Insel der zärtlichen Versuchung

 
Nicola Marsh (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 16. Juli 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-174-1 (ISBN)
 
Eine Woche muss sie auf dieser einsamen Insel ausharren - und das auch noch mit ihrem Exverlobten! Kristi ahnt nicht, worauf sie sich einlässt, als sie zustimmt, an der Reality-Show teilzunehmen. Niemand hat ihr gesagt, dass Jared mit von der Partie sein wird. Und sieben Tage mit ihm auf einem unbewohnten Eiland bedeuten auch sieben Nächte unter einem atemberaubenden Sternenzelt, mit Wellen, die leise rauschen - und mit einem Mann, dem sie noch nie widerstehen konnte! Doch er hat ihr schon einmal das Herz gebrochen - ein zweites Mal wird sie das nicht zulassen ...
Romana Romane | 1906
Deutsch
0,48 MB
978-3-86349-174-1 (9783863491741)
3863491742 (3863491742)

1. KAPITEL

Gestrandet. Überlebenstipp Nr. 1:
Die Vergangenheit ist nur einen Telefonanruf entfernt
.

Kristi Wilde nahm die rosafarbene Rose und atmete ihren zarten Duft ein. Eigentlich sollte sie sich bei Lars dafür bedanken. Doch dann fiel ihr Blick auf die nichtssagende Karte, die er beigelegt hatte. So ähnliche hatte er vermutlich schon vielen Frauen geschickt. Im hohen Bogen flogen Karte und Blume in den Papierkorb neben dem Schreibtisch.

Sie hatte sich ja nur aus beruflichen Gründen mit Sydneys Topdressman verabredet. Vor Kurzem war es einer konkurrierenden Werbeagentur nämlich gelungen, einen echten Coup zu landen und die "Annabel Modelling Agency" als Klienten zu gewinnen, und Kristi hatte das erste Event der Agentur aus nächster Nähe miterleben wollen.

Die Tatsache, dass Lars ein Bild von einem Mann war, hatte der Sache lediglich einen zusätzlichen Reiz verliehen. Hand in Hand mit ihm ins "Guillaume" zu schlendern hatte ihr Selbstwertgefühl gehoben.

Aber außer seinem umwerfenden Aussehen hatte Lars nicht viel zu bieten. Während sie an jenem Abend die Konkurrenz beobachtete und sich den Champagner und das französische Essen schmecken ließ, sprach er nur über sich selbst.

Trotzdem spielte sie die Interessierte und himmelte ihn an. Sie würde zurzeit alles für eine Beförderung tun - ausgenommen deshalb mit jemandem ins Bett gehen. Doch genau dieses Ziel hatte Lars verfolgt, seit sie am Ende des Abends in den Lift gestiegen waren .

Vielleicht wollte er sich mit der Rose für sein aufdringliches Verhalten entschuldigen. Eher nicht, dachte Kristi, während sie sich daran erinnerte, wie selbstgefällig und zuversichtlich er zu glauben schien, dass sie das nächste Mal seinem Charme erliegen würde. Vermutlich beabsichtigte er, sie mit der Blume umzustimmen und seine Chancen bei ihr zu erhöhen.

Kristi versetzte dem Papierkorb mit einem ihrer fuchsiafarbenen Designer-Peeptoes einen Stoß. Dann blickte sie in ihren Terminplaner. Es blieb ihr gerade noch Zeit, einen Soy Chai Latte zu trinken, bevor sie zu einer Werbeveranstaltung ins Kricketstadion aufbrechen musste.

Sie nahm ihre Handtasche und eilte zur Tür. Kaum hatte sie sie geöffnet, da stöckelte ihre in einen schwarzen Samtumhang gehüllte Chefin auf Schuhen mit zehn Zentimeter hohen Absätzen an ihr vorbei ins Zimmer.

"Hallo, Ros, ich bin gerade unterwegs ."

"Du gehst nirgendwohin." Rosanna hielt ihr einen Stoß Papiere unter die Nase und zeigte zum Schreibtisch. "Setz dich, und hör zu."

Kristi verdrehte die Augen. "Dieses herrische Getue beeindruckt mich nicht mehr sonderlich, seit ich dich auf der letzten Weihnachtsfeier mit dem halb nackten Kellner Tango tanzen gesehen habe. Und nach der Sache mit dem Stripper auf Shays Junggesellinnenabschied ."

"Sei still."

Rosanna war eine enorm engagierte, zielstrebige Geschäftsfrau. Doch sie besaß auch eine wilde Seite, auf die sie stolz war und für die ihre Mitarbeiter sie liebten. Kristi konnte sich nicht vorstellen, mit einem anderen Boss je so zu sprechen wie mit Ros.

"Schau dir das mal an." Rosannas schwarz umrandete Augen blitzten, während sie ihr den Stapel reichte. Dann klatschte sie in die Hände. So aufgeregt hatte Kristi sie zuletzt erlebt, als ihre Firma "Endorse This" einer anderen Werbeagentur einen wichtigen Klienten vor der Nase weggeschnappt hatte. "Du wirst mir dankbar sein."

Was hatte ihre Chefin in solch eine Hochstimmung versetzt? Neugierig überflog Kristi die erste Seite, wurde aber nicht schlau daraus. "Worum geht es bei diesem Realityshow-Dokumentarfilm?" Das Ganze klang interessant. Zumindest wenn man verrückt genug war, freiwillig eine Woche mit einem fremden Mann auf einer einsamen Insel zu verbringen. "Sollen wir die Werbung dafür machen?"

Rosanna schüttelte den Kopf mit der rot gesträhnten Lockenmähne. "Nein, noch besser."

Kristi blätterte die Seiten durch und stieß auf ein Anmeldeformular. "Du möchtest daran teilnehmen?"

"Nicht ich." Rosanna lächelte und sah aus wie eine Löwin, die sich auf eine wehrlose Gazelle stürzen will.

"Wer dann?" Das Lächeln ihrer Chefin wurde noch breiter. "Oh, nein, das ist nicht wahr!"

Rosanna setzte sich auf die Schreibtischkante und betrachtete angelegentlich ihre in dunklem Violett lackierten Nägel. "Ich habe deine Personalien eingetragen, und du bist ausgewählt worden. Nur du und irgendein sexy Typ auf einer einsamen Insel für sieben Tage und sieben lange heiße Nächte. Super, oder?"

Kristi fielen eine Menge Worte ein, um zu beschreiben, wie sie das fand, aber "super" gehörte nicht dazu.

"Ich möchte, dass du für eine Woche die Überlebenskünstlerin spielst."

Das war bestimmt ein Scherz. Es konnte nur einer von Rosannas bizarren Tests sein, mit denen sie zuweilen die Loyalität ihrer Angestellten auf die Probe stellte.

Kristi atmete zur Beruhigung tief ein und aus, während sie fieberhaft nachdachte. Mit welcher Begründung konnte sie das Ansinnen ihrer Chefin ablehnen? Es gab nur eine Möglichkeit. Sie musste an Rosannas Geschäftssinn appellieren.

"Das klingt interessant." Sie legte die Unterlagen auf den Schreibtisch. "Doch ich bin zurzeit mit Arbeit reichlich eingedeckt. Ich kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen."

"Kennst du Elliott J. Barnaby, den besten Produzenten weit und breit?" Als Kristi nickte, sprang Rosanna auf. "Er macht einen Dokumentarfilm über das Phänomen 'Realityshow', das momentan die ganze Welt fasziniert. Zwei Leute müssen auf einer einsamen Insel eine Woche lang mit begrenzten Mitteln auskommen."

"Das hört sich nach einem Riesenspaß an."

Rosanna ignorierte Kristis sarkastischen Ton und reichte ihr einen Flyer. "Der Sieger gewinnt einhunderttausend Dollar."

"Wie bitte? Davon hast du gar nichts gesagt."

"Nein? Vielleicht bin ich wegen deiner stürmischen Begeisterung noch nicht dazu gekommen."

Kristi nahm das Informationsblatt und überflog es. Falls sie sich tatsächlich auf Rosannas absurde Idee einlassen sollte, wusste sie bereits, was sie mit dem Geld anfangen würde.

Kurz dachte sie an gestern Abend. Sie hatte wie so häufig ihre Schwester Meg besucht, die in einer schäbigen kleinen Wohnung am Stadtrand von Sydney lebte. Die Wände waren dort dermaßen dünn, dass man den heftigen Streit des Ehepaars im Nachbarapartment nicht hatte überhören können. Vor dem Fenster hatten sich zwei rivalisierende Straßengangs lautstark beschimpft. Im Kühlschrank fand sich nur das Nötigste, und auf dem Küchenschrank lag ein Stoß unbezahlter Rechnungen.

Meg rackerte sich als Alleinerziehende für ihre Tochter Prue ab und bemühte sich nach besten Kräften, ihr eine gute Mutter zu sein. Die Vierjährige war die Einzige, die ihrer erschöpften Mum dieser Tage ein Lächeln entlocken konnte.

Leider weigerte sich ihre jüngere Schwester kategorisch, auch nur einen Cent von ihr anzunehmen. Möglicherweise würde ihr Stolz es jedoch zulassen, das Preisgeld zu akzeptieren.

"Ein ganz schönes Sümmchen, oder?" Rosanna funkelte sie schon beinahe besessen an.

Kristi kannte diesen Blick. Er bedeutete, dass ihre ungeheuer dynamische Chefin dabei war, einen großartigen Klienten an Land zu ziehen. "Endorse This" war Rosannas Leben. Die PR-Firma rangierte in Sydney nicht umsonst an erster Stelle. Ros war eine witzige und faire Chefin, erwartete aber von ihren Leuten, dass sie ebenfalls Glanzleistungen vollbrachten.

"Der Betrag ist beeindruckend." Kristi versuchte, nicht an Meg und Prue zu denken, und gab Rosanna den Flyer zurück. "Trotzdem ist er es nicht wert, sich für eine Woche auf einen wildfremden Mann einzulassen und bei der unheilvollen Erfahrung auch noch gefilmt zu werden."

Rosanna presste die aufgespritzten Lippen zusammen und sah Kristi an. "Du wirst es tun", erklärte sie energisch, und als Kristi vor Überraschung der Mund offen stehen blieb, legte sie ihr einen Finger unters Kinn und schloss ihn wieder. "Ich bin letzte Woche von 'Channel Nine' angerufen worden. Dort sucht man eine geeignete PR-Agentur für eine neue Realityshow, die auf einer Insel spielt. Deshalb habe ich dich für diesen Dokumentarfilm angemeldet. Wenn du deine Sache gut machst, sind wir bestens für 'Channel Nine' gerüstet und im Geschäft." Rosanna lächelte sie honigsüß an. "Natürlich wirst du dann auch das Projekt leiten."

"Das ist nicht fair", stieß Kristi hervor und wünschte sich, sie hätte geschwiegen, denn Rosannas Lächeln verschwand sofort.

"Was ist nicht fair? Dass du 'Endorse This' dabei hilfst, den größten Klienten in diesem Jahr an Land zu ziehen? Oder dass du dabei praktisch befördert wirst? Von der Gelegenheit, das Preisgeld zu gewinnen, will ich gar nicht erst reden."

Sie hatte keine Wahl, sie würde es tun müssen. Sollte ihre Beförderung nicht schon Anreiz genug sein, so war es die Chance, hunderttausend Dollar zu erringen, allemal. Ihre bezaubernde, naive, unermüdliche kleine Schwester hatte genug Schlimmes hinter sich und verdiente ein besseres Leben.

"Okay, ich bin dabei."

"Super. In ein paar Stunden...

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