Fürsten-Roman 2580 - Adelsroman

Ein falscher Fürst und wahre Liebe
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Juli 2019
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7325-8292-1 (ISBN)
 
Ein falscher Fürst und wahre Liebe Spannender Roman um Adel und Abenteuer Von Silvia Milius "Du bist verrückt!" Dana von Steintal springt auf und starrt ihre ältere Schwester Marlene entgeistert an. "Du glaubst doch nicht im Ernst, du könntest als Reisebegleiterin irgendeines ältlichen Fürsten den Mann deines Lebens kennenlernen! Und außerdem kennst du diesen Fürsten überhaupt nicht. Wer weiß, was das für ein Mensch ist!" Marlene von Steintal lächelt ihre Schwester nur an. Das, was sie sich vornimmt, setzt sie auch durch. Und vor lauter Begeisterung über ihre Idee, prallen Danas Bedenken ungehört an ihr ab. Sie wird mit dem Fürsten reisen! Ein paar Tage später ist Marlene spurlos verschwunden ...
1. Aufl. 2019
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 1,04 MB
978-3-7325-8292-1 (9783732582921)

Ein falscher Fürst und wahre Liebe

Spannender Roman um Adel und Abenteuer

Von Silvia Milius

"Du bist verrückt!" Dana von Steintal springt auf und starrt ihre ältere Schwester Marlene entgeistert an. "Du glaubst doch nicht im Ernst, du könntest als Reisebegleiterin irgendeines ältlichen Fürsten den Mann deines Lebens kennenlernen! Und außerdem kennst du diesen Fürsten überhaupt nicht. Wer weiß, was das für ein Mensch ist!"

Marlene von Steintal lächelt ihre Schwester nur an. Das, was sie sich vornimmt, setzt sie auch durch. Und vor lauter Begeisterung über ihre Idee, prallen Danas Bedenken ungehört an ihr ab. Sie wird mit dem Fürsten reisen! Ein paar Tage später ist Marlene spurlos verschwunden .

Der Butler betrat leise das Gartenzimmer der alten Villa.

"Haben Sie noch einen Wunsch?", fragte er und verzichtete auf eine Anrede, damit sich beide Schwestern Steintal angesprochen fühlten.

"Nein, danke, Herr Martens", antwortete Marlene von Steintal. "Wir brauchen Sie heute nicht mehr."

Der Butler wünschte eine gute Nacht und ließ die beiden schönen, reichen und offenbar unglücklichen Frauen allein.

Dana und Marlene von Steintal verbrachten viel Zeit in dem Gartenzimmer, das schon immer der Lieblingsraum der Familie gewesen war. Seit dem Tod ihrer Eltern benutzten sie ihn ganz allein.

Dana richtete den Blick ihrer mandelförmigen bernsteinfarbenen Augen in den verwilderten Garten. Die letzten Strahlen der Maisonne ließen die Blätter golden aufleuchten.

"Wunderschön", murmelte sie seufzend.

"Ja, das ist es." Marlene von Steintal, mit neunundzwanzig Jahren zwei Jahre älter als ihre Schwester, strich ihr langes glattes Haar aus dem schmalen, aristokratischen Gesicht. "Warum seufzt du denn? Kannst du nicht den schönen Abend genießen?"

Über Danas von Kummer gezeichnetes Gesicht glitt ein schwaches Lächeln.

"Machen wir uns nichts vor", sagte sie leise. "Wir sitzen in unserem herrlichen alten Haus wie in einem goldenen Käfig und können nicht hinaus."

"Natürlich können wir das", widersprach Marlene temperamentvoll. "Wir brauchen uns nur in unseren Wagen zu setzen und wegzufahren."

"Du weißt, wie ich es meine." Dana winkte unwillig ab. "Natürlich können wir uns alles leisten, aber wir sind allein, und wir bleiben auch allein."

Marlene stand rasch auf. "Hör auf!", verlangte sie von ihrer jüngeren Schwester. "Sicher, wir sind ein paarmal von Männern getäuscht worden, die nur hinter unserem Geld her waren, aber das bedeutet gar nichts. Wir werden eines Tages jemanden treffen, der uns nicht kennt, und dann können wir uns ohne Risiko verlieben."

"Hoffentlich treffen wir zwei Männer, sonst verlieben wir uns in denselben", erwiderte Dana und lachte über das verdutzte Gesicht ihrer Schwester.

"Du bist einfach unmöglich, Dana, weißt du das?" Marlene setzte sich wieder in den wertvollen alten Korbsessel und griff nach der Tageszeitung. "Ich kenne mich manchmal mit dir nicht aus, Dana. In der einen Minute bist du todtraurig und hast keinen Lebensmut, und im nächsten Moment lachst du wieder."

"Das ist doch ganz einfach", entgegnete Dana und spielte mit den von Natur aus hellen Spitzen ihrer dunkelblonden Haare. "Im Grunde bin ich ein sehr fröhlicher Mensch, aber durch den frühen Tod unserer Eltern und einige Enttäuschungen ." Sie brach ab, als sie merkte, dass ihre Schwester ihr gar nicht zuhörte. "Was liest du da so Interessantes, Marlene?"

Marlene winkte ab, las erst zu Ende und hob dann den Kopf. Ihre hellgrauen Augen funkelten vor Begeisterung.

"Das hört sich großartig an. Ein Inserat! Ich wette, das ist ein seriöser Mann."

"O nein, bitte nicht!", rief Dana aus. "Fang um Himmels willen nicht mit Heiratsannoncen an. Damit kannst du nur hereinfallen."

"Wer redet von einer Heiratsannonce?" Marlene deutete aufgeregt auf die Zeitung. "Es handelt sich um ein Stellenangebot."

"Willst du dir eine Stelle suchen?" Dana hätte beinahe laut aufgelacht. "Du bist eine der reichsten Frauen des Landes und ."

"Für deine siebenundzwanzig Jahre bist du manchmal noch sehr kindlich naiv", entgegnete Marlene übertrieben streng, um ihre Schwester zu necken. "Hör dir doch erst die Anzeige an. Fürst Langenfels sucht für eine Kunstreise durch Europa eine kultivierte Reisebegleiterin."

Dana rächte sich dafür, dass Marlene sie kindlich naiv genannt hatte.

"Das ist nichts für dich. Du magst vielleicht noch wissen, wo Europa liegt, aber kultiviert bist du nicht."

Marlene ließ sich nicht bremsen. "Diese Reisebegleiterin soll jung und attraktiv sein."

"Du fällst aus, das sagte ich schon." Dana hörte trotz ihrer spöttischen Bemerkungen aufmerksam zu.

"Der Fürst will nur die Spesen der Reise ersetzen", fuhr Marlene fort. "Die eigentliche Bezahlung besteht in dem gemeinsamen Erleben der Schönheiten der Kunst und in dem kultivierten Rahmen, in dem man sich bewegen wird." Marlene blickte von der Zeitung auf. Ihre Wangen waren vor Aufregung gerötet.

"Nichts für dich", wiederholte Dana. "Sieh mal, du bist nicht kultiviert, und jung bist du mit neunundzwanzig Jahren auch nicht mehr. Mit der Attraktivität hapert es ganz besonders."

Marlene stand auf. "Vergiss nicht, dass ich dich als kleines Mädchen oft übers Knie gelegt habe."

"Ja, als kleines Mädchen." Dana stand ebenfalls auf und reckte ihre kleine, zierliche Gestalt. Trotzdem reichte sie ihrer Schwester kaum bis zum Kinn. "Heute würde dir das nicht mehr gelingen."

"Abwarten!" Marlene griff wieder zu der Zeitung und zeigte Dana die Annonce. "Der Fürst will nur die Unkosten ersetzen. Das ist wichtig. Würde er nämlich viel Geld für die Reisebegleitung bieten, wäre ich überzeugt, dass er mehr als nur eine harmlose Begleitung wünscht. Also, ich stelle mir einen gesetzten, älteren und sehr distinguierten Herrn vor, der nicht allein reisen möchte. Wahrscheinlich braucht er eine Hilfe auf Reisen."

"Und du willst diesem gesetzten, älteren und sehr distinguierten Herrn den Kopf verdrehen, ihn heiraten und beerben", behauptete Dana herausfordernd.

"Ach, du unreifes Kind." Marlene winkte ab. "Ich werde mich bewerben. Wenn der Fürst mich nimmt, reise ich mit ihm durch Europa. Wir werden in guten Hotels absteigen, und ich werde überall nur als seine Begleiterin auftreten."

Dana verzichtete auf weitere Scherze.

"Du willst auf dieser Reise einen Mann kennenlernen, der dich nicht kennt, der aber aus einer gewissen Gesellschaftsschicht stammt, sonst könnte er nicht in einem Luxushotel absteigen. So denkst du doch?"

Marlene nickte. "Manchmal kommt aus deinem wirren Kopf ein ganz guter Gedanke."

Doch Dana ging auf diesen Scherz nicht mehr ein. Sie schüttelte misstrauisch den Kopf.

"Erstens weißt du nicht, wie dieser Fürst Langenfels ist. Zweitens weißt du nicht, wohin ihr fahrt und in welchen Hotels ihr absteigt."

"Ich kann mir den Fürsten vorher ansehen, und ."

Dana schnitt ihrer älteren Schwester das Wort ab.

"Außerdem hast du keine Ahnung, wen du in einem solchen Hotel oder in einem Museum oder Restaurant kennenlernst."

"Auch das werde ich sehen, und ich muss wirklich nicht dem erstbesten Mann um den Hals fallen", meinte Marlene beruhigend.

Dana war gar nicht einverstanden.

"Ich halte das Ganze für eine verrückte Idee. Du wirst wahrscheinlich schwer enttäuscht zurückkommen. Im besten Fall wird dir der Fürst zu nahegetreten sein. Im schlimmsten Fall hast du dich in einen Hochstapler verliebt und ihn geheiratet."

Marlene riss die Annonce aus der Zeitung.

"Mit dir kann man einfach nicht vernünftig reden. Ich fahre hin."

"Du bist verrückt!" Dana sprang nun auf und funkelte Marlene zornig an. "Du glaubst doch nicht im Ernst, du würdest als Reisebegleiterin irgendeinen ältlichen Fürsten den Mann deines Lebens kennenlernen! Und noch einmal: Du kennst diesen Fürsten überhaupt nicht!"

"Aber, aber!" Marlene nahm ihre jüngere Schwester in die Arme. "Was ist denn? Du zitterst ja."

Dana zuckte die Schultern. "Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist. Ich habe auf einmal schreckliche Angst."

"Das kommt nur daher, dass wir uns seit Jahren in diesem alten Haus eingraben und kaum noch unter Menschen gehen", versicherte Marlene. "Es wird Zeit, dass wir damit aufhören, und ich mache den Anfang."

"Und was wird aus mir, wenn du verreist?" Dana war den Tränen nahe. "Soll ich hier allein bleiben?"

"Lade doch...

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

1,49 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen