Der Wehrwolf

 
 
neobooks Self-Publishing
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. September 2020
  • |
  • 404 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7529-1621-8 (ISBN)
 
Hermann Löns - Der Wehrwolf. Harm Wulf ist ein einfacher Bauer der friedlich seinen Hof führt. Doch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges dringen auch in seine Ecke Deutschlands vor. Immer mehr Söldner Banditen Landstreicher und sonstiges Gesindel geht um und sorgen für zunehmende Unruhe
  • Deutsch
  • 0,68 MB
978-3-7529-1621-8 (9783752916218)
Hermann Löns (* 29. August 1866 in Culm, Westpreußen; + 26. September 1914 bei Loivre in der Nähe von Reims, Frankreich) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Schon zu Lebzeiten wurde Löns, dessen Landschaftsideal die Heide war, als Jäger, Natur- und Heimatdichter sowie als Naturforscher und -schützer zum Mythos.

Die Haidbauern


Im Anfang? war ?s wüst und l??r in d?r Haid?. D?r Adl?r führt? üb?r Tag? das groß? Wort, und b?i Nacht hatt? ?s d?r Uhu; Bär und Wolf war?n H?rr?n im Land? und hatt?n Macht üb?r j?glich?s G?ti?r.

K?in M?nsch w?hrt? ?s ihn?n, d?nn di? paar arms?lig?n Wild?n, di? dort vom Jag?n und Fisch?n l?bt?n, war?n froh, w?nn si? das L?b?n hatt?n und ging?n d?n Unti?r?n li?b?ndg?rn aus d?r K?hr.

Da kam?n ?in?s Ab?nds and?r? M?nsch?n zug?r?ist, di? blank? G?sicht?r und g?lb?s Haar hatt?n; mit Pf?rd und Wag?n, Kind und K?g?l kam?n si? an, und mit Hund?n und F?d?rvi?h.

Es g?fi?l ihn?n gut in d?r Haid?, d?nn si? kam?n dah?r, wo das Eis noch bis in d?n Mai auf d?n Pümp?n stand und im Oktob?r schon wi?d?r Schn?? fi?l.

Ein j?d?r sucht? sich ?in?n Platz und baut? sich darauf ?in br?it?s Haus mit spitz?m Dach, das mit R??t und Plagg?n g?d?ckt war und am Gi?b?l ?in paar bunt? Pf?rd?köpf? aus Holz aufwi?s.

J?glich?r Hof lag für sich. Ganz zu hint?rst in d?r Haid? wohnt? R?in?k?; s?in Nachbar war Hingst; auf ihn folgt? Mart?n, darauf H?nnig, hint?rh?r Hors, und dann Bock und Boll? und Ott? und Katz und Duw und Sp?cht und P?tz und Ul und wi? si? all? hi?ß?n, und zul?tzt Wulf, ?in lang?r Mann mit lustig?n Aug?n und ?in?r h?ll?n Stimm?, d?r sich da ang?baut hatt?, wo das Bruch anfing.

D?r Wulfshof hatt? das b?st? W?id?land von all?n Höf?n, ab?r d?r Bau?r hatt? auch am m?ist?n mit d?n Wölf?n und Bär?n zu tun und mit d?n schwarzbraun?n L?ut?n, di? hint?n im Bruch? l?bt?n. Doch das war ihm g?rad? r?cht und s?in?n Jung?ns nicht mind?r; j? bunt?r ?s h?rging, um so li?b?r war ?s ihn?n, und so wurd?n ?s K?rl? wi? di? Bäum?, mit Händ?n wi? Bär?npfot?n; ab?r d?nnoch konnt? si? ?in j?d?r g?rn l?id?n, di?w?il si? so grall in di? W?lt sah?n und all?w?g? lacht?n.

Das kam ihn?n und ihr?n Kind?rn und Kind?skind?rn auch gut zupass?, d?nn ?s ging zuz?it?n wild g?nug h?r in d?r Haid?; fr?md? Völk?r zog?n durch, und di? Haidbau?rn mußt?n mächtig aufpass?n, daß si? nicht umg?rannt wurd?n. Ab?r ?s war?n ihr?r von Jahrhund?rt zu Jahrhund?rt in Ödring?n, wi? das Dorf hi?ß, imm?r m?hr g?word?n; si? hi?lt?n stand, schmiss?n di? F?ind? zurück od?r barg?n di? W?ibsl?ut?, di? Kind?r und das Vi?h in d?r Wallburg im Bruch? und s?tzt?n d?n Fr?md?n durch Üb?rfall?n und Ablau?rn solang? zu, bis si? sich wi?d?r dünn? macht?n.

Di? Männ?r vom Wulfshof? war?n dab?i imm?r vorn?w?g. Manch ?in?r von ihn?n bli?b mit ?in?m Pf?il? im Hals? od?r ?in?m Sp??r? in d?r Brust dab?i li?g?n, ab?r ?s bli?b imm?r noch ?in?r übrig, d?r d?n Nam?n am L?b?n hi?lt.

Mittl?rw?il? nahm?n si? imm?r m?hr Land unt?r d?n Pflug und macht?n das Bruch zu Wi?s?nland und W?id?; z?hn G?bäud? zählt? d?r Hof, d?r wi? ?in? Burg hint?r Wall und Grab?n in s?in?m Eichbusch? lag, und in d?m groß?n Haus? war k?in Mang?l an Waff?n und G?rät?n all?r Art.

In d?m Fl?tt stand?n n?b?n d?m H?rd? ?in Dutz?nd schw?r?r silb?rn?r T?ll?r auf d?m Bört an d?r F?u?rwand. Als di? B?rgbau?rn ihr? Bot?n schickt?n und di? Haidbau?rn bat?n, ihn?n b?izust?h?n, di? Röm?r aus d?m Land zu jag?n, war auch ?in Sohn vom Wulfshof? mit ausg?zog?n. Als ?r schon ?in alt?r Mann war, lacht? ?r noch, w?nn ?r darauf zu spr?ch?n kam, wi? Varus mitsamt s?in?n L?ut?n vor di? Hund? ging.

»Jung?«, sagt? d?r alt? Mann, »das war ?in Spaß! Was hab?n wir di? krumm?n Hund? g?w?ift! So Stükk?r zwanzig hab? ich all?in vor d?n Bräg?n...

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