Fine die kleine Blumenelfe

 
 
TWENTYSIX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Januar 2018
  • |
  • 111 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7407-4385-7 (ISBN)
 
Bei der nächtlichen Elfenversammlung erfahren die jungen Elfen, welche Aufgaben sie künftig im Garten verrichten sollen. Fine, die kleine Elfe ist ganz aufgeregt. Jetzt geht der Ernst des Lebens los.
Doch bald kommt es dazu, dass sie ihren geliebten Garten und ihren besten Freund Alfred, den Apfelbaum, sowie ihre liebste Freundin Cilli verlassen muss, um eine spezielle Ausbildung zu absolvieren.
Diese führt sie nicht nur zum freundlichen Wichtelarzt und den Kräuterelfen, sondern auch in den dunklen Wald zu den gefährlichen Gnomen, Trollen und Kobolden.
Fine muss mit der Hilfe ihrer alten und neuen Freunde viele spannende und traurige Situationen meistern, bevor sie endlich in ihren Garten zurückkehren darf, wo eine große Überraschung auf sie wartet ...
"Fine - die kleine Blumenelfe" entführt den Leser in eine zauberhafte Welt. Ein märchenhaftes Abenteuer um Freundschaft und Liebe für Jung und Alt.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 7,87 MB
978-3-7407-4385-7 (9783740743857)
3740743859 (3740743859)
Daniela Mattes, geb. 1970, Diplom-Verwaltungswirtin (FH), hat ihre schriftstellerische Laufbahn 2005 mit einem Kinderbuch begonnen.

Seither ist sie jedoch in jedem Genre vertreten und hat in verschiedenen Verlagen Kinderbücher, Fantasybücher, historische Romane, esoterische Bücher und Wahrsagekarten veröffentlicht.

Mit zwei Autorenkolleginnen hat sie lange Zeit die Kolumne "Federlesen" geschrieben, die zunächst in der Tageszeitung, dann als Printausgabe veröffentlicht wurde. Für den Ancient Mail Verlag hat sie bereits einige Bücher ins Deutsche übersetzt.

Daniela Mattes beschäftigt sich seit dem 14. Lebensjahr mit Astrologie und hat einen Abschluss in Astrologischer Psychologie (SGD). Außerdem interessiert sie sich für Wahrsagen und Steinheilkunde sowie alte Kulturen und ungelöste Rätsel.

Mit Remo Kelm zusammen hat sie verschiedene Blogs geführt zu den Themen Esoterik, Literatur, MMA und Wilder Westen - letzterer gipfelte in einem historischen Buch und wurde daraufhin im Internet stillgelegt. Mit ihm zusammen hat sie 2017 auch das erste Buch über mysteriöse Fälle veröffentlicht.

Mehr Informationen zu ihrer Person sind auf ihrer Webseite ersichtlich: www.daniela-mattes.de / www.daniela-mattes.com

Teil 1 Die Ausbildung


1 Die Versammlung


Dunkelheit hatte sich über den kleinen Garten gesenkt, aber der freundliche Mond stand strahlend hell am klaren Sternenhimmel und betrachtete die kleine Versammlung von Elfen unter sich. Diese trafen sich wie an jedem Vollmond im kleinen Steingarten bei der Vogeltränke. Der Mond hatte diese Versammlungen schon oft beobachtet, denn sie fanden in jedem Garten statt. Schließlich gab es in jedem Garten Elfen. Aber heute beobachtete er wieder seinen Lieblingsgarten, der so schön romantisch war - besonders im Mondlicht. Und weil das sein Verdienst war, war der Mond natürlich besonders stolz.

Mitten zwischen den geöffneten weißen Blütenblättern einer süß duftenden Rose stand die Elfenkönigin. Sie trug ihr glitzerndes eisblaues Gewand aus feiner Seide und Sternenstaub und hielt ihre Ansprache an die Elfenschülerinnen:

»Meine lieben fleißigen Elfen«, begann sie mit ihrer silberhellen Stimme zu reden, »ihr wart in den vergangenen Wochen recht eifrig bei der Arbeit. Und ihr habt gelernt, wie man sich um die Blumen und Bäume kümmert. Für eure Abschlussprüfung teile ich nun jeder von euch bestimmte Pflanzen zu. Um diese kümmert ihr euch dann bis zum nächsten Vollmond. Der Elfenrat und eure Lehrerinnen werden mit mir zusammen nach dieser Zeit beurteilen, wie gut eure Pflege war. So finden wir auch heraus, wo wir euch künftig am besten einsetzen können. Ich verlese nun die Liste, bitte tretet vor, wenn ihr aufgerufen werdet.«

Die zehn kleinen Elfenschülerinnen flatterten aufgeregt mit den kleinen Flügeln. Sie waren noch recht jung und hatten beim letzten Vollmond ihre Lehre als Pflanzenbetreuerinnen bei der Elfenlehrerin Lydia begonnen. Mit ihren zarten Händen hatten sie Pflanzen bewässert, gedüngt, getröstet und mit Elfenenergie versorgt. Wenn sie sich nun gut anstellten, würden sie später einem bestimmten Garten oder Gebiet oder Pflanzengruppen zugeteilt werden.

Vielleicht waren sie sogar so gut, eines Tages selbst jungen Elfen die Pflanzenpflege zu lehren. Jede der Elfen hatte natürlich schon bestimmte Wünsche, was sie gerne später arbeiten würde. Aber nur die Königin als weiseste und klügste der Elfen würde ihnen nachher eine Arbeit zuteilen. Trotzdem durfte man sich ja etwas wünschen ...

Verträumt blickte die kleinste der Elfen, Fine, auf die prächtigen bunten Pflanzen in dem Garten. Wofür man sie wohl einteilte? Für die stolzen Rosen? Die lustigen Veilchen?

»Fine?«, fragte die Stimme der Königin zum dritten Mal. »Hörst du mir überhaupt zu?«

Oje! Fine wurde ganz bleich. Sie hatte der Königin nicht zugehört und ihre Aufgabe verpasst! Mit zitternder Stimme und eifrigem Flügelschlagen erhob sie sich ein bisschen über die Köpfe ihrer Freundinnen, die sie kopfschüttelnd anschauten.

»Entschuldigung!«, piepste sie verlegen und blickte ängstlich zur Königin hoch. Diese schaute in gewohnt liebevoller Art auf ihren Zögling und wiederholte, was sie soeben gesagt hatte:

»Fine, du darfst die Gänseblümchen betreuen!«

Enttäuscht nickte Fine, denn Widerworte ziemten sich nicht für eine kleine Elfe, und flatterte auf ihren Platz zurück. Gänseblümchen! Pah! Diese kleinen weißen Dinger, die im ganzen Garten wuchsen. Das war sehr anstrengend, keines zu vergessen, und sie würde ständig hin- und herfliegen müssen und sie war doch so klein.

Jammervoll blickte Fine zu Boden, während ihre Freundinnenaufgeregt durcheinanderschwatzten. Die großspurige Doria durfte die Rosen pflegen - ausgerechnet! Und die alberne Miria war den Veilchen zugeteilt worden.

»So«, sagte die Königin, »geht jetzt bitte schlafen, damit ihr morgen früh frisch und munter seid.«

Damit war die Versammlung aufgelöst und alle Elfen schwebten voller Vorfreude nach Hause. Da Elfen ja keine Häuser haben, schlafen sie unter ihren Lieblingsblumen oder -büschen, aber für Elfen war das trotzdem ihr Zuhause. Traurig flatterte Fine im Garten herum und konnte sich nicht recht entscheiden, schlafen zu gehen. Sie war viel zu nervös und sie konnte sich so gar nicht freuen.

Unschlüssig flog sie auf einen der hohen Äste von ihrem Freund Alfred, dem Apfelbaum. Er hatte schon geschlafen, wurde aber wach, als ihn der Sternenstaub aus Fines Flügelchen an der Rinde kitzelte.

»Was hast du denn, Fine?«, fragte Alfred.

»Ach«, sagte Fine, »wir dürfen morgen mit unserer Arbeit beginnen, aber man hat mir ausgerechnet die Gänseblümchen zugeteilt. Alle anderen dürfen die prachtvollen bunten Blumen pflegen, die geordnet nebeneinanderwachsen, und ich muss im ganzen Garten herumfliegen und darf nur ja keines vergessen.

Und die Gänseblümchen sind doch so klein und unscheinbar. Sie rei10chen nicht für einen Strauß und sie riechen auch nicht besonders. Warum kann ich nicht eine andere Blume haben?«

Sie seufzte und ließ die kleinen Flügelchen traurig hängen. Alfred bemerkte, dass Fines strahlend grüne Augen voller Tränen waren. Er räusperte sich.

»Aber Fine«, begann er mit väterlicher Stimme. »Jedes Lebewesen ist doch wichtig und hat seinen Platz in der Welt. Was wäre der grüne Rasen ohne kleine, fröhliche Farbtupfer? Freilich pflückt niemand einen prächtigen Strauß Gänseblümchen, aber erinnere dich doch daran, woraus die Kinder ihre Blumenkränze flechten - aus Gänseblümchen!

Und denk nur an die verliebten Kinder, die mit den Blumen »er liebt mich, er liebt mich nicht« spielen. Was pflücken sie denn dafür? Gänseblümchen sind sehr liebe Blumen.

Sie lieben alle Menschen und versuchen, jedes Auge zu erfreuen, indem sie überall, auch außerhalb von fest angelegten Blumenbeeten wachsen. Sie wollen überall Freude bereiten! Was wäre denn mit den lieben Gänseblümchen, wenn keine Elfe sich um sie kümmern würde?«

Alfred verstummte, als Fine anfing zu weinen.

»Ähem«, räusperte er sich. »Bitte weine doch nicht, sonst musst du deine Arbeit morgen früh mit verquollenen Äuglein beginnen. Du wirst die Blumen ja noch erschrecken!«

Trotz der Tränen kicherte Fine.

»Oh, Alfred«, sagte sie, »danke, dass du mir geholfen hast! So habe ich das Ganze ja noch gar nicht betrachtet. Natürlich sind Gänseblümchen wichtig.

Und es wird mir eine Ehre sein, mich um sie zu kümmern. Du wirst sehen: Ich werde die fleißigste und beste Gänseblümchenbetreuerin sein, die du je gesehen hast!«

Fine wischte sich die Äuglein und streichelte Alfreds Rinde.

»Schlaf gut, Alfred! Ich muss jetzt nach Hause. Ich hab dich lieb!«

»Ich dich auch«, sagte Alfred und winkte mit den kleinen Zweigen der aufgeregten Elfe hinterher, die schnell wie der Wind nach Hause schwebte und kleine Spuren Sternenstaub hinter sich herzog, die sich glitzernd zu Boden senkten.

Sie würden sich morgen früh in Tau verwandelt haben und die kleinen Blumen erfrischen, wenn sie erwachten. Noch während Alfred wieder einschlummerte, hörte er Fine in der Ferne eine fröhliche Melodie summen.

Fine erwachte am nächsten Morgen schon ganz früh. Sie streckte die Flügelchen und gähnte. Dann flatterte sie aufgeregt über das taufeuchte Gras. Hier und da waren die Blumen auch schon erwacht und öffneten langsam ihre Blüten.

Von Weitem konnte sie ihre Freundinnen erkennen, die ebenfalls schon unterwegs waren. Treffpunkt war die Vogeltränke, wo ihre Lehrerin Lydia auf die kleinen Elfenschülerinnen wartete, um noch einmal die wichtigsten Dinge zu erklären, bevor sie selbst loslegen durften.

»Hallo, Fine«, winkte Fines beste Freundin Cilli. Eilig flatterte Fine näher. Cilli durfte sich um die kleinen Buschwindröschen kümmern, die gleich am Eingang zum Garten wuchsen, und sie war mindestens genauso aufgeregt wie Fine.

Die beiden tuschelten eifrig miteinander und konnten kaum den Worten ihrer Lehrerin folgen, die vorn bei der Tränke stand und allen viel Glück wünschte. Natürlich konnte man sich bei Lydia jederzeit Rat holen, denn die älteren Elfen hatten ja nach wie vor die Pflicht, sich um alles zu kümmern und nach dem Rechten zusehen.

Sie wussten ja aufgrund ihrer langen Erfahrung auch viel mehr als die kleinen Anfängerinnen. Und nur die besten der Elfenlehrerinnen waren Mitglieder im Elfenrat, der die Königin bei schwierigen Fragen unterstützt.

2 Gänseblümchen


Dann ging es auch schon los. Wie auf ein geheimes Signal flatterten die zehn Elflein drauflos, um ja als Erste bei ihren Pflanzen zu sein. Fine wusste nicht, wo sie zuerst anfangen sollte, und beschloss deshalb, mit Cilli zum Gartentor mit den Buschwindröschen zu schweben und die Gänseblümchen, die dort wuchsen, zuerst zu begrüßen.

Diese waren noch recht verschlafen, als Fine dort ankam. Denn es war noch früh und es waren auch kaum Menschen unterwegs, sodass die kleinen Blümchen noch niemanden zu erfreuen hatten.

»Wie gut, dass wir für Menschen unsichtbar sind«, sagte Cilli zu Fine.

»Die würden sich doch bestimmt wundern, wenn sie uns hier sähen, wie wir uns mit den Blümchen unterhalten!«

»Stimmt!«, sagte Fine, als sie gerade bei den Buschwindröschen angekommen waren. Diese hatten gerade für Cilli ein Lied angestimmt und sangen noch etwas holprig:

»Im Frühtau zur Sonne wir sehn, fallera - es strahlen die Blätter so schön, fallera.«

Wie peinlich, dachte Fine, als sie den Röschen zuhörte. Es klang etwas dissonant, aber es war ja gut gemeint und Cilli hatte ganz rote Bäckchen vor Freude und schwebte aufgeregt vor ihren neuen Pflegeblumen hin und her.

»Viel Spaß!«, rief Fine Cilli zu und setzte sich...

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