Rune

Beast Lovers 4
 
 
Inka Loreen Minden (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. August 2018
  • |
  • 179 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96370-051-4 (ISBN)
 
Gay Romance zur Beast Lovers Serie Inkubus Percy hat ein gewaltiges Problem: Seine Liebhaber erinnern sich am nächsten Tag nie an die heißen Nächte mit ihm. Außerdem könnte eine wiederholte 'Nahrungsaufnahme' seine Bettgefährten umbringen, weshalb er niemals einen Partner finden wird - was ihn schier verzweifeln lässt! Schließlich sehnt er sich, völlig untypisch für einen Dämon seiner Spezies, nach einem festen Freund. Eines Tages tritt der Löwenwandler Rune in sein Leben und wirbelt es gehörig durcheinander. Der raubeinige Ermittler wäre der perfekte Partner für Percy, würde nicht ein düsteres Geheimnis zwischen ihnen stehen. Denn der unverschämt attraktive Bad Boy ist nicht wirklich der Mann, der er vorgibt zu sein. Einzelband, abgeschlossene m/m Story, Happy End. Jeder Teil kann für sich gelesen werden, doch um in den vollen Genuss der Hintergrundgeschichte zu kommen, ist es empfehlenswert, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Bisher sind erschienen: Nate - Beast Lovers 1 Gabriel - Beast Lovers 2 Nicolas - Beast Lovers 3 Rune - Beast Lovers 4 Shane - Beast Lovers 5

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Lucy Palmer, Mo Davis (Mystery) und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 80 Bücher, 14 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Romantische Erotik, gepaart mit Liebe und Leidenschaft, ist in all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.
  • Deutsch
  • 1,29 MB
978-3-96370-051-4 (9783963700514)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Kapitel 1


 

Jedes Mal, wenn Rune McNamara das Labor betrat, blieb beinahe Percys Herz stehen. Mit zitternder Hand stellte er das Reagenzglas zurück in die Halterung, wischte sich die Finger an seinem weißen Kittel ab und wollte am liebsten fröhlich rufen: Hey, Sahneschnitte, was treibt dich schon wieder in meine Arme?

Stattdessen grinste er dämlich und brachte bloß ein gekrächztes »Hi« hervor.

»Hi«, sagte auch Rune, dessen tiefe Stimme wie ein Donnergrollen aus seiner Kehle drang. Im Gegensatz zu Percy grinste er nicht, sondern starrte ihn intensiv an, als würde ein Raubtier seine Beute anvisieren.

Jede von Percys Zellen prickelte wohlig. Er wäre nur zu gerne Runes Beute, doch der Kerl ging einfach nicht zum Angriff über - was ihn bald verrückt machte! Er stand total auf Runes rauchiges Timbre, genau wie auf den Rest dieses äußerst attraktiven Mannes. Nun war Percy schon nicht klein, aber Rune überragte ihn um gute zwanzig Zentimeter. Er war ein Schrank von einem Mann, der leicht den Kopf einziehen musste, wenn er in einen Raum kam. Dabei streiften seine breiten Schultern beinahe den Türrahmen. Sein hellblaues T-Shirt spannte sich über ausgeprägte Brustmuskeln sowie einen flachen Bauch; die löchrigen Jeans saßen tief auf den schmalen Hüften und betonten die langen Beine sowie den heißen Knackarsch, der sich offensichtlich unter dem Stoff verbarg.

Percy unterdrückte ein sehnsüchtiges Seufzen und fragte mit möglichst fester Stimme: »Was kann ich für dich tun?« Willst du einen Blowjob? Oder was hältst du von einem Quickie auf dem Sofa in meinem Büro? Wir brauchen nur schnell in den nächsten Raum zu gehen, keiner wird uns stören.

Für gewöhnlich war Percy kein Kind von Traurigkeit und machte jeden Typ ungeniert an, der ihm gefiel. Doch bei Rune hielt ihn irgendeine unsichtbare Macht zurück. Percy spürte instinktiv, dass dem sexy Kerl solch ein Überfall nicht schmecken würde, und er wollte ihr gutes Arbeitsverhältnis nicht gefährden.

Trotzdem gab er die Hoffnung auf einen netten Quickie nicht auf und hatte sogar sein Büro aufgeräumt - zum ersten Mal, seit er hier arbeitete! Normalerweise bekam das keiner zu sehen, weil sich dort meterhoch Akten stapelten, sogar auf dem Boden und der Couch.

Wie immer schien die Zeit stillzustehen, während sie sich einfach nur betrachteten und Percy auf eine Antwort wartete. Endlose Sekunden lang verlor er sich in den goldbraun schillernden Iriden, die durch den Dreitagebart besonders intensiv leuchteten. Danach lenkte er sein Augenmerk auf Runes sinnlichen Mund, als sich dieser kurz auf die Unterlippe biss. Dieser göttliche Mund fühlte sich bestimmt seidenweich an!

Schnell richtete Percy den Blick auf Runes etwas zu breite Nase und die hohen Wangenknochen, die in dem kantigen Gesicht deutlich hervorstachen. Percy würde das Antlitz nicht unbedingt als schön bezeichnen, aber als äußerst faszinierend. Eingerahmt wurde es von einer wallenden braunen Mähne, die ein Lederband im Nacken zusammenhielt. Bisher hatte Percy nur herausgefunden, dass Rune McNamara ein Löwenwandler war, von denen es in New York kaum noch welche gab, und genau so wirkte der Kerl auch: wie ein stolzer, majestätischer, starker Löwe, der sich trotz seiner Größe erstaunlich geschmeidig bewegen konnte.

»Hast du schon neue Erkenntnisse über die ermordete Frau?«, fragte Rune, und erneut durchdrang dessen tiefe, leicht grollende Stimme jede von Percys Poren.

Ich könnte ihm den ganzen Tag zuhören, dachte er und räusperte sich hart. »Ja, komm mit.«

Er spürte Rune dicht hinter sich, als er zum Kühlraum, den er als »Leichenkeller« bezeichnete, voranschritt. Vor der Glastür blieb er stehen, um den Zutrittscode einzugeben, den nur er sowie der Chef des Departments besaßen. Die Tür ließ sich zwar auch mit einem Chip öffnen, den Percy immer bei sich trug, aber er wollte die Verzögerung nutzen, um sein Spiegelbild in der Scheibe zu betrachten. Seine Frisur saß. Wie jeden Tag hatte er sein schwarzes Haar mit Gel zu mehreren »Stacheln« aufgestylt, sich akkurat die Augenbrauen gezupft, sich am ganzen Körper rasiert - wobei er ohnehin kaum Körperbehaarung besaß - und sich ein hautenges schwarzes T-Shirt sowie eine Stretchhose in derselben Farbe angezogen. Meistens lackierte Percy täglich seine feinsäuberlich manikürten Nägel passend zum Outfit - also schwarz oder dunkelblau -, doch seit ihm Rune McNamara vor ein paar Wochen zum ersten Mal über den Weg gelaufen war, verzichtete Percy auf Nagellack. Vermutlich stand so ein waschechter Kerl eher weniger auf metrosexuelle Männer, aber Percy liebte es, sich hübsch zu machen und zu pflegen.

Rune stand doch auf Männer? Percy hoffte es sehr! Niemals zuvor war er so schwer verliebt gewesen wie in diesen Gestaltwandler. Percy schätzte ihn auf etwa dreißig Jahre, zumindest sah er optisch so aus, was nicht unbedingt auf das wahre Alter eines Wesens schließen ließ. Schließlich sah er selbst wie fünfundzwanzig aus, hatte aber die Hundert bereits überschritten. Als Inkubus alterte er unendlich langsam.

Passten sie dann überhaupt zusammen? Er würde quasi ewig leben, während Rune als Gestaltwandler kaum älter als ein Normalsterblicher wurde.

Fast unmerklich schüttelte Percy den Kopf. Was hatte er nur für Gedanken? Vermutlich würde sich zwischen ihnen ohnehin nichts entwickeln. Besser, er holte sich seine Lebensenergie weiterhin von One-Night-Stands, als völlig un-inkubushaft von einer richtigen Beziehung zu träumen. Einen menschlichen Partner würde er töten, ihm regelrecht sämtliche Lebensenergie aussaugen, wenn er sich nur wenige Male hintereinander mit ihm vergnügte. Und Wandler waren Menschen leider sehr ähnlich.

Das Schlimmste an der Sache war für Percy aber, dass sich am nächsten Tag keine seiner Eroberungen mehr an ihn erinnerte, egal wie aufregend die Nacht gewesen war. Die Männer küssten ihn, stöhnten unter oder auf ihm, betonten, wie gerne sie ihn wiedersehen würden, und vergaßen ihn im ersten Morgenlicht oder sobald sie sich getrennt hatten. Percy war verdammt, auf ewig allein zu sein. Er sollte sich endlich mit seinem Schicksal abfinden.

Angestrengt versuchte er, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, betrat den Leichenkeller und öffnete die Tür zu Kühlzelle Nummer fünf, um die sterblichen Überreste einer vierzigjährigen Frau herauszuziehen. Sie war mit einem Tuch abgedeckt, das er nun bis zu den Hüften aufschlug. Er hatte den Leichnam bereits aufgeschnitten und jedes Organ entnommen, um es genau zu untersuchen. Anschließend hatte er die Innereien wieder zurückgelegt und die Haut zugenäht.

»Ich habe die Frau in unserer Wesen-Datenbank gefunden, weil sie wegen eines kleineren Deliktes mal drei Tage eingesessen hat«, erklärte Percy. In diesem Gebäude befand sich nicht nur das Department of Paranormal Investigations - kurz: DPI -, sondern auch das größte und einzige Wesengefängnis von New York. »Das ist Tabea Rabenstein, eine Hexe. Sie gehörte dem Dimitrius-Zirkel an.«

»Rabenstein . klingt deutsch«, murmelte Rune, wobei er der Frau keinen einzigen Blick schenkte, sondern immer nur Percy anstarrte.

Er nickte. »Ihre Vorfahren kommen aus Heidelberg, das liegt in Deutschland.« Schnell streifte er sich einen Latexhandschuh über, den er aus seiner Kitteltasche geholt hatte, um Tabeas rechten Arm zur Seite zu ziehen. »Siehst du die beiden Einstichstellen auf der Innenseite ihres Oberarmes?«

Rune nickte ebenfalls und schaute sich die Stelle kurz an, blickte jedoch sofort wieder zu ihm.

Percy zitterte am ganzen Körper. Wusste dieser Mann, was allein seine Anwesenheit mit ihm anstellte? »Sie starb durch einen Schlangenbiss. Meiner Meinung nach hat dort extra jemand das Reptil angesetzt, denn die Bissstelle finde ich ungewöhnlich, außer, Tabea lag zuvor bewusstlos auf dem Boden. Aber die Spuren an ihrem Körper deuten eher auf einen kurzen Kampf hin - mit einem anderen Wesen oder Menschen.«

»Was war das für eine Schlange?« Rune stellte zum ersten Mal eine Frage, die wirklich etwas mit dem Fall zu tun hatte.

»Ein exotisches Tier, das bei uns zumindest nicht in freier Wildbahn auftaucht. Ich hab dir die Art in der Akte vermerkt.«

»Am Tatort habe ich keine Schlange oder Spuren dieses Tieres gefunden«, murmelte Rune. »Ich werde nachsehen, ob die Hexe eine als Haustier gehalten hat.«

»Möglicherweise stammt das Tier aus ihrem Shop für Magiebedarf. Sie besitzt einen Laden hier in New York, die Adresse steht ebenfalls in der Akte.« Er leierte noch einige medizinische Details herunter, die bereits auch alle in dem ausführlichen Bericht zu finden waren, der längst auf Runes Schreibtisch lag, und hatte das Gefühl, der Kerl würde ihm mit seinen intensiven Blicken Löcher in den Laborkittel brennen.

Wir könnten es uns so einfach machen, Süßer, dachte Percy, wenn ich nur wüsste, ob du wirklich etwas von mir willst! Er wurde bald verrückt, weil er bei diesem Wandler einfach nicht durchblickte. Immer, wenn Percy in den letzten Wochen einen kleinen Schritt auf ihn zugemacht hatte - zum Beispiel durch eine flüchtige Berührung oder ein eindeutiges Lächeln -, hatte sich Rune sofort wieder abgeschottet und schon fast fluchtartig das Labor verlassen. Trotzdem kam er ständig hier herunter. Fast jeden Tag!

Irgendwas stimmte mit diesem Mann ganz und gar nicht .

Um sich von seinen erotischen Gedanken abzulenken - Rune, der sich mit einem sündhaften Lächeln über ihn beugte; Rune nackt auf seiner...

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