Der kleine Fürst Classic 34 - Adelsroman

Der Mann meiner Freundin
 
 
Martin Kelter Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2020
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7409-6040-7 (ISBN)
 
Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten 'Der kleine Fürst' nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt 'Das Tagebuch der Christina von Rothenfels', 'Rosenweg Nr. 5', 'Das Ärztehaus' und eine feuilletonistische Biografie. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Bleibt Graf Joachim für Katharina unerreichbar? 'Es ist so schön zu sehen, wie glücklich ihr seid, Kinder', sagte Gräfin Anna-Maria zu Wernikow, die mit ihrer Tochter und deren Verlobtem einen Tee im Wintergarten ihrer großzügigen Villa zu sich nahm. Wohlwollend ruhte ihr Blick auf dem jungen Paar. 'Wenn ihr wüsstet, was ich in der Beziehung von unseren Freunden hören muss! Lauter Scheidungen, Trennungen, Beziehungskrisen, es ist einfach furchtbar. Ganz abgesehen davon, dass die jungen Leute sich heutzutage oft nicht einmal mehr binden wollen. Also, das war zu meiner Zeit noch ganz anders.' 'Du bist noch keine fünfzig, Mama', entgegnete Franziska zu Wernikow kopfschüttelnd, während sie das jugendlichglatte Gesicht ihrer Mutter betrachtete, die dezent blond getönten Haare, die schlanke, elegante Gestalt. 'Wenn du sagst ?zu meiner Zeit?, dann klingt es, als wärst du eine uralte Frau. Dies ist immer noch ?deine Zeit?!' Graf Joachim von Arndt stimmte seiner Verlobten zu. 'Franzi hat völlig Recht, Anna-Maria', sagte er mit charmantem Lächeln. 'So jung, wie du noch aussiehst ...' 'Danke für die Blumen', seufzte Anna-Maria. 'Aber das sehe ich nun einmal anders.' Trotz dieser Worte war ihr anzumerken, wie sehr sie sich über die Komplimente freute.

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt 'Das Tagebuch der Christina von Rothenfels', 'Rosenweg Nr. 5', 'Das Ärztehaus' und eine feuilletonistische Biografie. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
  • Deutsch
  • 0,32 MB
978-3-7409-6040-7 (9783740960407)

»Es ist so schön zu sehen, wie glücklich ihr seid, Kinder«, sagte Gräfin Anna-Maria zu Wernikow, die mit ihrer Tochter und deren Verlobtem einen Tee im Wintergarten ihrer großzügigen Villa zu sich nahm. Wohlwollend ruhte ihr Blick auf dem jungen Paar. »Wenn ihr wüsstet, was ich in der Beziehung von unseren Freunden hören muss! Lauter Scheidungen, Trennungen, Beziehungskrisen, es ist einfach furchtbar. Ganz abgesehen davon, dass die jungen Leute sich heutzutage oft nicht einmal mehr binden wollen. Also, das war zu meiner Zeit noch ganz anders.«

»Du bist noch keine fünfzig, Mama«, entgegnete Franziska zu Wernikow kopfschüttelnd, während sie das jugendlichglatte Gesicht ihrer Mutter betrachtete, die dezent blond getönten Haare, die schlanke, elegante Gestalt. »Wenn du sagst >zu meiner Zeit<, dann klingt es, als wärst du eine uralte Frau. Dies ist immer noch >deine Zeit

Graf Joachim von Arndt stimmte seiner Verlobten zu. »Franzi hat völlig Recht, Anna-Maria«, sagte er mit charmantem Lächeln. »So jung, wie du noch aussiehst .«

»Danke für die Blumen«, seufzte Anna-Maria. »Aber das sehe ich nun einmal anders.« Trotz dieser Worte war ihr anzumerken, wie sehr sie sich über die Komplimente freute. Sie war tatsächlich eine schöne Frau, war es immer gewesen, aber sie trug schwer daran, dass es, wie sie sich ausdrückte, jeden Tag ein wenig länger dauerte, bis sie mit ihrem Spiegelbild halbwegs zufrieden war.

Die Tür wurde geöffnet, Graf Johannes, Franziskas Vater, kam herein - ein stattlicher Mann mit silbergrauem Haar und freundlichen blauen Augen.

Franziska sprang auf, um ihn zu begrüßen, auch Joachim erhob sich höflich. »Da bist du ja, Papa!«, rief Franziska und umarmte den Grafen. »Wir hatten schon Angst, dass wir dich gar nicht mehr zu Gesicht bekommen.«

»Es tut mir leid, ich wurde aufgehalten«, brummte Graf Johannes. Ein wenig schwerfällig ließ er sich in einen Sessel fallen. Er wirkte längst nicht so jugendlich wie seine Frau, was nicht zuletzt daran lag, dass er jedes Jahr ein wenig an Gewicht zulegte. Er aß und trank für sein Leben gern, das war ihm anzusehen. Wenn er jedoch lachte, sah man wieder den draufgängerischen kleinen Jungen, der er einmal gewesen war.

»Jetzt müssen wir schon bald wieder fahren«, bedauerte Franziska. »Oder, Jo?«

Joachim griff nach ihrer Hand und zog sie an die Lippen, bevor er ihren Eltern erklärte: »Wir sind noch zu einem Geburtstagsfest bei einem guten Freund eingeladen, deshalb haben wir nicht ganz so viel Zeit wie sonst. Aber ein biss­chen können wir schon noch bleiben, denke ich.«

Wohlwollend ruhten die Augen von Gräfin Anna-Maria und Graf Johannes auf dem jungen Paar, dann wiederholte Johannes beinahe wörtlich, was seine Frau vor seinem Eintreten bereits gesagt hatte: »Ich freue mich über euer Glück. Wenn man an die Kinder unserer Freunde denkt .«

Amüsiertes Gelächter unterbrach ihn. Verwirrt erkundigte er sich: »Was war an meinen Worten jetzt so lustig?«

»Ich hatte kurz vorher das Gleiche gesagt, Hannes«, erklärte Anna-Maria. Liebevoll tätschelte sie die Hand ihres Mannes, während sie zu Franziska und Joachim sagte: »Ihr macht uns sehr, sehr glücklich.«

Eine Stunde später war das junge Paar auf dem Weg zur Geburtstagsfeier des Freundes. Franziska stieß einen tiefen Seufzer aus.

»Das wäre mal wieder geschafft«, sagte sie. »Manchmal überkommt mich ja das schlechte Gewissen, aber dann fällt mir wieder ein, warum wir ihnen diese Komödie vorspielen. Danke, Jo, du bist einfach ein großartiger Schwiegersohn in spe.«

»Danke, deine Qualitäten als zukünftige Schwiegertochter sind auch nicht schlecht. Du wirst sie in den nächsten Tagen unter Beweis stellen müssen, ich habe uns bei meinen Eltern angekündigt.«

»Wann?«

»Ich dachte, vielleicht am Donnerstag. Passt dir das?«

Sie nickte. »Danach haben wir dann ja wieder eine Weile Ruhe, bis wir den nächsten Auftritt als Paar hinlegen müssen.«

Sie wechselten einen raschen Verschwörerblick. Franziska musste lachen. »Es war eine geniale Idee, unseren Eltern das Paar vorzuspielen, Jo. Wirklich, wenn ich nur daran denke, was ich vorher erdulden musste! An jedem Wochenende haben sie mir einen neuen möglichen Heiratskandidaten präsentiert, solche Angst hatten sie, ich könnte eventuell allein bleiben.«

»Bei mir war es doch genauso«, erwiderte er. »Aber seit unserer >heimlichen Verlobung< herrscht Ruhe. Es ist einfach herrlich.« Er schwieg eine Weile, bevor er hinzusetzte: »Irgendwann werden wir ihnen die Wahrheit sagen müssen, Franzi, das weißt du.«

»Irgendwann in ferner Zukunft, ja. Aber bis dahin haben wir noch viel Zeit.«

»Meinst du nicht, sie werden anfangen, uns zur Hochzeit zu drängen?«

»Ich habe schon vorgebaut und ihnen erklärt, dass wir es nicht eilig haben. Zum Glück sind wir noch jung, sie fanden es richtig, dass wir uns Zeit lassen wollen. Die Verlobung hat sie erst einmal beruhigt.«

»Hast du eigentlich jemandem erzählt, dass wir in Wirklichkeit das Paar nur spielen, weil unsere Familien uns sonst ständig geeignete Lebenspartner und -partnerinnen vorstellen würden?«

»Nein, niemandem. Ich hatte Angst, dass ich sonst durcheinander komme. Es ist einfacher, wenn nur wir beide die Wahrheit kennen, finde ich. Sonst muss man immer nachdenken: Weiß er oder sie jetzt Bescheid oder nicht? Das wäre mir zu anstrengend.«

»Ich habe es genauso gemacht.« Er konnte der Versuchung nicht widerstehen, sie ein wenig zu necken. »Aber natürlich kann es sein, dass dir irgendwann in der nächsten Zeit der Richtige über den Weg läuft - und dann denkt er, du wärst verlobt und hält sich zurück.«

Sie lachte herzlich über diese Vorstellung. »Du weißt, dass ich mich noch nicht binden möchte, Jo. Ich habe andere Vorstellungen von meinem Leben, ich liebe mein Studium, ich will die Welt sehen, ich will .« Sie brach ab und setzte mit spitzbübischem Gesicht hinzu: »Außerdem, was für mich gilt, gilt für dich genau so. Was ist denn, wenn dir die Richtige über den Weg läuft?«

»Dann sage ich ihr die Wahrheit«, erklärte er ruhig. »Ich sehe da überhaupt kein Problem, Franzi.«

Sie setzte sich bequemer hin und schloss zufrieden die Augen. »Ich auch nicht, Jo. Weck mich, bevor wir ankommen, ja? Ich bin plötzlich schrecklich müde.«

Sie schlief tatsächlich ein. Er warf ihr ab und zu einen Blick zu. Franziska war seine beste Freundin. Er hoffte, dass das für immer so blieb.

*

»Nie im Leben sind die beiden ein glückliches Paar«, stellte die dreizehnjährige Anna von Kant fest. Sie saß mit ihrem zwei Jahre älteren Cousin Christian von Sternberg im hinteren Pferdestall von Schloss Sternberg - es war der Platz, an den sie sich zurückzogen, wenn sie allein und ungestört sein wollten. Hierher verirrte sich außer ihnen kaum jemand.

Sie sprachen über Katharina von Neheim und ihren Verlobten, Baron Hans von Hage. Die beiden waren einige Stunden zuvor auf Sternberg eingetroffen, würden die Nacht über bleiben und am kommenden Morgen weiterreisen. Sie waren auf dem Weg nach Hause, nachdem sie eine Woche in Italien verbracht hatten, wo sich Katharinas Eltern derzeit aufhielten. Die Familien Kant und Neheim waren seit langem miteinander befreundet.

»Mir ist nichts aufgefallen«, erklärte Christian. »Sie haben sich doch ganz normal benommen!«

Anna betrachtete ihn wie ein seltenes Insekt. »Manchmal bist du echt blind, Chris!«, stellte sie fest. »Du wirst der nächste Fürst von Sternberg! Wenn du ein guter Fürst werden willst, brauchst du viel Menschenkenntnis.«

»Die habe ich doch!«, erwiderte er, leicht gekränkt.

»Mehr als andere Jungs, das stimmt«, gab Anna zu. »Aber ist noch lange nicht genug! Also: Die beiden mögen sich, aber sie lieben sich nicht, ich finde, das hat man deutlich gesehen.«

Christian dachte nach. Er führte mit Anna öfter solche Gespräche. Sie war eine gute Beobachterin, und er hatte gelernt, ihr in dieser Hinsicht zu vertrauen. Schließlich hatte sie auch gewusst, dass er selbst heimlich verliebt war, ohne dass darüber zwischen ihnen auch nur ein Wort gefallen war. Manchmal fand er ihre Fähigkeiten direkt ein wenig unheimlich, meistens jedoch bewunderte er sie ganz einfach dafür.

»Stimmt«, sagte er jetzt zögernd. »Sie gehen nett miteinander um, aber nicht wie Verliebte. Könnte es nicht sein, dass sie sich nur zurückhalten, wenn andere dabei sind?«

Anna bedachte ihn mit einem mitleidigen Blick. »Nein, das könnte nicht sein«, antwortete sie. »Wenn jemand verliebt ist, merkt man das auch, wenn er sich zurückhält.«

»Und warum sind sie dann miteinander verlobt?«

»Das ist die Frage«, murmelte Anna. »Ich finde jedenfalls, sie sollten nicht heiraten. Sie werden unglücklich miteinander werden.«

»Das kannst du nicht wissen. Tante Sofia hat neulich gesagt, dass sich die Liebe manchmal erst im Laufe einer Ehe einstellt, vorausgesetzt, die beiden Ehepartner empfinden aufrichtige Zuneigung füreinander. Und immerhin mögen sich die beiden, das hast du selbst zugegeben.«

»So etwas hat Mama gesagt?«, wunderte sich Anna.

»Ja, hat sie.«

»Vielleicht hat sie Recht«, gab Anna nach längerem Nachdenken zu.

Togo, Christians junger Boxer, kam von draußen herein und bellte auffordernd.

»Ihm wird langweilig, und mir ist kalt«, sagte Anna. »Wollen wir gehen?«

Christian war einverstanden, und so verließen sie den Stall und kehrten ins Schloss zurück.

*

Baronin Sofia von Kant beugte sich erschrocken vor und griff nach der Hand der...

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