Das Leben ist jetzt

Roman -
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Dezember 2011
  • |
  • 304 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07868-3 (ISBN)
 
Der Bestseller aus den Niederlanden: Was macht das Leben lebenswert?
»Das Leben ist jetzt.« Das ist das Motto der Stewardess Sara, die jeden Tag genießt, keinen Flirt mit Piloten auslässt und keine Frau ist, die sich niederlassen möchte. Kinder? Auf keinen Fall! Ihre komfortable Welt wird mit einem erschütternden Anruf auf den Kopf gestellt: Ihre Schwester ist an Brustkrebs erkrankt und die alleinstehende Mutter bittet sie, während der Krankenhausaufenthalte auf Sohn Max aufzupassen. »Das Leben ist jetzt« bekommt eine ganz neue Bedeutung.


Mariette Middelbeek, geboren 1983, studierte in Utrecht Journalistik und arbeitet seitdem in der Zeitschriftenwelt und als Autorin. Jeden Tag aufs Neue ist ihr zweiter Roman.
  • Deutsch
  • 0,51 MB
978-3-641-07868-3 (9783641078683)
3641078687 (3641078687)
weitere Ausgaben werden ermittelt
16 (S. 182-183)

»Wir können auch zu McDonald’s gehen«, schlägt René vor. »Das gefällt Sophie auf jeden Fall.« McDonald’s … Ich bin seit Jahren nicht mehr dort gewesen. Ein Big Mac enthält mehr Kalorien als mein sonstiges Mittag- und Abendessen zusammengerechnet. Aber was soll’s, die Kinder finden es bestimmt herrlich. Es ist Silvester, und René und ich dachten, der jeweils andere würde sich ums Essen kümmern. Deshalb sitzen wir jetzt da mit zwei leeren Kühlschränken, zwei hungrigen Kindern und zu wenig Zeit, um essen zu gehen, denn in anderthalb Stunden muss René Sophie bei Miranda abliefern. Max geht heute Abend zu Mama und Frank, die bei Anouk wohnen. René und ich »feiern« Silvester und Neujahr mit Anouk im Krankenhaus.

Es ist das erste Mal seit der Mittelstufe, dass René Anouk wiedersehen wird. Anouk war dieses Treffen sehr wichtig. Sie ist immer noch nicht kräftig genug, um nach Hause zu dürfen. Ich finde das merkwürdig. Sterben muss sie ohnehin, wozu soll sie da Kräfte sammeln? Aber es hat irgendwas mit ihrem Immunsystem, mit Infektionen und einem schmerzhaften Tod zu tun, den man ihr ersparen will. Außerdem wird ihr über eine Infusion nach wie vor alles Mögliche zugeführt. Zum Glück fühlt sich Anouk besser, obwohl sie kaum noch drei Meter laufen kann, ohne sich ausruhen zu müssen.

»Dann machen wir das doch. Max gefällt das bestimmt auch. Wollen wir zu dem McDonald’s in der Kinkerstraat gehen?« René stimmt zu und wir legen auf. Noch eine Viertelstunde, dann sehe ich ihn wieder. Ich habe ihn zwar gerade erst gesehen, aber momentan halte ich es keinen Tag ohne ihn aus. Es fühlt sich nach wie vor merkwürdig an, dass wir eine Beziehung beginnen, während Anouks Leben zu Ende geht, aber ich habe beschlossen, nicht allzu viel darüber nachzudenken. »Max, wir gehen!« »Mein Koffer!« »Ja, den nehme ich mit. Und dann legen wir ihn in den Kofferraum.« Er bleibt ruckartig stehen und sieht mich an.

»Den Koffer in den Kofferraum.« Er scheint das äußerst originell zu finden. »Ja, so heißt das: Kofferraum. Weil man oft Koffer hineintut. « »Und Einkäufe.« »Ja, die auch.« »Dann ist es ein Einkaufsraum.« »Na ja, nicht ganz«, sage ich grinsend. »Auch dann ist und bleibt es ein Kofferraum. Es heißt nun mal Kofferraum, kapiert?« »Und wenn du dein Fahrrad reintust, ist es ein Fahrradraum! «, ruft Max. Ach, was soll’s. »Wie du willst, Kumpel.« Ich lasse Max auf der Rückbank Platz nehmen und schnalle ihn an. Wir fahren zum McDonald’s in der Kinkerstraat, weil der nicht weit von der Uniklinik entfernt ist.

Die Parkplatzsuche ist lästig, aber schließlich finde ich zwei Straßen weiter eine Lücke. »Was machen wir jetzt?«, fragt Max, als ich ihm die Tür aufhalte. »Wir gehen zu McDonald’s.« Er reißt ungläubig die Augen auf. »Im Ernst?« Als ob ich so gemein wäre, ihm das zu versprechen und anschließend zu sagen: »Ätschibätsch, das war nur ein Witz!« »Im Ernst«, bestätige ich. »Mit René und Sophie.« »Wow.« Wir betreten den McDonald’s und Max fallen beinahe die Augen aus dem Kopf. Als wir an Ronald Mc-Donald, dem hauseigenen Werbe-Clown, vorbeimüssen, nimmt er meine Hand. René und Sophie sind noch nicht da, aber ich reihe mich schon mal in die lange Schlange ein. »Was möchtest du?« »Happy Meal!« Natürlich.

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