Das unsagbar Gute

Roman
 
Christian Mähr (Autor)
 
Zsolnay-Verlag
1. Auflage | erschienen am 29. August 2011 | 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-552-06179-8 (ISBN)
 
Als Frau Leupold, Chemielehrerin in Pension, in ihrem Haus in Dornbirn einen tödlichen Unfall hat, muss sich Kater Sami einen neuen Besitzer suchen. Den findet er schon bald in Mauritius Schott, dem Nachbarn. Schott findet die Leiche, die er an ihrem Fundort belässt, und eine große Menge Geldscheine, die er gerne an sich nimmt. Das Geld stammt aus dem Drogenlabor, das Frau Leupold gemeinsam mit ihrem Enkel betrieben hatte. Mittlerweile ist auch die Wiener Unterwelt aufmerksam geworden und schickt ihre Schnüffler ins idyllische Vorarlberg. Mit schrägem Humor erzählt Mähr von unglücklichen Zufällen, die alle irgendwie mit dem Kater Sami zu tun haben und zu einer Reihe von tiefgekühlten Leichen führen.
Deutsch
Höhe: 2 mm | Breite: 1 mm | Dicke: 1 mm
1,21 MB
1 gr
978-3-552-06179-8 (9783552061798)
3552061797 (3552061797)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"7 (S. 199-200)

Herr Hämmerle machte einen guten Eindruck. Der erste Eindruck ist, das wusste die Magistra Horty, der entscheidende, das stand zwar in allen Unterlagen, aber niemand von den Leuten, die so etwas für Marketingseminare verfassten, hatte eine wirkliche Ahnung von der Sache; die wussten nicht, was erster Eindruck in der Praxis hieß und wie wichtig er tatsächlich war. Außerdem konnte man nirgends lernen, den richtigen ersten Eindruck zu haben.

Als er im Maklerbüro auf sie zukam, taxierte sie ihn und ordnete ihn ein. Mittelständler, Vorarlberger, das war schon am Telefon klar gewesen. Guter Anzug, teurer Mantel, geputzte Schuhe. Direkt aus dem Hotel hierher, alles musste schnell gehen, zack, zack. Wahrscheinlich selbständig, der Herr Hämmerle hatte für diese Sache nicht alle Zeit der Welt.Er sei auf der Suche nach einer nicht zu teuren Eigentumswohnung, hatte er am Telefon gesagt, da sei er auf diese Wohnung gestoßen, die müsse eben auch als Studentenwohnung zu verwenden sein, wenn es in der Verwandtschaft dann so weit sei.

Die Frau Magistra hatte alles verstanden; hier handelte es sich also um den Typ Vorarlberger, dessen Neffen und Nichten Studiengebühren und ähnliche staatliche Eingriffe nicht so besonders zu spüren kriegen würden, auch keine unangenehme, studiumbehindernde Wohnsituation etwa in einer fünfköpfigen WG in einem renovierungsbedürftigen Altbau. Wie es die Frau Magistra erlebt hatte, bevor sie Frau Magistra war. Sondern die junge Verwandte des Onkels (Horty tippte auf die Lieblingsnichte) würde, nachdem sie endlich die Matura geschafft hatte, in eine neu hergerichtete, eingerichtete Dreizimmerwohnung einziehen dürfen. Im obersten Geschoss mit traumhaftem Blick über Wien – nicht, dass der jungen Dame dieser Blick das Geringste bedeuten würde – Frau Mag.

Horty hasste das verwöhnte Flittchen jetzt schon, obwohl sie gar nicht wusste, ob dieses überhaupt existierte; wenn es aber existierte, würde es diese Wohnung mit der gleichen Selbstverständlichkeit betrachten wie das ganze bisherige Leben.Frau Hortys professionelles Lächeln war etwas gezwungen, was dem Herrn Hämmerle aber nicht auffiel; auf der Fahrt in den Sechzehnten redete sie viel, nicht nur über das spezielle Objekt, sondern über den ganzen Bezirk, die allgemeine Situation sowie die spezielle punkto Ausländer, nicht ohne zu betonen, hier gebe es genau die richtige Mischung … und ein berühmtes türkisches Restaurant sei auch ganz in der Nähe.

Es gab einen Lift bis zum fünften Stock, dann eine kurze Treppe ins ausgebaute Dachgeschoss. Die Räume waren kahl und sehr hell; keine Möbel, die Malerarbeiten noch im Gange. Herr Hämmerle sah sich alles genau an. Er sprach nicht viel und fügte sich ins Schema des maulfaulen Vorarlbergers. Aber er war sympathisch, irgendwie. Wenn er zehn Jahre jünger wäre … aber das waren müßige Träumereien."
Schweitzer Klassifikation
BISAC Classifikation

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

9,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen