Gefangene der Liebe

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Juni 2021
  • |
  • 124 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0736-3 (ISBN)
 
Noch nie zuvor hat der sympathische Unternehmer Matt Knight eine hinreißendere, erotischere Frau getroffen als Mia Palmieri! Im Strudel seiner leidenschaftlichen Gefühle entführt er die sinnliche Schönheit in sein einsam gelegenes Haus und erobert ihr Herz. Ihre Liebe ist explosiv, wild und zärtlich zugleich. Nie wieder möchte er Mia gehen lassen. Doch sie hat ein brisantes Geheimnis, und er muss einen Auftrag erfüllen: ihr dieses Geheimnis zu entlocken. Wird ihre Liebe dieser Zerreißprobe standhalten?
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,52 MB
978-3-7515-0736-3 (9783751507363)
Sandra Marton träumte schon immer davon, Autorin zu werden. Als junges Mädchen schrieb sie Gedichte, während ihres Literaturstudiums verfasste sie erste Kurzgeschichten. "Doch dann kam mir das Leben dazwischen", erzählt sie. "Ich lernte diesen wundervollen Mann kennen. Wir heirateten, gründeten eine Familie und zogen aufs Land. Irgendwann begann ich, mich mehr und mehr für die Gemeinde zu engagieren. Bis mir eines Tages klar wurde, dass mein großer Traum gerade verloren ging. Also beschloss ich, etwas dagegen zu unternehmen." Sandra Marton setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb eine Geschichte, die von Liebe, Leidenschaft und dem Traum vom großen Glück handelte. "Als ich hörte, dass ein Verlag den Roman veröffentlichen wollte, konnte ich es selbst kaum fassen", erinnert sie sich. Seitdem ist Sandra Marton ihrem Traum treu geblieben. Inzwischen hat sie über 80 Romane geschrieben, deren leidenschaftliche Helden die Leserinnen in aller Welt begeistern. Mit ihrem eigenen Helden lebt die Autorin weiterhin glücklich auf einer Farm in Connecticut.

1. KAPITEL

Cartagena, Kolumbien, zwei Wochen zuvor

Matthew Knight saß an einem Tisch vor dem Café Esmeralda, trank eine Flasche kolumbianisches Bier und fragte sich, was er eigentlich in Cartagena verloren hatte.

Vor Jahren war er schon einmal hier gewesen und hatte sich geschworen, nie mehr zurückzukehren. Doch das musste in einem anderen Leben gewesen sein - so jedenfalls kam es ihm vor.

Auch damals hatte er in diesem Café gesessen, am gleichen Tisch, vermutlich sogar auf demselben Stuhl, mit dem Rücken zur Wand. Den aufmerksamen Blick auf den belebten Platz gerichtet, um sofort gewarnt zu sein, falls Probleme auftauchten.

Bis heute waren die Erinnerungen an seinen ersten Aufenthalt in Cartagena, die ihn immer wieder mitten in der Nacht aus dem Schlaf rissen, noch sehr lebendig.

Doch darüber wollte er jetzt nicht nachdenken.

Offensichtlich hatte sich hier nichts verändert. Die gleichen Gerüche lagen über der Stadt, der Verkehr war genauso lebhaft wie früher, und sogar die Menschenmenge auf dem Platz setzte sich noch immer aus Soldaten, Polizisten und Touristen zusammen, Letztere mit Juwelen behängt und mit dicken Brieftaschen und Handys ausgerüstet - eine Freude für jeden Taschendieb.

In Cartagena blieb man besser auf der Hut.

Das wusste Matthew aus Erfahrung. Dabei hatte er sich eingebildet, ohnehin sehr vorsichtig und wachsam zu sein, doch leider nicht genug, wie sich herausstellte.

Aber er wollte jetzt nicht daran denken. Die Vergangenheit war tot.

Und Alita auch.

Matthew trank sein Bier aus.

Heute saß er als Privatperson hier, nicht als Agent eines Geheimdienstes, bei dem schwarz weiß bedeutete und weiß schwarz und nichts so war, wie es schien.

Mit seinen einunddreißig Jahren lag ihm die Welt zu Füßen.

Den athletischen Körperbau hatte er von seiner Mutter geerbt, einem indianischen Halbblut, die smaragdgrünen Augen von seinem texanischen Vater. Über eine seiner Wangen zog sich eine hauchdünne Narbe - ein Andenken aus einer eisigen Winternacht in Moskau, in der ein tschetschenischer Freiheitskämpfer ihm nach dem Leben getrachtet hatte.

Die Frauen liebten diese Narbe. "Damit siehst du richtig gefährlich aus", hatte eine zierliche Blondine ihm erst vor einigen Nächten ins Ohr geflüstert. Woraufhin er der Kleinen gezeigt hatte, wie gefährlich er wirklich sein konnte.

Und er war reich.

Unglaublich reich - was er allein seiner Firma verdankte. Von seinem Vater hatte er keinen Cent gesehen. Wenn der eigene Vater einen jahrelang nicht beachtet oder einen bei den seltenen Begegnungen kritisiert, ist das eine ziemlich gute Leistung, dachte Matthew von Zeit zu Zeit.

Der Reichtum floss aus der Arbeit für Knight, Knight & Knight. Die Firma gehörte Matthew und seinen beiden Brüdern und hatte sich auf Risikomanagement spezialisiert. Vom Alter her trennte die Brüder jeweils ein Jahr, und alle drei hatten die gleiche harte Schule des Lebens hinter sich. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter waren sie von klein auf ihrem machtbesessenen Vater ausgeliefert. Als Teenager rebellierten sie, studierten einige Semester, gingen dann zu den Sondereinsatzkommandos beim Militär und heuerten anschließend beim Geheimdienst an.

Cameron, Alexander und Matthew Knight führten ein aufregendes Leben. Gefahr und Frauen - so hießen Matthews Drogen. Von beidem konnte er nie genug bekommen.

Außerdem durfte ein Krieger sich nie von seinen Gefühlen leiten lassen.

"¿Otra cerveza, señor?"

Matthew sah auf und nickte. Einzig und allein das Bier gefiel ihm noch an Cartagena.

Vor fünf Jahren hatte der Geheimdienst ihm eine Undercover-Agentin von der Drogenfahndung zur Seite gestellt. Gemeinsam sollten sie ein Drogenkartell unterwandern. Nach außen spielten sie ein Liebespaar, das Geld brauchte, um sich selbstständig zu machen. Natürlich war das nur ein Deckmantel, aber Alita machte sich einen Spaß daraus, Matthew zu necken, und versicherte ihm, er würde ganz oben auf der Liste stehen, falls sie sich jemals für einen Mann interessieren sollte. Matthew nahm es mit Humor.

Bis irgendjemand sie auffliegen ließ.

Vier bis an die Zähne bewaffnete Männer überfielen sie auf offener Straße und schleppten sie zu einer abbruchreifen Hütte im Dschungel. Dort schlugen sie Matthew bewusstlos. Als er wieder zu sich kam, waren er und Alita an Stühle gefesselt.

Jetzt kannst du mal zusehen, wie ein Mann einer Frau Freude bereitet, Gringo. Nach diesem Satz hatte sich einer der Entführer unter dem Gejohle seiner Kumpane auf Alita gestürzt.

Wie eine Löwin kämpfte sie gegen den Mann. Währenddessen versuchte Matthew verzweifelt, sich von den Fesseln zu befreien, und musste hilflos mit ansehen, was passierte.

Als es vorbei war, zogen zwei der Killer Alitas Leiche nach draußen. Der dritte begleitete sie, weil er sich nach dieser harten Arbeit erleichtern musste, wie er sagte. Nur ein Mann blieb zurück, um Matthew zu bewachen. Er grinste, wobei er braune Zähne entblößte, und sagte, er würde sich jetzt auf die nächste Runde vorbereiten.

Er saß über zwei Linien weißen Pulvers gebeugt, als es Matthew endlich gelang, sich die Fesseln abzustreifen.

"He, Amigo", rief er seinem Bewacher leise zu.

Der Mann drehte sich um, stand auf und kam auf ihn zu. Im nächsten Moment hielt Matthew ihm den Mund zu und legte ihm den Arm um den Hals. Ein Ruck, und der Kerl war tot.

Zwei der anderen drei Männer schaltete er ebenfalls aus - mit der Waffe des Toten. Der vierte flüchtete verletzt ins Dickicht. Auch gut, dachte Matthew unbarmherzig. Noch vor Sonnenuntergang würde der Kerl zum Festmahl eines Jaguars werden.

Er selbst hatte noch etwas zu erledigen.

Zunächst musste er Alita beerdigen.

Was ihm sehr schwerfiel, nicht nur, weil die dichte Vegetation es ihm erschwerte, ein Grab auszuheben, sondern auch, weil ihm immer wieder die Tränen kamen.

Bevor er aufbrach, schwor er an ihrem Grab Vergeltung.

Im Wagen der Entführer kehrte er zuerst nach Cartagena zurück und fuhr dann nach Bogotá. Der Sicherheitsbeauftragte der Botschaft nahm seinen Bericht entgegen, brachte sein Bedauern zum Ausdruck und teilte ihm mit, dass es keine Suche nach dem entkommenen Killer geben würde. Als Matthew unbequeme Fragen stellte, orderte man ihn nach Washington zurück.

Glücklicherweise traf er dort seine Brüder Cameron und Alex. Bei einer Flasche altem Scotch gestanden sie einander, wie ernüchternd sie die Arbeit für den Geheimdienst fanden.

Das war die Geburtsstunde der Firma für Risikomanagement mit Sitz in Dallas. Die Gebrüder Knight boten ihren Kunden Lösungen für schwierige Probleme. Moralisch gab es an den Lösungen nichts auszusetzen, doch sie lagen oft am Rande der Legalität.

Schon bald hatte Matthew die Arbeit beim Geheimdienst und seinen Einsatz in Kolumbien vergessen .

Bis jetzt.

Bis sein Vater ihn um den Gefallen gebeten hatte, sich mit einem alten Freund zu treffen und ihm bei seinem Problem zu helfen.

Dass Avery um einen Gefallen bat, war neu. Doch seit Cameron nur knapp dem Tod entronnen war, hatten sich einige Dinge geändert. Trotzdem blieb Matthew bei allen Dingen, die seinen Vater betrafen, auf der Hut. Doch er erklärte sich bereit, Averys Freund zu treffen. Er würde sich dessen Probleme anhören. Aber er würde keinen Auftrag annehmen, der ihn wieder .

Ein Mann kam auf ihn zu. Nordamerikaner, Mitte vierzig, gute Figur. Vermutlich Soldat, allerdings trug er Zivilkleidung.

"Matthew Knight?"

Matthew stand auf und begrüßte den Fremden mit Handschlag.

"Ich bin Douglas Hamilton. Entschuldigen Sie bitte meine Verspätung."

"Kein Problem, Mr Hamilton."

"Oberst Hamilton." Obwohl seine Hand sich weich anfühlte, hatte der Oberst einen zupackenden Händedruck. Seine ultraweißen Zähne blitzten, als er lächelte. "Hat Ihr Vater Ihnen nicht erzählt, dass ich bei der US Army bin?"

Matthew bot Hamilton einen Stuhl an, bevor er den Kellner bat, noch zwei Flaschen Bier zu bringen.

"Mein Vater hat lediglich gesagt, dass Sie alte Freunde seien."

Wieder dieses Haifischlächeln.

"Unsere Väter waren befreundet", stellte Hamilton sofort richtig. Der Kellner brachte ihnen das eiskalte Bier, das Hamilton jedoch nicht weiter beachtete. "Wie geht es Avery?"

"Danke, gut." Matthew überlegte, warum er diesen Mann so unsympathisch fand.

"Vielen Dank, dass Sie so schnell hergekommen sind, Mr Knight."

Matthew antwortete nicht. Man erfuhr mehr, wenn man ab und zu schwieg.

"Es ist sonst nicht meine Art, Freundschaftsdienste einzufordern, aber ich musste so schnell wie möglich Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Sie und Ihre Firma haben einen ausgezeichneten Ruf."

"Sie hätten sich telefonisch mit uns in Verbindung setzen können. Wir stehen im Telefonbuch."

Hamilton schüttelte den Kopf. "Darüber kann ich nicht am Telefon sprechen."

"Worüber?"

"Sie kommen gleich zum Punkt. Das gefällt mir." Hamilton rang sich noch ein Lächeln ab. "Es geht um meine Verlobte. Ich fürchte, sie hat etwas angestellt."

Das hatte Matthew geahnt. Es kam immer wieder vor, dass jemand Knight, Knight & Knight mit einer Privatdetektei verwechselte.

"Colonel", sagte er höflich. "Ich fürchte, Sie sind bei unserer Firma an der...

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