles über sie und kannte auch einige Geheimnisse. Man konnte fast sagen, dass sie von dem Thema besessen war.

Jetzt war sie kurz davor, ihre Theorie dem Prüfstand auszusetzen - und hatte große Angst davor, mit dem Mann zu reden.

Dies war völlig untypisch für sie, denn sie war mit zwei Brüdern aufgewachsen und kam normalerweise sehr gut mit Männern zurecht. Nach allem, was sie über Joe Tanner gelesen hatte, wusste sie allerdings, dass er ein außergewöhnlicher Mann war. Er hatte die gefährlichsten Aufträge erfüllt und die kritischsten Situationen überlebt. Wie würde er reagieren, wenn er merkte, dass sie hinter ihm herspionierte?

"Das kannst du nicht machen, Kelly", hatte ihr Vorgesetzter Jim Hawker gesagt, nachdem sie ihm von ihrem Vorhaben erzählt hatte. "Das Ganze ist ein Hirngespinst. Du hast...

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