Wir, intim

Das Sexbuch
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Juni 2011
  • |
  • 240 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-54571-0 (ISBN)
 
Das Sexbuch der Generation Neon
Gnadenlos offen und längst überfällig: das andere Sexbuch! Thilo Mischke und Dietlind Tornieporth erzählen, was uns heute in puncto Sex tatsächlich bewegt. Was wünschen wir uns? Worüber sprechen Frauen, Männer aber nicht? Was ist so geil an Pornos? Was ist peinlich? Und wie schlimm sind eigentlich Geschlechtskrankheiten? Ein Blick hinter die Fassade unserer medialen Hochglanzerotik - Sex pur und Aufklärung im besten Sinne.


Thilo Mischke, Jahrgang 1981, studierte Kulturwissenschaften und Japanologie, bevor er beim Videospielmagazin GEE volontierte. Der Autor gründete im Anschluss sein eigenes Textbüro und entwickelte mehre Magazine. Von Berlin aus schreibt er als freier Autor, u.a. für Neon, DPA, Penthouse und Cosmopolitan.
  • Deutsch
  • 6,16 MB
978-3-641-54571-0 (9783641545710)
3641545714 (3641545714)
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7 - Chapter 2 [Seite 72]
8 - Chapter 3 [Seite 160]
9 - Afterword [Seite 233]
10 - Acknowledge [Seite 236]
"Männer sind immer treu, Frauen auch (S. 35-36)

Wir wollen hier keine Diskussion zum Thema Treue beginnen. Erklärungsversuche hin oder her: Wir alle wissen, dass treu sein manchmal schwerer ist als die pünktliche Abgabe der Steuererklärung. Und das liegt nicht daran, dass Monogamie eine Erfindung unserer moralischen Welt ist. Monogamie ist nämlich eine schöne Sache. Hat aber überhaupt nichts mit Sex zu tun. Also auch nichts mit Treue.

Abends nebeneinander einschlafen, sich unter der Dusche Liedtexte für die Freundin ausdenken, dem Freund ein zauberhaftes Essen zubereiten, Geschenke kaufen, Kinder planen, Hand in Hand zum Frauenarzt gehen, gemeinsam in den Urlaub fahren, zusammen neue Sexsachen ausprobieren – all das sind wunderbare Aspekte einer monogamen Beziehung. Mit Treue hat das aber nichts zu tun. Eine Beziehung kann noch so glücklich sein – fremdgegangen wird trotzdem.

Es gibt statistisch gesehen vermutlich nur einen verschwindend geringen Anteil an echten monogamen Beziehungen. Selbst in Ländern, in denen der eheliche Betrug wie ein schweres Verbrechen geahndet wird, hält es die Menschen nicht davon ab, es zu tun. Der Grund dafür kann nicht der sein, dass die Natur vorsieht, das Sperma des Mannes möglichst weit zu verbreiten. Denn warum betrügen dann Frauen ihre Männer? Ihnen würde doch theoretisch eine Sorte Sperma reichen?

Kein Grund also, wie eine Honigbiene über verschiedenste Schwänze zu fliegen, um genetisches Material zu sammeln. Untreue ist vor allem schmerzhaft, aber nichts Ungewöhnliches. Weil Sex mit einer anderen Person nichts mit der Liebe zum Partner zu tun hat. Weil für manche Untreue sogar ein Elixier ist, um die Beziehung wachzuhalten. Wenngleich man es nicht unbedingt wie Diego Riviera und Frida Kahlo halten sollte. Die aktuelle Affäre mit zum Frühstück zu bringen ist nun mal wenig taktvoll. Untreue geschieht auf Messen, an der Uni, auf der Kursfahrt. Überall lauert sie.

Der besoffene Bums auf der Clubtoilette, der Büroflirt, die heißen Blickversprechungen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer es ganz genau nimmt, ist schon untreu, wenn er beim Masturbieren an jemand anderen denkt. Ob nun an die Exfreundin oder Jennifer Aniston,den Verflossene oder Brad Pitt. Wer fremdwichst, kann auch fremdficken. So einfach ist das. Natürlich ist zum echten Betrug ein großer Schritt nötig. Und jeder, der am nächsten Morgen neben einem fremden anstelle des vertrauten Menschen aufwacht, sollte wissen: Das Schlimmste kommt erst noch. Wer auf Verheimlichen setzt, hat mit seinem Gewissen zu kämpfen.

Und das meldet sich spätestens dann, wenn der Partner, der echte, abends neben einem im Bett liegt und Schmusereien ins Ohr säuselt. Die Brust schnürt sich zu, man fühlt sich wie ein Dreckschwein, überlegt noch mal, ob auch wirklich ein Kondom zwischen den Geschlechtern war. Das Gewissen ist der größte Feind des Betrügers. Das ist nicht nur bei Edgar Allan Poe so. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, fügen sich viele Paare auch noch gegenseitig Schmerzen zu bei dem eher hilflosen Versuch, ihr Gewissen zu entlasten. Das tut vor allem furchtbar weh, kann aber im Grunde doch nichts erklären. Wichtig ist, Freunde aus dem Spiel zu lassen."

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