Corporate Love - Van

 
 
LYX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2020
  • |
  • 361 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7363-1308-8 (ISBN)
 
Zwei, die von der Liebe enttäuscht wurden und eine neue Chance bekommen

Olivia Rourke hat sich einmal die Finger verbrannt und will seitdem nichts mehr von Männern wissen. Doch dann tritt sie einen neuen Job an und muss mit Vince Morrison zusammenarbeiten. Dieser ist so ganz anders als ihr Ex: Van ist zuverlässig und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, er ist stark und gleichzeitig sanft. Und sobald sie seine raue Stimme hört, beginnt ihr Herz schneller zu schlagen. Van ist alles, was sie sich wünscht und gleichzeitig auch alles, was sie nicht haben kann. Denn Olivia hat noch jemanden, an den sie denken muss ...

"Warm und lustig und romantisch - einfach wunderbar! Van, Olivia und Sammy haben mein Herz gestohlen, und ich will es gar nicht zurückhaben." B. CRANFORD, BESTSELLER-AUTORIN

Band 5 der CORPORATE-LOVE-Serie von Bestseller-Autorin Melanie Moreland
1. Aufl. 2020
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 1,92 MB
978-3-7363-1308-8 (9783736313088)

Melanie Moreland ist eine New-York-Times und USA-Today-Bestseller-Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Katze in Ontario. Sie reist gerne, findet jedoch, dass das Heimkommen immer das Schönste ist. Am wichtigsten sind ihr ihre Familie und ihre Freunde. Weitere Informationen unter: www.facebook.com/authormoreland und bei Twitter (@MorelandMelanie)


1


Van

Ich ließ mich schwer auf meinen Stuhl fallen, der zum Zeichen seines Protests unter mir quietschte. Meine Klamotten waren voller Staub, und ich fuhr mir müde mit der Hand durch mein unordentliches Haar und verzog das Gesicht, als meine Finger an etwas Spachtelmasse hängen blieben.

Es war ein langer, anstrengender Tag gewesen.

Ein leises Stöhnen entwich mir, während ich die Schultern kreisen ließ und meine schmerzenden Finger bewegte. Die linke Körperseite tat am meisten weh, das eine Bein steif und empfindlich, und es fügte den Unannehmlichkeiten des Tages eine weitere hinzu. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, war ich auch noch hungrig, und bedauerlicherweise hatte das Café bei uns im Haus so spät schon geschlossen.

Mein Büro lag im hinteren Teil des BAM-Gebäudes im Erdgeschoss. Bentley Ridge hatte BAM, ein überaus erfolgreiches, vielfältig aufgestelltes Unternehmen, gegründet. Zusammen mit seinen beiden besten Freunden, Aiden Callaghan und Maddox Riley, hatten sie aus Bentleys Vision einer Firma zur Grundstücksentwicklung einen mehrere Milliarden schweren Konzern gemacht. Erschließung von Baugrund, größere Beteiligungen und Investitionsmöglichkeiten waren nur ein paar der Geschäftsfelder von BAM. Mich hielt Bentleys vorrangige Leidenschaft, Häuser zu kaufen, umzubauen und dann weiterzuverkaufen, auf Trab. Ich sorgte dafür, dass seine Gewinnmarge hoch blieb. Ich liebte meine Arbeit - und die Firma, für die ich arbeitete. Alle Inhaber von BAM verfolgten eine einfache Regel: Behandle deine Angestellten gut, und belohne sie für ihre harte Arbeit. Es funktionierte. Ich hatte noch kein anderes Unternehmen kennengelernt, bei dem es so glatt lief wie hier.

Das kleine Café im Haus erfreute sich großer Beliebtheit, vor allem bei Aiden und mir. Obwohl die Öffentlichkeit Zugang dazu hatte, waren es doch vor allem wir von BAM, die für den Umsatz sorgten - das Gebäck war erstklassig, die Sandwiches fantastisch, und das Pärchen, das das Café betrieb, kannte uns alle mit Namen und wusste, welche Vorlieben wir hatten. Bei mir war das so ziemlich alles auf der Karte.

Doch heute Abend würde ich mich mit Pizza begnügen müssen.

Für einen Moment ließ ich den Kopf gegen die Rückenlehne fallen, schloss die Augen und genoss die Stille.

Ich teilte mir das Büro mit Jordan Hayes, der sich im Detail um die größeren Baustellen und Projekte von BAM kümmerte. In unserem Büro lagen überall Pläne, Entwürfe und Modelle herum. Die Regale quollen über vor Büchern und Akten, und in den Schränken befanden sich eine Menge Werkzeug und andere Dinge, die ich sicher aufbewahrt wissen wollte. An einem Ende des Büros stand ein großer Tisch, den wir für Meetings nutzten - falls wir ihn nicht mit allerhand Kram selbst blockiert hatten. Die Tür zur hinteren Laderampe war praktisch, und ich konnte meinen großen Truck dort parken.

Am anderen Ende des Flurs befand sich ein Bereich, den die verschiedenen Teams nutzten, wenn sie Büroräume brauchten, und den Rest des Stockwerks belegte das Designteam unter der Leitung von Olivia Rourke, die vor einem Jahr eingestellt worden war und damit als Designerin eine Lücke füllte. Sie kümmerte sich um die komplette Gestaltung der Häuser, Eigentumswohnungen und Apartments, die Bentley erwarb, auf Vordermann bringen ließ und dann zum Kauf anbot. Dieser Geschäftszweig des Unternehmens sorgte dafür, dass wir beiden und unsere Teams, mit deren Hilfe wir ständig an neuen Projekten arbeiteten, immer beschäftigt waren. Gelegentlich wurden wir auch bei den größeren Projekten eingebunden, aber für gewöhnlich befanden die sich in den fähigen Händen von Jordan und seinem gewaltigen Netzwerk von Bauunternehmern und Handwerkern.

Ein Stich fuhr mir durch den Arm, und ich griff mit einem Stöhnen nach dem Paracetamol und schluckte mit warmem Wasser aus einer Flasche auf meinem Schreibtisch zwei Tabletten. Der Minikühlschrank war zu weit weg, um eine kalte Flasche zu holen.

Ich ließ den Kopf auf die Brust sinken und atmete tief durch. Ich konzentrierte mich ganz auf meinen Atem, der in meine Lungen hinein- und wieder hinausströmte. Dann arbeitete ich mich durch den Schmerz hindurch und wartete, bis das Schmerzmittel zu wirken begann.

Ich öffnete und schloss die Hand und fragte mich, ob ich mal wieder zum Arzt gehen sollte oder ob es einfach an zu viel Arbeit lag. Zu diesem Job gehörten eine Menge Abrissarbeiten, das Einreißen von Mauern, schweres Heben und lange Arbeitszeiten. Lauter Tätigkeiten, die ich liebte und gut machte, aber jetzt war ich müde.

Vielleicht wurde ich langsam zu alt für diesen Scheiß. Manchmal fühlten sich neununddreißig Jahre uralt an.

Ein Räuspern schreckte mich auf, sodass ich die Augen aufriss und die leere Flasche umwarf, die an der Tischkante stand. In meiner Tür stand Liv. Das Licht aus dem Flur betonte die glänzenden Strähnchen in ihrem hellbraunen Haar und ließ es wie einen Heiligenschein um ihr Gesicht herum aufleuchten. Klein und kurvig, trug sie ihre gewohnte Arbeitskleidung. Eine lange, locker fallende Bluse über dunklen Leggins. Ihr Haar war immer zu einem Knoten oder einem langen Zopf frisiert, den sie sich über eine Schulter warf, so wie heute Abend. Ohne hinzuschauen, wusste ich, dass ihre Füße entweder in flachen Schuhen oder in knöchelhohen Sneakers steckten. Wenn wir auf der Baustelle arbeiteten, trug sie an ihren kleinen Füßen Stiefel mit Stahlkappen, die ich in Kombination mit dem Helm auf ihrem Kopf unglaublich sexy fand.

Eine Tatsache, die ich noch nie jemandem mitgeteilt hatte.

Unsere Beziehung war rein beruflicher Art.

»Tut mir leid«, entschuldigte sie sich. »Ich wollte dich nicht erschrecken.«

»Ich dachte, ich bin der Einzige, der noch da ist«, gab ich zu. »Du bist immer noch im Büro? Ist alles in Ordnung?«

Sie blieb zögernd in der Tür stehen, doch ich winkte sie herein.

»Ich arbeite nur noch ein paar Sachen ab. Hast du Bentleys E-Mail von vorhin gelesen?«, fragte sie.

»Nein, ich war den ganzen Tag mit Abrissarbeiten im Randall-Haus beschäftigt und habe meine E-Mails nicht gecheckt.« Ich grinste. »Worauf hat er denn jetzt wieder ein Auge geworfen?«

Sie ließ sich auf einen Sessel vor meinem Schreibtisch fallen und zog die Beine unter sich. So, wie sie es sich auf dem großen Sessel bequem machte, erinnerte sie mich an eine Katze, die sich in einem Korb zusammenrollte. Ich wusste, dass sie es tat, weil ihre Füße nicht bis auf den Boden reichten, wenn sie auf diesem Sessel saß. Ich wusste auch, dass es ihr Lieblingssessel im Büro war. Er war bequem. Ich war weiß Gott schon mehr als einmal darin eingedöst.

»Er hat eine Hütte am Niagara gefunden. Sie steht auf einer Klippe - die Aussicht ist umwerfend, aber sie ist in ziemlich schlechtem Zustand. Er will, dass wir sie uns ansehen. Er ist nicht sicher, ob sie abgerissen oder nur renoviert werden muss.«

»Wie hat er sie gefunden?«

»Von einem Boot aus, mit dem sie letztes Wochenende unterwegs waren. Er hat den Besitzer ausfindig gemacht. Anscheinend steht die Hütte schon seit geraumer Zeit leer und braucht, um es in seinen Worten auszudrücken, ein bisschen liebevolle Pflege.«

Ich lachte. »Nur Bentley würde bei einer Bootsfahrt mit seiner Frau eine baufällige Hütte bemerken und sich dafür interessieren. Ich wette, Emmy war schwer beeindruckt. Wahrscheinlich hat er sofort damit angefangen, den Besitzer zu finden.«

Liv lächelte, was ihre Züge völlig verwandelte. Sie war auf eine unauffällige Weise hübsch und hatte große Augen in einem ungewöhnlichen Goldbraun mit einem schwarzen Ring um die Iris. Ihre cremefarbene Haut war voller Sommersprossen, die sich über ihren Nasenrücken und ihre Wangen verteilten. Ihre Lippen waren voll und von einem dunklen Rosa - und faszinierten mich. Ich fragte mich immer, ob ihre Lippen rosa blieben, nachdem sie geküsst worden waren, oder ob sie dann noch dunkler wurden.

Ich schüttelte den Kopf, um ihn freizukriegen, und konzentrierte mich auf ihr Lächeln. Es ließ ihr Gesicht erstrahlen und einen Kranz von Fältchen um ihre Augen und zwei tiefe Grübchen auf ihren Wangen erscheinen. Sie lächelte nicht oft, aber wenn es geschah, war es wunderschön.

»In seiner E-Mail hat er geschrieben, er hätte Fotos gemacht und Aiden und Reid gebeten, ein bisschen in der Vergangenheit zu graben. Der Besitzer hat die Hütte von seinem Großvater geerbt und kein Interesse daran. Er lebt in den Staaten und erinnert sich nur noch daran, wie schwer es war, die Hütte zu erreichen, und wie sehr er sich bei seinen Aufenthalten als Kind dort gelangweilt hat. Das eine oder andere wurde wohl renoviert, um sie ein paar Jahre lang im Sommer zu vermieten, aber das war ihm auf die Dauer zu viel Aufwand, sodass sie seit einiger Zeit leer steht.«

»Puh, mit dem Grundstück drum herum muss sie eine Menge wert sein.«

»Bestimmt hat Bentley ihm ein faires Angebot gemacht. Wenn BAM erst mal die Sache in die Hand genommen hat, wird sie noch mehr wert sein.«

Ich stöhnte. »Er hat sie bereits gekauft? Unbesehen?«

»Jepp.«

»Also haben wir auf jeden Fall einen neuen Auftrag.« Ich blickte über die vielen Ordner auf meinem Schreibtisch. »Hat das Priorität?«

»Nein. Aber er will, dass wir in zwei Wochen mit ihm hinfahren und sie uns ansehen, um ihm zu sagen, was wir davon halten.«

Ich nahm ein Stück Papier und machte mir eine Notiz. Liv kicherte, als ich mich umdrehte, um eine Reißzwecke zu suchen und den Zettel zu den zahlreichen anderen Notizen hinzuzufügen,...

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