Zivilcourage - keine Frage!

Wie Sie in Notsituationen helfen - · vernünftig · sicher · gewaltfrei - -
 
 
Mosaik bei Goldmann (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Februar 2011
  • |
  • 256 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05529-5 (ISBN)
 
Ein praktischer Leitfaden zur Umsetzung von Zivilcourage im Alltag
Zivilcourage zeigen heißt, eingreifen statt nur tatenlos zusehen. Aber wie macht man es richtig? Was ist die richtige Strategie bei Pöbeleien allein im Park oder in einer vollbesetzten U-Bahn? Wie erkennt man besonders gefährliche Aggressoren? Wie kann man der Eskalation vorbeugen? Diese und weitere drängende Fragen beantworten die Autorinnen profund und geben zahlreiche mutmachende Beispiele aus der Praxis. Die besten Experten aus Psychologie, Kriminalistik und Selbstverteidigung kommen zu Wort und erklären, wie man sich im Ernstfall verhalten soll. Damit jeder tagtäglich Zivilcourage praktizieren kann - ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.


Beate Wagner und Constanze Löffler sind Wissenschaftsjournalistinnen mit abgeschlossenem Medizinstudium. Seit Jahren setzen sie sich mit medizinischen, psychologischen und sozialen Themen auseinander. Je komplexer die Materie, um so besser. Die Ergebnisse einer umfangreichen Recherche für den Leser bildhaft, lebendig und klar aufzuschreiben liegt beiden Autorinnen besonders am Herzen. Sie veröffentlichen ihre Texte in führenden deutschen Magazinen und Tageszeitungen.
  • Deutsch
Random House ebook
  • 0,93 MB
978-3-641-05529-5 (9783641055295)
3641055296 (3641055296)
weitere Ausgaben werden ermittelt
5 Da sein für andere (S. 73-74)

»Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.«
Franca Magnani

5.1 / Bürger-Engagement und unternehmerisches Engagement

Es ist Dienstagmorgen, ein besonderer Tag für Moritz. Der 13-jährige Gymnasiast geht heute nicht wie üblich in die Schule, sondern zum ersten Mal in seinem Leben arbeiten. Im Waldorfkindergarten im Norden Berlins deckt er den Tisch für die Krabbelgruppe, spielt mit den Buben im Garten Fußball und räumt mit der Spätgruppe den Tobe-Raum auf. Am Abend hält er 100 Euro in der Hand, sein erstes selbst verdientes Geld. Dass der Tageslohn nicht für die eigene Tasche gedacht ist, sondern in Hilfsprojekte auf dem Balkan fließt, bedauert der Berliner. »Aber nur ein bisschen«, sagt er. »Wenn ich weiß, dass wir so Straßenkindern in Albanien helfen, ist das eigentlich ganz schön cool.«

Es ist »sozialer Tag« in Deutschland, die Lehranstalten sind leer. Tausende Schüler mähen den Rasen bei der Nachbarin, assistieren dem Lokführer bei der Bahn, fegen den Hof des Bauunternehmens oder verkaufen Biohühner auf dem Wochenmarkt. Meist wählen die Schüler einen Job, der sie persönlich interessiert und der ihnen einen Vorgeschmack auf ihr späteres Berufsleben gibt. Welche Projekte in Südosteuropa die Freiwilligen mit ihrem Verdienst unterstützen, entscheiden sie selbst.

Die Stiftung »Schüler helfen leben«, die den »sozialen Tag« organisiert, hat 130 Projekte zur Auswahl, die benachteiligte Kinder und Jugendliche auf dem Balkan unterstützen. Bisher haben eine Million Kinder und Jugendliche rund 18 Millionen Euro erarbeitet. Seit 1992 koordiniert »Schüler helfen leben« das Engagement der Heranwachsenden. Sich ehrenamtlich zu engagieren ist hierzulande weiter verbreitet, als viele denken. Schon jeder dritte Deutsche über 14 Jahren betätigt sich freiwillig. Weit mehr sind grundsätzlich bereit, ein Ehrenamt zu übernehmen.

Ob im Sportverein, in Kultur- oder Umweltprojekten, der Kinder- und Jugendarbeit – wer sich einbringt, übernimmt Verantwortung, setzt sich für andere und damit für das Gemeinwohl ein. Am meisten haben ältere Menschen in Sachen Ehrenamt zugelegt. Sie engagieren sich immer stärker vor allem im Sozialen, der Pflege und Betreuung. Aber auch Eltern investieren zunehmend ihre freie Zeit als Freiwillige: in Schulen, Kindergärten, Sportvereinen oder für die Kultur.  Kindertagesstätten in Trägerschaft einer Elterninitiative zum Beispiel sind heute nicht mehr wegzudenken. Und der »soziale Tag« lässt es erkennen: Aktiv in Sachen Ehrenamt sind auch immer mehr junge Menschen.

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