Heideggers 'große Politik'

Die semantische Revolution der Gesamtausgabe
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. März 2016
  • |
  • 334 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154435-4 (ISBN)
 
Seit dem Erscheinen der Schwarzen Hefte tobt eine neue internationale Debatte um Heideggers Nationalsozialismus und Antisemitismus. Reinhard Mehring verweist diese Debatte in wirkungsgeschichtlicher Perspektive und im Interesse der heutigen philosophischen Kultur auf den Aspekt der Nachlasspolitik. Er analysiert die Genese und die exzentrische Form von Heideggers Werk, indem er eine leitende These zu seiner postmetaphysischen Hermeneutik des universitären Daseins und akademischen Auftritts entwickelt und intellektuelle Konstellationen, Prägungen und Wirkungen erörtert. Außerdem analysiert er Heideggers Stellung im Nationalsozialismus sowie die Gesamtausgabe und den Betrieb des Heideggerianismus als Telos des Werkes. In der Nietzsche-Nachfolge stellte Heidegger seine 'große Politik' von Hochschulpolitik auf Nachlasspolitik um und verlegte sich auf die Stiftung eines 'anderen Denkens' und die 'Zucht und Züchtung' des Heideggerianers als 'künftigen Mensch' und 'Übermensch'.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 4,26 MB
978-3-16-154435-4 (9783161544354)
10.1628/978-3-16-154435-4
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung: "Große Politik" in der Nietzsche-Nachfolge
  • Teil I: Performanzanalytischer Ansatz
  • I. Heideggers Bestimmung seiner Hörer zur Überlieferung. Eine These (1993)
  • II. Hölderlin oder Goethe?
  • 1. "Bürgerliche" Neuhumanisten und antiliberale Disjunktionsapostel
  • 2. Zur Profilierung der Alternative
  • 3. Heideggers "Norbert"
  • III. Elegischer Nationalismus. Hellingrath-Kult und Hölderlins Scheitern
  • 1. Hellingrath-Kult
  • 2. Hölderlins Suche nach der Zukunft der Nation
  • 2.1. Hyperion
  • 2.2. Empedokles
  • 2.3. Das Spätwerk: ungewisse Zukunft der Nation
  • IV. Fröhliche Wissenschaft mit Martin Heidegger
  • 1. Heidegger und Adorno als Alternativen nach 1945
  • 2. Heidegger als exoterischer Text und esoterisches "Gerücht"
  • 3. Heideggers Stimmungsmache
  • 3.1. Das Ding als Kult
  • 3.2. Vorlesepriester im Mysterienspiel
  • 3.3. Monologische Versammlung
  • 4. Von der "Stille" zum Gespräch
  • 5. In Elfriede Jelineks "Gestell"
  • Teil II: Konstellationen und Korrespondenzen mit Heidegger
  • V. Kombattanten der Zwischenkriegszeit. Rezensionen und Miszellen
  • 1. Philosophisches Scheitern. Der Briefwechsel zwischen Heidegger und Jaspers (1991)
  • 2. Zerfall einer "Kampfgemeinschaft". Zur philosophischen Auseinandersetzung zwischen Heidegger und Jaspers (2003)
  • 3. "'Schatten' sind nur, wo Sonne ist." Die Liebe "zwischen" Arendt und Heidegger (1999)
  • 4. "Was fehlt solchen Worten?" Briefe an Elfride (2005)
  • 5. Kirche oder Partei? Marburger Gespräche mit Rudolf Bultmann (2009)
  • 6. Verschärfer und Neutralisierer des Nationalsozialismus: Carl Schmitt und Martin Heidegger (2013)
  • 7. Der "einzige echte Nachfolger Nietzsches": Ernst Jünger (2005)
  • 8. Karl Löwith: Destruktion einer Überlieferungskritik (2003)
  • VI. Formalismus, Dezisionismus, Nihilismus. Jüdische Heidegger-Schüler als Schmitt-Kritiker
  • 1. Schmitt-Kritik "jüdischer" Heidegger-Schüler
  • 1.1. Rückgang auf Hobbes: Leo Strauss (1899-1973)
  • 1.2. Rückgang auf Sokrates: Helmut Kuhn (1899-1991)
  • 1.3. Hegelmarxismus und "Titanensturz": Herbert Marcuse (1898-1979)
  • 1.4. Immanente Kritik: Karl Löwith (1897-1973)
  • 2. "Auf einen Juden warten". Schmitts Suche nach kongenialen Feinden
  • 3. Hannah Arendts ethischer Rückgang auf Sokrates
  • VII. Jenseits der "Horizontverschmelzung". Hans-Georg Gadamers Spranger-Blockade
  • 1. Philosophische Annäherungen
  • 2. Spranger über Heidegger
  • 3. Sprangers Einladungen an Gadamer und dessen Leipziger Denken
  • 3.1. Solidaritätsaktion für Theodor Litt
  • 3.2. Gadamers Leipziger Rektorat und seine Goethe-Deutung
  • 3.3. Gadamers Absage an Spranger
  • 4. Gadamers Entpolitisierung des "neuen Humanismus" in Wahrheit und Methode
  • 5. Der Ort der Bildung und der Typus des Heideggerianers
  • Teil III: Heidegger im Nationalsozialismus
  • VIII. Zur institutionengeschichtlichen Betrachtung der Praxis einer Disziplin
  • IX. Von der Universitätspolitik zur Editionspolitik. Heideggers politischer Weg
  • 1. Heideggers politische Prägung
  • 2. Das Datum der nationalsozialistischen Entscheidung
  • 3. Hochschulpläne
  • 4. Editionspolitische Konsequenzen
  • X. "Volk" ohne Juden. Zur "metaphysischen" Nivellierung der Diskriminierungskosten völkischer Homogenisierung
  • 1. Das Skandalon der Schwarzen Hefte und die Eisbergthese
  • 2. Tabuisierung der "Judenfrage": Heideggers Verhältnis zu Hannah Arendt
  • 3. Universitäre Konstellationen 1918/1933
  • 3.1. "Seine receptiven Fähigkeiten sind gering": Heidegger im Husserl-Kreis
  • 3.2. Fakultät im Nationalsozialismus
  • 3.3. Weitere Einflüsse
  • 4. Heideggers politischer Volksbegriff
  • 4.1. Das Schwarzwälder Schlageter-Volk
  • 4.2. Expansives "Volk"
  • 4.3. Soldatischer "Frontgeist" nach dem Rektorat
  • 5. Scheiternserfahrung und Feindidentifikationen
  • 6. Reden und Schweigen über Judentum
  • 6.1. NS-Propaganda und polemisches Zeitgeistsurfen
  • 6.2. "Rechnerische Begabung"
  • 6.3. "Selbstvernichtung" des Judentums
  • 6.4. Perspektivenwechsel oder "Kehre": von der politischen "Vernichtung" zur metaphysischen "Verwüstung"
  • 6.5. Litwinow als exemplarischer Dämon des "Weltjudentums"
  • 6.6. Politisches "Weltjudentum" nach Arendt
  • 7. Tabuisierung des Ressentiments und Inversion der "Rache"
  • 8. Paralleltexte zum Kriegsende
  • 9. Rekapitulation
  • Teil IV: Das Vermächtnis der Gesamtausgabe
  • XI. Heideggers Nachlasspolitik
  • 1. Nachlasseditionspolitik und Nachlassinterpretationspolitik
  • 2. Walter Benjamin und Carl Schmitt als Beispiele
  • 3. Heideggers Fusion von Nachlasseditionspolitik und Nachlassinterpretationspolitik
  • 3.1. Korrespondenzen
  • 3.2. Nietzsche-Nachfolge
  • 4. "Ein Wichtigeres für die Zukunft weiß ich nicht." Die Genese der Gesamtausgabe
  • 4.1. Schritte zur Gesamtausgabe
  • 4.2. Verlagskorrespondenzen (Klostermann und Neske)
  • 4.3. Der Akt der Entscheidung und seine Akteure
  • 5. Der Fall der Gesamtausgabe
  • 5.1. Offene Fragen und erste Auseinandersetzungen
  • 5.2. Die Editionslegitimationsformel "Ausgabe letzter Hand"
  • 5.3. Autorisierungsfragen der "esoterischen" Abteilungen
  • 5.4. Gliederung der Gesamtausgabe
  • 6. Schluss: Erwartungsenttäuschung
  • XII. Der letzte Akt der Gesamtausgabe
  • 1. Zur jüngsten Welle der Heidegger-Kontroverse
  • 2. Heideggers Jargon
  • 3. Die vierte Abteilung
  • 4. Abendland ohne Monotheismus
  • 5. Nietzsches "Zusammenbruch" und Heideggers messianische Ankunft
  • 6. Goethes Groß-Coptha als kritisches Modell
  • 7. Der Machtkampf der Heideggerianer und die Zukunft der Gesamtausgabe
  • XIII. Heidegger-Vermächtnis und philosophische Kultur
  • 1. Leserevolution
  • 2. Heidegger-Nachfolge
  • 3. Kennzeichen des "anderen Denkens"
  • 4. Die "Zeit des Ereignisses" und die Universitätsgeschichte
  • 5. Ende der akademischen Ereignisse im Bologna-System
  • Siglenverzeichnis
  • Nachweise
  • Personenregister
  • Sachregister

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Lese-Software Adobe Digital Editions: wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

49,00 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen