Tabulose Seitensprünge

Sinnlich - Sündig - Schamlos
 
 
edition4you (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. August 2020
  • |
  • 170 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-947183-37-1 (ISBN)
 
Ihr Sexleben ... ist hemmungslos, leidenschaftlich und berauschend? Wunderbar! Dieses Buch wird Ihnen aus der Seele sprechen, während Sie die Akteure auf ihren abwechslungsreichen, fesselnden Ausflügen durch das Land der Lüste begleiten und sich von ihren Erlebnissen inspirieren lassen. Ihr Sexleben ... ist alles andere als feurig, exzessiv und losgelöst? Das macht überhaupt nichts. Damit sind Sie nicht alleine. Sollte es Ihnen bisher noch nicht ganz gelungen sein, Ihre erotischen Fantasien in aufregende Tatsachen zu verwandeln, dürfen Sie darauf vertrauen, in diesem Buch die Bekanntschaft mit überaus menschlichen, bisweilen sympathisch-schrullige Verbündete in Sachen 'Sex' kennenlernen zu dürfen. Eine davon ist Feli, 54 Jahre jung, Mutter von drei Kindern und seit 36 Jahren mit ihrem Friedrich verheiratet. Sie erzählt Ihnen ihre geheime Geschichte, wie sie zunächst zufällig ihren Mann mit einer jungen, blassen, fremden Frau im Auto vorbeifahren sieht und sich daraufhin gekränkt auf die ziemlich chaotische Idee ihrer Enkelin Nele einlässt. Lernen Sie Feli doch einfach mal kennen. Wenn Sie oftmals den Drang verspüren, dem ewigen Einerlei mit dem langweiligen Rein-Raus-Spiel ein Ende zu setzen, dann werden Sie sich blendend verstehen. Oder sind Sie vielleicht in einer glücklichen Beziehung, lieben Ihre/n Partner/in sehr und trotzdem startet Ihr Kopfkino mit dem Abspulen der heißesten Phantasien, wenn Ihnen zufällig eine unwiderstehlich attraktive Person begegnet? Dann sollten Sie unbedingt einmal die Geschichte von Carla lesen, die Stefan, ihren absoluten Traum-Ehemann, zu dessen Betriebsfeier begleitet, den Abend jedoch außergewöhnlich, da nicht mit ihm, verbringt. Sollte keine der Damen Ihr Interesse geweckt haben, dann könnte die Bekanntschaft mit dem 25-jährigen Studenten Elias Sie eventuell inspirieren. Vorausgesetzt, auch Sie träumen von wollüstiger, enthemmter Befriedigung Ihrer tiefsten Sehnsüchte. So geht es zumindest Elias, der sich neben seinem 'Hobby', der Spannerei, ganz und gar in der Spinnerei verliert. Das Stillen seiner Sehnsüchte vollbringt nur die Eine. Oder irrt er sich da vielleicht? Insgesamt möchten die drei Geschichten Ihnen eine unterhaltsame Auszeit schenken und zugleich aufzeigen, dass wirklich kein Mensch mit seinen geheimsten Phantasien oder im Unterleib zwickenden Nöten völlig alleine ist. Einzig die Umsetzung bleibt Ihr ganz persönliches Geheimnis!
  • Deutsch
  • 0,29 MB
978-3-947183-37-1 (9783947183371)

Cäsars Lenden und Friedrichs Moneten


Immer ist es dieser Gesichtsausdruck zwischen Hoffen und Aufgeben, mit dem Nele mich prüfend anschaut, um einzuschätzen, ob sie mich von ihren Aussagen überzeugt hat. Auch jetzt sitzt sie mir gegenüber und prüft mich. "Ach Nele, Kind, was soll ich sagen? Es ist so absurd.". Ich beende die unangenehme Stille zwischen uns. "Möchtest Du noch eine Tasse Kaffee oder etwas anderes?" "Nein danke.", schießt Nele mir entgegen. Alles klar. Sie möchte nicht über Getränke sprechen. "Mensch, Oma!", seufzt sie. "Jetzt wach doch mal auf! Ich kann nicht verstehen, wie Du so ruhig in Deinem Sessel sitzen kannst.". "Mein Schatz, was sollte ich Deiner Meinung nach tun? Wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung rennen? Ihn im Schlaf abstechen? Zudem Du lediglich Vermutungen anstellst. Glaubst Du denn nicht, dass ich im Laufe meiner langen Ehe nicht ebenso hin und wieder mal diese Sorge oder Vermutung hatte? Am Ende ist es Gift für eine Beziehung, Vergehen zu suchen, die es nicht gibt.". Nele tippt nervös mit ihren Fingern auf ihr Knie. Sie holt tief Luft, ist kurz davor zu platzen. "Ob Du es hören willst oder nicht. Opa ist auch nur ein Mann. Ich weiß ja nicht, ob er der abgefahrenste Hengst im Bett ist.". "Nele, bitte!", unterbreche ich nach Luft ringend. "Was denn? Ist doch wahr. Ich meine, Du musst doch wissen, ob sich da was verändert hat. Ob er unaufmerksamer oder lustloser oder sonst was geworden ist. Es sei denn, er ist die Potenz in Person und besorgt es Euch allen hintereinander.". "Also, das geht zu weit, Fräulein. Du sprichst ziemlich lapidar über eine intime Angelegenheit, in die Du nicht involviert bist.". "Na Gott sei Dank.", zischt sie spöttisch. "Dein Opa ist nur ein Mann, richtig. Ich habe in all den Jahren unserer Beziehung jedoch nicht einmal mitbekommen, dass sich irgendetwas in dieser speziellen Sache verändert hätte. Weder im Negativen noch im Positiven. Leider. Er gab mir nie Anlass zum Zweifeln. Abgesehen davon herrscht bei Deinem Opa nur jeden zweiten Samstag nach der Sportschau die Kenntnis darüber, dass Menschen Sex miteinander haben.". Ich muss schmunzeln. Nicht, weil es lustig wäre. Im Gegenteil.

"Wie Du meinst.", murmelt Nele während Sie sich ihren Strickschal um den Hals wickelt. Sie ist im Begriff zu gehen. Bevor sie aufsteht lässt sie ihre Hände nochmals auf ihre Knie tippen. Sie beugt sich nach vorne, schaut mich an und versichert mir: "Ich wünschte, Du hättest Recht. Da dem jedoch nicht so ist, hoffe ich, dass Du wachsam bist und Dich nicht verarschen lässt. Das hast Du nämlich nicht nötig.". Sie rückt mit ihrem Po zur Kante des Sessels und umarmt mich fest. Natürlich bekomme ich noch ein liebevolles Küsschen auf die Wange. "Ich muss jetzt los. Mama wartet bestimmt schon. Ich habe zugesagt, ihr beim Einkauf zu helfen.". Nele verdreht die Augen. Ich lächele sie an: "Mach das, mein Kind. Deine Mutter neigt schnell zur Übertreibung, auch was ihren Stress und ihre ach so ungerechte Position im Haushalt angeht.". Nun lächelt auch Nele, die mittlerweile angezogen ist und nach ihrer Tasche greift. "Pass auf Dich auf, mein Schatz." "Mach ich, Oma. Ich komme die Tage ja sowieso wieder vorbei." Schon ist sie durch die Haustür und mir bleibt der Rest ihres Parfüms, der wie eine leichtfüßige Brise vom Wohnzimmer durch den Flur zur Haustür tänzelt.

Allein in Gedanken


Ruhe. Plötzlich Ruhe. Nur das Ticken der großen Standuhr macht sich inmitten der Stille breit. Wie oft hat mich die Gleichmäßigkeit des Tickens schon nervös, rasend oder traurig gemacht. Tick, Tack, Tick, Tack. Es kann so laut werden. Es kann einem die Einsamkeit in all ihrer bitteren Realität vor Augen halten. Ich mache mich daran, die Kaffeetassen und die Keksschale abzuräumen. Dabei führe ich Selbstgespräche. Das mache ich ständig. "Brav, räume Du nur schön schnell alles wieder so hin, wie es immer steht. Irritiere nicht durch Veränderung. Alles muss an Ort und Stelle sein. Ansonsten hast Du keinen Frieden und fühlst Dich unordentlich und faul. Dabei fällt es noch nicht einmal auf, dass immer alles in Reih' und Glied steht. Wie überhaupt alles so unscheinbar ist, was mein Handeln betrifft. Warum ist Nele nur so stur in ihrer Behauptung? Ob da wirklich etwas dran ist?". Nele ist gerade mal 17 Jahre alt und trotzdem ziemlich weit in ihrem Denken. Unsere Bindung ist etwas Besonderes. Wir haben unsere ganz eigene Art von Umgang miteinander. Sie ist so offen und vertrauenswürdig. Meine Kleine! Sie stellt diese peinlichen Fragen aber auch so derart ungeniert. Ich muss sagen, dass ich das insgeheim bewundere. So etwas gab es bei mir nicht. Ich habe das bis heute nicht gelernt. Und ich bin immerhin stolze 54 Jahre. Manchmal glaube ich mein Leben ist gelebt. Was soll denn noch Spannendes passieren? Mit 18 Jahren habe ich meinen Friedrich geheiratet. Er war schon 27. Wir mussten uns beeilen, da Jenni, Neles Mama, unterwegs war. In kurzen Abständen folgten darauf unsere Söhne Sascha und Christoph.

Alle drei Kinder sind schon aus dem Haus. Sascha eiferte seinem Vater nach, studierte neben seiner Banklehre noch BWL und ist heute ein erfolgreicher Fondsmanager. Christoph ist ein Freigeist. Lange machte er uns Sorgen, da er nicht wusste, was er mit seinem Leben anstellen sollte. Schließlich kam er in Künstlerkreise, wo er sich bis heute zuhause fühlt. Christoph ist ein großartiger Künstler. Vielleicht auch deshalb, weil er als sanfter Träumer durch das Leben schwebt. Jenni eiferte mir nach, wurde sehr früh schwanger. Immerhin holte sie ihren Schulabschluss noch nach. Ihre Ehe mit Neles Vater hielt nicht lange. Als alleinerziehende Mutter hat man es in der Arbeitswelt nicht leicht. Jenni jobbt mehr oder weniger. Dafür jedoch hat sie ihre Tochter mit viel Liebe und Hingabe zu einem wunderbaren Menschen erzogen. In den vergangenen 36 Ehejahren war mein Friedrich stets für mich und die Kinder da. Uns ging und geht es finanziell recht gut. Als Wirtschaftsprüfer machte Friedrich sich einen Namen. Er ist seriös, vertrauenswürdig und korrekt. Da ich auf Grund meiner Schwangerschaft meine Ausbildung zur Floristin aufgegeben habe, war ich oftmals ungerecht zu ihm. Ich neidete ihm seinen erfolgreichen und abwechslungsreichen Tagesablauf. Ich hatte ja nichts außer Kindergeschrei und Windelwechseln um mich herum. Sicherlich, wir gingen auch ab und zu mal aus. Ins Theater, in die Oper oder feudal speisen. Dennoch füllte mich das nie aus. Umso schöner war es für mich als Friedrich eines Tages einen kleinen Laden günstig anmietete, in dem ich dem Restaurieren alter Möbel, meiner eigentlichen Passion nachgehen konnte. Ich ging darin auf und hatte schon bald meinen festen Kundenstamm. Bis heute möchte ich mein Lädchen nicht missen. Es bedeutet mir sehr viel, denn es ist gleichzeitig meine Kreativhöhle, mein Austobraum, mein Geheimnisträger, meine Zuflucht und meine Stütze in schwierigen Zeiten. Fühle ich mich traurig, unbeachtet, ungeliebt und nutzlos, finde ich im Laden wieder Mut, Ideen und Kraft, neue Wege zu betreten.

Hedwig


Das laute Klingeln des Telefons reißt mich aus meinen Gedanken. Beinahe hätte ich einen Herzschlag bekommen. Dementsprechend genervt nehme ich den Hörer ab. Noch ohne mir Zeit zur Begrüßung einzuräumen, plärrt die Stimme der Anruferin mir hektisch befehlend in mein Ohr: "Feli? Feli, Du musst Dir jetzt mal kurz Zeit für mich nehmen.". Mein Gott, was für eine Stimmlage. Das kann nur meine Aufpasserin und nebenbei ältere Schwester Hedwig sein. "Hedwig!", mein Ton ist streng. "Erstens muss ich gar nichts und zweitens habe ich so gut wie keine Zeit für Deine Problemchen. Friedrich kommt glei..". Weiter komme ich nicht. "Genau.", ruft Hedwig. "Der Friedrich. Alles dreht sich nur um ihn. Du, Dein Friedrich, der ist nicht der Friedrich, den Du zu kennen glaubst. Lass Dir gesagt sein, dass Dein Friedrich Dich betrügt. Mit Nutten. Ja, der Friedrich ist einer dieser schrecklichen, schmutzigen Männer, die in den Puff gehen. Es tut mir sehr leid für Dich. Aber Du weißt auch, dass ich schon immer wusste, dass Friedrich Dir irgendwann einmal schaden würde.". "Oh, liebe Hedwig, ich bitte Dich. Gib mir keine Vorlage." "Vorlage? Für was?" Ich versuche gerade noch mir auf die Lippen zu beißen. Leider schaffe ich es nicht: "Ich möchte Dich mal darauf hinweisen, dass Dein Günther gar nicht lang genug in Deiner Gegenwart geblieben ist, um Dir überhaupt irgendeinen Schaden zufügen zu können.".

Ich kann Hedwig förmlich vor mir sehen, wie sie sich aufplustert und nach Luft schnappt: "Jetzt willst Du doch wohl nicht Deinen Langeweiler mit meinem Günther vergleichen?". "Nein, meine Liebe. Das möchte ich beim besten Willen nicht. Lass Friedrich seine Fehler und Macken haben. Aber er ist immer noch an Ort und Stelle. Mag sein, dass Verantwortungsbewusstsein langweilig...

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