Emotionalkörper-Therapie

Ganzheitliche Heilung durch das liebevolle Annehmen aller Gefühle
 
 
Kösel-Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. August 2019
  • |
  • 240 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-24103-2 (ISBN)
 
In vier Schritten zur Heilung

Die Emotionalkörper-Therapie hilft dabei, sich mit seinem Körper zu verbinden und seine Botschaften besser wahrzunehmen. Mit dieser Methode löst sich die innere Abwehrhaltung gegen Probleme auf und der Heilungsprozess kommt in Gang. Die beiden Autorinnen geben in diesem Buch eine genaue Anleitung, wie die Emotionalkörper-Therapie wirkt und wie sie an sich selbst und an anderen Menschen, auch Kindern, angewendet werden kann. Viele Fallbeispiele von verschiedenen Lebenssituationen helfen dabei, die faszinierenden und sanften Prozesse der Heilung besser zu verstehen und selbst anzuwenden.

  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
Kösel
  • 1,10 MB
978-3-641-24103-2 (9783641241032)
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Susanna Lübcke, geboren 1952, ist Ärztin und Allergologin. Gemeinsam mit Anne Söller entwickelte sie vor über 25 Jahren die Emotionalkörper Therapie. Seitdem bietet sie Einzelsitzungen, Ausbildungen und Vorträge dazu an. Sie ist verheiratet und lebt in Oregon und Berlin.

Einleitung: Was uns die Emotionalkörper-Therapie gelehrt hat


Emotionalkörper-Therapie - was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Was ist darunter zu verstehen? Wo wird sie eingesetzt? Wie wirkt sie? Bevor wir diese und noch viele andere Fragen beantworten, möchten wir uns zunächst kurz vorstellen und dann erläutern, wie es zur Entwicklung der Emotionalkörper-Therapie, die viele Menschen inzwischen ganz einfach »EKT« nennen, gekommen ist.

Wir, Susanna und Anne, bieten seit über einem Vierteljahrhundert Einzeltherapien und EKT-Ausbildungsseminare in Deutschland und Österreich, der Schweiz und in den USA an. Aus unseren Tausenden von Erfahrungen, die wir im Laufe dieser Tätigkeit sammeln konnten, ist dieses Buch entstanden. Bevor wir uns kennenlernten, haben wir in unseren jeweiligen Berufen als Ärztin und Allergologin - Susanna - beziehungsweise Physiotherapeutin und Bobath-Lehrtherapeutin für Kinder und Jugendliche - Anne - unser Bestes gegeben und die Gesundwerdung der Patienten in den Mittelpunkt unserer Arbeit gestellt. Trotz mancher Erfolge stießen wir jedoch irgendwann an unsere Grenzen. Wir fühlten uns unzufrieden, verzweifelt und wurden krank. Zu diesem Zeitpunkt lernten wir uns kennen. Wir stellten fest, dass uns die gemeinsame Sehnsucht verband, neue Wege zu gehen, um kranken Menschen beim Gesundwerden zu helfen. Während unserer Entwicklung dorthin wurden wir immer mutiger, wenn es darum ging, nicht alltägliche Dinge auszuprobieren und im medizinisch-therapeutischen Bereich Ungewöhnliches zu wagen.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg entwickelten wir die Emotionalkörper-Therapie, die wir als eigenständige Therapie und als Ergänzung zur naturwissenschaftlich orientierten Medizin ansehen. Für uns wurde sie zu einem Lebensprinzip, das unserem Leben eine neue und sinnvolle Richtung gegeben hat.

Die EKT ist eine Erfahrungswissenschaft. Sie ist geboren aus reiner Neugierde, denn es gab keine Lehrer und keine Bücher, an denen wir uns orientieren konnten. Die gesamte Methode ist aus eigenen Erfahrungen aus der Praxis des Erlebens entstanden.

Die Entstehungsgeschichte der EKT ist gleichzeitig die Geschichte unserer persönlichen Entwicklung. Es ist eine Geschichte, die dem Archetypus des »verwundeten Heilers« entspricht, ein Begriff, den Carolyn Myss einst geprägt hat. Der »verwundete Heiler« erlebt die Verwundung am eigenen Leib und heilt sich selbst. Aus seiner Erfahrung des Leids und der Verwundung entwickeln sich sein Verständnis, sein Mitgefühl und sein Einfühlungsvermögen für seine Mitmenschen sowie die Gabe, diese Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Genesung zu unterstützen.

Im Dickicht der Gendersprache, die uns KlientIn oder Klient*in, BegleiterIn oder Begleiter*in oder zu Begleitende anbietet, haben wir uns entschlossen, die Begriffe Klient/Klientin, Begleiter/Begleiterin abzuwechseln. Uns ist es wichtig, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen fühlen.

Annes persönliche Erfahrung mit der EKT


Es war etwas ganz Normales für mich, Rückenschmerzen zu haben. Der Orthopäde fand mehrere Gründe dafür und konnte sie auf den Röntgenbildern belegen: ein Bein, das einen Zentimeter kürzer ist als das andere, eine Skoliose, die sich infolgedessen gebildet hatte, und Abnutzungserscheinungen an den Bandscheiben. Jahrelang versuchte ich durch physikalische Anwendungen und spezielle Rückenübungen die Schmerzen mehr oder weniger erfolgreich zu bekämpfen. Meine Beschwerden verschlimmerten sich jedoch drastisch, als ich während einer Reise nach Indien auf einer harten Matte auf dem Boden schlafen musste. Sie wurden nachts unerträglich und hielten auch tagsüber an. War es Zufall, dass ich kurz vor meiner Reise Dorothea von Stumpfeldt begegnet war? Wir hatten zuvor gemeinsam eine Fortbildung für Komplementärmedizin besucht und beschlossen, uns auf dieser Auslandsreise näher kennenzulernen.

Dorothea sah mein Leiden und kam auf die Idee, die im Rahmen der gemeinsamen Fortbildung gesammelten neuen Erkenntnisse an mir auszuprobieren. Dass sie damit sehr kreativ umging, war mir egal. Ich wusste nur eines: Schlimmer als zu diesem Zeitpunkt konnten die Schmerzen kaum werden. Ich lag auf dem Bauch und konnte nicht sehen, was Dorothea tat. Sie forderte mich auf, ihr mitzuteilen, wenn ich etwas wahrnehmen würde, positiver wie negativer Art. Getreulich informierte ich sie über alles, was ich spürte, und so entstand ein Dialog zwischen uns. Plötzlich waren die Schmerzen im Rücken weg. Ich war so verwundert darüber, dass ich dachte: »Das kann ja gar nicht sein!« Und schwupp, waren sie wieder da. Dorothea machte mir einen Vorschlag: »Vielleicht kannst du es dir ja fünf Minuten lang erlauben, ohne Schmerzen zu sein.« Darauf konnte ich mich einlassen und spürte gleichzeitig eine große Traurigkeit darüber, dass mein Körper so viele Jahre diese Schmerzen hatte ertragen müssen. Ich fühlte, wie ich weicher wurde, und dankte der Traurigkeit, dass ich sie spüren durfte. Ich konnte sie annehmen, sie war ja ein Teil von mir. Und dann blieben die Schmerzen weg. Sie kamen bis heute nicht wieder. Das war für mich die Geburt der Emotionalkörper-Therapie.

Meine Geschichte ist damit aber noch nicht beendet. Neun Monate nach unserer Reise war ich zwar noch immer schmerzfrei, wollte aber mit meinen 50 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben bei der Krankenkasse eine Kur beantragen. Hierfür musste mein Orthopäde eine aktuelle Röntgenaufnahme meiner Wirbelsäule anfertigen. Er zeigte mir die Aufnahme mit den Worten: »Mit so einer schönen Wirbelsäule bekommen Sie leider keine Kur.« Die Wirbel lagen optimal übereinander, eine Bandscheibe sah gesünder aus als die andere - im Gegensatz zu der Röntgenaufnahme, die er fünf Jahre zuvor erstellt hatte.

Das war der Beweis für mich, dass die Veränderung auf meiner emotionalen Ebene sich auch auf meine körperliche Ebene ausgewirkt hatte und zu dieser Gesundung führen konnte.

Susannas persönliche Erfahrung mit der EKT


Ich studierte Medizin, weil meine Neugier mich dazu trieb, herauszufinden, wie »Menschsein« funktioniert. Ich wollte mich und die Menschen kennen- und verstehen lernen. An der Universität lernte ich zwar sehr vieles, aber nicht das Erhoffte. Ein Aspekt, den ich damals noch nicht benennen konnte, fehlte mir. Es war eine Ahnung, eine Intuition, dass hinter all diesem theoretischen Wissen andere Dimensionen verborgen sein mussten. Nach einigen Kursen in Psychologie belegte ich einen Volkshochschulkursus mit dem Titel »Autogenes Training - Oberstufe«. Dort erlebte ich zum ersten Mal eine andere Sichtweise des Menschen, ein inneres Bild, eine Vision. Ich war überrascht, glücklich und wie berauscht und meldete mich gleich für den nächsten Kurs an. Leider konnte ich meine Freude nicht mit meinen Kommilitonen teilen, weil mich damals keiner von ihnen verstand.

Also führte ich mein Leben wie bisher fort, wurde Ärztin, arbeitete in meiner eigenen Praxis, hatte einen Freund - das Leben war gut. Zumindest bis zu jenem Tag, an dem mein Freund mich verließ und meine Augen am akuten Grauen Star erblindeten; ich war damals 35 Jahre alt. Die Operation des einen Auges, zu dieser Zeit noch ein sehr aufwendiger Eingriff, wurde ein Misserfolg. Ich verfiel in eine tiefe Depression, die mich monatelang arbeitsunfähig machte. Ich aß und trank nicht mehr, lag apathisch im Bett und schlief 20 Stunden am Tag. Und ich weinte. Mein Kopf war vollkommen leer, ich hatte mich dem Sterben hingegeben. Ich erinnere mich, wie sich eines Nachts mein innerer Körper von meiner äußeren Körperhülle trennte, sich verflüssigte, und dieses Fluidum aus meinem Kopf ausströmte, aufwärts. Dieses Fluidum - war das mein Bewusstsein? - geriet in einen Tunnel und wurde mit unendlicher Geschwindigkeit nach oben bewegt. Ein tiefer Frieden breitete sich in mir aus - ich war im Zustand der Glückseligkeit. Das Denken, die Trauer, die Sorgen, alles hatte aufgehört zu existieren. Viele Stunden später erwachte ich, ein wenig enttäuscht darüber, dass ich wieder »da« war.

Nach diesem Erlebnis bekam ich eine äußerst schmerzhafte Nierenkolik, die mir sprichwörtlich das Leben rettete. Wegen der Kolik begann ich wieder Flüssigkeit zu mir zu nehmen, um diesen höllischen Schmerzen zu entrinnen. Das war der Wendepunkt.

Wenig später kam mir ein guter Freund zur Hilfe, der von einem Heiler in Bagio auf den Philippinen wusste. Er organisierte meine Reise dorthin, und so wurde ich zwei Wochen lang täglich von dem Heiler Jan Labo behandelt. Seine Behandlungen fanden in einer kleinen Kapelle inmitten eines paradiesischen Gartens statt. Obwohl wir uns nicht verständigen konnten und an meinem Auge äußerlich nichts zu erkennen war, berührte er bei unserer ersten Begegnung zielsicher mein linkes Auge. Wie konnte er das nur wissen? Mein Verstand begriff das nicht, ich konnte die Behandlungen nicht einordnen. Ich wusste nur, sie taten mir gut, sie gaben mir Kraft. Während einer dieser Behandlungen kam mir der Gedanke: »In sieben Jahren kann ich das auch.« Für diesen Gedanken hatte ich keine logische Erklärung und so nahm ich ihn einfach nur an - ohne Wertung.

Einige Monate nach dieser Reise wurde mein Auge gegen den Rat der Ärzte erneut operiert, diesmal mit Erfolg! Ich ließ die Zeit meiner tiefsten Depression hinter mir.

Im darauffolgenden Frühjahr traf ich Dorothea von Stumpfeldt, die mir voller Enthusiasmus von ihrer Zusammenarbeit mit Anne Söller und ihrer gemeinsam entwickelten neuen Behandlungsform berichtete. Ich wagte es, mich von beiden behandeln zu lassen. So etwas hatte ich noch...

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