Stay with Me

Roman
 
 
Piper (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. März 2015
  • |
  • 528 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-492-96718-1 (ISBN)
 
Calla hält sich im Hintergrund. Schon immer. Sie versteckt ihre körperlichen und seelischen Narben, hütet ihre Geheimnisse und hat mit ihrer Vergangenheit endgültig abgeschlossen. Denkt sie. Denn als ihre Mutter spurlos verschwindet, muss sie zurückkehren - in ihre Heimatstadt und in ein Leben, das sie für immer vergessen wollte. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist Jax - und die Gefühle, die er in ihr weckt. Doch bevor Calla sich darüber Gedanken machen kann, stehen Männer vor ihrer Tür, die sie für die Taten ihrer Mutter bezahlen lassen wollen .
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Piper ebooks in Piper Verlag
  • 1,16 MB
978-3-492-96718-1 (9783492967181)
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J. Lynn ist das Pseudonym der amerikanischen Bestseller-Autorin Jennifer L. Armentrout. Sie schrieb international sehr erfolgreiche Young-Adult-Romane, bevor ihr mit dem New-Adult-Roman »Wait for You« und den Folgebänden »Be with Me« und »Trust in Me« ihr bisher größter Erfolg gelang. Jennifer L. Armentrout lebt in Martinsburg, West Virginia.

Kapitel 1   Das Heiße-Kerle-Kommando hatte mich umzingelt.

Viele Leute hielten das Heiße-Kerle-Kommando für einen Mythos. Für eine Unilegende, wie die Geschichte über die Ballkönigin, die sich im LSD- oder Crackrausch aus dem Fenster gestürzt hatte oder in der Dusche gestürzt war und sich dabei den Schädel gesprengt hatte. Wer wusste schon genau, was passiert war? Jedes Mal, wenn ich die Geschichte hörte, klang sie ein wenig anders. Doch im Gegensatz zu der toten Tussi, die angeblich in Gardiner Hall spukte, war das Heiße-Kerle-Kommando real: Es bestand aus mehreren Kerlen.

Mehreren heißen Kerlen, um genau zu sein.

Inzwischen tauchten die Jungs nur noch selten gemeinsam auf, weswegen sie ins Reich der Campuslegenden eingegangen waren. Aber wow, wenn sie sich mal an einem Ort versammelten, dann waren sie wirklich eine Augenweide.

Und solche Perfektion gab es in meinem Leben nur selten - außer in Form des wunderbaren Make-ups namens Dermablend, wodurch es fast gelang, die Narbe in meinem Gesicht abzudecken.

Wir drängten uns alle in Avery Morganstens Wohnung. Dem riesigen Ring an ihrem Finger nach zu urteilen, stand Avery kurz davor, ihren Nachnamen zu ändern. Und auch wenn ich sie nicht gut kannte - eigentlich kannte ich außer Teresa niemanden hier wirklich gut -, freute ich mich für sie. Wann immer ich Avery begegnet war, wirkte sie sehr nett. Manchmal war sie ein wenig still und schien sich irgendwie in sich selbst zurückzuziehen. Aber an der Art, wie sie und ihr Verlobter, Cameron Hamilton, sich ansahen, konnte man deutlich erkennen, dass die beiden absolut verliebt waren.

Auch im Moment beobachtete er sie auf diese Art: Als gäbe es auf der ganzen Welt keine andere Frau als sie. Obwohl Cam auf der Couch saß und Avery auf seinem Schoß, blieben diese strahlend blauen Augen unverwandt auf sie gerichtet, während sie über etwas lachte, was seine Schwester Teresa gesagt hatte.

Hätte ich das Heiße-Kerle-Kommando in Dienstgrade einordnen müssen, wäre Cam der Präsident gewesen. Das lag nicht nur an seinem Aussehen, sondern auch an seiner Persönlichkeit. In seiner Nähe fühlte sich niemand je gehemmt oder ausgeschlossen. Er strahlte diese . Herzlichkeit aus, die total ansteckend war.

Im Geheimen - und diese Info würde ich mit ins Grab nehmen - beneidete ich Avery. Ich kannte sie kaum, doch sehnte ich mich nach dem, was sie hatte - einen heißen Kerl, der außerdem echt lieb war und dafür sorgte, dass man sich in seiner Nähe wohlfühlte. Das war selten.

»Willst du noch einen Drink?«

Ich drehte den Kopf erst nach links und legte ihn dann leicht in den Nacken, um zu Jase Winstead aufzuschauen. Mein Atem stockte leicht. Jase war das Gegenteil von Cam. Er war extrem gut aussehend, aber in seiner Nähe fühlte ich mich nicht behaglich, besonders nicht, wenn seine grauen Augen auf mich gerichtet waren. Mit seiner dunklen Haut, den etwas längeren braunen Haaren, und seinem fast unwirklich guten Modelaussehen wäre er der Leutnant des Heiße-Kerle-Kommandos. Er war bei Weitem der heißeste Kerl von allen, und er konnte wie jetzt gerade supernett sein. Doch er war bei Weitem nicht so locker oder charmant wie Cam, weswegen ich Cam auch an die Spitze gesetzt hatte.

»Nö, alles okay.« Ich hob die halb volle Bierflasche, an der ich nippte, seitdem ich angekommen war. »Aber danke.«

Er lächelte kurz, dann ging er und schlang die Arme um Teresas Hüfte. Sie ließ ihren Kopf gegen seine Brust fallen und legte die Hände auf seine Arme. Er machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck.

Okay, ich war auch ein bisschen neidisch auf Teresa.

Ich hatte noch nie eine echte Beziehung gehabt. Ich war in der Highschool nicht ausgegangen. Die Narbe auf meinem Gesicht war damals noch viel auffälliger gewesen. Selbst mit dem wunderbarsten Make-up hatte ich sie nicht abdecken können. Und Highschoolschüler, nun, sie konnten wirklich grausam sein, wenn es um deutlich sichtbare Schönheitsfehler ging. Und selbst wenn jemand darüber hätte hinwegsehen können, so, wie mein Leben damals lief, hatte ich einfach keine Zeit für Verabredungen gehabt und noch weniger für eine Beziehung.

Dann hatte es da Jonathan King gegeben. Er hatte im ersten Collegejahr zusammen mit mir den Geschichtskurs besucht, ein wirklich süßer Kerl, und wir hatten uns sofort verstanden. Natürlich hatte ich gezögert, als er mich um eine Verabredung bat. Aber verdammt, er war hartnäckig geblieben, und schließlich hatte ich zugesagt. Wir waren ein paarmal miteinander ausgegangen, und die Beziehung hatte sich entwickelt. Wie jeder normale Kerl hatte er eines Abends, als wir allein in meinem Wohnheimzimmer gewesen waren, versucht, bei mir zu landen. Er hatte schließlich über die Narbe in meinem Gesicht hinwegsehen können, also hatte ich dämlicherweise geglaubt, er könnte auch über alles andere hinwegsehen.

In diesem Punkt hatte ich mich geirrt.

Wir hatten uns nicht mal geküsst und waren auch nicht mehr miteinander ausgegangen. Ich hatte niemanden von ihm und dieser schrecklichen Nacht erzählt. Ich dachte nie wieder an ihn.

Na ja, außer jetzt im Moment natürlich. Verdammt.

Während ich die heißen Typen vom Heiße-Kerle-Kommando beobachtete, war ich mir durchaus bewusst, dass ich ziemlich mannstoll war, aufgrund des Mangels an . na ja, Männern in meinem Leben.

»Ich hab's!«

Ich riss den Kopf herum, als Ollie um die Couch tigerte. Seine Freundin Brittany folgte ihm, die Augen so weit verdreht, dass ich das Gefühl hatte, sie müsste gleich in Ohnmacht fallen.

Ollie trat an den Couchtisch und lehnte sich vor. Er hielt eine Schildkröte in den Händen. Ich zog die Augenbrauen hoch, als der kleine grüne Kerl mit den Beinen wedelte. Was zur .?

»Es ist keine echte Party, bevor Ollie nicht die Schildkröte rausholt«, sagte Jase, und meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen.

Cam seufzte und beugte sich neben Avery vor. »Was zur Hölle treibst du da mit Raphael?«

»Nur damit das klar ist.« Ollie setzte die Schildkröte auf den Tisch. Dann schob er sich mit einer Hand die schulterlangen blonden Haare hinters Ohr. »Das ist Michelangelo. Ich finde es ziemlich jämmerlich, dass du die beiden nicht mal mehr auseinanderhalten kannst. Wahrscheinlich ist Raphael schon depressiv.«

»Ich habe versucht, ihn aufzuhalten«, erklärte Brit mit verschränkten Armen. Die beiden sahen aus, als ständen sie in der Endrunde des Castings bei Das perfekte blonde Pärchen. »Aber ihr wisst ja, wie er ist .«

Jeder wusste, wie Ollie war.

Ollie studierte inzwischen - überraschenderweise - Medizin, doch seine Mätzchen waren mindestens so legendär wie das Heiße-Kerle-Kommando an sich. Ollies Rang wäre Unteroffizier des Leutnants. Er strich eine Menge Extrapunkte dafür ein, dass er fast jedes Wochenende nach Shepherdstown kam, um seine Freundin zu besuchen und dafür, dass er einfach ein unverbesserlicher Doofkopf war.

»Wie ihr sehen könnt, habe ich eine neue Leine entworfen.« Er deutete auf ein Konstrukt um den Panzer der Schildkröte, das aussah wie ein winziger Gürtel.

Cam starrte zu ihm auf. »Meinst du das ernst?«

»Jetzt könnt ihr mit den beiden spazieren gehen.« Und dann führte er uns seine Erfindung vor, indem er Michelangelo über den Tisch wandern ließ. Ich fragte mich, ob Avery und Cam eigentlich von diesem Tisch aßen. »Auf jeden Fall ist es besser als Bindfaden.«

Mit einer Schildkröte spazieren gehen? Das . das musste schlimmer sein, als eine Katze spazieren zu führen. Ich fing an zu kichern. »Das sieht aus wie ein Barbiegürtel.«

»Es ist eine Designerleine«, korrigierte Ollie mich mit zuckenden Lippen. »Aber ich gebe zu, die Idee kam mir im Wal-Mart in der Spielzeugabteilung.«

Teresa runzelte die Stirn. »Wieso warst du in der Spielzeugabteilung?«

»Genau. Gibt es da etwas, was ihr beide uns verheimlicht?«, fragte Jase.

Brit riss die Augen auf.

Ollie dagegen zuckte nur mit den Achseln. »Ich schaue mir gerne Spielzeug an. Es ist inzwischen alles so viel cooler als in unserer Kindheit.«

Dieser Kommentar entzündete eine generelle Diskussion darüber, wie schlecht es unsere Generation doch gehabt hatte, wenn man die Coolness und Raffinesse des heutigen Spielzeugs betrachtete. Ich musste schwer nachdenken, um mich an das Spielzeug meiner Kindheit zu erinnern. Barbies - natürlich hatte ich Barbies gehabt -, doch statt Modellautos oder Gesellschaftsspielen gab es bei mir Satinschärpen und glitzernde Krönchen.

Und dann hatte ich gar nichts mehr besessen.

Als die Gruppe anfing, sich über ihre Pläne für den Sommer zu unterhalten, versuchte ich mitzubekommen, was die einzelnen Leute vorhatten. Cam und Avery wollten den Sommer in D.C. verbringen, weil Cam es ins Uniteam geschafft hatte. Ich war noch nie in Washington gewesen, obwohl Shepherdstown gar nicht so weit von unserer Hauptstadt entfernt lag. Brits und Ollies Pläne waren erstaunlich verrückt. Sie wollten eine Woche nach Ferienbeginn aufbrechen, um nach Paris zu fliegen und von dort aus quer durch Europa zu reisen. Ich hatte noch nie in einem Flugzeug gesessen, und noch weniger war ich in Europa gewesen. Zur Hölle, ich hatte ja noch nicht mal New York City gesehen. Teresa und Jase waren eifrig damit beschäftigt, einen tollen Strandurlaub mit Jase' Eltern und seinem kleinen Bruder in South Carolina zu planen. Sie wollten sich ein Haus am Meer mieten. Teresa...

»Eine hochemotionale Geschichte.«, LoveLetter

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