Die 12 Glücksbringer

12 Erfolgsautoren schenken dir ihr Glücksgeheimnis
 
 
GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. März 2021
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8338-7868-8 (ISBN)
 

Mitten in der Krise stellen sich die Bestsellerautoren Pierre Franckh und Michaela Merten eine grundlegende Frage: Gelingt es uns noch, als Staunende auf die Welt zu blicken und den Tag zu "pflücken"?
Sie kommen zu dem Entschluss, in Sachen Glück nochmal ganz von vorn anzufangen und sich auf eine innere Reise zu begeben: Sie bitten Menschen, die die Antwort kennen sollten, ihnen ihre Glücksgeheimnisse zu verraten. So erhalten sie 12 einzigartige Glücksformeln .
Diese besonderen Menschen sind allesamt Bestsellerautoren und wissen, wovon sie schreiben: Robert Betz, Stefanie Stahl, Gerald Hüther, Laura Malina Seiler, Eva-Maria und Annalena Zurhorst, Thomas Brezina, Katharina Tempel, Dami Charf, Susan Sideropoulos, Martina Leibovici-Mühlberger, Nicola Schmidt und Julia Engelmann

weitere Ausgaben werden ermittelt
Die Bestsellerautorin Michaela Merten unterstützt als Glückscoach so viele Menschen wie möglich dabei, in ihre eigene Kraft zu kommen. Sie vermittelt alltagstaugliche, praktische Tools wie jeder Selbstliebe entwickeln, sein wahres Potenzial entfalten und dieses auch leben kann.

Prof. Dr. Gerald Hüther

WESHALB DIE WAHRUNG DER EIGENEN WÜRDE GLÜCKLICH MACHT


Kein anderes Lebewesen verändert seinen eigenen Lebensraum und seine eigenen Lebensbedingungen so grundlegend, so nachhaltig und inzwischen auch so rasch wie wir Menschen. Unsere Spezies ist daher die einzige Art, die nur überleben kann, indem sich ihre Mitglieder selbst unentwegt weiterentwickeln. Und als Menschen tatsächlich weiterentwickeln - also die in uns angelegten Potenziale entfalten und nicht nur ständig neue Technologien und Überlebensstrategien erfinden - können wir nicht jeder für sich und als Einzelkämpfer. Das gelingt nur gemeinsam. Wenn wir also auf diesem Planeten überleben wollen, müssen wir lernen, unser Zusammenleben konstruktiver als bisher zu gestalten: miteinander statt gegeneinander, verbindend statt trennend, achtsam statt rücksichtslos.

Dass unser Gehirn nicht durch genetische Anlagen programmiert wird, sondern zeitlebens umbaufähig, also lernfähig bleibt, ist eine atemberaubende Erkenntnis. Sie stellt all jene Vorstellungen radikal auf den Kopf, die wir bisher als Rechtfertigungen für das Misslingen der Bemühungen um Veränderungen und Weiterentwicklungen nicht nur in unseren Bildungseinrichtungen, auch in Politik und Wirtschaft und vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft verantwortlich gemacht haben. Aber wirklich bemerkens- und bedenkenswert ist nicht diese neue Erkenntnis der lebenslangen Umbau- beziehungsweise Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns, sondern der Umstand, wie langsam sie sich ausbreitet, wie zögerlich sie von den meisten Menschen angenommen, ernst genommen und deshalb auch umgesetzt wird. Denn die wichtigste Schlussfolgerung aus der Erkenntnis der lebenslangen Plastizität des menschlichen Hirns lautet doch zwangsläufig: Es gibt bei uns keine biologischen Anlagen mehr, die uns zu dem machen, was wir sein könnten. Wir müssen selbst herausfinden, worauf es im Leben ankommt und wie es gelingen kann, ein glücklicher Mensch zu werden. Und danach sind wir alle auf der Suche, überall auf der Welt.

Können wir uns unterwegs auch verirren?

Für die meisten Menschen beginnt diese Suche nach dem Glück allerdings nicht in ihrem Inneren, bei sich selbst, sondern draußen, bei den anderen. Die meisten wollen gesehen und beachtet werden und versuchen deshalb, ihr Leben so zu gestalten, dass sie möglichst viel von dem erreichen, was sie in den Augen all jener, die ähnlich unterwegs sind, bedeutsam macht: Einfluss, Macht und Reichtum in allen Facetten. Solange sie sich so sehr darum bemühen und dabei einigermaßen vorankommen, verstärken und verfestigen sich die dafür und dabei in ihren Gehirnen aktivierten neuronalen Verschaltungsmuster. So bekommen sie ein Hirn, mit dem sie immer besser in der Lage sind, ihre eigenen Positionen zu stärken und sich auf Kosten anderer durchzusetzen. Am erfolgreichsten beschreiten diesen Weg all jene, die schon sehr früh und deshalb besonders nachhaltig gelernt haben, andere möglichst geschickt zu Objekten ihrer jeweiligen Ziele und Erwartungen, ihrer Belehrungen und Bewertungen, ihrer Maßnahmen und Anordnungen zu machen.

So kann man leben, aber sich als Persönlichkeit weiterentwickeln, seine Würde bewahren, achtsam sein, dauerhaft glücklich oder gar ein liebevoller Mensch werden kann man weder, indem man andere in dieser Weise benutzt, noch, indem man gar sich selbst von anderen in dieser Weise für die Durchsetzung von deren Interessen benutzen lässt.

Machen wir uns gegenseitig zu Objekten unserer jeweiligen Absichten - oder begegnen wir einander als Subjekte? Das entscheidet über das Gelingen, im Persönlichen wie in der Gesellschaft.

Um unser Zusammenleben so gestalten zu können, dass es uns selbst und den anderen guttut, bedarf es nur einer winzig kleinen Veränderung: Wir dürften uns nicht länger gegenseitig zu Objekten unserer jeweiligen Interessen und Absichten, unserer Erwartungen und Bewertungen und unserer Belehrungen und Maßnahmen machen. Stattdessen könnten wir versuchen, einander als Subjekte zu begegnen. Dazu müssten wir bereit und in der Lage sein, uns selbst als autonome Personen zu zeigen, in all unserer Verletzbarkeit, mit unseren tiefsten Bedürfnissen, mit der ganzen Vielfalt von Erfahrungen, die jeder und jede von uns gemacht hat und die unsere Einzigartigkeit ausmachen. Und genau so müssten wir dann auch jeden anderen Menschen betrachten und ihn zu erkennen versuchen: als autonome Person, die genau wie wir selbst als Suchende in einer Welt unterwegs ist, in der man sich nur allzu leicht verirren kann.

Was bringt uns dazu, Irrwege einzuschlagen und uns gegenseitig unglücklich zu machen?

Die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns und damit auch seine innere Organisation und Strukturierung wird von einem ziemlich banalen Grundprinzip bestimmt: Energie sparen. Das gilt für alle lebenden Systeme, also für einen Zellverband, einen Organismus, eine soziale Gemeinschaft oder ein Ökosystem. Sie alle gehorchen dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und müssen deshalb versuchen, den zur Aufrechterhaltung ihrer Funktionsfähigkeit und ihrer Integrität erforderlichen Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Sonst zerfallen sie.

Der Zustand, in dem ein Gehirn, ein ganzer Mensch und auch eine menschliche Gemeinschaft am wenigsten Energie verbraucht, heißt Kohärenz. Der ist dann erreicht, wenn dort alles optimal zusammenpasst. Das Problem ist nur: Dieser Zustand ist leider nicht erreichbar. Denn solange wir am Leben sind, wird jeder einmal erreichte kohärente Zustand, in dem alles wie schon so lange ersehnt endlich zusammenpasst - und wir endlich richtig glücklich sind -, über kurz oder lang wieder infrage gestellt.

Immer gibt es oder passiert etwas, das diese Kohärenz stört. Das wird dann schnell unbequem, wir haben ein Problem, der bis dahin erreichte Ordnungszustand kommt durcheinander, die Nervenzellen beginnen unkoordiniert zu feuern. Arousal nennen das die Hirnforscher und das ist nur ein anderer Ausdruck für eine sich ausbreitende und viel Energie verbrauchende Inkohärenz. Dann geht es uns nicht gut, wir beginnen nach einer Lösung zu suchen, und wenn wir die finden und die Herausforderung bewältigen, wird dieser inkohärente, energieaufwendige Zustand im Hirn wieder etwas kohärenter. Die dabei freiwerdende Energie wird benutzt, um Zellgruppen im Mittelhirn zu aktivieren (die nennen die Hirnforscher gern »Belohnungszentrum«). Die dort freigesetzten Botenstoffe aktivieren ähnliche Netzwerke wie Kokain und Heroin. Und das erzeugt ein gutes Gefühl (»Erfolgserlebnis«).

Unser Gehirn strebt nach Kohärenz - ein Zustand, in dem wir uns wohlfühlen.

Gleichzeitig stimulieren diese Botenstoffe die Freisetzung von Wachstumsfaktoren, also von Eiweißen, die wie Dünger auf Nervenzellen wirken und sie zur Neubildung von Fortsätzen und Kontakten anregen. So werden all jene Nervenzellvernetzungen verstärkt und ausgebaut, die sich als geeignet erwiesen haben, diesen inkohärent gewordenen Zustand wieder etwas kohärenter zu machen. Wir haben also ein Problem bewältigt und die dabei aktivierten Nervenzellvernetzungen im Gehirn sind dabei verstärkt worden. Deshalb klappt das so gebahnte Verhaltensmuster dann beim nächsten Mal schon deutlich besser.

Aber die Lösung, die wir gefunden haben, muss nicht zwangsläufig auch eine tragfähige, uns auch langfristig glücklich machende Lösung sein. Sehr gut verdeutlichen lässt sich das anhand der Lösungen, die viele Menschen, oft schon während ihrer Kindheit, finden, um die massivste Störung, also die stärkste Inkohärenz, die wir Menschen erleben können, wieder etwas kohärenter zu machen. Eine solch massive Inkohärenz entsteht immer dann im Gehirn, wenn wir von anderen Personen eben zum Objekt von deren Interessen und Absichten, Belehrungen und Bewertungen, Maßnahmen und Anordnungen gemacht werden. Oft geschieht das schon in der Herkunftsfamilie, spätestens aber in der Schule. In der Ausbildung und im Beruf geht es dann so weiter.

Welche »Lösungen« machen langfristig unglücklich?

Und die Lösung, die die meisten von uns dann für dieses tief greifende Problem schon als Heranwachsende gefunden haben, heißt entweder: »Wenn du mich zum Objekt machst, mache ich das auch mit dir.« Sie lernen dann immer besser, andere zur Verwirklichung ihrer Absichten und Ziele »vor ihren Karren zu spannen«. Eine andere Möglichkeit, um den Schmerz einer solchen Erfahrung zu überwinden, besteht darin, dass man sich selbst zum Objekt seiner Bewertungen macht und sich sagt: »Ich bin nicht gut genug«, »Ich kann kein Mathe« und so weiter. Wer diese Lösung wählt, leidet dann oft ein Leben lang an diesen eigenen negativen Selbstbewertungen.

Leider bleiben manche Personen zeitlebens in einem dieser beiden Lösungsmuster stecken. Sie erfüllen ihre jeweiligen Objektrollen, entwickeln sich aber als lebendige Menschen nicht weiter und verlieren dabei ihre angeborene Entdeckerfreude und Gestaltungslust. Und sie sind dabei zutiefst unglücklich.

Kann jemand, der sich unterwegs verirrt hat, das Glück im Leben auch wiederfinden?

Das menschliche Hirn ist zeitlebens umbaufähig und es ist nie zu spät, sich aus einmal gebahnten Mustern des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns zu lösen und wieder zu einem selbstverantwortlichen, selbstbestimmten Subjekt zu werden.

Sein bisheriges Leben kann niemand ändern. Was vergangen ist, ist vorbei. Aber jeder Mensch kann sich zu jedem Zeitpunkt seines Lebens dafür entscheiden, fortan anders zu leben als bisher. Etwas bewusster vielleicht, auch etwas liebevoller gegenüber sich selbst und auch...

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