Plötzlich Liebe

 
Abby McDonald (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 13. April 2011 | 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05541-7 (ISBN)
 
Ein Tapetenwechsel mit Folgen

Neues Land, neues Glück? Für ihren Studienplatztausch haben die Amerikanerin Tasha und die Britin Emily beide ihre Gründe: Die eine flüchtet nach einem Techtelmechtel mit einem B-Promi vor der Klatschpresse, die andere vor ihrem überehrgeizigen Vater. Dass sie sich auf der anderen Seite des großen Teiches plötzlich Hals über Kopf verlieben, damit haben sowohl Emily als auch Tasha nicht gerechnet. Und es kommt noch komplizierter, denn Davonlaufen war noch nie eine Lösung ...



Abby McDonald, geboren 1986, hat in Oxford ihr Examen in Politik, Philosophie und Volkswirtschaft abgelegt. Nach dem Studium arbeitete sie als Musikjournalistin und hat Künstler wie LeAnn Rimes und Marilyn Manson interviewt. Seit 2009 ist sie freie Autorin und hat mit »Plötzlich Liebe« ein erfolgreiches Jugendbuch-Debüt abgeliefert.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Tasha (S. 127-128)

Als ich in den Kurs von Professor Elliot komme, hat sich etwas verändert. Die Hausmeister haben eine Weile gebraucht, bis sie eine Zange gefunden hatten, die durch die Handschellen schneiden konnte, deshalb hab ich zwanzig Minuten Verspätung, aber als ich in den Raum gehetzt komme, begrüßt Elliot mich mit einem breiten Grinsen statt mit ihrem üblichen missbilligenden Stirnrunzeln. »Ah, Natasha«, sagt sie, steht von ihrem Sessel auf und packt meine beiden Arme zu einer Art feierlicher Umarmung. »Unser agent provocateur!« »Äh, hi.« Argwöhnisch weiche ich zurück. »Tut mir leid, dass ich zu spät komme.« »Das macht doch nichts!«, ruft Elliot aus. »Carrie hat uns schon alles über deinen heldenhaften Einsatz erzählt.« Ich blinzele.

»Hat sie das?« »Nur nicht so bescheiden, Natasha«, lässt Carrie sich vernehmen. Sie lächelt mich auch an, und sogar der normalerweise gelangweilte Edwin hat so was Warmes im Blick. Ich schlucke verlegen. Nach einem Monat finsteren Schweigens ist das hier echt unheimlich. »Hast du großen Ärger gekriegt?«, fragt Carrie mit weit aufgerissenen Augen. »Ich wollte auf dich warten, aber die haben uns alle aus dem Gebäude getrieben.« »N… nein«, ich setze mich vorsichtig. Sogar den Spitzensessel haben sie für mich freigehalten: der ohne gemeingefährliche Sprungfedern, dessen Polsterung noch nicht völlig im Eimer ist.

»Ging schon. Letztendlich.« Nach einer extremen Charmeoffensive, muss ich dazusagen, so was hab ich nicht mehr mobilisieren müssen, seit ich meinen Geburtstags-BMW zu Schrott gefahren habe, zwei Tage nachdem er aus dem Autohaus raus war. Verglichen mit meinem Stiefvater waren diese Wachdiensttypen ein Klacks, schließlich waren sie nicht nach Jahren der Abhärtung immun gegen meine Tränen. Und wenn ich weine, dann weine ich. »Gut.« Elliot reicht mir den Tee in einem Becher, der noch nicht mal angestoßen ist. »Offiziell kann ich illegale Aktivitäten selbstverständlich nicht gutheißen …« Wieder lächelt sie. »Aber inoffiziell muss ich sagen: ich bin stolz auf dich, weil du so einen mutigen Zug gewagt hast. Weil du dich für etwas eingesetzt hast, woran du glaubst.«

»Hm.« Ich verstecke mich hinter dem Becher und fühle mich wie die totale Betrügerin. »Wie ihr gelesen habt, ist direkter Protest das Schlüsselelement vieler politischer Theorien«, schwärmt Elliot weiter. »Thoreaus Grundsätze des zivilen Ungehorsam haben zum Beispiel großen Einfluss auf die moderne Protestbewegung gehabt.« Das scheint irgendwie an mich gerichtet zu sein, daher nicke ich. »Aber ich greife vor. Wir wollen nun zum Thema dieser Woche zurückkehren.« Sie gibt uns unsere Essays wieder. Ich versuche, keinen allzu gespannten Eindruck zu machen, als ich meinen Aufsatz auf der Suche nach der Gesamtnote durchblättere. Der muss doch gut geworden sein, unbedingt. Nach Wills Tutorium und all meiner Planung – wenn das nichts geworden ist, weiß ich nicht, was ich machen soll … Einundsiebzig. O Gott. Einundsiebzig? Ich schnappe nach Luft. In Oxford ist das so was wie eine Spitzennote!

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