BWL Grundwissen

 
 
Haufe-Lexware (Verlag)
  • 7. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. August 2020
  • |
  • 128 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-648-14671-2 (ISBN)
 

Begriffe und Zusammenhänge der BWL zu kennen, bringt viele Vorteile in Studium und Beruf. Hier erfahren Sie, was gemeint ist, wenn von Deckungsbeitrag, Marketing-Mix oder Job Enlargement die Rede ist. Sie erhalten Einblick in alle wichtigen Bereiche, wie z.B. das Management, das Controlling oder auch die Personalwirtschaft.

E-Book
7. Auflage 2020
  • Deutsch
  • Freiburg
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  • Für Beruf und Forschung
  • 0,61 MB
978-3-648-14671-2 (9783648146712)
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Prof. Dr. Wolfgang Mentzel ist emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Koblenz und Experte für Personal- und Kommunikationsthemen. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Inhalte:

  • Betriebswirtschaftliche Prinzipien und Steuerung - das Unternehmen und sein Management
  • Die Aufgaben von Finanzwirtschaft, Rechnungswesen und Controlling
  • Grundlegende Marketingmaßnahmen und mögliche Marketingstrategien
  • Personalwirtschaft, Löhne und Gehälter - das Unternehmen und seine Mitarbeiter

Der Aufbau der Unternehmung

Die Unternehmung steht im Mittelpunkt der BWL: Was passiert in einem Unternehmen, wie organisiert es sich?

In diesem Kapitel erfahren Sie,

  • welche Ziele ein Unternehmen verfolgt,
  • was die betriebswirtschaftlichen Prinzipien sind,
  • wie die Unternehmensorganisation aussieht und
  • wie Unternehmen gegründet werden.

Betriebswirtschaftslehre, Betrieb und Unternehmung

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) gehört zu den Wirtschaftswissenschaften. Wie andere Wissenschaftler ordnet auch der Betriebswirt seine Disziplin zunächst einmal ein und definiert dabei genauer, was er eigentlich erforscht oder lehrt.

Wie bei der Volkswirtschaftslehre geht es in der BWL um die Wirtschaft. Während die erstere allerdings vor allem die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge untersucht, befasst sich die BWL bevorzugt mit dem Geschehen innerhalb der Betriebe, den Unternehmen.

Unternehmen sind vielschichtige Institutionen, in denen neben wirtschaftlichen auch technische, rechtliche, soziologische, psychologische und andere Probleme auftreten. Hiervon sind für die Betriebswirtschaftslehre allerdings nur die wirtschaftlichen Fragestellungen von Bedeutung. Die übrigen gehören zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen und haben aus der Sicht der BWL den Charakter von Hilfswissenschaften (z. B. Rechtswissenschaften, Arbeitswissenschaft, Psychologie).

Durch Abstraktion wird aus dem Erfahrungsobjekt Betrieb das Erkenntnisobjekt der BWL abgeleitet, nämlich die wirtschaftliche Seite des Betriebsgeschehens. Nur dieser isolierte Teilbereich bildet den eigentlichen Untersuchungsgegenstand der Betriebswirtschaftslehre.

Ein Betrieb ist eine organisierte Wirtschaftseinheit, in der Sachgüter produziert oder Dienstleistungen bereitgestellt werden.

Unabhängig vom jeweils gültigen Wirtschaftssystem - Markt- oder Planwirtschaft - gelten für alle Betriebe bestimmte Merkmale. Dazu zählen

  • die Kombination von Produktionsfaktoren,
  • das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und
  • die Forderung nach finanziellem Gleichgewicht, d. h. die Fähigkeit des Betriebs, seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können (Liquidität).

Während »Betrieb« der allgemeine Begriff ist, bezeichnet man in der BWL Betriebe im Wirtschaftssystem der Marktwirtschaft als »Unternehmung« (nach Gutenberg). Die marktwirtschaftliche Unternehmung unterscheidet sich vom Betrieb der Planwirtschaft durch

  • die Selbstbestimmung des Wirtschaftsplans aufgrund der Gegebenheiten des Marktes (Autonomieprinzip),
  • das Prinzip des Privateigentums und
  • die Gültigkeit des erwerbswirtschaftlichen Prinzips, das besagt, dass Unternehmungen ihre Entscheidungen unter Berücksichtigung aller Risiken auf Dauer so zu treffen haben, dass auf das investierte Kapital ein möglichst hoher Gewinn erzielt wird (Gewinnmaximierung).

Der vorliegende TaschenGuide befasst sich ausschließlich mit dem Wirtschaften in Unternehmungen, wobei die Begriffe »Betrieb« und »Unternehmung« im selben Sinn verwendet werden.

Welche Ziele verfolgt ein Unternehmen?

Alle Betriebe erfüllen die Funktion, die Bedürfnisse Dritter zu decken. Diese Aufgabe erwächst den Betrieben aus ihrer Stellung in der arbeitsteiligen Wirtschaft; sie wird als Betriebszweck bezeichnet.

Vom Betriebszweck müssen die Betriebsziele (Unternehmensziele) unterschieden werden. Denn die Betriebe werden in der Regel nicht tätig, um ihre gesamtwirtschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Die Leistungserstellung ist lediglich ein Mittel, um damit andere betriebliche Ziele zu realisieren.

Ein Unternehmen will Gewinn erwirtschaften

Für Unternehmen in einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung steht sicherlich das Gewinnstreben an erster Stelle. Weitere monetäre Zielsetzungen sind

  • das Umsatzstreben,
  • eine Erhöhung der Rentabilität oder
  • Liquiditätsverbesserungen.

Aber es geht den Unternehmen nicht immer (ausschließlich) ums Geld: Streben nach sozialem Ansehen, nach einem bestimmten Image, nach Macht, Größe oder Unabhängigkeit können die unternehmerische Verhaltensweise genauso bestimmen wie soziale Prinzipien, z. B. die Sorge um das Wohlergehen der Belegschaft oder der Aufbau sozialer Einrichtungen. Ressourcen zu schonen oder die Umweltbedingungen zu verbessern können ebenso Ziele sein, die in Unternehmen verfolgt werden.

Welche Typen von Betrieben gibt es?

Es macht einen großen Unterschied, welche Art von Leistung das Unternehmen erstellt. So unterscheidet man

  • Sachleistungsbetriebe: z. B. Land- und Forstwirtschaft, Investitions- oder Verbrauchsgüterindustrie, und
  • Dienstleistungsbetriebe: z. B. Handel, Fremdenverkehr.

Eng mit der Einteilung nach der Art der erstellten Leistungen hängt auch die Einteilung nach Wirtschaftszweigen (Branchen) zusammen. Danach kann unterteilt werden in Betriebe

  • der Industrie und des Handwerks,
  • des Handels,
  • der Banken,
  • der Versicherungen,
  • des Verkehrs
  • und sonstige Dienstleistungsbetriebe.

Fragt man nach dem »Wie« der Leistungserstellung, lässt sich in arbeitsintensive, anlageintensive und materialintensive Betriebe unterscheiden. Nach der Abhängigkeit vom Standort werden schließlich rohstoff-, energie-, arbeitskräfte- und absatzorientierte Betriebe unterschieden. Schließlich wird auch die gewählte Rechtsform (siehe Abschnitt »Das Unternehmen gründen«) der Betriebe als Einteilungskriterium herangezogen.

Verschiedene Prozesse und Aufgabenbereiche

Innerhalb eines Betriebs laufen verschiedene Prozesse nebeneinander: der Güter-, Produktions-, Geld- und Informationsprozess. Güter und Dienste, die auf dem Beschaffungsmarkt bezogen wurden, werden im Produktionsprozess zu marktfähigen Leistungen (Waren oder Dienstleistungen) umgewandelt und an den Absatzmarkt weitergegeben. Dem Güterstrom läuft ein Geldstrom entgegen. Für die am Absatzmarkt verkauften Leistungen kommen Geldmittel herein, die zum Kauf von Gütern des Beschaffungsmarkts wieder abfließen.

All diese Aufgaben lassen sich nur erfolgreich bewältigen, wenn ausreichende Informationen über den Markt, das Verbraucherverhalten, über die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens etc. vorliegen. Die Informationen von außen sammelt die volkswirtschaftliche oder Marktforschungsabteilung; für die interne Informationsgewinnung ist vor allem das Rechnungswesen zuständig.

Der Gesamtprozess der betrieblichen Tätigkeit besteht demnach aus ganz unterschiedlichen Aufgabenbereichen oder Funktionen. In der BWL unterscheidet man

  • Unternehmensführung,
  • Beschaffung,
  • Lagerhaltung,
  • Produktion,
  • Transportwesen,
  • Rechnungswesen,
  • Finanzierung,
  • Personalwesen und
  • Absatz.

Vielfach werden Beschaffung, Produktion und Absatz, gelegentlich auch noch die Finanzierung als Grundfunktionen (Elementarfunktionen) bezeichnet, denen die übrigen Funktionen zugeordnet sind.

Die betrieblichen Produktionsfaktoren

Produzieren heißt, Arbeitsleistungen, natürliche Hilfsmittel und Güter so einzusetzen, dass neue oder veränderte Güter oder Dienstleistungen entstehen. Der technische Vorgang wird Produktionsprozess genannt.

BEISPIEL Die Tätigkeit des Zeitungsverkäufers an der Straßenecke ist im ökonomischen Sinne ebenso Produktion wie das Geschehen in einem Stahlwerk.

Dazu benötigt man Arbeitsleistungen, also Menschen, und bestimmte Hilfsmittel. Beides nennt man in der Betriebswirtschaftslehre Produktionsfaktoren oder Leistungsfaktoren. Was am Ende entsteht, Güter oder Dienstleistungen, wird Produktionsergebnis genannt. Nach Erich Gutenberg werden die folgenden Produktionsfaktoren unterschieden:

  • ausführende Arbeit,
  • Betriebsmittel: Maschinen, Werkzeuge, Gebäude, Grundstücke,
  • Werkstoffe: Roh-, Halbstoffe, verwendete Fertigteile,
  • der dispositive Faktor (s. Kapitel »Die Unternehmensführung«).

Der dispositive Faktor fügt die drei anderen Faktoren, die als Elementarfaktoren bezeichnet werden, zusammen.

Betriebswirtschaftliche Prinzipien

Für jedes Unternehmen gelten Prinzipien, deren Verletzung seinen dauerhaften Bestand gefährden würde.

Unternehmen sollen ökonomisch .

In der BWL geht man davon aus, dass die Menschen praktisch unbegrenzte Bedürfnisse haben, die Güter allerdings knapp sind. Daraus ergibt sich ein Grundprinzip wirtschaftlichen Handelns,...

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