Saftschubse

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. Mai 2011
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05713-8 (ISBN)
 
Der Teufel trägt Prada? Der Teufel trinkt Tomatensaft!
Tipp des Lektorats:
Was denken Stewardessen über Passagiere, die Tomatensaft bestellen? Sind alle Stewards schwul? Heiraten Flugbegleiterinnen automatisch Piloten? Das sind Fragen, die bestimmt nicht nur mich bei jedem Flug beschäftigten. Bis ich den unterhaltsamen Roman der Stewardess Annette Lies las, die uns mit ihrer chaotischen Heldin (und »Saftschubse«) Charlotte einen exklusiven und sehr humorvollen Blick ins Cockpit und in die Kabine werfen lässt. Ähnlichkeiten mit lebenden Piloten, Flugbegleiterinnen und realen Handlungen sind rein zufällig. In Wahrheit ist alles viel schlimmer ...
Anne Tente, Lektorat


Annette Lies wurde 1979 in Herne geboren. Die gelernte Werbekauffrau arbeitete als Texterin und begeisterte Stewardess, bevor sie 2015 ihr Studium der Dramaturgie an der HFF München abschloss. Ihre Romane 'Saftschubse' und 'Saftschubse - Neue Turbulenzen' werden aktuell für Sat1 verfilmt. Annette Lies lebt in München und Key West.
  • Deutsch
  • Breite: 118 mm
  • 2,14 MB
978-3-641-05713-8 (9783641057138)
3641057132 (3641057132)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Annette Lies wurde 1979 in Herne geboren. Die gelernte Werbekauffrau arbeitete als Texterin und begeisterte Stewardess, bevor sie 2015 ihr Studium der Dramaturgie an der HFF München abschloss. Ihre Romane "Saftschubse" und "Saftschubse - Neue Turbulenzen" werden aktuell für Sat1 verfilmt. Annette Lies lebt in München und Key West.
"16. »Kannst du dir nicht einen reichen Mann aus der First Class angeln?« (S. 180-181)

»Would you like a sandwich? It’s ham or cheese.«

»Beef.«

»I’m sorry, there is no beef. I can only offer you ham or cheese.«

»Okay. Chicken.« (MUC – SOF)

Die First Class.
Ich glaube, das ist ein ähnlich mysteriöser Ort wie Stonehenge oder das Glottertal. Noch heute pilgern Hunderte von Menschen mit Ischiasleiden und Blasenkatarrh zum Drehort der Schwarzwaldklinik, nur um dort festzustellen, dass Professor Brinkmann und Oberschwester Hildegard ein Mythos sind. Und ähnlich verhält es sich mit dem Allerheiligsten von Skyline. Bei der letzten Umrüstung der Ersten Klasse erhielten wir als Mitarbeiter nicht etwa eine Gesamtansicht der modernisierten Kabine, sondern lediglich ein paar Stoffmuster und Metallproben. Plüschige Teppichfransen in Chefetagen-Grau glitten samtig durch meine Finger und ein mattiertes Metall-Mosaik hätte sowohl ein Teil des Duschkopfes im Nassbereich sein können, als auch das neue Tafelsilber.

Ich kam mir vor wie in einem Teppichgeschäft mit angeschlossenem Bäderstudio! (Ich persönlich fände es ja viel wichtiger, die Aeroserver, also die Servierwagen mit ABS-System auszustatten, damit ich nicht versehentlich die herumliegende nudefarbene It-Bag eines Promis anfahre.) So ist es kaum verwunderlich, dass sich auch durch die First Class beim Aussteigen ein eklatanter Touristenstrom etabliert hat, den ich ähnlich gerne beobachte wie Ornithologen Haubentaucher auf Island.

Es ist ja nicht so, dass ich die Leute nicht verstehen könnte, die auf dem Weg nach draußen mit einem hektischen Panoramablick blitzschnell alles scannen, was noch so herumliegt: kleine Samsonite-Koffer-Miniaturen mit Zahnbürste und Tampons drin oder liegen gelassene Bordkartenhüllen zum Beispiel, die man ja quasi immer gebrauchen kann. Und der ein oder andere Artikel ist zweifelsohne auch ein beliebtes Sammlerstück bei EBay. Aber es gibt Grenzen.

Eine verläuft für mich zum Beispiel entlang des Schlafanzugoberteils, das über Nacht ein dicker Russe anhatte und durchgeschwitzt hat. Auch wenn es inzwischen sicherlich probate Fleckenentferner für Foie Gras und dreifach getrüffelten Pistazie-Mascarpone gibt. Und mir wäre es schlichtweg zu peinlich, mit den gebrauchten Überziehsocken von Veronica Ferres durch meine Wohnung in Schwabing zu rutschen, oder durch eine abgetragene Schlafmaske das Meersalz-Nasenspray von Mario Adorf einzuatmen. Ich meine, wem will man da was vormachen?"

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