Erfüllt

Entdecke das Leben, für das du gemacht bist
 
 
SCM R. Brockhaus (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. März 2021
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-417-26996-3 (ISBN)
 
Jetzt schon leben wie im Himmel - geht das?
Ja, das wünscht sich Gott für dich. Jesus ist gekommen, damit du Zugang zu einem Leben in Fülle hast - immer, in jedem Lebensbereich.
Klingt toll, doch was genau heißt das eigentlich? Einfach nur Besitz und Erfolg anzuhäufen, erfüllt uns auf Dauer ja nicht. Es muss noch etwas geben, das tiefer geht. Etwas, das dir Zufriedenheit schenkt, die bleibt - nachhaltig, ein für alle Mal. So wie Gott es versprochen hat. Eben wie im Himmel so auch hier bei dir, in deinem Heute. Bist du bereit für den Weg hinein in das Leben, für das du gemacht bist?
"Was Elke Mölle in diesem gehaltvollen Buch beschreibt, habe ich sie selbst über viele Jahre hinweg leben und lehren sehen. Hier ist nichts bloße Theorie, sondern erprobte, solide, lebensverändernde Weisheit. Und das mit jeder Menge guter Laune. Befreiend, klar und praktisch." Dr. Johannes Hartl, Gebetshaus Augsburg
weitere Ausgaben werden ermittelt
Elke Mölle (Jg. 1966) war zwölf Jahre lang im Gebetshaus Augsburg tätig, hat dort die Jüngerschaftsschule "Incense" aufgebaut und war im Vorstand. Heute ist sie Teil des Teams von "Kingdom Impact" und eine gefragte Sprecherin. Als geistliche Trainerin ist es ihre Vision, dass Einzelne und Gruppen in ihre Berufung kommen.
  • Umschlag
  • Haupttitel
  • Impressum
  • Stimmen zu diesem Buch
  • Inhaltsverzeichnis
  • Über die Autorin
  • Wie im Himmel so auf Erden?
  • Teil 1 | Deine neue Identität Woher deine Sehnsucht kommt, glücklich zu sein
  • 1 Happy - Du bist geschaffen für ein vollkommenes Leben in der Gegenwart Gottes
  • 2 Versetzt in eine andere Welt - Was eigentlich passiert, wenn du im Geist neu geboren wirst
  • 3 Besser als im Märchen - Warum Gott nach einer Braut sucht, die er liebt und die ihn liebt - und was das mit dir zu tun hat
  • 4 Versöhnt mit dir und deinem Leben - Gott hat ein ganzes Ja zu dir und stellt deinen Selbstwert auf ein neues Fundament
  • Teil 2 | Deine neue Heimat Wie du lernst, jeden Tag in Gottes Fülle zu leben
  • 5 Der Schlüssel: Empfangen lernen - Wie du als Kind Gottes lernst, ganz auf Kosten des Königs zu leben
  • 6 Vom Esel und der Karotte - Schluss mit der Eigenkraft und den überhöhten Selbstansprüchen
  • 7 Im Karussell der Gefühle - Wie du die Wahrheit festhältst und alle Lügenfestungen radikal zerstörst
  • 8 Guten Morgen, liebe Sorgen - Du darfst ohne Sorgen leben, wirklich!
  • Teil 3 | Dein neues Leben im Glauben Wie sich echte Veränderung in deinem Leben durchsetzt
  • 9 Überwindertraining - Wie du die Waisenkindmentalität loswirst und lernst zu kämpfen
  • 10 Iss deine Riesen zum Frühstück - Wie das wirklich funktioniert: nicht im Schauen, sondern im Glauben leben
  • 11 Die Kunst des Loslassens - Wie du vergeben lernst und alles wirklich wieder gut wird
  • 12 Von der Muschel und der Perle - Unsere Fehler sind für Gott kein Problem!
  • 13 Ganz im Hier und Jetzt - Wie du mutig dein Leben gestaltest, das Gott und dich richtig glücklich macht
  • 14 Wachgeküsst - Wie du eine Vision bekommst, um aus Gottes Perspektive heraus zu denken, zu handeln, zu leben
  • Ein Wort zum Schluss
  • Danke
  • Anmerkungen
  • Leseempfehlungen

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

2


VERSETZT IN EINE ANDERE WELT - WAS EIGENTLICH PASSIERT, WENN DU IM GEIST NEU GEBOREN WIRST


Eines Morgens kommt der Chef zu seinem Angestellten und teilt ihm mit, dass er nächste Woche nach China versetzt wird, und zwar bis zur Rente. Nicht etwa in eine Großstadt, wo jemand Englisch spricht oder schon einmal im Ausland war, sondern weit abgelegen aufs Land. Dort soll er unter lauter Chinesen arbeiten und leben. Der Mitarbeiter kommt also in eine komplett neue Welt hinein, wo er alles neu lernen muss. Die Sprache ist neu, die Essgewohnheiten sind neu, was bei ihm bisher als höflich galt, ist in China vielleicht völlig ungehobelt und anstößig. Wie man Freundschaften lebt, was man sagen darf und was nicht, wie man Geschäftsbeziehungen knüpft und verhandelt, welche Feste man feiert - alles weicht vollkommen von dem ab, was der Mann bisher gewohnt war.

Das ist nur ein erfundenes Szenario, aber Paulus schreibt im Brief an die Kolosser, dass genau das uns passiert ist, nur dass wir nicht nach China versetzt worden sind, sondern in das unsichtbare Königreich Gottes. Und auch nicht nur bis zur Rente, sondern bis in alle Ewigkeit. »Er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden« (Kolosser 1,13-14).

Das ist ähnlich dramatisch, wie wenn wir nach China versetzt worden wären. Jeder, der sein Leben der Herrschaft Jesu anvertraut, wird in diesem Moment in ein anderes Reich versetzt. Vermutlich war das nicht uns allen gleich präsent, als wir unser Leben mit Jesus gestartet haben. Bei einem Ortswechsel nach China hätten wir sehr deutlich festgestellt, dass wir in eine andere Welt versetzt worden sind. Wir hätten alles ganz neu lernen müssen: die Sprache, die Kultur, die Mentalität. Aber genau das ist mit uns passiert, und deshalb ist dieses Bild so passend.

Es hat tatsächlich auch bei uns ein sehr dramatischer Wechsel stattgefunden, nur haben wir das nicht gleich gemerkt, weil das Königreich Gottes unsichtbar ist und wir nur durch Glauben Zugang zu dieser Realität haben. Aber wenn wir darüber nachdenken, wird schnell klar, dass es Zeit und auch ein Trainingsprogramm braucht, bis man sich in dieser neuen Welt auskennt und die neuen Sitten und Gebräuche kennengelernt hat. Alles muss gelernt werden: die neue Sprache, die neue Kultur und auch die ungeahnten Reichtümer und Möglichkeiten, die unsere neue, unsichtbare Heimat mit sich bringt.

Als Adam und Eva im Paradies der Schlange glaubten und sie vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen aßen, war die unmittelbare Nähe zu Gott zerbrochen. Sie konnten die Schönheit des Paradieses und die Gegenwart Gottes nicht mehr genießen. Die Schlange hatte ihnen gesagt: Vertraut doch nicht Gott, vertraut lieber euch selbst, ihr könnt selbst sein wie Gott! Doch statt wie Gott zu sein, hatten sie plötzlich Angst vor Gott. Sie schämten sich, konnten nur noch sich selbst und ihre Mangelhaftigkeit sehen. Das Misstrauen Gott gegenüber hatte sie dazu getrieben, sich gegen Gott zu stellen. Ihre Liebe zu Gott und ihre Fähigkeit, Gottes Liebe zu empfangen, waren verloren gegangen. Das war die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit.

Gott hatte Adam und Eva verboten, von der Frucht dieses Baumes zu essen, da sie tödlich giftig sei und sie sterben würden. Nun, wir wissen, dass sie nicht körperlich gestorben sind, aber ihre Herzensverbindung mit Gott war zerbrochen. Das Paradies war verloren aufgrund von Stolz und Furcht. Stolz, weil sie lieber selbst Gott sein und sich nicht unter die liebende Herrschaft des Schöpfers beugen wollten. Sie wollten in Unabhängigkeit von ihm leben. Furcht, weil sie der Schlange glaubten, die sagte, dass Gott ihnen das Beste vorenthalten würde und er in Wahrheit nicht wirklich gut sei. Der Mensch war fortan getrennt von Gott durch sein Misstrauen und die Entscheidung, von nun an selbst für sich sorgen zu wollen.

Da brauchte es eine sehr radikale Intervention Gottes. Und Gott griff radikal ein. Er kam selbst als Mensch auf die Erde, um zu demonstrieren, wie es aussieht, wenn ein Mensch wieder eine ungebrochene Nähe zu Gott, dem Vater, hat. Wie es aussieht, wenn er in zwei Welten gleichzeitig lebt, nämlich auf der Erde und im unsichtbaren Königreich Gottes. Jesus sagte von sich: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich« (Johannes 14,6). Und er verkündigte, dass mit ihm auch seine Königsherrschaft auf die Erde gekommen ist. Deshalb ist nun alles anders. Nichts ist mehr, wie es vorher war. »Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!« (Markus 1,15).

Die Begriffe »Buße« und »Evangelium« sind den meisten Christen wohlbekannt. Dabei ist vielen vielleicht nicht klar, was für eine mächtige Botschaft in diesen Worten steckt. In der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, wird das griechische Wort »evangelion« (»Gute Nachricht«) mehrfach in Situationen verwendet, in denen einem König die gute Nachricht von einem militärischen Sieg gebracht wird. Für das Wort »Buße« steht im griechischen Urtext das Wort »metanoia«. Mit Buße verbinden viele die Vorstellung, dass man etwas bereut und Gott um Vergebung dafür bittet. Metanoia (wörtlich »Umdenken«) bedeutet aber nicht nur, um Vergebung für seine Sünden zu bitten, sondern spricht von etwas weitaus Umfassenderem: Wir denken um, kehren um und gelangen so zu einem vollständig neuen Weltbild und ändern unsere bisherige Sicht der Dinge mit allen Konsequenzen.

Wenn wir nun zusammensetzen, was Jesus dann eigentlich gesagt hat, kommt Folgendes dabei heraus: »Die Zeit ist erfüllt, jetzt ist die Königsherrschaft Gottes nahe herbeigekommen. Nichts ist mehr, wie es vorher war, Leute! Ein neues Zeitalter hat angefangen! Gewinnt eine komplett neue Sicht der Welt und glaubt an die frohe Botschaft, dass der Sieg über die Mächte der Finsternis gewonnen ist!«

In zwei Welten gleichzeitig


Die Menschen kamen und staunten, nicht wenige ärgerten sich über Jesus und wollten ihn töten. Das kann man gut verstehen. Immerhin klingt das doch recht krass, was Jesus hier sagt, gleichzeitig aber auch etwas rätselhaft. Wie soll das gehen, in einer sichtbaren und in einer unsichtbaren Welt gleichzeitig zu leben? Ganz ehrlich - ist das nicht absolut verrückt? Deshalb kam wohl auch der Pharisäer Nikodemus in der Nacht zu Jesus. Er wollte nicht mit ihm zusammen gesehen werden. Aber er wollte seine Fragen loswerden. Seine Sehnsucht zog ihn. Er suchte nach dem, was ihn glücklich machen würde. Nach dem, was ihm noch fehlte. Nach dem passenden Stöpsel für sein gottförmiges Loch.

Auffällig ist, dass Jesus meist nicht auf die gestellten Fragen direkt eingeht, aber trotzdem die eigentlichen Fragen beantwortet, die ein Mensch hat, aber nicht formulieren kann. Jesus erklärt Nikodemus, dass es ein Wunder benötigt, damit ein Mensch das Reich Gottes sehen kann. Das Wunder ist eine buchstäblich neue Geburt in eine andere Welt hinein. Wir lesen das im dritten Kapitel des Johannesevangeliums.

Es war aber ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Dieser kam zu ihm bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.

Johannes 3,1-5

Ich weiß nicht, ob Nikodemus das verstehen konnte, denn schließlich war Jesus ja noch nicht am Kreuz gestorben und wieder auferstanden. Selbst seine engsten Freunde verstanden nicht, wie genau der Rettungsplan für die Welt aussehen sollte. Erst nachdem Jesus ihnen nach seiner Auferstehung erschienen war und ihnen den Erlösungsplan Gottes im Nachhinein erklärt hatte, verstanden sie langsam. Sie erfuhren, dass es Gottes Plan gewesen war, dass Jesus der Messias war, der die Schuld der ganzen Welt tragen und dafür mit dem Tod bezahlen musste. Dass er nach drei Tagen wieder auferstanden war, weil der Tod ihn nicht hatte halten können. Dass er nun zu seinem Vater in den Himmel, die unsichtbare Welt, zurückgehen würde. Sie verstanden, dass nun jeder, der an ihn glaubt, eine neue Geburt in die unsichtbare Welt des Königreiches hinein erleben würde, durch den Tod in die Auferstehung. Und dass unmittelbare Nähe zu Gott, dem Vater, jetzt wieder möglich wurde, so wie es von Anfang an gedacht war.

Der Apostel Paulus schreibt, dass ein Christ ein echtes Wunder ist, denn er lebt tatsächlich in zwei Welten gleichzeitig (Kolosser 1,13). Durch die neue Geburt wurden wir in das Königreich Gottes versetzt, und gleichzeitig sind wir natürlich immer noch auf der Erde in der sichtbaren Realität.

Die neue Geburt


Das ist jetzt ein guter Moment, dass du dich an deine eigene neue Geburt erinnerst. Weißt du noch, wie das war, als du zum ersten Mal in deinem Herzen die Gewissheit hattest, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dass er der verheißene Retter ist, der gekommen ist, damit du wieder in ungebrochener Nähe zu Gott leben kannst? Kannst du dich erinnern, welche Umstände oder Menschen dazu geführt haben, dass dir das klar geworden ist? Hattest...

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