Blau schimmert nicht nur ein Saphir

 
 
tolino media (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. März 2021
  • |
  • 414 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7521-3706-4 (ISBN)
 
Obwohl Alea gemeinsam mit den Brüdern Tajo und Matteo sowie ihrem neuen Verbündeten Luca die Menschheit vor der Vernichtung bewahren konnte, geht ihr Wunsch nach einem ruhigen Leben noch nicht in Erfüllung. Die unerwartete Suche nach einem unbekannten Erbstück des Hauses Azuro stellt sie immer wieder vor sonderbare Rätsel. Um sämtliche Geheimnisse zu lüften, macht sie sich erneut auf einen gefahrvollen Weg. Währenddessen ändern ihre Gegner die Taktik, wodurch sie Alea gefährlich nahekommen. Nicht mehr die Jagd auf sie und ihre Verfolgung stehen im Vordergrund, sondern Täuschung und Tarnung. Beides bringt Alea in höchste Bedrängnis. Das ausgeklügelte und listenreiche Spiel ihrer Gegner treibt sie bis an den Rand des Todes und bedroht die Menschheit mit einer unberechenbaren Gefahr. Was wird passieren, wenn sich die Macht aller drei Häuser, Turkeso, Azuro und Lunara, in einer einzigen Person vereinigt? Wird Frieden herschen oder Tod und Zerstörung? Alea ist gezwungen, es hautnah mitzuerleben. ***** Band 1: Türkis ist nicht nur eine Farbe, Band 2: Silber leuchtet nicht nur der Mond, Band 3: Blau schimmert nicht nur ein Saphir

Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann nahe einer Kleinstadt in Bayern. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie jahrelang als Managerin bei einem deutschen Großkonzern. Ihr Berufsleben war geprägt von Zahlen, Daten und Fakten. Im Gegensatz hierzu lebt sie beim Schreiben ihre Kreativität aus und entführt den Leser in eine geheimnisvolle Parallelwelt.
  • Deutsch
  • 0,36 MB
978-3-7521-3706-4 (9783752137064)

Der Maskenball


Völlig überwältigt bestaunte Alea das bunte Treiben in dem prachtvollen Ballsaal. Auf der großen Tanzfläche tummelten sich bereits viele farbenfroh gekleidete Paare. Die wunderschönen Kostüme erinnerten sie stark an die kunstvollen und aufwändig gestalteten Gewänder eines Karnevals in Venedig. Mit großen, glänzenden Augen bewunderte sie die breite Vielfalt der prächtigen und eleganten Ballroben.
     Beim Anblick der strahlenden Ballgäste, die sich begeistert im Takt zu den schwungvollen Klängen eines großen Tanzorchesters wiegten, bereute sie ihre Entscheidung für keine Sekunde. Bereitwillig ließ sie sich von der fröhlichen Atmosphäre einfangen und freute sich auf eine rauschende Ballnacht im Kreise ihrer Familie und Freunde.
     Besonders jubelte sie darüber, dass Matteo in weiblicher Begleitung an dem Ball teilnahm. Zu ihrer großen Freude erschien er mit ihrer besten Freundin Rebecca, mit der er sich soeben hingebungsvoll zum Walzertakt im Kreise drehte. Die beiden gaben wirklich ein schönes Paar ab und waren noch immer sehr verliebt ineinander.
     Immer wieder schmunzelte Alea darüber, wie schnell es ihm gelungen war, ihre wilde Freundin einzufangen. Seit ihrem Kennenlernen verschwendete Rebecca keine Blicke mehr an andere männliche Bewerber, die nach wie vor eifrig um ihre Gunst buhlten.
     Bereitwillig ließ sie sich auf das abwechslungsreiche Abenteuer mit ihm ein. Allerdings warf er auch seinen gesamten Charme in die Waagschale, um seine temperamentvolle Freundin bei Laune zu halten.
     Lächelnd beobachtete Alea das schmucke Paar, das sich ununterbrochen verliebte Blicke zuwarf. In der Tat hoben sie sich von der breiten Menge ab. Ihre elegante Kleidung leuchtete in einem strahlenden Azurblau, das um weiße Element ergänzt wurde.
     Matteos Anzug, der aus einer eleganten Hose und einem noblen, langen Gehrock bestand, schimmerte in einem glänzenden Jacquardmuster. Dazu trug er ein blütenweißes Hemd, dessen hoher Stehkragen mit einer ovalen, blauen Spange geschlossen wurde. Die Wahl seiner exquisiten Kleidung wies ihn zweifellos als enges Mitglied des Hauses Azuro aus.
     Rebeccas einfarbig blaues und knöchellanges Kleid lag wie eine zweite Haut an ihrem aufregenden und durchtrainierten Körper an. Ein hoher Schlitz erlaubte einen tiefen Einblick auf ihre endlos langen Beine. Ihr rotes Haar schimmerte im Schein der riesigen Kronleuchter wie flüssiges Kupfer.
     Beide trugen elegante, weiße Gesichtsmasken, die die Augenpartie bis zur Nase bedeckten. Schön geschwungene Federn in einem hellen Azurblau reckten sich am oberen Rand von Rebeccas Maske in die Höhe. Derselbe Federschmuck wiederholte sich an ihren schmalen Kleiderträgern.
     Ein zufriedenes Lächeln umspielte Aleas Mundwinkel beim Anblick des verliebten Paares, das sich während ihres hingebungsvollen Tanzes tief in die Augen blickte. Vergnügt drehte sie ihren Kopf zu Tajo, der an ihrer linken Seite saß und ihren Handrücken zärtlich streichelte.
     Wie Matteo trug er denselben azurblauen Anzug. Im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder bestach sein Hemd jedoch durch einen leuchtenden türkisfarbenen Ton. Der hochgeschlossene Kragen wurde ebenfalls mit einer ovalen, blauen Schnalle zusammengehalten. Wie ein lässiges Model aus einem Hochglanzmagazin lehnte er sich entspannt in seinem Stuhl zurück.
     Alea konnte sich an seiner beeindruckenden Erscheinung einfach nicht sattsehen. Seine dunkles Haar und der ausgefallene Gehrock verliehen ihm das Aussehen eines verwegenen und vornehmen Aristokraten, vor dem sich die Damenwelt in Acht nehmen sollte. Nur gut, dass sein Herz ganz allein ihr gehörte.
     Sie war nicht überrascht, als sie bemerkte, dass Tajo sie unablässig beobachtete, während sie sein attraktives Äußeres mit den Augen verschlang. Als sich ihre Blicke kreuzten, verzogen sich seine verführerischen Lippen zu einem glücklichen Lächeln.
     Seine leuchtenden Augen, die ihr aus den Sehschlitzen seiner blauen Maske entgegenstrahlten, verrieten ihr unmissverständlich, dass er sie in ihrem türkisfarbenen Kleid ebenfalls zum Anbeißen fand.
     Versonnen blickte er ihr in ihren ungewohnt tiefen Ausschnitt, um die vollen Rundungen ihrer Brüste ausgiebig zu bewundern. Durch das eng geschnürte Mieder wurden sie besonders betont, ebenso wie die schmale Taille des Kleides, das in einen weiten, gebauschten Rock auslief.
     Ein hauchzarter Spitzenstoff bedeckte ihre Arme und Schultern, an denen wie an ihrer türkisfarbenen Gesichtsmaske ein Meer aus kleinen, dichten Federn bei jeder ihrer Bewegungen leicht erzitterte. Ihre goldblonde Haarpracht fiel ihr in weichen Locken offen über ihren Rücken hinab. Wie eine leibhaftige Venus lockte sie ihn mit ihren weiblichen Reizen an.
     Ein weiterer Blickfang an ihr stellte an diesem Abend ihre farblich passende Halskette dar. Im Vorfeld hatte Tajo sie eindringlich dazu ermuntert, sie vor aller Augen zu tragen. Deswegen baumelte an einer edlen Goldkette ihr Anhänger mit dem Türkisstein und den gebogenen goldenen Sonnenstrahlen.
     Perfekt schmückte er ihr reizvolles Dekolleté und vervollständigte ihr elegantes Kleid. Niemals hätte sie es ohne seinen ermunternden Zuspruch gewagt, ihren Talisman als Schmuckstück offen zu tragen. Zu sehr war sie es seit ihrer Kindheit gewohnt, ihn unter ihrer Kleidung verborgen zu halten.
     Neben Tajo hatten sie auch ihre Eltern dazu ermutigt, ihn sichtbar an einer Kette zu tragen. An diesem Abend fühlten sie sich auf ihrem heimischem Terrain keinerlei drohenden Gefahren ausgesetzt.
     Trotz der großen Anzahl von Ballgästen wähnten sie sich in völliger Sicherheit. Zu ihrem Schutz hatten sich auch viele Mitarbeiter aus den Sicherheitsteams der drei herrschenden Häuser unter die bunte Menschenmenge gemischt.
     Von den wohlüberlegten Argumenten ihrer Eltern und ihres Liebsten ließ sie sich am Ende schließlich überzeugen. Stolz präsentierte sie ihren Talisman an diesem wunderbaren Abend zum ersten Mal in ihrem Leben als dekoratives Schmuckstück.
     Zugebenermaßen musste sie sich selbst eingestehen, dass er auf hervorragende Art und Weise ihr Kostüm vervollständigte. Ihre aufkeimenden Zweifel hatte sie energisch beiseitegeschoben und sich selbst als übervorsichtig bezeichnet.
     Was sollte auch schon an diesem Abend großartig passieren, an dem alle nur das gleiche im Sinn hatten. Nämlich ausgiebig feiern, tanzen und denjenigen zu gedenken, die nicht mehr unter ihnen weilten.
     In vollen Zügen genoss Alea die fröhliche Atmosphäre und die zärtlichen Berührungen ihres Liebsten, der an diesem Abend nur Augen für sie zu haben schien. Gelegentlich fing sie die zufriedenen Blicke ihrer Eltern ein, die sich den Nachbartisch mit Tajos Eltern sowie Alina und ihrem Gatten teilten. Wie sie selbst schienen auch sie den Abend ohne jegliche Reue zu genießen.
     Insgeheim gab Alea ihren Eltern recht. Die fröhliche Stimmung tat ihnen allen nach der bedrückenden Trauerphase sichtlich gut. Sie spürte förmlich, wie ihre gepeinigte Seele aufzublühen schien. Wie eine scheue Blume, die nach einem kalten Winter von den warmen Sonnenstrahlen geküsst wurde, wagte sie sich, aus dem dunklen Schatten ihrer Trauer ins Licht hinauszutreten.
     Pure Lebensfreude und ungebändigte Fröhlichkeit knisterte überall in der Luft. Die farbenfrohen Kostüme verwandelten den Saal in eine brodelnde Menge aus überschäumender Lebenslust.
     Zahlreiche festlich geschmückte Tischreihen boten ausgiebig Platz für die tanzhungrigen Ballgäste, die den prunkvollen Saal vollständig für sich eingenommen hatten. Ausgelassenes Gelächter schallte Alea aus jeder Richtung entgegen und zeugte von der überaus vergnügten Stimmung im Saal.
     Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, wie Matteo und Rebecca erhitzt die Tanzfläche verließen und sich zielstrebig ihrem Tisch näherten. Lachend ließ sich ihre Freundin auf ihrem Stuhl nieder, den ihr Matteo als wahrer Gentleman vornehm zurückgezogen hatte. Glücklich strahlte sie zuerst ihn und anschließend Alea an.
     "Wow, ist das ein schöner Abend und ich konnte es kaum erwarten, dass wir uns hier wiedersehen", quietschte sie vergnügt und ihre grünen Augen blitzten dabei voller Freude.
     "Ihr habt aber auch einen prachtvollen Saal für einen solchen Ball", stellte sie bewundernd fest und ließ ihre Augen über die benachbarten Tische schweifen. Sanft fuhr sie mit den Fingerspitzen über die blütenweiße Damastdecke ihres Tisches.
     Unzählige blaue Kerzen flackerten sanft in silbernen Haltern und wechselten sich mit üppigen Blumengestecken in den verschiedenen Blautönen ab. Passend zu den Tischgestecken schmückten riesige Blumenarrangements die Längsseiten des ausladenden Ballsaals.
     "Ja, das stimmt allerdings. Der Saal und das gesamte Gebäude machen schon etwas her. Aber ihr habt ja bisher nur den Tanzsaal gesehen", bestätigte Matteo voller Stolz.
...

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