Patientenautonomie im Strafrecht

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im August 2015
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  • XXIX, 663 Seiten
 
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978-3-16-153822-3 (ISBN)
 
Die Patientenautonomie hat sowohl im Strafrecht als auch in der medizinischen Praxis eine existenzielle Bedeutung. An ihr bemisst sich, ob ein ärztlicher Eingriff erlaubt oder rechtswidrig ist. Die Patientenautonomie entscheidet bei ärztlichen Heileingriffen, in Situationen am Ende des Lebens, in Fällen der Zwangsbehandlungen, der nichttherapeutischen Behandlungen und anderen Bereichen über die Strafbarkeit des Arztes und das weitere Schicksal des Patienten. Dabei zeigt sich, dass die bisherige Legitimationsfigur der Einwilligung nach Aufklärung, die stellvertretend für die Selbstbestimmung verwendet wird, der Vielgestaltigkeit der Situationen nicht ausreichend Rechnung trägt. Dorothea Magnus entwickelt daher ein eigenes Konzept zur Patientenautonomie, das aus ethischer Sicht tragfähig, für die medizinische Praxis brauchbar und für das Strafrecht einsetzbar ist.
 
Die Patientenautonomie hat sowohl im Strafrecht als auch in der medizinischen Praxis eine existenzielle Bedeutung. An ihr bemisst sich, ob ein ärztlicher Eingriff erlaubt oder rechtswidrig ist. Die Patientenautonomie entscheidet bei ärztlichen Heileingriffen, in Situationen am Ende des Lebens, in Fällen der Zwangsbehandlungen, der nichttherapeutischen Behandlungen und anderen Bereichen über die Strafbarkeit des Arztes und das weitere Schicksal des Patienten. Dabei zeigt sich, dass die bisherige Legitimationsfigur der Einwilligung nach Aufklärung, die stellvertretend für die Selbstbestimmung verwendet wird, der Vielgestaltigkeit der Situationen nicht ausreichend Rechnung trägt. Dorothea Magnus entwickelt daher ein eigenes Konzept zur Patientenautonomie, das aus ethischer Sicht tragfähig, für die medizinische Praxis brauchbar und für das Strafrecht einsetzbar ist.
  • Habilitationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 5,40 MB
978-3-16-153822-3 (9783161538223)
10.1628/978-3-16-153822-3
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • 1. Teil: Grundlagen
  • A. Überblick
  • B. Begriff und Bedeutung der Patientenautonomie
  • I. Wandlungen des Arzt-Patient-Verhältnisses
  • 1. Die klassische Rolle des Arztes
  • 2. Die "neue" Rolle des Arztes
  • II. Begriff des Patienten
  • 1. Der Wortsinn
  • 2. Krankheit als Bestandteil des Patientenbegriffs
  • a) Auffassungen zum Begriff der Krankheit
  • b) Würdigung dieser Auffassungen
  • c) Würdigung der BGH-Auffassung im Besonderen
  • aa) Zum ersten Kritikpunkt: Heilbarkeit
  • bb) Zum zweiten Kritikpunkt: Unerheblichkeit
  • cc) Zum dritten Kritikpunkt: Normalzustand
  • d) Stellungnahme zum Krankheitsbegriff
  • aa) Ergänzungsbedürftigkeit des objektiven Krankheitsbegriffs
  • bb) Medizinische Indikation als entscheidendes Kriterium
  • cc) Einfluss von psychischen Befindlichkeiten
  • dd) Einfluss sozialer Aspekte
  • ee) Einfluss kulturgeschichtlicher Aspekte
  • ff) Einfluss rechtlicher Aspekte
  • gg) Schlussfolgerungen
  • 3. Besondere Patienten-Kategorien
  • a) Konsumenten von Schönheitsoperationen und sonstigen Verbesserungen
  • b) Forschungsprobanden
  • c) Alten- und Pflegeheimbewohner
  • 4. Zwischenergebnis
  • III. Begriff der Autonomie
  • 1. Allgemeines
  • 2. Begrifflicher Ursprung von Autonomie
  • 3. Philosophische Konzepte zur Autonomie
  • a) Kants Konzept von Autonomie
  • b) Joel Feinbergs Konzept von Autonomie
  • aa) Autonomie als Fähigkeit
  • bb) Autonomie als Zustand
  • (i) Sein eigener Herr sein
  • (ii) Individualität
  • (iii) Authentizität
  • (iv) Selbstbestimmung
  • (v) Selbstgesetzgebung
  • (vi) Moralische Authentizität
  • (vii) Moralische Unabhängigkeit
  • (viii) Integrität
  • (ix) Selbstkontrolle (Selbstdisziplin)
  • (x) Auf-Sich-Selbst-Vertrauen
  • (xi) Initiativfähigkeit
  • (xii) Verantwortlichkeit für sich selbst
  • cc) Autonomie als Ideal
  • dd) Autonomie als Recht
  • ee) Stellungnahme zum Autonomiekonzept Feinbergs
  • 4. Medizinethisches Konzept zur Autonomie von Beauchamp und Childress
  • a) Das "Georgetown-Mantra"
  • b) Respekt vor der Autonomie
  • c) Kriterien für eine autonome Handlung und Entscheidung
  • d) Autonome Personen oder autonome Entscheidungen
  • e) Fehlende Autonomie
  • f) Autonomiefähigkeit: Kompetenz
  • g) sliding-scale strategy
  • h) Bewertung des Autonomiekonzepts von Beauchamp und Childress
  • IV. Eigenes Konzept: Wertgebundene Patientenautonomie
  • 1. Anwendung der Autonomiekonzepte von Kant, Feinberg und Beauchamp/Childress
  • a) Kants Konzept
  • b) Feinbergs Konzept
  • c) Das Konzept von Beauchamp/Childress
  • 2. Aufgabe und Zweck eines Konzepts der Patientenautonomie
  • 3. Eigene Grundthesen
  • a) Differenzierungen
  • aa) Differenzierung Patient - Dritter, Eigenautonomie - Fremdautonomie
  • bb) Differenzierung nach wert- und erlebensbezogenen Interessen des Patienten
  • cc) Differenzierung nach Situationen
  • dd) Sonderrolle des Arztes und des Arzt-Patient-Verhältnisses
  • b) Relativität der Patientenautonomie
  • c) Wertgebundene Autonomie
  • aa) Ausgangspunkt
  • bb) Selbstschädigende Entscheidungen
  • cc) Selbstschädigungen aus medizinischer Sicht
  • dd) Strafrechtliche Folgerungen
  • ee) Paternalistisches Konzept?
  • d) Voraussetzungen
  • aa) Autonomiefähigkeit
  • bb) Möglichkeit zur Ausübung der Autonomie
  • e) Einschränkungen der Autonomie und ihrer Ausübung
  • f) Ökonomische Hindernisse: Versorgungshindernisse im Sinne von Ressourcenknappheit
  • g) Grenzen der Selbstverfügung durch Pflichten gegenüber sich selbst?
  • 4. Zusammenfassung
  • V. Die Paternalismus-Debatte
  • 1. Weicher Paternalismus
  • 2. Harter Paternalismus
  • 3. Wann ist eine paternalistische Intervention rechtlich gerechtfertigt?
  • a) Kriterien für eine Rechtfertigung
  • b) Paternalistische Rechtfertigung strafrechtlicher Verbote
  • c) Zwischenfazit
  • d) Paternalismus und Autonomie am Ende des Lebens
  • 4. Folgerungen aus der Paternalismus-Debatte für das Patientenautonomiekonzept
  • 2. Teil: Rechtliche Aspekte der Patientenautonomie
  • A. Gesetzliche Verankerung der Patientenautonomie
  • I. Auf europäischer Ebene
  • II. Im Grundgesetz
  • III. Im Strafgesetzbuch
  • IV. Im BGB
  • V. Fazit zur gesetzlichen Verankerung der Patientenautonomie
  • B. Patientenautonomie in Rechtsprechung und Literatur
  • I. Rechtsprechung
  • 1. Bereich der Sterbehilfe und Suizidteilnahme
  • 2. Bereich der Einwilligung
  • 3. Bereich der sexuellen Selbstbestimmung
  • 4. Zivilrechtliche Rechtsprechung
  • II. Literatur
  • 1. Einwilligung, Einwilligungsfähigkeit und Patientenwille
  • 2. Patientenverfügungen
  • 3. Medizinrechtliche Grundprinzipien
  • 4. Neue Rolle des Arztes und des Patienten
  • 5. Patientenrecht auf informationelle Selbstbestimmung
  • 6. Sterbehilfe
  • 7. Zwangsbehandlungen und Selbstbestimmungsrecht
  • 8. Zivilrecht, Verfassungsrecht und Patientenautonomie
  • C. Rechte und Pflichten von Ärzten und Patienten
  • I. Allgemeine Rechte und Pflichten von Patienten
  • II. Allgemeine Rechte und Pflichten von Ärzten
  • III. Besondere Ausgestaltung der Rechte und Pflichten im Patientenrechtegesetz
  • 1. Die Neuregelungen im Gesetz
  • a) Der Behandlungsvertrag
  • b) Einwilligung und Aufklärung
  • c) Dokumentationspflichten
  • d) Informationspflichten
  • e) Beweislastregeln
  • f) Stärkung der Rechte des Patienten gegenüber Krankenkassen
  • 2. Stellungnahme zum Patientenrechtegesetz
  • D. Einwilligung als zentraler Ausdruck der Patientenautonomie
  • I. Allgemeines
  • II. Rechtsnatur der Einwilligung
  • III. Zweck der Einwilligung
  • IV. Rechtsgrundlage der Einwilligung
  • V. Einwilligung und Handlungsfreiheit
  • VI. Einwilligung und ärztlicher Heileingriff
  • 1. Allgemeines
  • 2. Meinungsstreit zur Einordnung des ärztlichen Heileingriffs als Körperverletzung
  • a) Rechtsprechung
  • b) Literatur
  • c) Stellungnahme
  • 3. Selbstbestimmung als Teil des Rechtsguts der Körperverletzung
  • VII. Formen der Einwilligung
  • 1. Die ausdrückliche Einwilligung
  • 2. Die mutmaßliche Einwilligung
  • a) Bestimmung der mutmaßlichen Einwilligung
  • b) Fall der Operationserweiterung
  • 3. Die hypothetische Einwilligung
  • VIII. Voraussetzungen der Einwilligung
  • 1. Disponibilität des Rechtsgutes
  • 2. Einwilligungsfähigkeit
  • a) Allgemeines
  • b) Fehlende Einwilligungsfähigkeit
  • 3. Einwilligungserklärung
  • 4. Freiwilligkeit und Willensmängel
  • a) Zwang und Täuschung
  • b) Irrtümer
  • 5. Ernstlichkeit
  • 6. Aufklärung
  • a) Zweck der Aufklärung
  • b) Förmlichkeiten der Aufklärung
  • c) Umfang der Aufklärung
  • d) Barmherzige Lüge
  • e) Form der Aufklärung
  • f) Verzicht auf die Aufklärung
  • 7. Widerruf der Einwilligung
  • 8. Reichweite und Grenzen der Einwilligung
  • IX. Fazit zur Einwilligung
  • 3. Teil Besondere Bereiche der Patientenautonomie
  • A. Allgemeines
  • B. Vorsorgeverfügungen
  • I. Einführung
  • II. Patientenverfügung als Instrument der Patientenautonomie
  • 1. Allgemeines
  • 2. Patientenverfügungsgesetz
  • a) Entstehungsgeschichte
  • aa) Arbeitsgruppe des BMJ
  • bb) Stellungnahme der Enquete-Kommission
  • cc) Kurzer Überblick über die Gesetzesentwürfe zur Patientenverfügung
  • b) Inhalt des Gesetzes
  • aa) Begriff der Patientenverfügung
  • bb) Keine Reichweitenbeschränkung
  • cc) Problem der Antizipierbarkeit
  • dd) Einwilligungsfähigkeit
  • ee) Schriftform
  • ff) Widerruf der Patientenverfügung
  • (i) Auffassung für die Einwilligungsfähigkeit
  • (ii) Auffassung gegen die Einwilligungsfähigkeit
  • (iii) Eigene Auffassung
  • gg) Fehlende oder nicht zutreffende Patientenverfügung
  • hh) Anordnung des Abbruchs lebenserhaltender Maßnahmen
  • ii) Ärztliche Aufklärung
  • jj) Kein Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot
  • kk) Freiwilligkeit, Aktualität und Koppelungsverbot
  • ll) Gespräch über den Patientenwillen
  • mm) Genehmigung durch das Betreuungsgericht
  • nn) Odysseus-Anweisungen
  • 3. FamFG-Reformgesetz
  • 4. Strafrechtliche Folgerungen
  • a) Arzt behandelt den Patienten entgegen der Patientenverfügung nicht weiter
  • aa) Einvernehmen zwischen Arzt und Betreuer
  • bb) Handeln des Arztes ohne Zustimmung des Betreuers
  • cc) Handeln des Betreuers ohne Beiziehung des Arztes
  • dd) Teilnahmesituationen
  • ee) Situation ohne Betreuer
  • b) Arzt behandelt den Patienten entgegen der Patientenverfügung weiter
  • aa) Handeln des Arztes ohne Zustimmung des Betreuers
  • bb) Weiterbehandlung mit Zustimmung des Betreuers
  • cc) Situation ohne Betreuer
  • dd) Irrtumsfragen
  • c) Weitere Auswirkungen des Patientenverfügungsgesetzes auf das Strafrecht
  • 5. Die Rechtsprechung zur Patientenverfügung
  • a) Strafsenate des BGH
  • b) Zivilsenate des BGH
  • 6. Literatur zu den strafrechtlichen Folgen der Patientenverfügung
  • 7. Auffassung der Bundesärztekammer zur Patientenverfügung
  • 8. Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
  • III. Eigene Stellungnahme zur Patientenverfügung
  • 1. Verbesserungen gegenüber dem Zustand vor dem Patientenverfügungsgesetz
  • 2. Kritikpunkte
  • a) Willensänderung
  • b) Missbrauchsgefahr
  • c) Behandlung von Wachkomapatienten
  • d) Diskrepanz zwischen Verfügung und konkreter Behandlungssituation
  • e) Fehlende Beratung
  • f) Tod als Ziel
  • 3. Vorschlag einer Gesetzesergänzung für Pflichtverletzungen des Betreuers
  • IV. Schlussfolgerungen zur Patientenverfügung
  • C. Sterbehilfe
  • I. Allgemeines
  • II. Gesetzliche Ausgangslage
  • III. Unsicherheit über die Grenzen der Sterbehilfe in der Praxis
  • IV. Sterbehilfe und Demenz
  • V. Verfassungsmäßigkeit der Sterbehilfe
  • VI. Im Zweifel für das Leben
  • VII. Einzelbereiche
  • 1. Beteiligung am Suizid
  • a) Begriff und Bedeutung der Beteiligung am Suizid
  • b) Rechtliche Einordnung der Beteiligung am Suizid
  • c) Rechtsprechung
  • d) Schrifttum
  • e) Der ärztlich assistierte Suizid
  • f) Schwächen der Abgrenzung über die Tatherrschaftslehre
  • g) Organisierte, kommerzialisierte Suizidbeihilfe
  • h) Stellungnahme zur Beteiligung am Suizid
  • 2. Aktive Sterbehilfe (§ 216 StGB)
  • a) Voraussetzungen der aktiven Sterbehilfe
  • b) Sinn und Zweck der Vorschrift
  • c) Abgrenzung zu anderen Formen der Tötung
  • d) Tötung auf Verlangen durch Unterlassen?
  • e) Legalisierung der Tötung auf Verlangen?
  • 3. Indirekte Sterbehilfe
  • a) Begriff und Bedeutung der indirekten Sterbehilfe
  • b) Zweck der indirekten Sterbehilfe
  • c) Geeignete Abgrenzung indirekter von direkter Sterbehilfe über den Vorsatz?
  • d) Legitimierung der indirekten Sterbehilfe
  • aa) Legitimierung über die lex artis
  • bb) Legitimierung über das erlaubte Risiko
  • cc) Legitimierung über den sozialen Gesamtsinn "Schmerzlinderung"
  • dd) Legitimierung über die Einwilligung
  • ee) Legitimierung über den rechtfertigenden Notstand, § 34 StGB
  • 4. Abbruch lebenserhaltender Behandlungen (Passive Sterbehilfe)
  • a) Begriff und Bedeutung des Behandlungsabbruchs
  • b) Garantenstellung
  • c) Einwilligung des Patienten
  • d) Behandlungsverzicht mit Einwilligung des Patienten
  • e) Behandlungsverzicht ohne Einwilligung des Patienten
  • f) Rechtsprechung
  • aa) BGH-Entscheidung zur Sterbehilfe vom 25.6.2010
  • (i) Das Urteil
  • (ii) Stellungnahme zur BGH-Entscheidung vom 25.6.2010
  • bb) Kemptener Entscheidung
  • (i) Das Urteil
  • (ii) Stellungnahme zur Kemptener Entscheidung
  • cc) Der Beschluss des XII. Zivilsenats vom 17.3.2003
  • g) Der Behandlungsabbruch durch einen Dritten (Nichtarzt)
  • 5. Früheuthanasie
  • 6. Sonderfall: Verweigerung von Bluttransfusionen
  • VIII. Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung
  • IX. Ethische Überlegungen und Stellungnahme zur Sterbehilfe
  • X. Schlussfolgerungen zur Sterbehilfe
  • 1. Notfallpatienten
  • 2. Patienten im irreversiblen Wachkoma
  • 3. Dauerhaft einwilligungsunfähige, aber noch äußerungsfähige Patienten
  • 4. Vorübergehend einwilligungsunfähige Patienten
  • 5. Einwilligungsfähige
  • a) Gesunde Personen
  • b) Lebensbedrohlich erkrankte Patienten
  • c) Bis zum Hals gelähmte Patienten
  • D. Schönheitsoperationen
  • I. Allgemeines
  • II. Definition
  • III. Die Praxis
  • IV. Die Strafbarkeit von Schönheitsoperationen
  • 1. Die Bedeutung des Fehlens der medizinischen Indikation
  • 2. Tatbestandsmäßigkeit von Schönheitsoperationen
  • 3. Einwilligung in eine Schönheitsoperation und ihre Grenzen
  • a) Ausdrückliche Einwilligung
  • b) Hohe Anforderungen an die Aufklärungspflicht
  • c) Grenzen der Einwilligung (§ 228 StGB)
  • 4. Schönheitsoperationen und Tötungsdelikte
  • V. Schönheitsoperationen bei Minderjährigen
  • 1. Die Problematik
  • 2. Einwilligung
  • 3. Vorschläge zur Zurückdämmung von Schönheitsoperationen
  • VI. Schlussfolgerungen zu den Schönheitsoperationen
  • E. Enhancements
  • I. Begriff
  • II. Abgrenzung Enhancement und Heilbehandlung
  • III. Beispiele für pharmakologische Enhancements und ihre Wirkungen
  • 1. Physisches Enhancement
  • 2. Psychisches Enhancement
  • IV. Die Kernproblematik bei Enhancements
  • V. Strafrechtliche Folgen von Enhancements
  • 1. Strafbarkeit des Arztes nach dem Betäubungsmittelgesetz
  • 2. Strafbarkeit des Arztes nach dem Arzneimittelgesetz (AMG)
  • 3. Strafbarkeit des Selbst-Enhancements?
  • a) Strafbarkeit des Selbst-Enhancements psychischer Eigenschaften
  • b) Strafbarkeit des Selbst-Enhancements physischer Eigenschaften
  • c) Schranken des Selbstenhancements
  • 4. Strafbarkeit des Fremd-Enhancements
  • a) Körperliche Gesundheitsschäden
  • aa) Physische Körperverletzung
  • (i) Tatbestandsmäßigkeit
  • (ii) Täterschaft
  • (iii) Strafbarkeit lediglich einwilligender gesetzlicher Vertreter und Betreuer?
  • (iv) Strafbarkeit nach dem AMG
  • (v) Verjährung
  • bb) Vorschlag einer Gesetzesergänzung für die Vergabe ausschließlich positiv wirkender Enhancements
  • b) Rein psychische Veränderungen
  • aa) Psychische Veränderung als Körperverletzung
  • bb) Psychiatrische Zwangsbehandlung
  • c) Verletzung Dritter
  • d) Off-label-use
  • e) Schranken des Fremd-Enhancements
  • aa) Schutz des Einzelnen sowie grundlegender Werte der Gemeinschaft
  • bb) Sittenwidrige Körperverletzung bei rein seelischen Leiden?
  • 5. Schutz der mentalen Selbstbestimmung
  • VI. Schlussfolgerungen zu den Enhancements
  • F. Zwangsbehandlungen
  • I. Allgemeines
  • II. Die jüngsten BVerfG-Entscheidungen zur Zwangsbehandlung
  • III. Die jüngsten BGH- Entscheidungen zur Zwangsbehandlung im Betreuungsrecht
  • IV. Gesetzliche Neuregelung der Zwangsbehandlung
  • 1. Notwendigkeit einer Neuregelung
  • 2. Materiell-rechtliche Voraussetzungen
  • 3. Verfahrensrechtliche Voraussetzungen
  • V. Schlussfolgerungen zu den Zwangsbehandlungen
  • 4. Teil: Vergleich mit der Rechtslage in der Schweiz
  • A. Begründung für den Rechtsvergleich mit der Schweiz
  • B. Verankerung des Selbstbestimmungsrechts im Schweizer Recht
  • C. Patientenverfügungen
  • I. Allgemeines
  • II. Neuregelung der Patientenverfügung im Schweizer Recht
  • 1. Vorsorgeauftrag
  • 2. Patientenverfügung
  • a) Inhalt und Form der Patientenverfügung
  • b) Nachweis der Patientenverfügung
  • c) Verbindlichkeit der Patientenverfügung
  • d) Widerruf der Patientenverfügung
  • e) Überprüfung bei Missachtung der Patientenverfügung
  • f) Notfälle
  • g) Fehlen einer Patientenverfügung und Vertretung
  • h) Strafrechtliche Auswirkungen
  • III. Rechtsvergleich
  • 1. Reichweite von Patientenverfügungen
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 2. Begriff der Patientenverfügung und Vertretungsregeln
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 3. Erwachsenenschutzbehörde und Betreuungsgericht
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 4. Interessenkollisionen
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 5. Natürlicher Wille und Willensänderungen
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 6. Versichertenkarte
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 7. Kein Verstoß gegen das Gesetz
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 8. Minderjährige
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 9. Wertvorstellungen des Patienten
  • 10. Schlussfolgerungen
  • D. Sterbehilfe im Schweizer Recht
  • I. Tötung auf Verlangen (Art. 114 StGB)
  • 1. Bedeutung
  • 2. Voraussetzungen
  • a) Eindringliches und ernsthaftes Verlangen
  • b) Urteilsfähigkeit des Sterbewilligen
  • c) Kein Zwang oder Irrtum
  • d) Achtenswerte Beweggründe
  • 3. Durch Unterlassen
  • 4. Abgrenzung zu den anderen Formen der Sterbehilfe
  • 5. Rechtsvergleich zur Tötung auf Verlangen
  • II. Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord (Art. 115 StGB)
  • 1. Bedeutung
  • 2. Voraussetzungen
  • a) Eigenverantwortlichkeit
  • b) Urteilsfähigkeit
  • c) Verleiten und Hilfeleisten
  • d) Selbstsüchtige Beweggründe
  • 3. Durch Unterlassen
  • 4. Versuch und Teilnahme an der Teilnahme
  • 5. Suizidbeihilfe durch Ärzte
  • 6. Abschließende Regelung
  • 7. Rechtsvergleich zur Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord
  • III. Indirekte aktive Sterbehilfe
  • 1. Bedeutung
  • 2. Begründung der Legitimation
  • 3. Rechtsvergleich zur indirekten Sterbehilfe
  • IV. Passive Sterbehilfe
  • 1. Bedeutung
  • 2. Passive Sterbehilfe bei urteilsfähigen Patienten
  • 3. Passive Sterbehilfe bei nicht urteilsfähigen Patienten
  • 4. Sonderfall: Technischer Behandlungsabbruch
  • 5. Kantonale Unterschiede
  • 6. Rechtsvergleich zur passiven Sterbehilfe
  • V. Sterbehilfeorganisationen
  • 1. Dignitas und Exit
  • 2. Rechtsvergleich zu den Sterbehilfeorganisationen
  • VI. Rechtspolitische Entwicklungen
  • 1. Schweizer Bundesamt für Justiz: Bericht Sterbehilfe vom 9.7.2010
  • a) Übereinstimmende Position der gesamten Arbeitsgruppe
  • b) Auffassung der Mehrheit: Straflosigkeit der direkten aktiven Sterbehilfe in Ausnahmenfällen
  • c) Auffassung der Minderheit: Keine Straflosigkeit der direkten aktiven Sterbehilfe
  • d) Reaktionen auf den Bericht der Arbeitsgruppe zur Sterbehilfe
  • 2. Bestrebungen de lege ferenda
  • VII. Christliche Überlegungen der Schweizer Bischofskonferenz zur Sterbehilfe
  • VIII. Schlussfolgerungen
  • E. Schönheitsoperationen im Schweizer Recht
  • I. Allgemeines
  • 1. Schönheitsoperation als Körperverletzung
  • a) Einfache Körperverletzung
  • b) Schwere Körperverletzung
  • 2. Tätlichkeiten
  • 3. Einwilligung
  • 4. Schönheitsoperation bei Minderjährigen
  • II. Rechtsvergleich und Schlussfolgerungen
  • F. Enhancements im Schweizer Recht
  • I. Darstellung
  • 1. Allgemeines
  • 2. Rechtliche Fragen
  • a) Strafrechtliche Fragen
  • aa) Enhancements körperlicher Eigenschaften
  • bb) Enhancements psychischer Eigenschaften
  • b) Verfassungsrechtliche Fragen
  • c) Fragen des Humanforschungsrecht
  • d) Fragen der Marktzulassung von Enhancementprodukten
  • e) Fragen des off-label-use
  • f) Enhancements bei Kindern
  • 3. Fazit
  • II. Rechtsvergleich
  • 1. Verfassung
  • 2. Spezialgesetze
  • 3. Körperliches Enhancement
  • a) Verbot des Sportdopings
  • b) Sanktionen nach dem Strafgesetzbuch
  • c) Verbandsrechtliche Normen
  • d) Probleme der Dopingbekämpfung
  • 4. Psychisches Enhancement
  • 5. Schlussfolgerungen
  • G. Zwangsbehandlungen im Schweizer Recht
  • I. Darstellung
  • 1. Neuregelung im Schweizer Recht
  • 2. Zwangsmaßnahmen als Grundrechtseingriff
  • 3. Maßnahmen zur Unterbringung
  • a) Zweck der Unterbringung
  • b) Grundsätze der Unterbringung
  • c) Unterschiede bei somatischen und psychischen Krankheiten
  • d) Modalitäten der Unterbringung
  • 4. Medizinische Zwangsbehandlungen
  • a) Art der Zwangsbehandlung
  • b) Voraussetzungen der Zwangsbehandlung
  • aa) Urteilsunfähigkeit
  • bb) Ernsthafte Gefährdung
  • cc) Verhältnismäßigkeit
  • dd) Behandlungsplan
  • ee) Rechtsweg
  • c) Notfallsituationen
  • d) Einschränkungen der Fortbewegung
  • e) Betreute in Wohn- und Pflegeeinrichtungen
  • 5. Medizinische Zwangsbehandlungen von Inhaftierten
  • II. Rechtsvergleich
  • 1. Regelungsstand
  • 2. Zwangsbehandlung als Eingriff in die Grundrechte
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 3. Unterbringung und Einweisung
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 4. Fehlende Einsicht in die Behandlungsbedürftigkeit
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 5. Beachtung des natürlichen Willens
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 6. Eigen- und Fremdgefährdung
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 7. Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 9. Verfahrensrechtliche Sicherungen und Vertretung
  • a) Vergleich
  • b) Bewertung
  • 10. Schlussfolgerungen
  • 5. Teil Gesamtzusammenfassung in Thesen
  • A. Thesen zum eigenen Konzept der Patientenautonomie
  • B. Thesen zu den Grundlagen der Patientenautonomie
  • C. Thesen zu rechtlichen Folgerungen aus der Autonomie des Patienten
  • D. Thesen zur Patientenautonomie am Lebensende
  • E. Thesen zu den ethischen Überlegungen zur Patientenautonomie am Lebensende
  • F. Thesen zur Patientenautonomie bei der wunscherfüllenden Medizin
  • G. Thesen zur Patientenautonomie bei ärztlichen Zwangsbehandlungen
  • H. Thesen zum Rechtsvergleich mit der Schweiz
  • I. Rechtsvergleichende Thesen zu den Patientenverfügungen
  • II. Rechtsvergleichende Thesen zur Sterbehilfe
  • III. Rechtsvergleichende Thesen zu den Schönheitsoperationen und Enhancements
  • IV. Rechtsvergleichende Thesen zur Zwangsbehandlung
  • English Summary. Patient Autonomy in Criminal Law
  • Overview
  • I. Basic Section
  • II. Legal Aspects of Patient Autonomy
  • III. Particular Areas of Patient Autonomy
  • IV. Legal Comparison with Switzerland
  • V. Summary in Theses
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
  • Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK)
  • Arzneimittelgesetz (AMG)
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV)
  • Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB)
  • Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB)
  • Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches: Obligationenrecht (OR)
  • Stichwortregister
DNB DDC Sachgruppen

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