Unternehmensethik im digitalen Informationszeitalter

 
 
Hampp, R (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Dezember 2011
  • |
  • 124 Seiten
 
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978-3-86618-762-7 (ISBN)
 
Der Begriff des Informationszeitalters ist in den letzten 20 Jahren zu einem Leitbegriff in der Charakterisierung von Wandlungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft geworden: Die revolutionäre Durchdringung aller Handlungsebenen durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien und der allerorts mögliche Zugriff auf globale Datenströme haben einerseits dazu geführt, dass sich das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Akteure erheblich erweitert hat. Andererseits ist im Zuge dieser Wandlungsprozesse Information selbst zu einem elementaren Handels- und Konsumgut geworden, das auf legalen und illegalen Märkten gehandelt wird und auf das Teilnehmer globaler Kommuni-kationsnetzwerke weltweit mit legitimen und illegitimen Mitteln Zugriff nehmen. Folge der skizzierten Entwicklungen ist u.a., dass das Vertrauen der Menschen in ihre Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung zunehmend erodiert. Die in dem vorliegenden Band versammelten Beiträge greifen diese Problematik aus sozialwissenschaftlicher Perspektive auf. Sie analysieren einerseits, an welchen Stellen etablierte Regeln eines ökonomisch rationalen Umgangs mit Informationsgütern unter den Rahmenbedingungen eines digitalen Informationszeitalters problematische Externalitäten erzeugen. Sie fragen andererseits danach, wie weit Initiativen der ethischen Selbstverpflichtung von Unternehmen - alternativ oder flankierend zu rechtlichen Verordnungen - einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung insbesondere von Selbstbestimmungsrechten in der informationellen Netzwerkgesellschaft leisten können.
  • Deutsch
  • Augsburg
  • |
  • Deutschland
  • 1,15 MB
978-3-86618-762-7 (9783866187627)
3866187629 (3866187629)
10.1688/9783866187627
weitere Ausgaben werden ermittelt
Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik - EBEN Deutschland e.V. fördert das Verständnis der normativen Grundlagen wirtschaftlichen Handelns in der modernen Gesellschaft. Die vorliegende Schriftenreihe versteht sich als ein Forum, das der wissenschaftlichen Diskussion, vor allem aber dem Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis gewidmet ist.
1 - VORWORT [Seite 6]
2 - INHALTSVERZEICHNIS [Seite 8]
3 - THEMATISCHE EINFÜHRUNG [Seite 10]
3.1 - Unternehmensethik im digitalen Informationszeitalter Ein Problemaufriss Äckhard Ourkatzki v Vitali Nltholz [Seite 12]
4 - PROBLEME VON AUTONOMIE UND SELBSTBESTIMMUNG IM DIGITALEN INFORMATIONSZEITALTER [Seite 30]
4.1 - Legales und legitimes "atensammeln. Braucht die " Datenkrake" Google ein internationales Datenschutzrecht? [Seite 32]
4.2 - Kostenlose Leistungen im Internetzeitalter [Seite 50]
4.3 - Das Ersatz-Dorf: Über die Gründe des Erfolgs sozialer Netzwerke und einige ethische Bedenken [Seite 66]
5 - INFORMATIONSZEITALTER UND INFORMATISIERUNG DES WISSENS ALS GEGENSTAND ETHISCHER REFLEXION [Seite 76]
5.1 - Orientierungsprobleme im Informationszeitalter: Eine Anfrage an die Ethik? [Seite 78]
5.2 - Das Konzept der Informationsethik nach Rafael Capurro* [Seite 88]
5.3 - Informationszeitalterk "thik und das Prinzip der Kritik Nnton Sterbling [Seite 98]
6 - AUTOREN- UND HERAUSGEBERVERZEICHNIS [Seite 118]
Orientierungsprobleme im Informationszeitalter: Eine Anfrage an die Ethik? (S. 77-78)

Vitali Altholz

Abstract


Wir leben im Zeitalter der Information. Diese Erkenntnis ist für viele Menschen heute ebenso essenziell wie selbstverständlich. Die technischen Neuerungen und Möglichkeiten, die unseren Alltag prägen, sind nicht mehr wegzudenken – und dennoch bleiben sie zahlreichen Menschen (nicht nur aus technischer Perspektive) verschlossen. Globale Phänomene wie die Informationsexplosion oder die globale Vernetzung haben längst Gestalt angenommen und durchdringen alle Ebenen des Handelns, ohne dass sie bis jetzt ausreichend reflektiert wurden.

Aus heutiger Sicht können diese Phänomene jedoch nicht mehr als Laissez-faire- Zustand bzw. als „offenes Projekt“ betrachtet werden. Unbehagen, Skepsis, Vertrauensbrüche und Erwartungsunsicherheit gegenüber bestimmten Tendenzen des Informationszeitalters sowie das Bedürfnis nach begrifflicher Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des rasanten Fortschritts im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien gibt es nicht nur innerhalb der Wissenschaften; sie durchziehen alle menschlichen Lebens- und Tätigkeitsbereiche und verlangen nach gesellschaftlicher Anpassung.

Der vorliegende Artikel versucht, den aktuellen Stand der gesellschaftlichen Debatte über die Phänomene des Informationszeitalters aufzuzeigen sowie Erwartungsunsicherheit und Orientierungsproblematik als Indizien einer möglichen kommenden Krise innerhalb der technisierten, vernetzten Gesellschaft zu verstehen. Er plädiert von daher für die Relevanz einer lebenspraktischen Ethik im Hinblick auf die Möglichkeiten des Handelns. Darüber hinaus werden die Aufgaben der Ethik als einer eigenständigen philosophischen Disziplin im Zusammenhang der Entfaltung einer neuen historischen Epoche der Postmoderne dargelegt.

1. Einleitung

Wir leben mitten im Informationszeitalter. Jede gesellschaftliche Epoche ruft eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Charakteristika, Entwicklungstendenzen und Problemen hervor, besonders dann, wenn innerhalb der Gesellschaft eine gewisse Orientierungslosigkeit und Ungewissheit herrschen. Aus ethischer Perspektive wäre es an dieser Stelle von Bedeutung, eine Diagnose des Informationszeitalters durchzuführen, um dem innerhalb der Gesellschaft wachsenden Ungleichgewicht zwischen der Abstraktion und der Griffigkeit von Ansprüchen und Erwartungen in Bezug auf das Informationszeitalter die notwendige Aufmerksamkeit zu verleihen.

2. Information als Zentraler Begriff des Informationszeitalters: Eine Naturalistische Perspektive

An den Beginn einer Besinnung auf das Informationszeitalter, das wie jede andere gesellschaftliche Epoche auch und nicht zuletzt durch den kulturellen Fortschritt vorangetrieben wird, könnte man den Begriff „Information“ und seine Stellung innerhalb der gesellschaftlichen Strukturen setzen. Im Zuge der rasanten Entwicklung der Informationstechnik sowie einer neuen gesellschaftlichen Auffassung gegenüber dem Begriff der Information kam es dazu, dass sich dieser Begriff, der ursprünglich mit „Auskunft“ bzw. „Benachrichtigung“ sowie Belehrung“ und „Vorstellung“ gleichgesetzt wurde, allmählich ausdifferenzierte. Zu den neueren Bedeutungsmomenten des Begriffs „Information“ lassen sich aus wissenschaftlicher Sicht z. B. die naturalistische bzw. die kulturalistische Auffassung zählen. So stehen etwa dem „Informationismus der Naturwissenschaften“ eine Reihe kulturalistischer Kritikpunkte gegenüber.

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