Prinzessin auf Probe?

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. August 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-86349-205-2 (ISBN)
 
Warum belügt sie mich schamlos? Prinz Carlos Medina ist fassungslos, als Lilah behauptet, von ihm schwanger zu sein - nach nur einer Nacht! Er weiß doch genau, dass das ausgeschlossen ist! Doch die Managerin lässt nicht locker: Nur er könne der Vater ihres ungeborenen Babys sein. Während Carlos in ihre grünen Augen schaut, ist er hin- und hergerissen: Lilahs Schönheit verzaubert ihn immer mehr. Doch sie ist eine Lügnerin und wahrscheinlich auf das Vermögen der Medinas aus! Er sollte sie verlassen. Und dennoch sehnt er sich danach, sie zu seiner Prinzessin zu machen ...
  • Deutsch
  • 0,46 MB
978-3-86349-205-2 (9783863492052)
3863492056 (3863492056)

1. KAPITEL

"Verstecken Sie die Kronjuwelen, meine Herren", rief Lilah Anderson in die Männer-Umkleidekabine des St. Mary Krankenhauses. "Frau im Anmarsch."

Das Klacken ihrer High Heels hallte in dem gefliesten Flur wider, als Lilah an einem Krankenpfleger vorbeimarschierte, der sich die Hände schrubbte, und an einem Anästhesisten, der mit einem viel zu kleinen Handtuch kämpfte. Unbeeindruckt von all der nackten Haut, dem empörten Räuspern und dem unterdrückten Lachen, bahnte sie sich ihren Weg durch den feuchtheißen Raum.

Ihr ging es lediglich darum, ihn ausfindig zu machen.

Niemand traute sich, sie aufzuhalten, denn als Chefin der Verwaltung in Tacomas führender Klinik könnte sie jeden Einzelnen von ihnen schneller entlassen, als er sich nach der Seife bücken konnte.

Ihr Problem? Ein besonders sturer Angestellter, der entschlossen zu sein schien, jeglichen Versuch ihrerseits, mit ihm zu sprechen, zu unterbinden. Und das schon seit Wochen. Deshalb hatte sie sich einen Ort ausgesucht, wo sie sich sicher sein konnte, dass Dr. Carlos Medina ihr seine volle Aufmerksamkeit schenken würde - die Dusche im Krankenhaus.

Wanda, seine Sekretärin, hatte sie gewarnt. Er sei nicht zu sprechen, da er sich nach einer langwierigen Operation frisch machen müsste. Außerdem, so Wanda, sei er erschöpft und ungnädig.

Doch davon ließ Lilah sich nicht abschrecken. Es war die perfekte Gelegenheit, um ihn in die Ecke zu treiben. Sie war mit zwei Brüdern aufgewachsen und entsprechend abgehärtet. Prüfend musterte sie die Duschen.

Drei davon waren in Betrieb. Hinter dem ersten Vorhang erkannte sie die Umrisse eines kleinen, rundlichen Mannes. Definitiv nicht Carlos.

Aus der zweiten Dusche linste erschrocken ein Mann hervor, dessen Haaransatz bereits deutlich zurückging. Auch er war nicht ihr gesuchter Chirurg.

Knapp nickte sie dem Chef der Kinderheilkunde zu. "Hallo, Jim."

Jim verschwand blitzschnell wieder hinter dem Vorhang, und mit klopfendem Herzen wandte sich Lilah der dritten Dusche zu.

Sie vergewisserte sich, damit sie auch den Richtigen ansprach, indem sie den schlanken Körper hinter dem Plastikvorhang musterte. Er war dabei, sich die Haare zu waschen, und Lilah brauchte den Vorhang nicht einmal zur Seite zu ziehen, denn sie kannte diesen Körper gut . sehr gut sogar.

Ja, sie hatte Carlos Medina gefunden: Arzt, Liebhaber und - als hätte er nicht schon genügend Vorzüge - ältester Sohn eines ehemaligen europäischen Monarchen. Sein königlicher Stammbaum beeindruckte sie jedoch wenig. Schon lange bevor sie erfahren hatte, dass er ein Prinz war, hatte sie sich zu ihm hingezogen gefühlt. Er war brillant und brachte seinen Patienten viel Mitgefühl entgegen.

Sein Anblick im Arztkittel war auch nicht zu verachten, und wenn er gar nichts trug . Darüber sollte sie jetzt lieber nicht nachdenken.

Lilah fasste sich ein Herz und zog den Duschvorhang mit einem Ruck zur Seite.

Wasserdampf strömte ihr entgegen, sodass sie einen Moment lang kaum etwas sehen konnte. Dann klärte sich die Sicht, und . Wow! Was sie zu sehen bekam, war wahrlich nicht zu verachten. Wasser rann an Carlos' nacktem Körper hinunter, der ihr seitlich zugewandt war, und dessen kräftige Muskeln angespannt waren. Außerdem, gütiger Himmel, präsentierte er ihr seinen knackigen Po.

Wassertropfen glitzerten auf seiner von Natur aus gebräunten Haut und in den dunklen Härchen, mit denen Arme und Beine bedeckt waren.

Als er gelassen den Kopf zu ihr herumdrehte, zeichnete sich auf seinem Gesicht keine Spur von Überraschung ab. Seine dunklen Augen wirkten wie immer rätselhaft und zogen Lilah in ihren Bann, sodass sie einen kleinen Schauer der Erregung nicht unterdrücken konnte. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch waren ihrem Vorhaben nicht gerade zuträglich.

Carlos hob eine seiner dunklen Augenbrauen. "Ja?"

Selbst aus diesem einen Wort hörte man den leichten spanischen Akzent heraus, einen Akzent, der so betörend war, dass Lilah noch heißer wurde. Am liebsten hätte sie ihre Kostümjacke ausgezogen.

In der Dusche nebenan wurde das Wasser ausgestellt, und der Leiter der Kinderheilkunde hastete zu den Spinden, wo die anderen Mitarbeiter ganz offensichtlich neugierig zuhörten, auch wenn sie Lilah den Rücken zuwandten.

Lilah zupfte ihre Jacke zurecht. "Ich muss mit dir reden."

"Ein Telefonat hätte meinen Kollegen eine gewisse Verlegenheit erspart." Wie immer sprach Carlos leise. Er brauchte seine Stimme nicht zu erheben, denn die Leute hingen auch so an seinen Lippen.

"Was ich zu sagen habe, ist nichts für ein unpersönliches Telefongespräch." Zwar war es auch nicht für die neugierig gespitzten Ohren in der Umkleidekabine geeignet, aber sie würde ja gleich mit Carlos allein sein.

Ganz allein?

Auf einmal knisterte es zwischen ihnen, und die kleinen Härchen auf ihren Armen stellten sich auf. Auch seine Augen begannen zu funkeln, oder? Doch Carlos blinzelte, und sofort wirkte seine Miene wieder ausdruckslos.

"Viel persönlicher als das hier kann es wohl kaum werden, Chefin." Er stellte die Dusche aus. "Kannst du mir bitte das Handtuch geben?"

Sie schnappte sich das weiße Handtuch und warf es ihm zu, um keine Berührung zu riskieren. Als er es sich um die Hüften schlang, konnte sie der Versuchung nicht widerstehen und riskierte einen Blick.

Nass wirkte sein Haar noch dunkler. Es war zurückgestrichen, sodass die ausgeprägten aristokratischen Gesichtszüge deutlich zu erkennen waren. In seinen braunen Augen blitzte selten Humor auf. Doch als sie sich geliebt hatten, war die Glut in ihnen unverkennbar gewesen.

Carlos drehte sich um und wandte ihr den Rücken zu, um nach seinem Shampoo zu greifen. Lilahs Blick schweifte vom festen Po zu den Narben auf seinem Rücken. Carlos humpelte und hatte das immer mit einem Reitunfall in seiner Jugend begründet. Nachdem sie die Narben das erste Mal entdeckt und Carlos gedrängt hatte, ihr mehr darüber zu erzählen, hatte er vom Thema abgelenkt, indem er ihren nackten Körper mit Küssen übersät hatte.

Auch wenn sie Juristin und keine Ärztin war, erkannte sie, dass er nicht nur äußerliche Wunden davongetragen hatte.

Die Kulturtasche unter den Arm geklemmt, beugte er sich zu ihr und musterte sie mit kühlem Blick, bis Lilah schlucken musste.

"Können wir das jetzt bitte schnell erledigen?", meinte er grimmig.

"Dein Charme betört mich immer wieder."

"Wenn du auf Charme aus bist, hast du vor vier Jahren den falschen Mann eingestellt." Er war damals vierunddreißig gewesen, sie einunddreißig. Ihr kam es vor, als wäre es eine Ewigkeit her. "Ich habe fast den ganzen Tag damit zugebracht, die Wirbelsäule eines siebenjährigen afghanischen Mädchens zu reparieren, das durch eine Sprengbombe verletzt wurde. Ich bin fertig."

Ungewollt verspürte Lilah Mitleid. Natürlich war er erschöpft. Auch wenn er seinen Stolz bezwang und bei solch langen Operationen einen Stuhl benutzte, war es offensichtlich, dass diese Art von OP ihren Tribut forderte. Doch sie konnte es sich nicht leisten, jetzt schwach zu werden.

Eigentlich waren Carlos und sie seit Jahren befreundet, doch nach ihrem impulsiven One-Night-Stand nach einer Spendengala kurz vor Weihnachten hatte er sich als kaltherziger Schuft entpuppt. Dabei war es nun wirklich nicht so, dass sie ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hätte, um einen Hochzeitstermin festzulegen, nachdem er sie zum dritten Mal zum Höhepunkt gebracht hatte.

Allein bei der Erinnerung an jene Nacht wogte ein wohliger Schauer durch ihren Körper. Es war unglaublich gewesen, und natürlich hatte sie gehofft, dass sie künftig nicht nur eine freundschaftliche, sondern auch eine sehr intime Beziehung mit ihm pflegen könnte. Doch am nächsten Morgen hatte Carlos ihr die kalte Schulter gezeigt. Er war kühl, zurückhaltend und übertrieben höflich gewesen.

Jetzt verscheuchte sie die unschönen Erinnerungen. Sie hatte nicht vor, sich einschüchtern zu lassen. "Ich habe keine Zeit für Spitzfindigkeiten. Ich habe dir etwas zu sagen, also zieh dich an und lass uns reden."

Er senkte den Kopf, und sein warmer Atem strich über ihr Ohr. "Du gehörst nicht zu den Frauen, die eine Szene machen. Lass uns einen Termin verabreden. Bis dahin hast du dich hoffentlich wieder beruhigt. Das hier ist schon peinlich genug."

Der Duft seines Shampoos stieg ihr in die Nase. Ja, sie hatte sich einen ungewöhnlichen Ort für diese Konfrontation ausgesucht, aber Carlos Medinas Sturheit war bekannt. Bei ihr würde die Krankenhausleitung bestimmt ein Auge zudrücken. Und wenn nicht? Dann war es eben so. Manchmal musste eine Frau zu ihrer Entscheidung stehen.

Jetzt war der richtige Zeitpunkt gekommen, denn viel länger konnte sie nicht warten.

"Ich lasse mich von dir nicht schon wieder abwimmeln." Sie senkte die Stimme, obwohl verhallende Schritte die Vermutung nahelegten, dass nicht mehr viele Mitarbeiter in der Umkleide waren. "Wir reden. Heute. Du darfst entscheiden, ob wir die Sache hier vor allen Leuten besprechen oder vielleicht doch lieber in deinem Büro. Und glaub mir, wenn wir hierbleiben, wird es noch viel peinlicher."

Carlos hob eine...

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