Der Holcroft-Vertrag

Roman
 
Robert Ludlum (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 1. Dezember 2011 | 576 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07209-4 (ISBN)
 
Der Architekt Noel Holcroft wird überraschend zum Testamentsvollstrecker bestimmt. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn Holcroft ahnt nicht, dass er Teil eines teuflischen Plans ist. Vierzig Jahre später wird er von der Vergangenheit eingeholt.


Robert Ludlum erreichte mit seinen Romanen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, weltweit eine Auflage von über 300 Millionen Exemplaren. Robert Ludlum verstarb im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen bei Heyne.
Pavillon
Deutsch
1,40 MB
978-3-641-07209-4 (9783641072094)
3641072093 (3641072093)
weitere Ausgaben werden ermittelt
13. (S. 149-150)

In London gab es einen Bühnenarchitekten, der kurze Zeit als Innenarchitekt in wohlhabenden Kreisen auf beiden Seiten des Atlantik in Mode gewesen war. Noel argwöhnte, daß man Willie Ellis häufiger wegen seiner Persönlichkeit und seiner Talente als Plauderer einstellte als wegen besonderer Fähigkeiten als Innenarchitekt. Er hatte viermal mit Willie zusammengearbeitet und sich jedesmal geschworen, es nie wieder zu tun, aber jedesmal zugleich wissend, daß er es wahrscheinlich doch wieder tun würde. In Wahrheit empfand Noel nämlich ungemeine Zuneigung zu Willie. Der verrückte Engländer verkörperte mehr als Eleganz und Raffinement.

Unter dieser Fassade fand man in stillen Momenten einen denkenden, talentierten Theatermann, der mehr über die Geschichte der Bühnenarchitektur wußte als irgend jemand, den Holcroft kannte. Er konnte faszinierend sein. Wenn er nicht unerträglich war. Sie waren über die Jahre in Verbindung geblieben, und jedesmal, wenn Noel in London war, nahm er sich auch Zeit für Willie. Er hatte geglaubt, daß er diesmal keine Zeit für ihn haben würde, aber das hatte sich jetzt geändert. Er brauchte Willie. Er erfragte bei der Auskunft in London die Nummer und wählte.

»Noel, mein Freund, du bist von Sinnen! Um diese Zeit schlafen doch alle, außer ein paar wild gewordenen Vögeln und den Leuten von der Straßenreinigung.« »Ich bin in Schwierigkeiten, Willie. Ich brauche Hilfe.« Ellis kannte die kleine Ortschaft, aus der Holcroft anrief, und versprach, sofort hinzukommen, wobei er schätzte, daß die Fahrt etwa eine Stunde dauerte. Er verspätete sich um dreißig Minuten und verfluchte die Idioten, die die Straßen unsicher machten. Noel stieg zu ihm in den Wagen, nahm Willies ausgestreckte Hand und zugleich seine charakteristischen Beschimpfungen hin.

»Du siehst ja zum Kotzen aus und stinkst wie ein Barmädchen unter der Achsel. Laß das Fenster offen und sag mir, was zum Teufel mit dir passiert ist.« Holcroft hielt seine Erklärung knapp und einfach, nannte keine Namen und verschleierte die Fakten. »Ich muß nach Paris, und es gibt Leute, die mich daran hindern wollen. Ich kann dir nicht viel mehr darüber sagen, höchstens noch, daß ich nichts Unrechtes getan habe. Nichts, was gegen die Gesetze verstößt.«

»Ersteres ist immer relativ, nicht wahr? Und das zweite hängt gewöhnlich von der Auslegung ab und einem guten Anwalt. Soll ich annehmen, daß es um ein reizendes Mädchen und einen wütenden Ehemann geht?« »Einverstanden. « »Dann bleibe ich aus dem Schneider. Was hindert dich denn daran, die nächste Maschine nach Paris zu nehmen?« »Meine Kleider, mein Gepäck und mein Paß liegen in meinem Hotel in London. Wenn ich hinfahre, um sie mir zu holen, werden mich die Leute finden, die mich aufhalten wollen. « »So wie du aussiehst, meinen’s die ziemlich ernst, nicht wahr?«

»Ja. So könnte man sagen, Willie.« »Das Hotel ist kein Problem«, sagte Ellis. »Ich hol deine Sachen und bezahl die Rechnung. Du bist ein auf Abwege geratener Ami, den ich in Soho aufgelesen habe. Und meine Geschmacksverirrungen gehn schließlich nur mich was an.« »Es könnte Schwierigkeiten mit der Rezeption geben.« »Ich kann mir nicht vorstellen, weshalb. Mein Geld ist >Münze des Reiches<, und du gibst mir einen Zettel mit; die können ja die Unterschriften vergleichen. Wir sind bei weitem nicht so paranoid wie unsere Vettern auf der anderen Seite des großen Teichs.«

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