The King - Der schwarze König

 
Mark Menozzi (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 16. September 2011 | 608 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1152-2 (ISBN)
 
Als der junge Warantu-Prinz Manatasi vom legendären Rad des Schicksals hört, in das die Namen der größten Helden eingemeißelt werden, beschließt er, dass eines Tages auch sein Name das Rad zieren soll. Gemeinsam mit dem jungen Schamanen Sirasa verlässt er seine Heimat und bricht auf in die Stadt Kemyss. Doch nach der schicksalhaften Begegnung mit einem kleinen Mädchen, das durch sein enormes magisches Potenzial in großer Gefahr schwebt, macht er es sich zur Aufgabe, das Kind zu beschützen. Es beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf das kleine Mädchen, dessen enorme Zauberkräfte viele dunkle Gestalten für sich nutzen wollen ... Schließlich muss sich Manatasi auch dem grausamen Schwarzen König, der Inkarnation des bösen Dschungelgeistes, stellen. Wird er ihn besiegen können?
baumhaus digital ebook
1. Aufl. 2011.
Ingrid Ickler | Karin Rother
Deutsch
1,54 MB
978-3-8387-1152-2 (9783838711522)
3838711521 (3838711521)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 27 (S. 350-351)

Kade Kade war von der Erscheinung Caledon Vrinns tief beeindruckt. Die durchdringenden Augen des Dayros-Priesters schienen bis auf den Grund ihrer Seele zu blicken und selbst ihre geheimsten Gedanken zu enthüllen. Kade saß auf einem Sessel in den Gemächern, die ihr König Sharmak in seinem Palast zur Verfügung gestellt hatte. Ihre Dienerin füllte ein Glas mit Rotwein. »Danke, Tere«, sagte Kade, sah dabei aber Caledon Vrinn unverwandt an. Der Wächter hatte es sich ihr gegenüber bequem gemacht. Kade wartete geduldig, bis Tere auch dem Gast ein Glas Wein eingeschenkt hatte.

Sie griff nach der geschnitzten Holzfigur, Kestels Lieblingsspielzeug. »Haben Sie noch einen Wunsch, Herrin?« »Für den Augenblick nicht, danke.« Die Dienerin verbeugte sich leicht. »Falls Sie noch etwas wünschen, ich bin nebenan.« Wieder verbeugte sie sich, diesmal vor Caledon Vrinn, der ihr zunickte. Dann verließ sie den Raum. »Wie geht es Telliard?«, fragte Kade sofort. »Gut. Die Wunde war nicht tief, es wurden keine lebenswichtigen Organe verletzt. Der Junge ist zäh, er wird sich rasch erholen.« Kade seufzte erleichtert. »Seid Ihr nur gekommen, um mir das zu sagen?« »Nein, da ist noch etwas.«

»Geht es um Kestel?« »Ja.« »Ist ihr etwas zugestoßen? Wie geht es ihr?«, unterbrach sie ihn, noch bevor er weitersprechen konnte. »Gut, ich habe erfreuliche Neuigkeiten. Deine Tochter befindet sich nicht mehr in der Gewalt der Geflügelten Schlange, sie ist jetzt in Sicherheit, in einem drakonischen Dorf in der Catena Divisoria, der Gebirgskette, die den Westen vom Osten Valdars trennt.« Kade spürte eine Welle der Erleichterung, ihr Herz schien vor Freude zu zerspringen. Sie schlug die Hände vors Gesicht und ließ ihren Tränen freien Lauf, ihre Schultern zuckten, so heftig schluchzte sie. Sie weinte eine lange Zeit. Caledon wartete geduldig. »Verzeiht«, presste sie schließlich mit noch immer zitternder Stimme heraus.

»Warum?«, fragte Caledon wohlwollend. »Deine Freude ist mehr als verständlich.« »Haben Sirasa und die anderen sie befreit? Habt Ihr sie getroffen? Kehren sie zurück?« »Lass mich alles erklären.« Caledon wurde wieder ernst. »Bis jetzt ist deine Tochter noch in diesem Dorf. Aber ich will ganz ehrlich zu dir sein. Die Geflügelte Schlange wird alles versuchen, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen.« Kade erschauerte. »Wissen sie das?«, fragte sie voller Angst.

»Weiß Manatasi, dass sie wieder angreifen?« »Kestel wurde nicht von Manatasi und Sirasa befreit, sondern von einem alten Krieger namens Maugis.« »Maugis? Und wer ist dieser Maugis?« Kade fürchtete sich bei dem Gedanken, ihre Tochter könne in der Hand eines Fremden sein. »Man nennt ihn den Dämonentöter. Kommt dir dieser Name bekannt vor?« Kade zuckte zusammen. Sie hatte schon viele Geschichten über den Dämonentöter gehört, Legenden, die bis nach Ardannar gelangt waren. Alle rühmten die Kraft und die Heldenhaftigkeit dieser geheimnisvollen Gestalt.

Eine Gestalt, von der sie immer gedacht hatte, sie existiere nur in der Fantasie. »Wirklich?«, fragte sie ungläubig. »Wie konnte er sie befreien?« »Das wissen wir noch nicht genau. Das Wichtigste ist aber, dass Kestel in guten Händen ist. Maugis hat längst bemerkt, was unsere Feinde im Schilde führen, und die Drakonier verständigt. Die Krieger der Geflügelten Schlange werden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie in dem Dorf ankommen.«

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