Amber to Ashes - Ungebändigt

Roman
 
 
Piper (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. September 2015
  • |
  • 592 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-492-96985-7 (ISBN)
 
Als Amber an ihrem ersten Tag am College den charmanten Brock Cunningham kennenlernt, kann sie bald an nichts anderes mehr denken als an ihn. Zumindest bis sie Ryder Ashcroft trifft, einen tätowierten Bad Boy, der bei ihr zunächst einen starken Fluchtreflex auslöst - dann aber mit einem Kuss ein Stück ihrer Seele stiehlt. Brock und Ryder sind wie Feuer und Eis, Tag und Nacht, doch Amber sehnt sich nach beiden gleichermaßen. Brock ist ihre Obsession, Ryder ihr brennendes Verlangen ...
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Piper ebooks in Piper Verlag
  • 2,90 MB
978-3-492-96985-7 (9783492969857)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Gail McHugh wuchs in San Antonio (Texas) und Long Island (New York) auf. Sie ist nicht nur Mutter von drei bezaubernden Kindern und seit über fünfzehn Jahren mit ihrem Mann verheiratet, sondern auch die Autorin der »New York Times«- Bestseller »Collide« und »Pulse«.

Vier Monate vorher

Der Geruch von Fast Food steigt mir in die Nase, als ich die Mensa der Hadley University betrete. Betrunkene Sportstudenten, Bad Boys und hochnäsige Mädchen mit ihren Studentenverbindungen zu meiner linken, freakige Eigenbrötler, Hipster und unfreiwillige Außenseiter zu meiner rechten Seite. Hier sind wirklich sämtliche Charaktere vertreten - säuberlich sortiert an ihren Tischen je nach sozialer Zugehörigkeit.

Cliquen.

Wer auch immer behauptet, am College gehe es nicht um Cliquen, der muss bekifft sein.

Ich schaffe das. Ich schaffe das. Ich schaffe das, murmle ich vor mich hin und glaube nicht im Geringsten daran. Aber was, zum Teufel, ist schon Glaube? Ein einziger großer Irrglaube, wenn man mich fragt. Egal, das College muss einfach besser sein als die zwölf Jahre geistiger Langeweile in der Schule.

Zumindest hoffe ich das inständig.

Einatmen, ausatmen, den rechten Fuß vor den linken, so mache ich mich auf den Weg zu einem leeren Tisch, als ich merke, wie ich . falle?

Lass mich unsichtbar werden. Jetzt.

Ich habe mich so darauf konzentriert, zu diesem verdammten Tisch zu gelangen, dass ich die Tasche übersehen habe, die mitten im Weg liegt. Während ich vornüberfalle - Geschwindigkeit steigend --, fliegen mir die Bücher und Papiere aus den Händen und das Herz aus meiner Brust.

Ohne jeden Halt lande ich mit dem Gesicht voran auf etwas Betonhartem, während meine Knie zwischen zwei in Jeans verpackten Oberschenkeln versinken. Der Stuhl, auf dem die Betongestalt sitzt, rutscht quietschend über den Laminatboden, und um mich herum brechen die Leute in schallendes Gelächter aus, das in meinen Ohren explodiert wie Granaten. Beschämt greifen meine Hände nach seinen starken Schultern, mein Gesicht nur wenige Zentimeter von seinem entfernt.

Mein »Retter« schenkt mir ein umwerfendes Lächeln, seine Arme liegen um meine Taille, um unseren Zusammenprall abzuschwächen. Mein Atem bleibt in meiner Kehle hängen wie ein alter Strickpulli an einem rostigen Nagel.

Peinliche Verlegenheit überkommt mich, als mein Blick auf zwei tätowierte Arme fällt. Orange Flammen, schattierte Totenköpfe und so etwas wie chinesische Schriftzeichen bedecken jeden Zentimeter der angespannten Muskeln, von seinem Bizeps bis zum Handgelenk. Mein Blick wandert nach oben. Pechschwarzes, wirr nach oben stehendes Haar und die umwerfendsten Ich-kann-dich-bis-zur-Besinnungslosigkeit-vögeln-blauen Augen, die ich je gesehen habe, lassen mein Herz fast stillstehen.

In diesen Augen sehe ich Belustigung. Ich sehe aber auch Ärger, eine gesunde Portion Rebellion und puren, unverfälschten Sex. Ich greife seine Schultern noch fester, und sein Grinsen wird breiter. In diesem Grinsen liegt pure Arroganz, und etwas schreit mich förmlich an davonzulaufen - weil dieser Typ mein Untergang sein wird. Aber ich kann nicht. Ich stecke geradezu fest in seinem Schoß. Seine Züge sind entwaffnend, auf vollkommene Weise . unvollkommen. Üppige, wohlgeformte Lippen. Ein harter, kantiger Kiefer. Er vereint auf perfekte Weise jedes traumhafte Exemplar Mann von der Sorte, die man sofort anspringen und nie wieder loslassen möchte, in sich, das mir bis jetzt über den Weg gelaufen ist.

Hilf mir, lieber Gott.

Ein einsames Grübchen ziert seine Wange, die ich am liebsten sofort küssen möchte. »Hast du geplant, mein Mittagessen zu sein? Wenn das so ist, bin ich mit der Mahlzeit absolut einverstanden.«

»Wie bitte?« Ich versuche, seinen sauberen Geruch nach Seife und waldigem Eau de Cologne zu ignorieren. Waldig? Habe ich gerade einen Männerduft als waldig beschrieben? Was immer es auch ist, es macht mich high. Er macht mich high. »Was soll das heißen?«

Er schmunzelt, und als ich bemerke, wie idiotisch meine Frage war, will ich mich unter dem Tisch verkriechen und sterben.

»Das heißt, dass du auf meinem Schoß liegst und zum Anbeißen aussiehst.« Er streift mit seinen schwieligen Händen meine Arme rauf und runter. Seine Berührung lässt mich von Kopf bis Fuß erzittern. »Eigentlich«, fährt er fort, »ist anbeißen nicht das richtige Wort. Verschlingen trifft es eher.«

Eine gefährliche Spannung liegt in der Luft, und ich drehe meinen Kopf zur Seite. Irgendeine püppchenhafte Blondine wirkt sichtlich verärgert über unsere Unterhaltung. Ich funkle sie mit zusammengekniffenen Augen an und widme meine Aufmerksamkeit dann wieder dem Kerl, dessen Schenkel meinen Körper gefangen halten.

»Ach, wirklich?« Die Worte kommen sehr schnippisch hervor, sind aber das Einzige, was mir einfällt.

»Ja, wirklich«, antwortet er mit rauer Stimme. Seine zartblauen Augen fixieren meinen Mund, und er beißt sich auf die Unterlippe. Mit einem Schnalzen lässt er sie wieder los. »Verschlingen beschreibt es besser.«

Obwohl wir von lachenden Zuschauern umringt sind, habe ich plötzlich das dringende Bedürfnis, seine Lippen zu berühren.

Moment. Was ist bloß los mit mir?

Kontrolle. Er hat sie mir entrissen, und ich brauche sie zurück.

Trotz des Protests der Hure in mir, die gern zum festen Inventar auf seinem Schoß gehören würde, versuche ich, meine Fassung wiederzuerlangen, und stehe auf. Ich streiche mit den Händen durch mein welliges, schwarzes Haar und strecke mit stählerner Entschlossenheit den Rücken durch. Ich beabsichtige, einfach zu gehen, um es meinem Hirn nicht länger zu erschweren.

Doch meine Mühen sind vergebens, als er sich aufrichtet und sein Lächeln zu einem schiefen Grinsen wird. Sein Blick lässt mich nicht los, und die sexuelle Absicht dahinter peitscht nicht nur ein heftiges Gefühl von Verlangen durch meinen Körper, sondern saugt mir auch die Luft aus den Lungen.

Sofort schimpfe ich innerlich mit mir selbst.

Ich bin nicht so eine. Ein gut aussehender Kerl hat mich noch nie zu einem armseligen Häufchen idiotischer Hormone gemacht. Nun ja, bis jetzt jedenfalls. Mein verräterischer Körper macht Luftsprünge, während ich den Kerl von oben bis unten betrachte.

Er ist ein Schrank und gute dreißig Zentimeter größer als ich mit meinen eins sechzig. Ich komme mir vor wie ein Fleck - ein winziger, bedeutungsloser Fleck. Um die Sache noch schlimmer zu machen, entdecke ich, dass die verführerischen Tätowierungen nicht nur seine Arme verzieren. Rechts auf seinem Hals blitzen unter dem schlichten, weißen T-Shirt die Spitzen zweier Hörner hervor, die vom Teufel persönlich zu stammen scheinen.

Ich hatte recht. Das ist ein Omen. Er ist der Teufel, und ich befinde mich in einer himmlischen Hölle.

In dem Versuch, mich meiner absurden körperlichen Reaktion auf ihn zu entziehen, beschließe ich, dass es jetzt an der Zeit ist, meine Sachen einzusammeln und diese Hölle hinter mir zu lassen.

»Also, wann soll ich dich heute Abend abholen?«, fragt er, als ich mich hinknie, um mein Englischbuch aufzuheben. »Ich dachte, vielleicht so gegen sieben. Geh nach Hause, und ruh dich ein bisschen aus. Du wirst deine Energie brauchen. Ich werde dich auf jeden Fall lange wach halten.«

Ich starre ihn an, und mein Kiefer klappt so weit herunter, dass er fast den Boden berührt. Ich habe nichts gegen One-Night-Stands und normalerweise würde mich so ein arroganter Kerl sofort ins Bett kriegen. Aber aus irgendeinem Grund, den ich nie verstehen werde, geht mir dieser hier gehörig auf die Nerven. »Hast du sie noch alle?«

Er verzieht das Gesicht zu einem Grinsen. »Als ich heute Morgen in den Spiegel gesehen habe, war noch alles Wichtige dran.«

Er kniet sich hin und reicht mir mein Sozialkundebuch. Ich reiße es ihm aus den Händen. Na toll. Noch so ein Grinsen, das meine Entschlossenheit zum Bröckeln bringt.

Wir stehen beide auf, und ich kann die Belustigung in seinen Augen erkennen. Sein unverschämt gut aussehendes Gesicht befindet sich viel zu nah an meinem. Nah genug, dass ich seinen nach Minze riechenden Atem auf meiner Wange spüren kann.

»Bist du schon so eingebildet auf die Welt gekommen, oder wurdest du erst mit der Zeit zu so einem Arschloch?«

Er fasst sich ans Kinn und runzelt die Stirn, als ob er nachdenken müsste. »Ich denke, ich bin schon so auf die Welt gekommen, aber ich kann mich auch irren. Da müsstest du schon meine Mutter fragen, wenn du darauf eine ehrliche Antwort haben willst.« Er grinst und amüsiert sich sichtlich über meine Verblüffung. »Noch weitere Fragen? Ich finde deine Neugierde unglaublich süß.«

Ich schnaube, erstaunt, dass ich immer noch freiwillig an dieser Konversation teilnehme. »Ja klar. Ehrlich gesagt ist es mir scheißegal, ob du auch nur irgendetwas, was ich tue, süß findest.« Ich halte inne und lege meinen Kopf auf die Seite. »Danke, dass du mich aufgefangen hast. Aber ernsthaft: Könntest du mich jetzt bitte einfach in Ruhe lassen?«

Ein Lachen steigt aus seiner Brust. »Wow, immer mit der Ruhe. Ich wollte dir nur meine Dienste anbieten. Und was sich zwischen uns abspielt, ist sexuelle Spannung vom Feinsten. Es ist gut, gesünder als ein kaltes Glas Milch. Also lass es einfach geschehen.«

Oh. Mein. Gott. Das wird ja mit jeder Minute schlimmer.

»Dienste? Bist du stolz darauf, eine männliche Hure zu sein? Oh, warte.« Ich schlage mit der Hand gegen meine Stirn, als hätte ich eine Erleuchtung. »Natürlich bist du das. Dein Penis schießt bestimmt orgastische Flammen in den Körpers jedes Mädchens, richtig?«

Die Gruppe rund um den Tisch bricht in Gelächter aus, und er grinst noch frecher...

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