Taras zweite Chance

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. August 2018
  • |
  • 130 Seiten
 
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978-3-7337-5894-3 (ISBN)
 
Erst ein zärtlicher Gutenachtkuss, dann eine leidenschaftliche Umarmung, und schließlich verbringt Tara in ihrem idyllischen Cottage Stunden der Liebe mit Eric. Nicht zum ersten Mal in ihrem Leben - schließlich waren sie schon einmal verheiratet. Aber damals trennten sie sich. Jetzt ist Eric wieder in Taras Leben aufgetaucht. Charmant und unwiderstehlich schafft er es, ihr Herz zum zweiten Mal zu erobern. Wie gern würde sie diesmal an ein Happy End mit ihm glauben, denn eins weiß sie nach seinen sanften Küssen inzwischen genau: Sie wird niemals einen anderen so lieben wie Eric! Doch dann reist er ohne ein Wort der Erklärung ab und lässt sie allein in Wisconsin ...

2. KAPITEL

Der Raum schien sich mit einem Mal um Tara zu drehen.

Das ist alles unmöglich, redete sie sich ein. Sie hatten vor sechs Jahren definitiv einen Schlussstrich gezogen. Der Beweis dafür lag in dem kleinen Safe in ihrem Wandschrank, wo sie alle wichtigen Dokumente aufbewahrte.

Oder konnte es sein, dass .?

Und plötzlich - völlig unbegründet - stieg Zweifel in ihr auf. Sie hatte Papiere erhalten, das stand außer Frage. Doch als dieser große braune Umschlag damals endlich eintraf, hatte sie nur einen kurzen Blick auf die Dokumente geworfen, bevor sie alles weggeschlossen hatte. Hin- und hergerissen zwischen Erleichterung und verletztem Stolz, hatte sie damals nicht die geringste Lust verspürt, jedes Detail über den schmerzlichsten Fehler ihres Lebens nachzulesen.

Doch sie hatte immerhin so viel gesehen, um zu wissen, dass das Ende ihrer kurzen Ehe besiegelt war. Eric irrte sich. Wie er auf die verrückte Idee kam, die Scheidung sei nicht rechtskräftig, war ihr schleierhaft. Oder er tischte ihr absichtlich eine faustdicke Lüge auf.

Tara blickte Eric unsicher an. Was auch immer vor Jahren passiert war, belogen hatte er sie nie. Es hatte Zeiten in ihrer kurzen Ehe gegeben, da hatte Erics rückhaltlose Ehrlichkeit mehr geschadet als genützt. Wie bei dem letzten hässlichen Streit, bei dem er verkündet hatte, heilfroh darüber zu sein, sowohl die Universität als auch sie, Tara, endlich verlassen zu können.

Jetzt nur keine Vergangenheitsbewältigung! Ermahnte sie sich. Im Moment gab es genügend andere Probleme. Eins davon war Barclay. Sämtliche Farbe war aus seinem Gesicht gewichen. Er sah aus, als hätte er eine Olive verschluckt und würde jeden Moment daran ersticken.

Tara klopfte ihm mit der Hand auf den Rücken. Er rang nach Luft, hustete kurz und lachte dann laut auf. "Für einen Augenblick dachte ich tatsächlich, dass Sie es ernst gemeint haben", verriet er. "Sie sind schon ein Witzbold, Eric. Ich habe bereits von Ihrem Sinn für Humor gehört, hatte aber keine Ahnung, wie trocken er ist."

Die Augen halb zusammengekniffen, sah Eric auf ihn hinunter. Obwohl nur wenige Zentimeter größer als Barclay, schaffte er es, ihn klein wirken zu lassen.

Nicht schlecht, dachte Tara. Unter anderen Umständen hätte Erics dreistes Auftreten sie sicher amüsiert.

"Oh ja, das ist wirklich zum Totlachen", stimmte Eric übertrieben freundlich zu. "Freut mich, dass ich Sie erheitern konnte, Bark."

Barclay nahm ihm die Verstümmelung seines Namens offensichtlich übel, denn ein Schatten huschte über sein Gesicht. "Nun . ja .", sagte er stockend, ". lassen Sie mich den Drink besorgen, den Tara Ihnen versprochen hat."

Betont gelassen schlenderte er daraufhin zur Bar. Während die Partygäste längst wieder in ihre Gespräche vertieft waren, standen Tara und Eric nun fast allein in der Mitte des Raums.

"Ich weiß nicht, welches Spiel du mit mir treibst", fuhr Tara ihr Gegenüber an, "aber es gefällt mir nicht."

"Tut mir leid, wenn ich dein Leben durcheinander bringe, Honey, aber das ist kein Spiel." Eric ließ den Blick teilnahmslos über ihre Schulter zu einem unbestimmten Punkt irgendwo im Raum gleiten.

Tara war außer sich vor Wut. "Du kannst nicht hier auftauchen, solch eine haarsträubende Geschichte erzählen und mich dann einfach ignorieren, wenn ich dich um eine Erklärung bitte."

"Ach so, du möchtest eine Erklärung", spottete er, und seine Augen blitzten schalkhaft auf. "Und ich dachte, es sei bereits beschlossene Sache für dich, dass ich das alles nur erfunden habe, um die Beziehung zwischen Barclay und dir zu zerstören."

"Als ob du das nicht wolltest", stieß sie zornentbrannt hervor.

Eric musterte sie abschätzig. "Meinst du nicht eher, 'Als ob du das könntest'?"

"Das auch." Klingt nicht sehr überzeugend, fuhr es Tara durch den Kopf. Doch ihre Gefühle - oder nicht vorhandenen Gefühle - für Barclay gingen Eric einfach nichts an.

"Obwohl ich dir sicher einen Gefallen damit tun würde. Ehrlich, Tara, konntest du nichts Besseres finden als Barclay Howell?"

"Aus deinem Mund klingt das wie der Witz des Jahres, Eric."

"Hier scheinen mich alle für äußerst komisch zu halten. Vielleicht sollte ich unter die Komödianten gehen."

"Das würde ausgezeichnet zu dir passen", versicherte Tara eisig, während Eric über ihre Schulter hinweg nach dem Glas griff, das Barclay ihm reichte. "Danke, Bark."

Tara biss sich auf die Lippe. Die Nacht war noch jung, und früher oder später würde sich die Gelegenheit ergeben, Eric beiseite zu ziehen und eine Erklärung aus ihm herauszupressen. Ob er sich für sein unverschämtes Verhalten rechtfertigen konnte, stand auf einem anderen Blatt, aber wenigstens würde sie herausfinden, was ihn zu dieser absonderlichen Behauptung veranlasst hatte.

In der Zwischenzeit schien es ratsam, weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen und so zu tun, als wäre nichts passiert. Tara lächelte Barclay versöhnlich zu. "Du musst Eric unbedingt nach seinen ersten Jahren an unserer Universität fragen. Damals ging es hier auf den Partys hoch her, und Eric hat einiges dazu beigetragen. Entschuldigt mich bitte, aber ich sehe gerade, Professor Wells ist eingetroffen. Ich helfe ihr bei der Organisation einer Veranstaltung Ende der Woche und muss noch einige Details mit ihr durchgehen." Tara bemühte sich, nicht allzu erleichtert über die Gelegenheit zu wirken, den beiden Männern zu entkommen.

Professor Wells saß an der Bar und nippte an einem Glas Scotch mit Soda. "Ich hasse diese Feste", erklärte sie Tara missmutig. "Aber wenigstens lässt Barclay Howell guten Scotch servieren. Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen für diesen albernen Wissenswettstreit?"

Tara unterdrückte ein Lächeln. "Ich bin sicher, die Sponsoren des Academic Honors Bowl hätten etwas gegen den Ausdruck 'albern'."

"Dann sollen sie das Ganze zu einem anspruchsvollen Wettkampf machen. Fragen stellen, deren Beantwortung Intelligenz und Verstand erfordert und nicht nur zufällig aufgeschnapptes Allerweltswissen."

"Es war nicht leicht, genügend Schlafgelegenheiten für mehrere Hundert Teilnehmer zu finden", gestand Tara. "Und die abschließende Preisverleihung macht mir noch etwas Kopfzerbrechen. Der Vorlesungssaal im Konferenzzentrum ist zu klein für die vielen Studenten, die teilnehmen."

Professor Wells seufzte. "Ich weiß, Tara. Wir brauchen dringend das neue Konferenzzentrum. Doch wenn die Treuhänder ihren Willen durchsetzen, wird zuerst ein neues Stadion gebaut, dann eine Basketball-Arena, dann ."

Tara fiel es schwer, sich weiter zu konzentrieren. Obwohl sie ihm den Rücken zuwandte, war sie sich Erics Gegenwart jeden Moment bewusst und erschauerte unwillkürlich. Auch dass Barclay ihn offenbar herumführte und mit allen möglichen Leuten bekannt machte, änderte nichts daran.

Schließlich gab Tara den Versuch auf, Professor Wells' Ausführungen weiter zu folgen, und beendete das Gespräch mit dem Versprechen, nächste Woche wegen der weiteren Einzelheiten anzurufen. Dann wandte sie sich um zu dem Treiben im Raum und bemerkte, dass Eric gerade im Begriff war, die Party zu verlassen. Er stand bereits mit Barclay in der Eingangshalle, der ihn offensichtlich anflehte, doch noch zu bleiben, aber Eric schüttelte den Kopf und ging.

Er war nicht einmal eine Stunde hier gewesen. Doch es hatte gereicht, Taras Gefühle dermaßen in Aufruhr zu bringen, wie sie es seit ihrer Scheidung nicht mehr erlebt hatte. Und nun machte er sich ohne jede Erklärung für sein mehr als merkwürdiges Verhalten davon. Das sah ihm ähnlich.

Barclay schloss die Tür hinter Eric und begab sich auf direktem Weg zu Tara in den Empfangsraum. Er sieht aus, als würde er am liebsten jemanden in der Luft zerreißen, dachte Tara argwöhnisch. Was sollte sie ihm zu Erics unglaublicher Eröffnung sagen, wenn sie selbst nicht wusste, was eigentlich los war?

"Du hättest mir sagen müssen, dass du ihn kennst", meinte Barclay vorwurfsvoll.

"Dafür gab es keinen Grund. Das ist Jahre her."

"Das spielt keine Rolle."

"Versteh doch", verteidigte sie sich leise, "du hast mich heute Abend mit deinem Heiratsantrag völlig überrumpelt. Wenn wir die Chance gehabt hätten, uns besser kennenzulernen, hätte ich dir natürlich von meiner früheren Ehe erzählt. Aber ."

Barclay wischte ihren Einwand beiseite. "Das habe ich nicht gemeint."

Tara schluckte. "Was meinst du dann?"

"Du hättest mir wenigstens etwas über seinen Charakter erzählen können", antwortete er ungehalten. "Mich vor seinem sonderbaren Humor warnen müssen . du warst wirklich mit ihm verheiratet?"

Tara nickte. "Ungefähr drei Monate."

"Ach so. Das ist ja nichts."

Nichts, wiederholte Tara insgeheim. Meinte er damit, ihre Ehe sei zu kurz gewesen, um nachhaltige Spuren zu hinterlassen, oder hatte die Entdeckung, dass sie schon einmal verheiratet gewesen war, ihn veranlasst, seinen Heiratsantrag zu überdenken?

Nicht, dass sich dadurch an ihren Gefühlen für Barclay irgendetwas änderte, aber es wäre gut, zu wissen, ob sie sich über seinen Antrag überhaupt noch Gedanken machen musste. Warum lange überlegen, wie sie ihm so schonend wie möglich eine Abfuhr erteilen konnte, wenn er beschlossen hatte, dass sie doch nicht die Richtige für ihn war?

"Warum hast du mir...

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