Herzen aus Gold

Roman
 
Fiona McIntosh (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 31. August 2011 | 704 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06982-7 (ISBN)
 
Sie waren die besten Freunde. Sie liebten dieselbe Frau. Doch die Liebe kann man nicht teilen ...

England, 1919. Zwei junge Männer brechen nach Indien auf, um ein neues Leben zu wagen. In der aufstrebenden, farbenprächtigen Stadt Bangalore lernen sich der leichtherzige Jack und der pflichtbewusste Ned kennen. Sie beschließen, gemeinsam auf die Goldfelder Südindiens zu ziehen und dort ihr Glück zu machen. Doch das dunkle Geheimnis, das sie seit den ersten Tagen ihrer Begegnung zusammenschweißt, lässt sie auch nach Jahren nicht los. Ob ihre Freundschaft stark genug ist, muss sich erweisen, als sich beide in dieselbe Frau verlieben ...

Ein großartiges Indien-Epos voller Emotionen und opulenter Farbenpracht.



Fiona McIntosh, geboren in Brighton, England, ist zeit ihres Lebens viel gereist: Sie verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Afrika, arbeitete in Paris und siedelte schließlich nach Australien über. Gemeinsam mit ihrem Mann gibt sie ein Reisemagazin heraus. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Adelaide, Südaustralien.
Gloria Ernst
Deutsch
1,22 MB
978-3-641-06982-7 (9783641069827)
3641069823 (3641069823)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"34 (S. 346-347)

Jack Bryant stand in der Tür. Er trug eine kohlschwarze Hose nach der neuesten Oxforder Mode, die Iris bislang nur aus Zeitschriften kannte, dazu ein helles Leinenjackett, eine farblich passende Weste und ein weißes Hemd mit silbergrauer Krawatte. In seiner gesunden Hand hielt er einen weichen Filzhut. Trotz der Schlinge, die er noch immer tragen musste, sah er atemberaubend gut aus. Bella konnte sich natürlich nicht beherrschen. Sie stieß einen Freudenschrei aus, als sie den Flur hinunterrannte und unbekümmert ihre Arme um ihn warf. Er stöhnte auf und versuchte sie, amüsiert über ihren Überschwang, von seiner Schulter fernzuhalten.

Es war ein kleiner Trost für Iris, dass Jack ihr über Bellas goldene Locken hinweg direkt in die Augen sah. »Komm, komm, Bella, meine Liebe«, sagte Flora sanft. Bella trat einen Schritt zurück. »Sie sehen heute sehr gut aus, Jack«, sagte sie wenig damenhaft. »Und auch ganz schön heldenhaft, ich meine mit dieser draufgängerischen Schlinge.« Iris bemühte sich, ihre Irritation zu verbergen. »Und du siehst aus wie eine hübsche kleine Blume – ich hoffe, ich darf Du zu dir sagen, Bella«, erwiderte er. Bella nickte eifrig. Flora warf Jack einen gequälten Blick zu. »Ich hoffe, Sie können diese allzu lebhafte junge Dame im Zaum halten, Mr. Bryant.«

Er verbeugte sich kurz. »Nennen Sie mich doch bitte Jack, Mrs. Walker. Hallo, Iris«, sagte er freundlich und wandte dann seine Aufmerksamkeit sofort wieder ihrer Mutter zu. »Wie geht es Rupert?« »Wir alle sind sehr erfreut über seine Fortschritte. Er ist äußerst tapfer und entschlossen und befolgt Harolds Ratschläge und Übungsanweisungen ganz genau.« »Ich bin froh, das zu hören. Ich hoffe, ihn morgen besuchen zu können, wenn es Ihnen recht ist.« »Aber natürlich ist mir das recht. Mein Mann und ich würden uns übrigens freuen, wenn Sie bald einmal zum Abendessen zu uns kämen. Vor allem jetzt, da wir etwas zu feiern haben!« Iris funkelte ihre Mutter böse an, aber Flora nahm keinerlei Notiz davon. »Harold und ich sind hocherfreut …«

»Haben Sie die Neuigkeit noch nicht gehört, Jack?«, fiel Bella ihr ins Wort. »Ned und Iris haben sich verlobt. Gestern Abend. Ich hoffe doch sehr, dass ich eine deiner Braujungfern sein werde, Iris. Aber bitte nicht in Lachsrosa. In Lachsrosa sehe ich nämlich grässlich aus.« Jack warf Iris einen kühlen Blick zu, der Bände sprach. »Bella, meine Liebe«, mahnte Flora, »du musst dich jetzt wirklich ein wenig beruhigen. Aber wie dem auch sei – das ist die große Neuigkeit. Wir sind alle begeistert, wie Sie sich sicher vorstellen können.« »Meinen Glückwunsch«, sagte Jack zu Flora. »Vor allem Ihnen, Iris.

Was für eine unerwartet schnelle Entscheidung«, fügte er rätselhaft hinzu. »Ich war selbst überrascht«, erwiderte Iris vorsichtig. »Also, Jack. Ich weiß Ihr heutiges Angebot sehr zu schätzen und habe Iris gebeten, Sie beide zu begleiten.« »Hoffentlich bringen wir Ihren Zeitplan nicht durcheinander?«, fragte er Iris besorgt. Iris hätte ihn ohrfeigen mögen. »O nein, absolut nicht. Ich freue mich auf den Ausflug.« »Sehr gut. Dann sollten wir gehen, meine Damen.« Jack bot ihnen beiden den Arm an, aber während Bella sich eifrig an seiner gesunden Seite unterhakte, lehnte Iris dankend ab. Sie achtete darauf, dass sie ihn nicht an seiner verletzten Schulter berührte, als sie gemeinsam die Treppe hinuntergingen. »Ich bringe die beiden spätestens bis sieben Uhr wieder zurück, Mrs. Walker.«

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