Gottes Volk im Deuteronomium

 
 
Harrassowitz Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 1. Juni 2014
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  • XIV, 363 Seiten
 
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978-3-447-19261-3 (ISBN)
 
In seinen Abschiedsreden bereitet Mose das Volk Israel auf das Leben im Gelobten Land vor. Auf diese Weise wird im Buch Deuteronomium Israels religiöse, moralische, geschichtliche und rechtliche Identität formiert. Hinter Mose jedoch verbergen sich in der Endgestalt des Buches Deuteronomium Gelehrte der persischen Zeit (5./4. Jahrhundert v. Chr.), die die entstehende frühjüdische Gemeinschaft als Gottesvolk "Israel" etablieren.
Dominik Markl untersucht in seiner Studie erstmals systematisch die rhetorischen und literarischen Mittel, die im Buch Deuteronomium angewendet werden, um im Moabbund eine Glaubensgemeinschaft zu begründen, die nach der Katastrophe des Exils von Neuem erstehen soll. Dabei erweist sich das Buch Deuteronomium als Meisterwerk religiöser und politischer Rhetorik und Didaktik, in dem komplexe textpragmatische Mittel eingesetzt sind. Mose vermittelt, wer "wir" sind und fordert "heute" zu einer Entscheidung für den Bund mit Gott und für seine Tora heraus. Die Erzählstimme des Deuteronomium zeigt, wie Mose "dieses Buch" schreibt und wie das Grab dieses größten Propheten "bis heute" mysteriös verschollen bleibt. Nicht Moses Grab, sondern seine Tora bleibt Israels Erbe und so wird das "Heute" des Deuteronomium zum Geburtstag des Judentums.
1., Aufl.
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978-3-447-19261-3 (9783447192613)
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  • Intro
  • Inhalt
  • Schemata und Tabellen
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Vorwort
  • 1 Die Botschaft der Endgestalt
  • 1.1 Forschungsgeschichte: Wege zum Verständnis der Endgestalt
  • 1.1.1 Norbert Lohfink und Georg Braulik: Erzählung, Recht, Theologie
  • 1.1.2 Eckart Otto: Rechtshermeneutik des Dtn im Pentateuch
  • 1.1.3 Weiterführende Beiträge zum Verständnis der Endgestalt
  • 1.2 Hermeneutik der Endgestalt
  • 1.2.1 Zur Pragmatik literarischer Texte
  • 1.2.2 Zu einer integrativen Methodik der Deuteronomiumsanalyse
  • a) Textsorten innerhalb des Dtn und je angemessene Analysemethoden
  • b) Begriffsklärungen zur pragmatischen Analyse
  • 1.2.3 Das Dtn in seinen literarischen Großkontexten
  • 1.3 Anliegen und Durchführung der Studie
  • 2 Die Formierung des Gottesvolkes im Deuteronomium
  • 2.1 Zur funktionalen Struktur des Deuteronomium
  • 2.1.1 Zur These des "Vierüberschriftensystems
  • a) Zur Referenz von Dtn
  • b) Zur Referenz von Dtn 4,44-5,1b
  • 28,69-29,1b
  • 33,1
  • c) Funktion der Einleitungspassagen für die Buchstruktur
  • 2.1.2 Die rhetorischen Einleitungen in Dtn
  • 12,1
  • 2.1.3 Die Hauptteile des Gesetzeskorpus Dtn
  • 19-25
  • a) Charakteristika von Dtn 12-18
  • b) Systematische Verbindungen zwischen Dtn 5-11 und Dtn 12-18
  • c) Charakteristika von Dtn 19-25
  • 2.1.4 Dtn 26 als Abschluss von Dtn 6-26
  • a) Beziehungen von Dtn 26,1-15 zu Dtn 12-18 und Dtn 6,20-25
  • b) Zur strukturellen Sonderfunktion von Dtn 26,16-19
  • c) Konsequenz
  • 2.1.5 Rahmenstrukturen in Dtn
  • 26-34
  • a) Segen und Fluch in Dtn 11,26-29
  • 27,11-28,68
  • 30,1.19
  • b) Bund, Hauptgebot und Zukunft in Dtn 4,1-40
  • 29-30
  • c) Die Dynamik der Rahmenstrukturen in Dtn 1-11
  • 26-34
  • 2.1.6 Metapragmatik und funktionale Struktur im Deuteronomium
  • a) Die metapragmatische Funktion der Rahmungen in Dtn 1-11
  • 26-34
  • b) Quantitative Symmetrien in der funktionalen Buchstruktur
  • 2.2 Politische Rhetorik im Deuteronomium
  • 2.2.1 Anrede Israels in zweiter Person
  • 2.2.2 Identifikationstexte für Israel in erster Person
  • a) Ich und Wir im Kontext von Nacherzählung, Bundesschluss und Zitaten
  • b) Die Bekenntnistexte in Dtn 6,20-25
  • 26,1-15
  • 2.2.3 Die Mosereden des Dtn als Kompendium politischer Rhetorik
  • 2.3 Pädagogik und Didaktik im Deuteronomium
  • 2.3.1 Jhwh lieben bzw. fürchten und das Gebot bewahren
  • 2.3.2 Jhwh erkennen und das Gebot bewahren
  • 2.3.3 Lernen: Die didaktische Theorie des Deuteronomium
  • 2.3.4 Rezeptionsanweisungen und Metapragmatik im Deuteronomium
  • 2.4 Adressatenkommunikation im Deuteronomium
  • 2.4.1 Das Heute im Deuteronomium
  • a) Sprachgebrauch
  • b) Moses Toravermittlung im Heute des Dtn
  • c) Dringlichkeit vermittelnde Sprechakte im Heute des Dtn
  • d) Das Heute im Bundesschluss
  • e) "Bis zum heutigen Tag" und "wie am heutigen Tag
  • f) Situationsgebundenes und aktualisierendes Heute im Dtn
  • 2.4.2 Schrift als Medium der Adressatenkommunikation
  • 2.5 Israels Identität aus der Beziehung mit Jhwh
  • 2.5.1 Bundessprache: Jhwhs Volk und Israels Gott
  • 2.5.2 Das Hauptgebot: Jhwh und keine anderen Götter
  • 2.5.3 Lob und Tadel: Formierung moralischer Identität
  • 3 Der Moabbund im Deuteronomium
  • 3.1 Die Moabbundrede Dtn 29-30
  • 3.1.1 Dtn 28,69 als Überschrift und neuer Deutehorizont
  • 3.1.2 Struktur und Kohärenz von Dtn 29-30
  • 3.1.3 Die rhetorische Dynamik des Bundesschlusses in Dtn 29-30
  • a) Die rhetorische Dynamik aus der Perspektive der Moabgeneration
  • b) Die rhetorische Dynamik aus der Perspektive der impliziten Adressaten
  • c) Dtn 29,28 als Bekenntnis der impliziten Adressaten
  • d) Pragmatische Verdichtung und Entfaltung in der Bundesschlussrede
  • 3.2 Die Dynamik des Moabbundes in Dtn 1,1-32,47
  • 3.2.1 Die Vorbereitungen des Bundesschlusses in Dtn 26,16-28,68
  • a) Der Moabbund als Zielrichtung der Moabtora in Dtn 26,16-19
  • b) Vorbereitung der Bundesfeier und Bundeszusage in Dtn 27,1-8.9-10
  • c) Segen und Fluch in Sichem und in Moab: Dtn 27,11-26
  • 28,1-68
  • d) Der Bund in Moab und seine Kontinuität im Land
  • 3.2.2 Der rhetorische Vollzug des Moabbundes in Dtn 1-30
  • a) Die Rückverweise auf Tora, Segen und Fluch in Dtn 29-30
  • b) Die Rededynamik von Dtn 1-30
  • 3.2.3 Besiegelung und Neuakzentuierung des Moabbundes in Dtn 31,1-32,47
  • 3.2.4 Der Moabbund als überbietende Transformation des Horebbundes
  • 4 Deuteronomium 31-34: Moses Abschied - Israels Zukunft
  • 4.1 Dtn 31-34 als narratives Ende des Deuteronomium und des Pentateuch
  • 4.1.1 Dtn 31-34 als Buchschluss
  • 4.1.2 Dtn 31-34 als Abschluss des Pentateuch
  • 4.1.3 Die beiden Hauptabschnitte Dtn 31,1-32,47
  • 32,48-34,12
  • 4.1.4 Kommunikation: Übergang und Abschied
  • 4.2 Dtn 31,1-32,47: Moses Übergaben und Jhwhs Intervention
  • 4.2.1 Einleitung
  • a) Struktur: Gottes Rede im Zentrum
  • b) Homogenität und Kontrast in Dtn 31
  • c) Fabel und Dynamik: Spannungsmoment Bundesbruch
  • 4.2.2 Dtn 31,1-8: Mose ermutigt Israel und Josua zur Landnahme
  • a) Einleitung
  • b) 31,1-2a: struktureller Wendepunkt im Dtn
  • c) 31,2b-6: Mose ermutigt Israel zur Landnahme
  • d) 31,7-8: Mose ermutigt und beauftragt Josua vor Israel
  • e) Auswertung
  • 4.2.3 Dtn 31,9-13: Tora für ganz Israel und seine Kinder
  • a) 31,9: Niederschrift und Übergabe der Tora
  • b) 31,10-13: Moses Rede an die Leviten und Ältesten
  • c) Auswertung
  • 4.2.4 Dtn 31,14-23: Jhwhs Intervention - das Lied als Zeuge
  • a) 31,14-15: Jhwh bestellt Mose mit Josua zur Theophanie am Zelt
  • b) 31,16-21: "damit dieses Lied für mich zum Zeugen sei"
  • c) 31,22-23: Mose schreibt das Lied, Jhwh beauftragt Josua
  • d) Auswertung: Jhwhs Rede öffnet Tore zu den Schriftpropheten
  • 4.2.5 Dtn 31,24-29: Mose übergibt den Leviten die vervollständigte Tora
  • a) 31,24-25: Wiederaufnahme der Verschriftungsnotizen und Redeeinleitung
  • b) Beziehungen zu Dtn 4
  • 9,1-10,11
  • c) 31,26-29: Das Torabuch als Zeuge
  • d) Auswertung: Israels Zukunft ist am Sinai vorausgespiegelt
  • 4.2.6 Dtn 31,30
  • 32,44: Die narrative Rahmung des Moseliedes
  • 4.2.7 Dtn 32,45-47: Mose vollendet seine "Worte"
  • a) 32,45-46a: Einleitung der abschließenden Worte
  • b) 32,46b-47: Programmatisch-metatextuelle Abschlussrede
  • c) Stilistische Raffinesse
  • d) Wiederaufnahmen aus 30,11-20
  • 31,12-13
  • e) Medialisierung der Religion: Israel als Volk des Wortes
  • 4.2.8 Narrative Logik und innere Pragmatik von Dtn 31,1-32,47
  • a) Zur narrativen Dynamik von Dtn 31,1-32,47
  • b) Transformierte Reinszenierung der Horeb-Ereignisse
  • c) Mose lehrt Gottes Volk: Mut, Lerneifer, Gottesfurcht, Demut
  • 4.3 Das Moselied: seine Bedeutung im Deuteronomium und im Kanon
  • 4.3.1 Zur Interpretation des Moseliedes
  • a) Aufbau und Dynamik: interesseleitende Fragen
  • b) Poetische Kraft des Kontrastes
  • c) Botschaft: Pragmatik des Moseliedes im Dtn
  • 4.3.2 Das Moselied innerhalb des Deuteronomium
  • a) Das Moselied und seine Ankündigungen in 31,16-21.24-29
  • b) Kommunikationsspiel: Das Zeugenlied als Wolke von Zeugen
  • c) Die Beziehungen des Moseliedes zu Dtn 4
  • 8
  • 28
  • 29-30
  • 4.3.3 Schilfmeerlied, Moselied und Davidslied
  • a) Das Schilfmeerlied (Ex 15,1-18)
  • b) Das Davidslied (2 Sam 22 // Ps 18)
  • 4.3.4 Das Moselied und die Hinteren Propheten in kanonischer Perspektive
  • a) Das Buch Jesaja
  • b) Das Buch Jeremia
  • c) Das Buch Ezechiel
  • d) Das Dodekapropheton
  • e) Auswertung
  • 4.3.5 Das Moselied, der Psalter und die übrigen Ketubim
  • a) Die Asafpsalmen Ps 78
  • 81
  • b) Die Psalmen 73
  • 74
  • 79
  • 86
  • c) Der Mosepsalm Ps 90 im Zusammenhang von Ps 90-92
  • d) Die Geschichtspsalmen Ps 105
  • 106
  • e) Nehemia 9
  • Klagelieder
  • weisheitliches Vokabular
  • 4.3.6 Intertextualität und kanonische Bedeutung des Moseliedes
  • a) Intertextuelle Beziehungen des Moseliedes
  • b) Kanonische Bedeutung des Moseliedes
  • 4.4 Dtn 32,48-34,12: Moses Tod und Israels gesegnete Zukunft
  • 4.4.1 Dtn 32,48-34,12 als Abschluss des Pentateuch
  • 4.4.2 Der Mosesegen als kontrastive Ergänzung des Moseliedes
  • 4.4.3 Dtn 34: Moses bleibende Bedeutung für Israel
  • 5 Gottes Volk im Deuteronomium
  • 5.1 Die Endgestalt des Deuteronomium als Programm der Rekonstruktion der kollektiven Identität "Israels" in persischer Zeit
  • 5.2 Textinterne und textexterne Pragmatik im Deuteronomium
  • 5.3 Rechtshermeneutik des Deuteronomium im Pentateuch
  • 5.4 Politische Theologie im Deuteronomium
  • 5.5 Das Deuteronomium und die Entstehung des Judentums
  • Summary
  • Literatur
  • I. Humanwissenschaften und Philosophie
  • II. Bibelwissenschaft, Religionsgeschichte, Theologie
  • Bibelstellenindex
  • Autoren- und Sachindex
  • Schemata und Tabellen
  • Schema 1: Metapragmatische Rahmungen des Deuteronomium
  • Schema 2: Rahmungen durch Bundestexte im Deuteronomium
  • Schema 3: Quantitative Symmetrien in den Rahmenteilen des Deuteronomium
  • Schema 4: Der Promulgationssatz mit "heute" im Deuteronomium
  • Schema 5: Die zeitliche Referenz von "heute" im Deuteronomium
  • Schema 6: Vergleichbare Elemente im Sinai- und im Moabbund
  • Schema 7: Die konzentrische Struktur von Dtn
  • Schema 8: Metatextuelle Referenzen in Dtn 31 und die narrative Buchstruktur
  • Schema 9: Rückbezüge auf Gen-Num in Dtn
  • Schema 9: Rückbezüge auf Gen-Num in Dtn
  • Tabelle 1: Die Verbalfolge um "lernen / lehren" (dml)
  • Tabelle 2: Anzahl der Gottesbezeichnungen im Deuteronomium
  • Tabelle 3: Intertextualität des Moseliedes

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