Erzähl mir was vom Himmel und der Erde

 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 11. April 2011 | 176 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05543-1 (ISBN)
 
Preisgekrönte Kinderbuchautorin trifft renommierten Astrophysiker
Warum fällt der Mond nicht auf die Erde? Wie entstehen Wolken? Und: gibt es wirklich Leben im Weltall? Die kleine Ida wünscht sich zum Geburtstag endlich jemanden, der all ihre Fragen zum Himmel und der Erde beantworten kann und tatsächlich bekommt sie einen echten Professor »geschenkt«, der dem Geburtstagskind und seinen Freunden die Welt erklären soll. Zusammen mit dem renommierten Physiker, Prof. Dr. Harald Lesch, hat die preisgekrönte Autorin Gudrun Mebs ein Kinderbuch geschrieben, in dem sie nicht nur eine spannenden Geschichte erzählt. Spielerisch werden hier »so ganz nebenbei« Fragen zur Entstehung der Erde, den einzelnen Planeten und dem Sternenhimmel beantwortet. Ein Leseerlebnis für alle großen und kleinen Astronomiefans!


Gudrun Mebs, aufgewachsen in Frankfurt/Main, arbeitete nach ihrem Schauspielstudium zunächst viele Jahre beim Theater.
1980 begann sie aus purer Langeweile zu schreiben. Seitdem sind viele Bücher, Drehbücher, Hörspiele, Radioserien entstanden und ihre Lesereisen führten sie rund um den Globus.
Die vielfach preisgekrönte Autorin erhielt u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden. Heute lebt sie mit ihrem Mann und vielen Katzen in München und in Italien.
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Gudrun Mebs, aufgewachsen in Frankfurt/Main, arbeitete nach ihrem Schauspielstudium zunächst viele Jahre beim Theater. 1980 begann sie aus purer Langeweile zu schreiben. Seitdem sind viele Bücher, Drehbücher, Hörspiele, Radioserien entstanden und ihre Lesereisen führten sie rund um den Globus. Die vielfach preisgekrönte Autorin erhielt u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden. Heute lebt sie mit ihrem Mann und vielen Katzen in München und in Italien.
4. Der vierte Treff, heute auf dem Fußballplatz (S. 50-51)

Der Prof erzählt uns was von den Planeten

Heute wird sich der Prof aber wundern! Wir haben uns nämlich was ausgedacht! Lisa, natürlich Lisa, ist auf die Idee gekommen, aber ich muss sagen, die Idee ist toll! Den ganzen Nachmittag haben wir dran herumgebastelt. Lisa hat diktiert, wir haben ausgeschnitten und geschrieben und Bändchen geklebt, gestritten und auch gekichert. Wir sind nämlich die Planeten, die uns der Prof erklären will! Lisa kennt sie alle, weil sie nachgeschaut hat in einem Buch, heute früh, noch vor der Schule. So ist Lisa. Gestritten haben wir, weil jeder Saturn sein wollte, der mit den tollen Ringen um den Bauch. Keiner wollte die Venus sein, da mussten wir so kichern, aber keiner von uns hat eigentlich genau gewusst, warum. Wir haben gelost, Lucas hat verloren, da wollte er nicht mehr mitmachen, dann aber doch. Und jetzt marschieren wir im Gänsemarsch, mit unseren Planeten-Namen um den Hals gehängt, hin zum Fußballplatz.

Hoffentlich ist er schon da, unser Prof! Ja, da ist er, ich seh ihn schon von Weitem. Er hockt auf einer Bank am Rand vom Fußballplatz, eine Sporttasche zu seinen Füßen, und er winkt uns schon entgegen. Wir winken nicht zurück, wir müssen ja auf unsere Riesenschilder aufpassen, die zerknittern ja sonst. Das von Celia ist sowieso schon ein bisschen angelutscht…

Der Prof stutzt, ich seh’s genau, immer wenn er stutzt, legt er den Kopf schief. Klar muss er sich wundern! Kein »Hallo!« von uns und kein Gewinke. »Wir sind Planeten, und Planeten winken nicht!«, sagt Lisa sehr würdevoll und hält ihr Schild hoch. »Ich bin Mars! Und jetzt müssen Sie zu jedem von uns was erzählen!« Sie dreht sich ungeduldig zu uns um und kommandiert: »Los, Leute, wir haben’s doch besprochen!« Lucas tippt auf sein Schild und zischelt: »Ich bin Venus, leider. « Und muss schon wieder kichern. Tim brummelt: »Jupiter. Weil der so groß und dick ist, hat Lisa gesagt. Dick stimmt!« »Saturn!«, rufe ich und halte mein Schild vors Gesicht. Vielleicht findet unser Prof das jetzt alles ganz doof? Kein Wort hat er bis jetzt gesagt…

»Celia, Windelzwerg, du bist dran!«, höre ich Lisa ungeduldig rufen. »Ich hab’s doch mit dir geübt. Los, mach schon! Wer bist du?« »Celia!«, kreischt Celia und Lisa stöhnt auf. »Merkur bist du, Merkur, wie oft soll ich dir das noch sagen!« »Celia!«, kreischt Celia vergnügt und jetzt lacht der Prof los, aber wie! Laut und fröhlich. »Es fehlen aber noch Uranus und Neptun!«, informiert ihn Lisa sofort eifrig. Ich glaub, sie ist genauso froh wie ich, dass der Prof lacht und ihm unsere tolle Idee gefällt. »Aber dafür haben wir keine Kinder mehr gehabt. Und Pluto fehlt auch.« Jetzt kriegt Celia einen Stups von ihrer Schwester: »Los, Celia, mach schon, du hast es uns versprochen, okay?« »Okay!« Celia nickt ernsthaft und zieht aus ihrem Kindergarten-Täschchen eine völlig zerknitterte Papierkugel raus. Mensch, Celia! Den Zettel haben wir ihr doch so sorgfältig gefaltet reingesteckt! Celia stört das gar nicht, sie marschiert zum Prof und legt ihm die Papierkugel auf den Schoß und verkündet stolz: »Hab ich geschrieben und Lisa und Lucas und Ida und Tim auch! Sind meine Freunde, weißt du?«

»Weiß ich, Celia, weiß ich!«, sagt der Prof und lächelt. »Meine sind das auch, hoffe ich jedenfalls.« Mit gerunzelter Stirn zupft er die Papierkugel auseinander, es geht nicht gut… man muss ihm helfen. »Da steht drauf, du bist Pluto!«, sage ich und werde ein bisschen rot. Weil’s doch eigentlich heißen müsste: »Sie sind Pluto!« Der Prof springt auf, verbeugt sich tief, dabei kullert die Papierkugel in den Fußballfeld-Sand. Sofort sammelt Celia sie eifrig auf und steckt sie zurück in ihr Täschchen.

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