Der süße Geschmack der Leidenschaft

 
 
HarperCollins (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Januar 2017
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-7337-0718-7 (ISBN)
 
Ein heißer Flirt zum Dessert? Nicht nur die berühmten Menüs von Sternekoch Rafe Mancini führen die junge Amerikanerin Dani unwiderstehlich in Versuchung - auch seine leidenschaftlichen Küsse. Dabei ist sie in die Toskana gereist, um die Familie ihrer Pflegemutter zu finden, nicht um ihr Herz an einen heißblütigen Italiener zu verlieren! Doch sobald Rafe sie in die Arme zieht, spürt sie nie gekannte Leidenschaft. Was soll sie nur tun? Eigentlich ist sie längst einem anderen Mann versprochen! Auch wenn sie sich eingestehen muss, dass sie sich unrettbar in Rafe verliebt hat .
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 1,16 MB
978-3-7337-0718-7 (9783733707187)

1. KAPITEL

Italien musste das schönste Land der Welt sein.

Fasziniert betrachtete Daniella Tate die mit Kopfstein gepflasterte Straße in Florenz. Über der Stadt strahlte ein azurblauer Himmel. Daniella war mit dem Zug gekommen, aber jetzt musste sie in den Bus umsteigen, um nach Monte Calanetti zu gelangen.

Sie kaufte die Fahrkarte und setzte sich zum Warten auf eine der Holzbänke. Ihr fiel die silberblonde Frau auf, die auf der übernächsten Bank saß und mit leerem Blick vor sich hin starrte. Die schlanke Frau wirkte verloren, und Daniella fühlte mit ihr. Als Pflegekind aufgewachsen, wusste sie genau, wie es war, wenn man allein war und sich einsam, verängstigt oder sogar verwirrt fühlte. Emotionen, die sie auch in den blauen Augen der Frau erkannte.

Die Stimme aus den Lautsprechern kündigte den nächsten Bus an. Eine ältere Dame, die neben der blonden Frau gesessen hatte, stand auf und griff nach der Reisetasche zu ihren Füßen. Die Blonde erhob sich ebenfalls.

"Entschuldigen Sie, aber das ist meine Tasche."

Die ältere Frau hob zu einem verärgerten Wortschwall in Italienisch an. Die Jüngere sagte in Englisch mit amerikanischem Akzent: "Tut mir leid, aber ich verstehe kein einziges Wort von dem, was Sie da sagen."

Die Ältere jedoch drückte die Reisetasche fest an die Brust und erklärte der anderen unmissverständlich, dass dies ihre Tasche sei.

Daniella sprang auf und eilte zu den beiden. "Ich spreche Italienisch", sagte sie zu der Amerikanerin. "Vielleicht kann ich helfen." Dann wandte sie sich an die ältere Frau und fragte sie in perfektem Italienisch, ob sie sicher sei, dass die Reisetasche ihr gehöre, denn da stehe noch eine ganz ähnliche auf ihrer anderen Seite.

Verdutzt drehte die ältere Frau den Kopf und lief vor Verlegenheit rot an. Mit überschwänglichen Entschuldigungen reichte sie der Amerikanerin die Tasche zurück, griff sich die andere und beeilte sich, in ihren Bus zu steigen.

Mit einem erleichterten Seufzer lächelte die hübsche Amerikanerin Daniella an. "Vielen Dank."

"Keine Ursache. Als Sie auf Englisch geantwortet haben, war unschwer zu erraten, dass Sie die Landessprache nicht beherrschen. Warten Sie hier auf einen Bekannten, der Sie abholt?"

"Nein."

Dani zog eine Grimasse. "Dann haben Sie hoffentlich ein gutes Englisch-Italienisch Wörterbuch dabei."

Die Amerikanerin zeigte auf die Kopfhörer, die um ihren Hals hingen. "Ein Sprachkurs. In fünf Wochen soll man angeblich fließend Italienisch sprechen."

"Das könnten lange fünf Wochen werden", erwiderte Dani mit einem freundlichen Lachen. Sie reichte der anderen die Hand. "Ich heiße übrigens Daniella."

Die hübsche Amerikanerin zögerte einen Moment, schüttelte dann aber Danis Hand. "Louisa", stellte sie sich vor.

"Ich bin zum ersten Mal in Italien. Bisher habe ich in Rom Englisch unterrichtet, aber meine Pflegemutter stammt aus der Toskana. Darum will ich die letzten Wochen meines Aufenthalts nutzen, um mir ihre Heimat anzusehen."

"Ihre Pflegemutter?"

Innerlich krümmte sich Dani leicht. "Tut mir leid, ich bin mal wieder viel zu freimütig."

Louisa lächelte.

"Das kommt von der Aufregung, in Italien zu sein. Ich habe mir schon so lange gewünscht, Land und Leute kennenzulernen." Sie erwähnte allerdings nicht, dass ihr langjähriger Freund ihr am Tag vor ihrer Abreise nach Rom einen Heiratsantrag gemacht hatte. Das war wohl wirklich zu privat. Was sie von diesem Antrag halten sollte, wusste Dani bis heute nicht genau. Hatte Paul sie nur gefragt, um sie an sich zu binden? Oder war ihre Beziehung tatsächlich an den Punkt gekommen, wo eine Heirat der nächste Schritt war? War die Ehe überhaupt das Richtige für sie?

Viel zu viele Fragen. Also hatte sie sich Bedenkzeit ausgebeten und ihm gesagt, sie würde ihm nach ihrer Rückkehr aus Italien antworten. Die Wochen im Februar hätten ein entspannter Urlaub werden sollen, bevor sie nach New York zurückkehrte und dort ihre Lehrerlaufbahn begann. Paul hatte diesen Plan durchkreuzt. Eigentlich hätte sie den Antrag begeistert annehmen müssen, stattdessen war ihr leicht mulmig geworden. Es war wohl das Beste, wenn sie es vorerst zur Seite schob und später darüber nachdachte, wenn die Zeit gekommen war.

Nächsten Monat.

"Ich habe meinen Aufenthalt verlängert, um das Dorf zu besuchen, aus dem meine Pflegemutter stammt. Ich hoffe, ich lerne ihre Familie kennen."

Louisa lachte. "Das könnte lustig werden."

Es freute Daniella, dass Louisa so viel Verständnis zeigte. Sie schienen etwas gemeinsam zu haben. "Dann sind Sie auch Touristin?"

"Nein."

"Entschuldigen Sie, ich wollte nicht neugierig sein."

Louisa seufzte. "Schon in Ordnung, ich bin einfach nur nervös. Aber Sie haben mir geholfen, und ich sollte nicht so unfreundlich sein. Auf jeden Fall . ich bin unterwegs nach Monte Calanetti."

Überrascht riss Dani die Augen auf. "Ich auch!"

Die Ansage, dass der Bus mit genau diesem Ziel jetzt in den Busbahnhof einfuhr, unterbrach ihr Gespräch. Daniella wählte einen Platz genau in der Mitte, überzeugt, dass sie von hier aus während der Fahrt am meisten sehen konnte.

Zu ihrer Überraschung fragte Louisa: "Haben Sie etwas dagegen, wenn ich mich zu Ihnen setze?"

"Nein, ganz im Gegenteil."

Wieder fiel ihr auf, dass Louisa stets zögerte - bei allem, was sie tat. Irgendwie schien auch bei allem, was sie sagte, das Ende offen zu bleiben.

"Sie bleiben also noch ein paar Wochen, bevor Sie wieder nach Hause zurückfliegen?"

"Ja, den ganzen Februar." Daniella holte tief Luft. "Und ich bin fest entschlossen, jede Minute zu genießen. Allerdings werde ich Arbeit finden müssen. Vielleicht als Kellnerin oder Verkäuferin, so etwas in der Art. Das Leben in New York ist teuer, und das Geld, das ich in Rom verdient habe, werde ich brauchen, wenn ich zurückkomme. Daher muss ich mir mein Urlaubsgeld vor Ort verdienen."

"Guter Plan."

Der Bus fuhr an. Dani setzte sich gerade auf, damit ihr nichts entging, und Louisa lachte. "Ihre Pflegemutter hätte die Reise mit Ihnen zusammen machen sollen."

Danis Herz zog sich zusammen. Zwischendurch hatte sie gedacht, sie wäre langsam über den Verlust hinweg, doch dann erinnerte sie wieder etwas daran, dass die liebevolle Frau, die so viel Gutes für sie getan hatte, nicht mehr lebte. Sie schluckte. "Sie ist vor einigen Monaten gestorben. In ihrem Testament hat sie mir das Geld für ein Ticket nach Italien hinterlassen."

Mitgefühl zog in Louisas Züge. "Mein herzlichstes Beileid. Das war gedankenlos von mir."

Daniella schüttelte den Kopf. "Sie konnten es ja nicht wissen."

Louisa musterte sie. "Sie haben also keinen konkreten Plan? Und wissen noch nicht, wo Sie Arbeit finden werden?"

"Nein, ich lasse alles auf mich zukommen. Natürlich habe ich mich vorher über Rosas Familie informiert, und die Sprache spreche ich auch. Also dürfte es nicht allzu schwierig werden."

"Auf jeden Fall werden Sie weniger Probleme haben als ich, da ich kein Italienisch spreche." Louisa hielt ihren Discman hoch und lachte. "Erst in fünf Wochen."

Während der Bus sich durch die Straßen wand, warf Dani einen letzten Blick auf Florenz. "Ist dieses Land nicht einfach himmlisch? Selbst im Winter mit den kahlen Bäumen wirkt es noch idyllisch."

"Ja." Louisa kaute an ihrer Lippe. "Ich habe auch etwas geerbt", gestand sie dann zögernd. "Eine Villa."

"Oh, Gott, eine Villa!"

Louisa wandte den Blick ab. "Ich weiß, schon toll, nicht wahr? Das Haus heißt Palazzo di Comparino."

"Haben Sie ein Foto?"

"Ja." Louisa holte ein Foto aus ihrer Handtasche. Es zeigte ein großes Herrenhaus. Im Hintergrund wuchsen endlose Reihen grüner Rebstöcke unter blauem Himmel.

"Das ist wunderschön", hauchte Dani ehrfürchtig.

"Bisher habe ich noch nichts in Italien gesehen, was nicht wunderschön wäre. Ich muss zugeben, dass ich ziemlich aufgeregt bin."

"Ich wäre mehr als nur aufgeregt!"

"Man hat mir erzählt, dass der Ort Monte Calanetti um den Palazzo herumgewachsen ist, wegen der Weinberge, die zu der Villa gehören, die ich geerbt habe. Man brauchte viele Helfer für die Lese und die Weinproduktion. Und so sind die Familien geblieben. Tja, und ich besitze auf einmal ein Weingut und verstehe überhaupt nichts davon."

"Heute kann man doch alles aus dem Internet erfahren", beruhigte Daniella sie.

Louisa holte tief Luft. "Das hoffe ich."

Aufmunternd legte Daniella eine Hand auf Louisas. "Sie schaffen das schon."

Louisa lächelte wieder so geheimnisvoll. Daniella ahnte, dass sie sich wünschte, glücklich zu sein, sich aber nicht richtig traute.

"Wissen Sie, ich könnte Hilfe gebrauchen, wenn ich dort bin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so einfach in die Villa einziehen kann, ohne dass man mir nicht tausend Fragen stellt. Und da ich kein Italienisch spreche, könnte es kompliziert werden."

"Vor allem, wenn der Sheriff aufläuft."

Louisa lachte. "Ich glaube nicht, dass sie hier Sheriffs haben. Die Urkunde, die ich habe, ist in Englisch verfasst. Wenn ich sie den italienischen Behörden vorlege, verursacht das möglicherweise ein Chaos. Wenn Sie möchten, können Sie gern für eine Weile bei mir...

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