Nicht schon wieder Weihnachten

 
 
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. November 2021
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-98637-118-0 (ISBN)
 

Konstantin und Isabella haben nur eines gemeinsam - keine Lust auf Weihnachten Die winterliche Feel-Good-Romance für gemütliche Lesestunden

Durch einen folgenschweren Unfall muss die 22-jährige alpine Abfahrtsläuferin Isabella nicht nur ihre vielversprechende Sportlerkarriere an den Nagel hängen, sondern auch den Traum einer perfekten Beziehung. Weihnachten hat ihr da gerade noch gefehlt. Um dem gefürchteten Fest den Zauber zu nehmen, hilft sie ihrem Cousin, der einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt betreibt und wird dort prompt schon am ersten Tag in Ärger verwickelt …

Auch Konstantin, der zu Weihnachten zum ersten Mal wieder Single ist, würde die Zeit am liebsten überspringen. Stattdessen muss er für einen kranken Kollegen die Aufsicht der Weihnachtsmarktstände übernehmen. Als er bei seiner ersten Begehung die attraktive Isabella kennenlernt, kann er seiner neuen Aufgabe gleich viel mehr abgewinnen. Doch wie soll er die taffe junge Frau von sich überzeugen, ohne seine Stellung als Aufsichtsperson zu verletzen?

Dies ist eine Neuauflage des bereits erschienenen Titels Liebe und andere Bescherungen.

Erste Leser:innenstimmen „kuschelig-schöne Liebesgeschichte für kalte Tage" „So wärmend wie ein Glas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt!" „mal fröhlich, mal nachdenklich und immer unterhaltsam" „Für Weihnachtsmuffel und -Fans gleichermaßen zu empfehlen!"

2. Auflage
  • Deutsch
  • Digitale Ausgabe
  • 0,66 MB
978-3-98637-118-0 (9783986371180)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dolores Mey lebt in Hessen. Gemeinsam mit ihrem Mann schreibt sie Geschichten, die das Leben hätte schreiben können. Heiter, spannend und immer auch romantisch.

Prolog


19. Januar. Ski-Ausscheidungsrennen, Abfahrt der Damen.

Cortina d'Ampezzo, Italien.

Strahlender Sonnenschein, minus sechs Grad.

Hochkonzentriert und völlig in ihrer eigenen Welt versunken, blendete Isabella hoch oben auf dem Berg den Trubel um sich herum aus. Für sie zählte nur noch dieses Abfahrtsrennen. Es sollte die Eintrittskarte für den Weltcup werden, an dem nur die Weltspitze teilnehmen durfte. Ein Ziel, auf das sie seit Jahren hintrainierte. Durch hervorragende Leistungen hatte sie die Nominierung vom Verband dafür bereits bekommen, doch ein Platz unter den ersten Dreien würde ihr auch noch die nötige Punktzahl einbringen, um ganz sicher daran teilnehmen zu können. Nur nominiert zu sein, war noch lange keine Garantie für die tatsächliche Teilnahme.

Unten im Tal drängelten sich Massen von Touristen und Besuchern aus aller Welt, die dem Spektakel beiwohnen wollten, was sich unschwer an den mitgebrachten Papierfähnchen erkennen ließ. Sämtliche Hotels waren bis auf das letzte Bett ausgebucht und selbst die einfachsten Pensionen hatten keine Zimmer mehr frei.

Unbeeindruckt von dem atemberaubenden Panorama der Dolomiten ging Isabella in Gedanken Abschnitt für Abschnitt der Abfahrtsstrecke durch. Dabei wusste sie genau, wo sich die gefährlichen Stellen befanden und stellte sich mental darauf ein. Auch wenn sie die Strecke wie ihre Westentasche kannte, hatte sie doch einen Höllenrespekt vor nicht vorhersehbaren Tücken, die selbst den erfahrensten Skiläufer aus der Bahn werfen konnten.

Nach dem Testlauf am vergangenen Tag lag sie ganz vorn und galt nun als Mitfavoritin auf das Siegertreppchen, was bedeutete, dass sie zukünftig auch an Skirennen in den USA und Kanada teilnehmen würde.

Isabella seufzte. So sehr sie auch versuchte, sich davon nicht unter Druck setzen zu lassen, es wollte ihr nicht gelingen. Jedenfalls nicht ganz. Lieber Himmel, sie war so kurz davor, in die Weltspitze aufzusteigen. Alles das, wovon sie seit Jahren träumte, war nun zum Greifen nahe. Und ein Sieg auf ihrer Heimstrecke sollte das nun besiegeln.

Das Signal zum Start ihrer Vorgängerin ertönte. Isabella begab sich in Position. Sie klappte das Visier des Helms nach unten, sendete ein Stoßgebet in den Himmel und wartete auf den nächsten Signalton.

Und dann ging's los. Zwei kurze und ein langer Piepton ertönten. Adrenalin schoss durch ihren Körper. Den wohlgemeinten Klaps ihres Trainers bemerkte sie kaum, auch nicht, dass er toi, toi, toi, jetzt gilt's Isa! rief.

Die Schranke öffnete sich und Isabella rammte die Stöcke in den gefrorenen Boden. Mit aller Kraft stieß sie sich ab. Äußerste Konzentration war geboten, denn der erste Abschnitt war zur linken Seite hin leicht abschüssig. Die Gefahr lag darin, dass mit vereisten Stellen gerechnet werden musste. Nach zweitägigem Tauwetter hatte es in der vergangenen Nacht einen Kälteeinbruch gegeben.

Isabella verdrängte die Furcht und startete souverän. Mit Bravour nahm sie scharfen Kurven und verlor nicht eine Hundertstelsekunde, als es für wenige Meter wieder leicht bergauf ging. Zielstrebig schoss sie an beeindruckenden Felsen vorbei und durchquerte die berühmte Tofana-Schuss-Etappe. Dabei verlor sie jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Mit einer Geschwindigkeit von teilweise über 130 Stundenkilometern bretterte sie den Berg hinunter. Sie fuhr volles Risiko und schreckte vor keiner Bodenwelle zurück.

Der nächste Abschnitt begann mit einem kleinen Hügel, weshalb sie automatisch zum Sprung ansetzte. Wieder einer über dreißig Meter. Das Ziel zeigte sich in greifbarer Nähe, als es plötzlich passierte.

Der linke Ski kam auf einer vereisten Stelle auf und verkantete. Von da an ging alles rasend schnell. Isabella verlor die Kontrolle, konnte sich nicht mehr fangen und überschlug sich mehrere Male auf dem tiefgefrorenen, betonharten Abhang, bevor sie reglos im Fangnetz am Pistenrand liegen blieb.

Das Erste, was Isabella bewusst wahrnahm, war gleißendes Neonlicht über sich. Dazu ein tickendes Geräusch und ein sich ständig wiederholendes leises Piepen, mit dem sie nichts anzufangen wusste. Warum fühlte sich ihr Körper nur so unendlich schwer und unbeweglich an? Wo war sie? Sie schloss die Augen, weil ihr ein schmerzhafter Stich durch den Kopf ging.

"Isa, mein Schatz", hörte sie ihre Mutter flüstern, die sich zu ihr hinunterbeugte, "Kind, Gott sei Dank."

"Mein Kopf", stöhnte Isabella und bedeckte ihre Augen mit der Hand. Sie blinzelte, zog sie wieder fort und erkannte das besorgte Gesicht ihres Vaters, hinter dem auch ihre Schwester Constanze auftauchte.

"Was ist los?", krächzte sie, "Warum seid ihr hier?"

"Ach, mein liebes Kind", schluchzte ihre Mutter, "wir sind so froh, dass du wieder bei uns bist."

In den ersten Tagen nach dem Aufwachen aus dem dreitägigen Koma schlief Isabella viel. Sie verspürte keine Schmerzen, fühlte sich aber unendlich müde und schwer, regelrecht apathisch. In den kurzen Momenten, in denen sie aufwachte, saß immer ein Familienmitglied an ihrem Bett. Dabei wusste sie nicht, ob es Tag oder Nacht war. Nur allmählich drang ihr ins Bewusstsein, welche Umstände sie auf die Intensivstation befördert hatten. Jedoch endete ihre Erinnerung in dem Moment, als sie die Kontrolle über ihre Skier verloren hatte. Und eigentlich fühlte es sich an, als wäre es eine andere Person gewesen, der das passiert war. Mit jedem weiteren Tag, an dem die Ärzte die sedierenden Mittel reduzierten, tauchten Fragen in Isabellas Hinterkopf auf. Unangenehme Fragen, auf die sie keine konkrete Antwort bekam.

Wenn sie an sich heruntersah, ahnte sie nichts Gutes. Nicht nur, dass ihr Kopf in einem turbanähnlichen Verband steckte, auch das linke Bein war bis zur Hüfte bandagiert. Außerdem trug sie ein festes Korsett um ihre Rippen. Und auch der rechte Unterschenkel war mit Bandagen umwickelt.

Was hatte das zu bedeuten?

Mit dem Wechsel in ein normales Krankenzimmer bekam sie die schockierende Diagnose.

"Es tut mir sehr leid, Frau Hofer", hörte sie den Chefarzt sagen, "dass ich Ihnen keine bessere Botschaft überbringen kann, aber die Verletzungen, die Sie bei dem Sturz erlitten haben, sind so gewaltig, dass eine Fortsetzung Ihrer Karriere unter professionellen Bedingungen als Abfahrtsläuferin ausgeschlossen ist."

"Aber .", Isabella schossen die Tränen in die Augen, "das kann doch alles wieder heilen . wenn nicht gleich, dann doch ." Das bedauernde Kopfschütteln des Arztes ließ sie verstummen.

"Leider nein. Hören Sie, ich verstehe, dass das jetzt sehr hart für Sie ist, aber es ist nicht nur der Kreuzbandriss im linken Knie, der Ihnen immer wieder Probleme bereiten wird, sondern auch mehrere Meniskusrisse, die die Stabilität ihres Knies auf Dauer beeinträchtigen können. Abgesehen davon haben Sie sich zwei Rippen gebrochen und eine schwere Gehirnerschütterung davongetragen."

Isabellas Mutter stellte sich neben den Chefarzt, ergriff ihre Hand und streichelte sie mitfühlend, ohne ein Wort zu sagen.

Anschließend weinte Isabella heiße Tränen der Enttäuschung. Sie haderte mit sich, dem Leben und Gott weiß, mit was noch alles. Sie schwor sich, bessere, kompetentere Ärzte aufzusuchen, damit die ihr eine andere, eine günstigere Diagnose stellen konnten.

Heidi, Isabellas Mutter, ertrug Tag für Tag geduldig die Gefühlsausbrüche ihrer Tochter und beklagte sich nicht. Nur wenn die Sprache auf Georg kam, Isabellas Freund, der sich noch nicht eine Sekunde an ihrem Bett eingefunden hatte, bekam Heidi einen harten Zug um den Mund.

Georg war ebenfalls ein großes Skiabfahrtstalent Südtirols. Seit gut einem Jahr waren sie ein Paar und verbrachten jede Minute ihrer wenigen Freizeit zusammen.

Nach vierzehn Tagen Krankenhausaufenthalt stand Georg dann endlich an Isabellas Bett. Sie war allein im Zimmer, weil ihre Mutter bereits gegangen war.

"Hi", begrüßte er sie und küsste sie flüchtig auf die Wange.

"Ich hab' so sehr auf dich gewartet. Du hast doch bestimmt gehört .", wimmert sie und wollte ihn am Arm zu sich ziehen, doch er entzog sich ihr, wobei er sie nicht ansehen konnte.

"Ja, habe ich", druckste er herum, "es tut mir sehr leid für dich." Wieder vermied er es, sie anzusehen.

Glücklicherweise hatte man ihr den Verband um den Kopf inzwischen abgenommen. Dennoch war sie kein hinreißender Anblick, dessen war sie sich bewusst.

"Schön, dass du da bist." Sie schluckte die Enttäuschung und die Frage, warum er sie erst jetzt besuchte, hinunter.

"Die Jacke kannst du dort drüben aufhängen. Setz dich doch." Sie deutete auf den Stuhl neben dem Bett.

"Nee, lass mal. Viel Zeit habe ich nicht. Aber ich wollte wenigstens mal bei dir vorbeikommen."

Ein kalter Schauer überzog Isabella von den Zehen bis zu den Haarspitzen, als sie spürte, wie unnahbar er ihr gegenüber plötzlich war.

"Was ist mit dir?" Panik lag in ihrer Stimme.

"Nichts. Was soll schon sein? Ich hatte einfach noch keine Zeit, herzukommen." Er kratzte sich am Hinterkopf. "Das wird sich auch zukünftig nicht ändern, du weißt ja selbst, wie das ist."

"Aber .", setzte sie an und verstummte gleich wieder, als sie die Kälte in seinen Augen bemerkte.

"Hör zu. Ich habe über uns nachgedacht und möchte dir da nichts vormachen. Das fände ich nicht fair", begann er und man sah ihm an, wie unangenehm ihm die Situation war. "Isa, ich mag dich sehr, aber du weißt auch, welche Ziele ich habe. Ich brauche jetzt Leute um mich herum, die mich motivieren und aufbauen. Das wird dir unter den gegebenen...

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