Im Taumel der Herzen

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Dezember 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07711-2 (ISBN)
 
Versteckspiel der Liebe
Julia Miller, gerade wieder frisch auf dem Heiratsmarkt, will auf dem Maskenball ihrer Freundin Georgina den Mann fürs Leben finden. Und tatsächlich: Sie läuft dem äußerst charmanten Jean Paul in die Arme, der mit einem leidenschaftlichen Kuss ihr Herz im Sturm erobert. Julia ist ihm sofort verfallen. Das, was sie über seine Vorgeschichte erfährt, ist allerdings mehr als schockierend ...


Johanna Lindsey wächst auf Hawaii auf. Sie heiratet nach der Highschool und hat bereits zwei kleine Kinder zu versorgen, als sie sich zum Schreiben gedrängt fühlt.1976 veröffentlicht sie ihren ersten Roman. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Liebesromane. Weltweit hat sie über 60 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft, die nicht selten die ersten Plätze der Bestsellerliste der New York Times erreichen. Johanna Lindsey schreibt und lebt mit ihrer Familie in Maine.
  • Deutsch
  • 1,64 MB
978-3-641-07711-2 (9783641077112)
3641077117 (3641077117)
weitere Ausgaben werden ermittelt
27 (S. 196-197)

Julia bediente sich der Worte von James Malory, als sie ihrem Vater am Spätnachmittag versicherte, dass sie nicht lange fort sein würde. Mit einem sehr schlechten Gewissen hatte sie ihm gestanden, was sie in die Wege geleitet hatte – und ihm erzählt, was der Graf von Manford Richard angetan hatte und mit welch schlimmen Folgen die Millers ihm zufolge zu rechnen hätten. Der Skandal und alle damit verbundenen negativen Auswirkungen würden nicht so schnell vorüberziehen, wie ihr Vater angenommen hatte. Dafür würde der Graf schon sorgen. »Es tut mir so leid«, schloss sie.

»Ich bin es inzwischen einfach gewöhnt, alles Nötige zu unternehmen, ohne es vorher mit jemand anders zu besprechen, und diese Sache duldete nun einmal keinen Aufschub. Es ist also alles geregelt, Lord Malory hat sich bereiterklärt, zu helfen. Sein Schiff segelt mit der nächsten Flut – und ich werde mit von der Partie sein.« »Du? Warum denn das?« »Weil ich mich weigere, den Grafen von Manford für seine bösen Taten auch noch zu belohnen. Es muss einen Weg geben, aus diesem Vertrag herauszukommen, ohne unserem Geschäft zu schaden und den guten Namen unserer Familie zu beschmutzen. Richard hat das Problem für sich gelöst, indem er sich abgesetzt hat, aber das kommt für mich nicht infrage. Deswegen helfe ich Richard nun aus dieser grauenvollen Situation, die sein eigener Vater ihm aufgezwungen hat. Bestimmt wird er mir im Gegenzug helfen, einen Weg zu finden, wie wir dieser Tragödie ein Ende bereiten können.« »Und das ist alles, was du dir von der Reise erhoffst?«

»Ja … natürlich.« Warum wurde sie rot, als sie das sagte? Sie hatte dafür noch keine Erklärung. Ihrem Vater war es wohl nicht aufgefallen, denn er meinte nur: »Du bist wirklich erwachsen geworden, mein Liebling.« Als sie drei Tage später an Deck der Maiden George stand und auf den Ozean hinausblickte, fühlte sie sich ganz und gar nicht erwachsen. Was jedoch kein Wunder war, denn angesichts dieser gewaltigen Weite konnte sich jeder Mensch klein und unbedeutend fühlen. Selbst das Gefangenenschiff schien nur ein winziger Punkt am Horizont zu sein. James und Drew hatten es bereits am Vorabend gesichtet.

Wäre ihr eigenes Schiff nicht gleich in der ersten Nacht beim Durchqueren des Kanals in einen Sturm geraten, hätten sie es in noch kürzerer Zeit einholen können. Zum einen war James’ Schiff ungewöhnlich schnell, seit er anlässlich seiner letzten Reise, bei der die Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor gewesen war, sämtliche Kanonen entfernt hatte. Zum anderen war das Transportschiff erst zwei Tage vor ihnen in London losgesegelt und nicht schon eine Woche früher, wie sie zunächst befürchtet hatten. Anscheinend lagen solche Gefangenenschiffe oft mehrere Wochen oder gar Monate im Londoner Hafen und segelten erst los, wenn eine volle Ladung Gefangener zusammengekommen war.

James hatte darauf bestanden, bis zum Morgen zu warten, ehe sie die Lücke zwischen den beiden Schiffen schlossen. Niemand widersprach ihm, denn er brachte gute Gründe vor. Er wollte nicht riskieren, dass britische Offiziere, die bereits nach ihrem Bett lechzten, in übermüdetem Zustand unüberlegte Entscheidungen trafen, denn das hätte zu unnötigen Konflikten führen können. Während die Maiden George auf dem besten Wege war, das Gefangenenschiff einzuholen, gesellte Gabrielle sich zu Julia. Obwohl sie nichts sagte, spürte Julia ihren stillschweigenden Beistand.

Genau das brauchte sie jetzt. Sie befürchtete, Richard könnte wegen der körperlichen Strapazen bereits krank sein oder womöglich sogar wieder verletzt – zu verletzt, um vernünftigen Argumenten zugänglich zu sein. Dabei blieben ihr nur wenige Tage mit ihm. Plötzlich aber ertappte sie sich dabei, wie sie mit ihrer neuen Freundin über ihren Verlobten sprach. Alles, was Ohr den anderen bisher erzählt hatte, war mit Sicherheit Richards Version gewesen. Wobei Julia sich keineswegs als Unschuldslamm darstellen wollte, denn das war sie beileibe nicht. Ihr Jähzorn und Richards gemeine, snobistische Bemerkungen hatten stets eine explosive Mischung ergeben. Sie waren beide gleichermaßen schuld daran, dass sie sich nie vertragen hatten. »Ich war damals schrecklich jähzornig«, gab Julia am Ende zu, »und er schien immer ganz genau zu wissen, wie er mich provozieren konnte.«

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