Köstlich essen bei Diabetes

Über 140 Rezepte: Kein Problem mit Zucker und Cholesterin
 
 
Trias (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Oktober 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-8304-6617-8 (ISBN)
 
Diät war gestern - heute ist Genuss!

Auf die knusprige Pizza, die cremige Nachspeise oder den Sonntagskuchen verzichten? Überhaupt nicht nötig! Bei zu hohen Blutzuckerwerten helfen schon ein paar einfache Regeln beim Essen und Trinken. Wie Sie diese mühelos umsetzen, zeigt Ihnen dieses Koch- und Backbuch.

Abwechslung auf den Tisch: Von schneller Kleinigkeit für zwischendurch bis hin zu tollen Verwöhngerichten, Kuchen und Gebäck - diese Rezepte schmecken auch Ihrer Familie und Ihren Gästen. Natürlich finden Sie bei allen Rezepten die BE-Angaben und andere für Sie wichtige Nährwerte sowie Zubereitungszeiten - so klappt das Kochen auch im stressigen Alltag.

Küchenpraxis: Mit einfachen Kochtricks die Kalorien im Essen reduzieren, die besten Tipps fürs Fettsparen, tolle Grundrezepte, die Sie einfach variieren können - so wird das Kochen kinderleicht.

Basis-Wissen Diabetes: So finden Sie sich mit Ihrer Erkrankung zurecht. Und erfahren, worauf es beim Essen und Trinken jetzt ankommt.

Sofort zugreifen: In der übersichtlichen BE-Tabelle sehen Sie sofort, bei welchen Lebensmitteln Sie ohne Probleme zugreifen können.

Viel Spaß beim Kochen und: guten Appetit!
2., vollständig überarbeitete Auflage 2010
  • Deutsch
  • 70
  • |
  • 70 Abbildungen
  • |
  • 70 Abbildungen
  • 6,38 MB
978-3-8304-6617-8 (9783830466178)
383046617X (383046617X)
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Diabetes, was ist das?


Trotz der Diagnose Diabetes ist es heute möglich, fast alles zu essen. Es kommt nur auf das Wie an, und das ist gar nicht so schwer. »Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen« - gerade für Menschen mit Diabetes gilt diese alte Volksweisheit. Dabei spielt eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung eine zentrale Rolle. Denn der Genuss sollte nicht zu kurz kommen: Nur wenn beides im Einklang steht, ist es möglich, schlechte Gewohnheiten abzulegen.

Was vor Jahren noch als Diabetesdiät bezeichnet wurde, ist heute zu einer modernen, abwechslungsreichen und schmackhaften Form des Essens und Trinkens geworden, die sich nicht nur für Menschen mit Diabetes eignet. Die ganze Familie, vom Kleinkind bis zur Großmutter, kann die Rezepte essen. Und wer kalorienbewusst lebt, findet hier viele leckere Ideen, die den persönlichen Speiseplan bereichern. Zum Glück muss heute für ein an Diabetes erkranktes Familienmitglied nicht mehr extra gekocht werden. Das ist nicht nur in der Küche praktisch, sondern tut auch noch der Seele gut. Grundbausteine einer gesunden Diabeteskost:

Erreichen der Blutzuckerzielwerte

Schulung des Diabetikers zum komplexen Thema Ernährung

individuell angepasste tägliche Kohlenhydrat- und Kalorienmenge

Praktikabilität im Alltag

Berücksichtigung individueller Wünsche

Änderung des Essverhaltens zu einer gesunden abwechslungsreichen Ernährungsform

langfristige Reduzierung von Übergewicht

Kohlenhydrate und ihr Einfluss auf den Blutzucker


Neben Eiweiß und Fett sind Kohlenhydrate (KH) die wichtigsten Energielieferanten der Nahrung. 1 g Kohlenhydrate liefert dem Körper 4 Kalorien. Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel bewirken einen Blutzuckeranstieg. Ob eher langsam oder schnell, hängt entscheidend von der Zusammensetzung der Nahrung ab: Bei Orangensaft ist der Anstieg rascher und stärker als bei einer frischen Orange.Weißbrot treibt den Blutzucker rasanter in die Höhe als Vollkornbrot. Der Zuckeranstieg imBlut wird durch ballaststoffreiche und auch fetthaltige Nahrungsmittel verzögert. Empfohlen wird ein täglicher Kohlenhydratanteil von 50 Prozent. Kohlenhydratreich zu essen ist gar nicht so schwer. In der Praxis bedeutet das: lieber 2 Scheiben Vollkornbrot mit 1 Scheibe fettarmem Belag statt 1 Scheibe Brot mit 2 ScheibenWurst oder Käse. Ähnlich verhält es sich beim Hauptgericht. Je ballaststoffreicher die Lebensmittelauswahl, umso besser ist der Verlauf des Blutzuckerspiegels. Essen Sie viele Ballaststoffe, bleiben Sie länger satt, und auch die Verdauung kommt in Schwung. Zahlreiche Studien belegen außerdem, dass eine ballaststoffreiche Kost einen positiven Einfluss auf den Blutfettspiegel (Cholesterin und Triglyceride) haben kann.

Alles über Kohlenhydrate und deren Berechnung


Damit das Rechnen im Alltag einfach und überschaubar bleibt, gibt es spezielle BE oder KE-Tabellen. Hier sind zahlreiche Produkte der kohlenhydrathaltigen Lebensmittelgruppen aufgelistet, die immer 1 BE oder 1 KE/KHE entsprechen. Als Faustregel können Sie sich merken, dass fast alle pflanzlichen Lebensmittel sowie Milch- und Milchprodukte (tierische Lebensmittel) Kohlenhydrate liefern und dementsprechend berechnet werden sollten. Denken Sie auch an Fertiggerichte. Sie liefern eine Menge Kohlenhydrate.

STECKBRIEF DIABETES

Typ-1-Diabetes

Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr, das den Zucker aus dem Blut zur Zelle befördert. Eine andere Ursache kann die Blockade der körperlichen Insulinfreisetzung sein. Hier kann der Grund in einer fehlgesteuerten Aktivität des Immunsystems liegen, welches sich gegen die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse richtet (Autoimmunerkrankung). Damit der Blutzucker nicht in astronomische Höhen steigt, müssen Typ-1-Diabetiker Insulin spritzen. Mit täglichen Insulininjektionen kann der Zucker aus dem Blut in die Zelle gelangen. Dazu ist - neben einer individuellen Grundmenge an Insulin (Basalrate) - eine bestimmte Menge zur jeweiligen kohlenhydrathaltigen Mahlzeit (Bolus) nötig. Diabetes ist eine chronische Erkrankung und bedarf einer lebenslangen Therapie. Der Betroffene kann durch eine gezielte Lebensmittelauswahl, Diabetes-Management (Schulung, Insulinanpassung, Kontrolluntersuchungen) und regelmäßiger Bewegung aktiv zum positiven Verlauf der Erkrankung beitragen.

Typ-2-Diabetes

Der Löwenanteil der an Diabetes erkrankten Menschen leidet an Typ-2-Diabetes. Heute ist bekannt, dass er häufig innerhalb des engsten Verwandtenkreises (Großeltern, Eltern, Geschwister) vererbt wird. Zu Beginn der Erkrankung haben die Betroffenen häufig noch genug Insulin, nur dessen Wirkung ist vermindert. Die Folge: Die Empfindlichkeit der Zellen auf das Insulin nimmt ab, sodass sie weniger Zucker aufnehmen und dieser im Blut zurückbleibt. Das Resultat: erhöhte Blutzuckerwerte. Zeitgleich ist meistens die Freisetzung des Insulins nach Nahrungsaufnahme aus der Bauchspeicheldrüse gestört. Die meisten Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig. Und die Zahl der Betroffenen steigt: Auch Kinder und Jugendliche erkranken immer öfter an dieser Diabetesform. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Sobald das Körpergewicht bereits minimal reduziert wird, bessern sich die Blutzuckerwerte zusehends. Auch Blutdruck und erhöhte Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) profitieren davon. Deshalb ist gerade für Menschen mit Typ-2-Diabetes eine fettreduzierte, abwechslungsreiche Ernährung ein zentraler Therapiebestandteil. Der Betroffene kann durch eine fettarme und ballaststoffreiche Lebensmittelauswahl, Diabetes-Management (Schulung, Kontrolluntersuchungen, evtl. Medikamente) und regelmäßige Bewegung aktiv zum positiven Verlauf seiner Erkrankung beitragen.

 

Hier lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste. Kohlenhydrathaltige Lebensmittelgruppen:

Brot und Backwaren

Körner, Mehle

Reis und Teigwaren

Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse

kohlenhydratreiches Gemüse, z. B. Erbsen, Mais, Kidneybohnen

Obst und Obsterzeugnisse

Milch und Milchprodukte

Zucker und zuckerhaltige Produkte

Nüsse und Samen

Diabetikerprodukte wie Diätschokolade

Lebensmittel, die neben Fett und Eiweiß auch Kohlenhydrate enthalten, wie paniertes Schnitzel, Gemüseblätterteigtaschen, Strammer Max etc.

Hilfreich sind auch spezielle Kohlenhydrataustauschtabellen. Mit deren Hilfe lässt sich der jeweilige BE- oder KE-Gehalt eines Lebensmittels genau berechnen. Meistens sind hier die Gramm- oder Portionsmengen pro BE/KE angegeben und diese lässt sich dann entsprechend der Portion, die gegessen wird berechnen. Dies ist besonders für Diabetiker wichtig, die Insulin spritzen. Sie können entsprechend der geplanten BE/KE-Menge ihre Insulindosis anpassen. Besonders geeignet sind dabei frische und ballaststoffreiche Lebensmittel. Ballaststoffe tragen dazu bei, dass der Zucker gemäßigter ins Blut gelangt. Das kann unnötige Blutzuckerspitzen vermeiden. Heute heißt es deshalb: Öfter mal einen Eintopf mit Hülsenfrüchten essen, wovon früher oft abgeraten wurde.

WISSEN

Der Glykämische Index

Die Brot- oder Berechnungseinheit (BE) bzw. Kohlenhydrateinheit (KE) gibt an, wie viel Sie von einem bestimmten Lebensmittel pro Einheit essen können. Sie sagt jedoch nichts aus über die Geschwindigkeit des Blutzuckeranstiegs. So enthält 1 kleine Scheibe Vollkornbrot (30 g) oder ½ Kartoffelknödel (50 g) jeweils 1 BE. Die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel ist jedoch sehr unterschiedlich: Das Brot liefert neben den Kohlenhydraten Ballaststoffe, die für einen gemäßigten Blutzuckerverlauf sorgen. Der Kartoffelkloß liefert im Verhältnis dazu kaum Ballaststoffe und macht sich schneller im Blutzucker bemerkbar. Das ist besonders für Menschen mit Typ-1-Diabetes wichtig und kann auch für Typ-2-Diabetiker ein guter Anhaltspunkt sein. Um zu bestimmen, wie schnell die Kohlenhydrate aus einem Lebensmittel im Blut ankommen, gibt es den Glykämischen Index (auch Gl oder Glyx genannt). Das Maß für den Glykämischen Index ist Traubenzucker, der in einer Menge von 50 g einem Gl von 100 entspricht. Baguettebrot hat einen Glykämischen Index von 95, Weißbrot 71, Croissants 67, Milch 32 und Linsen 29. Je niedriger der Gl, umso besser für Ihren Blutzuckerspiegel.

Der Glykämische Index (Gl) verschiedener Lebensmittel hoch mittel niedrig Weißbrot Roggenbrot Vollkornbrot Pommes frites Klöße Nudeln aus Hartweizen Minutenreis Gnocchi Parboiled Reis, Vollkornreis Laugengebäck Pizza mit Käse und Gemüse Hülsenfrüchte Kartoffelbrei Pellkartoffeln fettarme Milchprodukte

 

BE, KE/KHE: hilfreiche Schätzeinheiten


Kohlenhydrathaltige Lebensmittel machen sich im Blut als Blutzuckerspiegel bemerkbar. Damit der Umgang mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln übersichtlich und einfach ist, gibt es sogenannte Schätzeinheiten, die BE bzw. KE/KHE genannt werden. Dabei richtet sich der Kohlenhydratgehalt pro Einheit (BE oder KE/KHE) immer auf den essbaren Anteil eines Lebensmittels. Beide Schätzeinheiten entsprechen einer bestimmten Menge an Kohlenhydraten:

1 Brot- oder Berechnungseinheit (BE) entspricht 12 g...

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